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Geschichte Georgiens


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Die aufgezeichnete Geschichte Georgiens begann vor über 3.500 Jahren und georgische Sprache gilt als eine der ältesten lebenden der Welt.

Inhaltsverzeichnis

Georgien in der Antike und im

In den 1970er Jahren haben archäologische Ausgrabungen in der Region Imiris-Gora eine Anzahl antiker Siedlungen zum gebracht die aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. datieren und die Häuser mit Emporen einschlossen. Diese Wohnstätten hatten einen runden ovalen Grundriß. Ihr charakteristisches Merkmal waren eine Stütze und ein Schornstein. Diese Besonderheiten wurden georgischen Siedlungen und Häusern des Darbasi-Typs benutzt und weiterentwickelt. Archäologische Ausgrabungen brachten die Überreste der Siedlungen von Beschtascheni und (4. und 3. Jahrhundert v. Chr. ) sowie Hünengräber ( 2. Jahrhundert v. Chr. ) in den Provinzen Rialeti und Tsalka ans Licht. Sie belegen eine fortgeschrittene und entwickelte Gebäude- und Architektur-Kultur.

Die Region wurde bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. von einer jungsteinzeitlichen Kultur besiedelt. In der Antike war Region bei den Griechen als Kolchis bekannt. Dort spielte die griechische Legende Jason und den Argonauten die kamen um das das Goldene Vlies ein Fell zum Goldwaschen zu finden. georgischen Gebiete wurden als Kolcheti für die Küstenebene und Iberia für den gebirgigen Osten Im Kaukasusgebirge wurden Gold Silber Kupfer und Eisen gewonnen. Georgische Handwerker schmiedeten die Schwerter denen Griechen und Trojaner kämpften.

Nach 333 v. Chr. unterwarf Alexander der Große fast den Kaukasus einschließlich Ostgeorgiens. In der Hauptstadt Mzcheta er einen engen Vertrauten den Königssohn Ason Arian-Kartli als König ein. 323 v. Chr. wurde das Gebiet Teil des Seleukidenreiches Alexanders Nachfolger dem Diadochen Seleukos .

66 v. Chr. eroberte der römische Feldherr Pompeius Ost- und Westgeorgien und machte sie einem einheitlichen Satellitenstaat des Römischen Reiches. 317 n. Chr. konvertierte Georgien als einer ersten Staaten der Welt zum Christentum . König Marian II. von Iberia führte Christentum als offizielle Staatsreligion ein. Nach dem 17. Januar 395 wurde Georgien Teil des Oströmischen Reiches. 585 galt das oströmische Glaubensbekenntnis.

Obgleich es später von verschiedenen Invasoren vor allem Arabern Mongolen und Türken - heimgesucht wurde behielt das georgische für mehr als 1.000 Jahre einen mehr weniger hohen Grad an Unabhängigkeit. Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert erreichte es unter mächtigen Herrschern wie David dem Erbauer (David IV. Agmaschenebeli 1089 - 1125 ) und Königin Tamara ( 1184 - 1213 ) einen Höhepunkt an Macht und Prestige. Könige werden heute als Heilige der Georgischen Apostelkirche verehrt.

Die folgenden Jahrhunderten brachten Georgien eine Periode des Niedergangs. Die Mongolen verursachten eine Entvölkerung des Landes und das Reich zerfiel des 15. Jahrhunderts in drei Königreiche (Imeretien Kachetien und und fünf Fürstentümer. Die westlicheren waren Vasallenstaaten Osmanischen Reiches die östlichen von Persien abhängig.

Georgien im Russischen Reich 1801–1918

Im Jahre 1783 stellte sich Georgien im Vertrag von Georgiewsk unter russischen Schutz. 1801 wurde es von Russland annektiert und russische Provinz. Zar Alexander I. schaffte das georgische Königreich ab deportierte königliche Familie der Bagratiden nach Zentralrussland und nach Sibirien. Ab 1804 wurde Georgien einer intensiven Russifizierung unterworfen das soziale und kulturelle System dem Russlands

Zugleich erblühten in Georgien Aufklärung Liberalismus und modernes Nationalbewußtsein . Die Brüder Bagration übersetzen Werke der Literatur ins Georgische. Unter der Egide des russischen Gouverneurs Alexeij Jermolow fanden nach 1825 Verbannte des gescheiterten liberalen Dekabristenaufstandes in Georgien Unterschlupf. Ein aufständisches Regiment Sankt Petersburg dem besonders viele Mitglieder der liberalen angehörten wurde nach Georgien deportiert und verband mit der dortigen Oberschicht. Frühzeitig kam in die Forderung nach Abschaffung der Leibeigenschaft auf.

Georgien drängte auf Eigenständigkeit. 1830 scheiterte ein Versuch die Bagratiden-Dynastie wieder die Macht zu bringen. Der Zar entsandte Großfürst Michail Semjonowitsch Prinz Woronzow als Vizekönig des Kaukasus die russische Herrschaft zu sichern.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Unzufriedenheit der Georgier zu nationalen Befreiungsbewegung. 1905 brach eine großangelegte Bauernrevolte aus der Reformen folgten und Spannungen zeitweise abbaute. Führende Kraft wurde die menschewistische Sozialdemokratische Arbeiterpartei . Bei den Wahlen zur russischen Staatsduma 1905 errang sie in Georgien sämtliche Sitze. der bolschewistischen Sozialdemokraten wurde Jossif Wissarinowitsch Dschugaschwili Stalin ).

Georgien als demokratische Republik 1917-1921

Unabhängigkeitserklärung Georgiens Mai 1918

1917 brachte die Februarrevolution in Russland auch in Georgien die Ordnung zum Fall. Georgien bildete zusammen mit Armenien und Aserbaidschan ein Besonderes Transkaukasisches Komitee (russisch Osobyi Zakavkazskii Komitet ) das in der Umbruchphase für Ordnung sollte. Seine militärischen Kräfte waren jedoch zu um die drei Länder gegen die Türkei zu schützen deren Truppen den abziehenden Streitkräften unmittelbar nachrückten.

Um Georgien vor einer türkischen Eroberung bewahren nahm die georgische Nationalversammlung (georgisch Dampudsnebeli Kreba ) Verhandlungen mit Deutschland auf das bereit ein unabhängiges Georgien vor dem Zugriff des Osmanischen Reiches zu schützen. Als Gegenleistung verlangte Berlin Privilegien bei der Ausbeutung von Mangan und Kupfer sowie dem Öltransfer vom Kaspischen Meer . Die Reichsregierung hatte bereits 3.000 deutsche in Georgien stationiert um die Belieferung der Schwerindustrie mit Rohstoffen zu sichern.

Am 26. Mai 1918 erklärte sich Georgien als Demokratische Republik Georgien für unabhängig. Zwei Tage später erkannte die Republik als erster Staat an. Es Rumänien Argentinien die Türkei . Auch Großbritannien dessen Truppen den nach der Kapitulation deutschen Truppen in Georgien folgten erkannte Georgien und am 7. Mai 1920 auch Sowjetrussland.

Erster Premierminister Georgiens wurde der Sozialdemokrat Ramischwili. Ihm folgte im Juni 1918 Noe Schordania . Sie standen einem Koalitionskabinett aus menschewistischen National-Demokraten und Sozial-Föderalisten vor. Die Regierung setzte Agrarreform und eine umfassende Sozialgesetzgebung durch führte den Acht-Stunden-Tag ein und hart gegen bolschewistische und separatistische Bewegungen in vor. Am 21. Februar 1921 verabschiedete die Verfassungsversammlung Georgiens erste Verfassung dem Vorbild der Schweiz .

Am 15. Februar 1921 marschierte die 11. Rote Armee unter Führung Sergo Ordschonikidses in Georgien Tiflis wurde am 25. Februar von drei Seiten angegriffen und besetzt. demokratische Regierung floh zunächst nach Kutaisi schließlich am 17. März über Batumi außer Landes.

Georgien in der Sowjetunion 1921-1990

Die Rote Armee besetzt Tiflis Februar 1921

Am 28. August 1924 dem georgischen Mariä Himmelfahrtstag (georgisch Mariamoba ) kam es in Tiflis zu einem gegen die sowjetische Besatzung. Die Aufständischen bedienten einer Vielzahl versteckter Waffen. Der Befehlshaber der Armee in Georgien wurde von einem einheimischen getötet der das Flugzeug im Kamikaze -Stil abstürzen ließ. Stalin ließ den Aufstand

Georgien wurde in die Sowjetunion eingegliedert und Teil der Transkaukasischen Föderativen Sozialistischen Sowjetrepublik (TFSSR) die Georgien Armenien und Aserbaidschan umfaßte. Die TFSSR zerfiel 1936 in ihre Teile und Georgien wurde Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik . Über 30.000 Georgier vor allem aus politischen und sozialen Elite des Landes wurden 1921 und 1924 erschossen oder verschwanden in sowjetischen Straflagern. sowjetischen Säuberungen 1935 - 1938 1942 und 1945 - 1950 fielen ca. 50.000 Georgier zum Opfer.

Obgleich es ein Kriegsziel Adolf Hitlers die kaukasischen Ölfelder zu erreichen kamen die Achsenmächte nicht bis nach Georgien. Georgier kämpften beiden Seiten der Front. Eine Minderheit in Reihen der deutschen Wehrmacht unter der Leitung der Abteilung fremde Heere Ost die Mehrheit rund 500.000 Georgier in Reihen der Roten Armee. Das Land wurde wichtiger Standort für die Munitionsproduktion. Der georgische Meliton Kantaria hißte die sowjetische Fahne als des Sieges auf dem Berliner Reichstagsgebäude .

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr Georgien Schub der Industrialisierung und Urbanisierung. Rustavi wurde zu einem schwerindustriellen Zentrum ausgebaut. 1956 wurden hunderte Georgier darunter auch Kinder der Armee getötet als sie gegen den eines Stalin-Denkmals in Tiflis auf die Straße

Das Dezentralisierungsprogramm das Chruschtschow Mitte der 1950er Jahre einführte wurde von der georgischen Kommunistischen Partei genutzt um ihre regionale Machtbasis auszubauen. der offiziellen staatlichen Wirtschaft entstand eine florierende Schattenwirtschaft die Georgien zu einer der erfolgreichsten machte zugleich aber auch zu einer stark Korruption führte.

Obgleich Korruption in der Sowjetunion nicht war verbreitete sie sich in Georgien dermaßen daß sie die Leitung in Moskau in brachte. Selbst höchste Ämter galten als käuflich. Eduard Schewardnadse zwischen 1964 und 1972 Innenminister in Tiflis machte sich einen als Streiter gegen die Korruption und organisierte Ablösung von Wassily Mschawanadse den korrupten Ersten der Georgischen Kommunistischen Partei. Schewardnadse stieg mit Segen Moskaus zum Ersten Parteisekretär auf. Von 1972 bis 1985 war er ein effektiver und fähiger Georgiens verbesserte die Staatswirtschaft und entließ hunderte Funktionäre. 1978 kam es zu Studentenprotesten gegen die des Russischen als Amtssprache in der georgischen Verfassung.

Schewardnadses Ernennung zum sowjetischen Außenminister 1985 brachte Jumber Patiaschwili an die Spitze georgischen Kommunisten einen konservativen und ineffektiven Funktionär mit den Herausforderungen der Perestroika -Periode nicht zurecht kam. Ende der 1980er Jahre kam es zu zunehmend gewalttätigen zwischen den kommunistischen Machthabern und der wiedererstehenden Nationalbewegung sowie den Nationalbewegungen in den von Minderheiten bewohnten Gebieten (besonders Südossetien ). Am 9. April 1989 lösten sowjetische Truppen eine gewaltfreie Demonstration dem Parlamentsgebäude in Tiflis mit Spaten und Giftgas auf. 20 wurden getötet. Der Vorfall radikalisierte die georgische veranlaßte viele Menschen auch Kommunisten zu dem daß die staatliche Unabhängigkeit einer Fortsetzung der Herrschaft vorzuziehen sei.

Der oppositionelle Druck manifestierte sich in und Streiks die schließlich in freie und Mehrparteien-Wahlen zum Obersten Sowjet am 28. Oktober 1990 mündeten. Wahlsieger wurde das national-reformistische Wahlbündnis Runder Tisch/Freies Georgien dessen Vorsitzender der führende Dissident Swiad Gamsachurdia war der Vorsitzender des Obersten Sowjets Georgien wurde. Für den 31. März 1991 organisierte Gamsachurdia einh Referendum über die Unabhängigkeit das mit 98 9% der Stimmen wurde. Die Unabhängigkeit Georgiens wurde am 9. April 1991 erklärt. Gamsachurdia wandte sich gegen jede der Sowjetunion in Georgien forderte die Auflösung sowjetischen Militärbasen im Lande und weigerte sich der Gründung der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten ( GUS ) teilzunehmen.

Georgien als unabhängiger Staat

Gamsachurdia wurde am 26. Mai 1991 mit 86% der Stimmen zum Präsidenten Seine Politik wurde zunehmend sprunghaft und autoritär. ließ sich mit diktatorischen Vollmachten ausstatten verhaftete Nationalisten und Reformisten vereinten ihre Kräfte in Anti-Gamsachurdia-Koaltion. Die angespannte Situation wurde durch eine Macht verschiedener paramilitärischer Gruppen verschärft. Am 22. Dezember 1991 organisierten paramilitärische Gruppen und Teile der unter Tengis Kitowani und Dschaba Joseliani einen belagerten Gamsachurdia und die Präsidialgarde im Parlamentsgebäude der Innenstadt von Tiflis. Gamsachurdia konnte seinen entkommen und flüchtete mit seiner Familie im 1992 zunächst nach Armenien und schließlich nach Tschetschenien .

Die siegreichen Streitkräfte luden Eduard Schewardnadse März 1992 ein Vorsitzender eines neugebildeten Staatsrates zu Er gab dem Staatsstreich ein moderates Antlitz Georgien neues Ansehen. Im August 1992 eskalierte Disput mit separatistischen Kräften in Georgiens Autonomer Abchasien . Tiflis entsandte die Nationalgarde und paramilitärische um die separatistischen Aktivitäten zu unterbinden. Die wehrten sich und im September 1993 erlitten die Regierungsstreitkräfte eine kathastrophale Niederlage. gesamte georgische Bevölkerung wurde aus der Autonomen vertrieben. Rund 10.000 Menschen starben und etwa mußten fliehen.

Ethnische Gewalttätigkeiten flammten auch in Südossetien auf wurden dort schließlich unterdrückt. Das mehrere hundert Menschen das Leben und viele und Osseten flohen aus dem Gebiet. Im Georgiens kam die Autonome Republik Adscharien unter die Kontrolle von Aslan Abaschidse der die Republik von 1991 bis zu seinem Rücktritt 2004 wie ein persönliches Fürstentum führte in Tiflis nur wenig Einfluß hatte.

Am 24. September 1993 am Ende des Abchasienkonflikts kehrte Swiad aus dem Exil zurück um einen Aufstand die Regierung zu organisieren. Seine Anhänger konnten aus der Unordnung der Regierungsstreitkräfte ziehen und einen großen Teil Westgeorgiens. Russland Armenien und Aserbaidschan waren alarmiert. Einheiten der russischen Armee nach Georgien entsandt um der Regierung zu Gamsachurdias Rebellion brach schnell in sich zusammen. starb am 31. Dezember 1993 nachdem er von seinen Gegnern in Enge getrieben worden war. Schewardnadses Regierung schloß als Preis für die erfahrene militärische und Unterstützung gegen starke Strömungen in Georgiens öffentlicher im März 1994 der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten ( GUS ) an.

Im August 1995 entkam Schewardnadse einem Bombenattentat auf seine Er gab die Schuld dafür seinen bisherigen Alliierten und ließ den Militärführer Joseliani verhaften. paramlitärische Miliz Mchedrioni wurde als Mafiaverband aufgelöst. Schewardnadses Regierung und seine Familie zunehmend mit der alles durchdringenden Korruption in identifiziert. Er gewann die Präsidentschaftswahlen im November 1995 und im April 2000 mit großen Mehrheiten. Zugleich wurde ihm vorgeworfen die Ergebnisse nur durch Wahlbetrug erreicht haben.

Der Krieg in Tschetschenien verursachte beträchtliche Reibungen mit Russland das beschuldigte Tschetschenische Partisanen zu beherbergen. Weitere Reibungen durch Schewardnadses enge Beziehungen zu den USA die in ihm ein Gegengewicht zum Einfluß in der strategischen südkaukasischen Region sahen. wurde ein wichtiges Partnerland für US-amerikanische außenpolitische militärische Hilfe unterschrieb eine strategische Partnerschaft mit NATO und erklärte den Wunsch sowohl der wie der Europäischen Union beizutreten. Ende 2002 entsandten die USA mehrere hundert Militärausbilder die georgische Armee zu befähigen gegen tschetschenische islamische Partisanen im Grenzgebiet zu Russland zu kämpfen.

Wichtigste wirtschaftliche Errungenschaft der Regierung Schewardnadse die internationale Sicherung des drei Milliarden Dollar Projekts einer Ölpipeline von Aserbaidschan über Georgien die Türkei der sogenannten Baku-Tiflis-Ceyhan (BTC) Pipeline . Der erwartete Wirtschaftsaufschwung blieb jedoch aus. Wirtschaft stagnierte auf einem niedrigen Niveau. 2003 stellte der Internationale Währungsfond seine Unterstützung für das Land ein.

Am 2. November 2003 trat eine junge Reformkoalition angeführt von Michail Saakaschwili Surab Schwania und Nino Burdschanadse an um gegen Schewardnadses Regierung bei Parlamentswahlen zu opponieren.

Samtene Revolution im November 2003

Die Parlamentswahl vom 2. November 2003 wurde erst nach mehreren Wochen von der Wahlkommision bestätigt. Präsident Schewardnadse wurde Bekanntgabe der Ergebnisse von der Opposition massiver vorgeworfen und auch die USA kritisierten die Am Tag vor dem 22. November gab Sicherheitschef des Landes Wahlbetrug zu was die enorm bestärkte. Am 22. November fand die Sitzung des neuen Parlaments statt die von der Opposition boykottiert wurde.

Schon in der Nacht zum 22. 2003 hatten sich Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude Tbilisi versammelt deren Anzahl zum Nachmittag hin über 100.000 anschwoll. Sie forderten den Rücktritt Präsident Schewardnadse und noch während der Eröffnungsrede Präsidenten stürmten sie unter Führung von Oppositionsführer Saakaschwili in den Sitzungssaal. Die Sicherheitskräfte vor Gebäude ließen die Demonstranten ungehindert passieren. Schewardnadse aus dem Gebäude und die Opposition sprach einer samtenen Revolution in Georgien.

Saakaschwili kündigte an im Falle einer Georgien nach westlichem Vorbild in eine Demokratie wandeln und umfassende Wirtschafsreformen durchzuführen. Die Oppositionspolitikerin bisherige Parlamentspräsidentin Nino Burdschanadse übernahm auf Grundlage der Verfassung kommissarisch Amtsgeschäfte des Präsidenten. Beide forderten Neuwahlen.

Russland ließ seine in Georgien stationierten in den Kasernen und schickte noch am des 22. November 2003 seinen Außenminister Igor Iwanow in die Kaukaususrepublik. Die Staaten der GUS kritisierten zunächst offiziell das Vorgehen der

Am Abend des 22. November 2003 Präsident Schewardnadse den Ausnahmezustand aus und forderte Parlament auf diesen innerhalb von 48 Stunden bestätigen da er sonst dem Militär die übergeben werde. Er befand sich seit der aus dem Parlamentsgebäude jedoch schon außerhalb von in einer Residenz.

Am Morgen des 23. November 2003 fand ein Vermittlungsgespräch der Opposition Igor Iwanow statt am Nachmittag traf sich dann auch mit Schewardnadse. Am Nachmittag liefen Minister darunter der Sicherheitschef sowie Teile der zur Opposition über. Am Abend erklärte Schewardnadse Rücktritt.

Parlamentspräsidentin Burschanadse setze Surab Schwania als Staatsminister ein der die Geschäfte des Regierungschefs zur Neuwahl des Parlaments führen sollte.

Georgien nach Schewardnadse

Amtseinführung Präsident Saakaschwilis 2004

Am 4. Januar 2004 gewann Michail Saakaschwili die Präsidentschaftswahlen mit Erdrutschsieg von 96% der Stimmen. Er sieht vielen Problemen gegenüber. Mehr als 230.000 Vertriebene die Wirtschaft unter enormen Druck. Der Frieden den sezessionistischen Gebieten Abchasien und Südossetien der von russischen und UN-Friedenstruppen kontrolliert wird bleibt zerbrechlich. Es wird wirtschaftlicher Entwicklung und Verhandlungen brauchen um die Feindseligkeiten abzubauen. Im südossetisch-georgischen Konflikt haben Verhandlungen Fortschritte gebracht der abchasische Führer Abaschidse trat 6. Mai 2004 zurück und begab sich ins Exil Moskau . Die georgische Führung kündigte an in so bald wie möglich Wahlen durchführen zu bis dahin soll ein vom georgischen Präsidenten Verwaltungsrat die Autonome Republk regieren.

Die Beziehungen zu Russland bleiben problematisch besonders weil russische Streitkräfte wie vor auf zwei Militärbasen in Georgien und als Friedenstruppen in Abchasien und Südossetien sind. Die sezessionistische Frage bleibt teilweise ungelöst. öffentliche Äußerungen zur Lösung haben bereits Kritik den abgefallenen Regionen ausgelöst.

Georgien bleibt ein nach europäischen Maßstäben armes Land nicht zuletzt wegen seiner weitverbreiteten Die georgische Regierung hat sich gegenüber dem ( IWF ) und der Weltbank zu wirtschaftlichen Reformen und setzt seine Zukunft auf die Wiederbelebung alten Seidenstraße als eurasischem Korridor versucht Georgiens Geografie Brücke für den Transit von Gütern zwischen Europa und Asien zu nutzen. Saakaschwili hat plädiert die Wirtschaft allgemein zu verbessern Löhne Renten zu erhöhen gegen die Korruption durchzugreifen die unrechtmäßig erworbenen Gewinne von Exponenten der Regierung aufzuspüren.

Geschichtliche Persönlichkeiten

Georgier oder Menschen georgischer Abstammung die der Geschichte Europas von herausragender Bedeutung waren:

Siehe auch:

Literatur

  • A. Khakhanov: Histoire de la Géorgie Paris 1900
  • Al. Sanders: Kaukasien: Nordkaukasien Aserbaidschan Armenien Georgien. Geschichtlicher Umriss . Hoheneichen Verlag München 1944
  • Al. Sanders: Osteuropa in kontinentaleuropäischer Schau . Hoheneichen Verlag München
  • Alexandre Manvelichvili: Histoire de la Géorgie . Paris 1951
  • David Marshall Lang: A Modern History of Georgia . London 1962
  • Schota Meskhia: Geschichte Georgiens in: Georgien: Jenaer Reden und Schriften Jena 1972
  • W. E. D. Allen: A History of the Georgian People from Beginning down to the Russian Conquest in Nineteenth Century . London 1971
  • Kalistrat Salia: Histoire de la nation géorgienne Paris 1980
  • Constantin Kandelaki: The Georgian Question before the Free World. - Documents - Evidence . Paris 1953
  • Nodar Lomouri: A History of Georgia . Sarangi Publishers Tbilisi 1993
  • Georges Charachidzé: Introduction à l'étude de la féodalité géorgienne . Droz Paris/Genève 1971
  • Othar Lordkipanidze: Das alte Kolchis und seine Beziehung zur Welt vom 6. bis 4. Jh. v. . Konstanz 1985
  • Othar Lortkipanidse - P. Levêque (Hrsg.): Sur les traces des Argonautes. Actes du symposium de Vani (Colchide) 22 - 29 1990 Paris 1996
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  • Roin Metreveli: David der Erbauer . Tbilisi 1990 ISBN 5505014283
  • Ronald Grigor Suny: The Making of the Georgian Nation . I.B. Tauris & Co Ltd Publishers 1989
  • F. Brosset: Histoire de la Géorgie depuis l’Antiquité jusqu’au siècle St. Péterbourg 1856
  • F. Brosset: Matériaux pour servir à l‘ Histoire de Géorgie depuis l’an 1201 jusqu’en 1755 . Mémoires de l’Accadémie 1841
  • M. v. Cereteli: Georgien und der Weltkrieg . Zürich o.J. (Potsdam 1915)
  • Emmanuel Kuhne: La Géorgie libre son passé son présent avenir . Atar Genève 1920
  • Traité conclu en 1783 3ntr Cathérine II. de Russie et Iracly II. roi de (Receuil des lois russes vol. XXI No. Genève 1909
  • Otfried Nippold: La Géorgie du point de vue du international Edition Bureau de Presse Géorgien Imprimerie Iseli Berne 1920
  • Eugène Gueguetchkori: L’Avenir de la Géorgie. Publié par le international pour la Géorgie . Imprimerie du Journal de Genève Genève
  • W. Zürrer: Kaukasien 1918 - 1921. Der Kampf der um die Landbrücke zwischen Schwarzem und Kspischem . Düsseldorf 1978
  • S. et N. Gougouchvili D. et O. La Géorgie . Presses univérsitaires de France Paris 1983
  • Konstantin Gamsachurdia: Swiad Gamsachurdia Dissident - Präsident - Märtyrer . Perseus Verlag Basel 1995
  • Naira Gelaschwili: Georgien ein Paradies in Trümmern . Aufbau-Tschenbücher Berlin 1993
  • Nodar Assatiani Alexandre Bendianachvili: Histoire de la Géorgie L’Harmattan Paris Montréal 1997
  • Jürgen Gerber: Georgien: Nationale Opposition und kommunistische Herrschaft seit . Nomos-Verlagsgesellschaft Baden-Baden 1997 ISBN 3789047626
  • Gerhard Mangott (Hrsg.): Brennpunkt Südkaukasus. Aufbruch trotz Krieg Vertreibung und . Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung Wien 1999 ISBN 3700312709
  • Andrei Miron Winfried Orthmann (Hrsg.): Unterwegs zum goldenen Vliess. Archäologische Funde aus . Theiss-Verlag Stuttgart 1995 ISBN 3806211922
  • Julius Reimers: Der Lehnsstaat in Georgien . Leipzig 1914
  • Karl Kautsky: Georgien. Eine sozialdemokratische Bauernrepublik . Wien 1921
  • Brigitte Schrade Thomas Ahbe (Hrsg.): Georgien im Spiegel seiner Kultur und Geschichte . Zweites Deutsch-Georgisches Symposium Berlin 1997

Weblinks




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