Germanium ist weit verbreitet kommt aber in sehr geringen Konzentrationen vor; Clarke-Zahl: 1 g/to. Es wird als Begleiter in Kupfer und Zinkerzen gefunden ( Hettstedter Kupferschiefer). Die wichtigsten Minerale sind Argyrodit Canfieldit Germanit und Reniérit.
Als Halbleiter war es das führende Material in der Elektronik bis es vom Silizium verdrängt wurde und heute nur noch der Hochfrequenztechnik eine Rolle spielt. Eventuell ändert sich wieder mit der neuen Germanium-Kohlenstoff-Silizium Technologie.
Seine zweite Hauptanwendung findet es in Infrarotoptik in Form von Fenstern und Linsen-Systemen poly- oder monokristallinem Germanium sowie optischen Gläsern Infrarotdurchlässigkeit sogenannten Chalkogenidgläsern. Einsatzgebiete hierfür sind militärische zivile Nachtsichtgeräte.
Weitere wesentliche Verwendungen liegen in der von Glasfaserkabel -Lichtwellenleitern und Polyesterfasern: In modernen Lichtleitfasern der wird mit Hilfe von Germaniumtetrachlorid eine Germanium-Beschichtung inneren Faserkerns zur Erreichung der Totalreflexion von herbeigeführt. In der Polyesterchemie kommt Germaniumdioxyd als Katalysator bei der Herstellung von bestimmten Polyesterfasern -granulaten zum Einsatz speziell für recyclingfähige PET-Flaschen = Polyethylenterephthalat .
Bei Germanium lässt sich im Gegensatz Stahl nicht durch Neutronenstrahlung die Kristallstruktur zerbrechen. Es fängt den Stoß des Neutrons elastisch auf. Bisher findet diese Entdeckung keine Nutzung in Reaktoren .