Mag George Antheil auch heutzutage etwas in Vergessenheit geraten im Paris der 20er Jahre war sein in aller Munde - begierig wartete man den nächsten Skandal. Seine Konzerte endeten nicht mit Tumulten die fast in Saalschlachten ausarteten ihn nach eigener Schilderung die Vorstellung beruhigte notfalls mit der während des Konzertes im getragenen Pistole den Fluchtweg freischießen zu können. war Antheil eine schillernde Persönlichkeit die durch Veröffentlichung ihrer Memoiren die ohnehin zahlreichen Anekdoten vermehrte wobei die Grenze zwischen Dichtung und nicht immer genau auszumachen ist.
Biografie
1900 in Trenton ( New Jersey ) als Sohn deutscher Einwanderer geboren erhielt ab 1913 Musiktheorie- und Kompositionsunterricht bei Constantin Sternberg in Philadelphia von 1919 bis 1921 bei Ernst Bloch in New York.
Klavier hatte er seit dem sechsten Lebensjahr später bei George Boyle an der Curtis School. 1922 ging Antheil mit einem Stipendium nach Berlin um als Pianist eigener und zeitgenössischer Werke (u.a. von Schönberg und Strawinsky) Karriere zu machen. Bald widmete er sich aber hauptsächlich der Komposition . Seine Stücke waren perkussiv dissonant und rhythmisch gewalttätig.
1924 begann Antheil zusammen mit Fernand und Dudley Murphy mit dem Projekt Ballet Léger und Murphy schufen einen der ersten Filme den Antheils Musik mit 16 Player-Pianos Klaviere) begleiten sollte. Allerdings konnten die Klaviere untereinander noch mit dem Film synchronisiert werden Film (über 30 Minuten Länge) und Musik eigenständige Werke wurden. Antheil ließ daraufhin extra für ein Player-Piano herstellen das er durch Klaviere vier Xylophone zwei elektrische Klingeln zwei Tamtam vier große Trommeln und Sirenen ergänzte. Pariser Premiere unter Golschmann am 19. Juni 1926 als (Skandal-)Erfolg gewertet werden hingegen wurde die in New York City 1927 unter Goossens eines der größten deren man sich in New York erinnerte.
1952/53 überarbeitete Antheil das Werk nochmals er Repetitionstakte die ursprünglich zur Synchronisation des Films gedacht waren herausstrich was Spieldauer fast halbierte. Des weiteren verkleinerte er Besetzung : das Player-Piano fehlt ganz aus den Klavieren wurden vier ebenso reduzierten sich die der Xylophone von vier auf zwei etc. Grundcharakter blieb aber erhalten das Werk wurde Angaben zufolge nur "präziser". Bei der Uraufführung 1954 an der Columbia University gab es keinerlei Tumulte mehr dreiminütige zwangen den "Bad Boy" zu zahlreichen "bürgerlichen" vor dem Publikum.
Das Ballet mécanique blieb die bekannteste Komposition George Antheils obwohl er bis zu Lebensende 1959 sehr produktiv war (so schrieb u.a. mehrere Opern sechs Sinfonien Solokonzerte Kammermusik Lieder Klaviermusik ).
1936 übersiedelte Antheil nach Los Angeles und machte 1945 mit der oben erwähnten Skandal-Biografie Bad Boy of Music die ihres Unterhaltungswertes ein Bestseller wurde noch einmal auf sich aufmerksam. komponierte er viel Filmmusik schrieb Illustriertenartikel und einen Kriminalroman und meldete einen funkgesteuerten Torpedo zum Patent an den er zusammen mit der Hedy Lamarr in abendlichen Sitzungen entwickelt hatte. mit Hedy Lamarr erfand er das Frequenzsprungverfahren eine Technologie die heute in der Mobilfunktechnik ( GSM ) Verwendung findet.
Von dem polnisch-amerikanischen Dirigenten Leopold Stokowski angeregt komponierte er ab auch wieder vermehrt eigenständige Musikwerke.