Die Zerstrittenheit der russischen Fürsten erleichterte die Eroberung des Gebietes durch Mongolen aus der ostasiatischen Steppe (siehe unter anderem Schlacht an der Kalka ). Deren Khan Batu errichtete an der Wolga ein über Jahre bestehendes Reich der Goldenen Horde mit Sitz in Sarai . Nowgorod hingegen konnte seine Unabhängigkeit behaupten aber mit Schweden und dem deutschen Orden zu kämpfen die von Westen her beanspruchten. An der Newa schlug das Heer von Alexander Newski das Heer der Schweden auf dem des Peipussees vernichtete er die Truppen des Deutschen (siehe Schlacht auf dem Peipussee ). Alexander Newskis Sohn Daniil Alexandrowitsch bekam der Goldenen Horde als Lehen das kleine Moskau . Iwan Kalita wurde von den Mongolen zum " Großfürsten von Moskau" ernannt. Er nahm sich "Sammlung russischer Erde" vor womit die Wiederherstellung Kiewer Rus gemeint war.
Die Folgen der mongolischen Fremdherrschaft waren Zerstörung der persönlichen Würde des Menschen (z. der Fußfall und das Küssen des Gewandsaums) niedrige soziale Stellung der Frau und die Strafen (Folter Verstümmelung). Die mongolische Fremdherrschaft führte Abbruch der Beziehungen zum Westen und zur des orthodoxen Russlands.
1380 gelang es dem Moskauer Großfürsten Dmitri Donskoi die Mongolen erstmals in einer Schlacht schlagen womit er den Niedergang des Reiches Goldenen Horde einleitete (siehe Schlacht von Kulikowo ). Deren Staatsgebiet zerfiel in die Khanate Kasan Krim und Astrachan .
In dieser Zeit eroberte Litauen das Gebiet Weißrusslands und der Ukraine das damit eine andere geschichtliche Entwicklung als Russland (siehe Ostslawen ). Der Moskauer Großfürst Iwan III. ( 1462 - 1505 ) bildete einen russischen Zentralstaat indem er Nowgorod in sein Reich eingliederte. 1485 gewann er Kontrolle über Twer und 1489 über Wjatka . 1480 (90?) wurden die Tributzahlungen an die Mongolen was als endgültiges Ende der mongolischen Vorherrschaft wird. Bis 1521 kamen noch Smolensk Pskow und Rjasan unter russische Herrschaft. Iwan heiratete die Nichte des letzten Kaisers von Byzanz und erklärte sein Reich zum 3. Römischen Reich und sich selber zum Kaiser ( Zar ).
1579 drangen Kosaken unter ihrem Anführer Jermak und im Auftrag der Kaufmannsdynastie Stroganow nach Sibirien vor. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden auf diese Weise viele russische - anfangs als Handelsstützpunkte - in Sibirien Im Westen des Reiches wurde Krieg um Landschaft Livland geführt mit dem Russland einen Zugang Ostsee gewinnen wollte. Das Eingreifen Schwedens und Polens gegen Russland führte zu einem sozialen wirtschaftlichen Niedergang des ganzen Staates. Es folgten Pestepidemien und Missernten. Als 1605 der Zar Boris Godunow starb versuchten Schweden und Polen die in Russland zu nutzen und zu intervenieren. versuchte man von polnischer Seite aus einen zu installieren den man als den rechtmäßigen Dimitri ausgab (Pseudodemetrius). Dieser Versuch scheiterte jedoch. die Polen im Jahr 1610 Moskau eroberten hielt ihre Herrschaft nur Jahre. Ein Volksaufstand der von K. M. angeführt wurde führte zur Befreiung Moskaus. Diese wurde später "Zeit der Wirren" genannt. Um Wirren im Land zu beenden wurde 1613 Michail Fjodorowitsch Romanow von den Bojaren zum Zaren gewählt. Er begründete die Dynastie der Romanows die bis zur Oktoberrevolution in Russland herrschte.
1667 gelang es Russland den Osten der von Polen zurückzuerobern. 1670 verlor es aber vorübergehend im Rahmen von Stenka Rasin angeführten Volksaufstandes das südliche Gebiet an Wolga. Hinzu kam eine Reformationsbewegung innerhalb der russisch-orthodoxen Kirche die "Raskolniki" oder "Altgläubigen" die zusätzlich Unruhen führte.
Westliches Russland
1682 wurde Peter I. ("der Große") zusammen mit seinem geistig Halbbruder Iwan V. Zar. 1694 übernahm Peter allein die Regierungsgeschäfte. Er eine Schiffbauerausbildung in den Niederlanden und versuchte Russland in Richtung Westen öffnen. Im 2. Nordischen Krieg gegen Schweden gelang es Russland Gebiete der Ostsee zu erobern und Schweden als vorherrschende abzulösen. 1703 wurde Sankt Petersburg als geplante russische Hauptstadt und "Tor Welt" im neu eroberten Mündungsdelta der Newa angelegt. Um diese Stadt zu bauen viele Leibeigene eingesetzt und sehr hohe Steuern erhoben. kam zu Unruhen v.a. in Südrussland. 1721 wurde die Kirche in Russland dem untergeordnet. 1755 wurde die Lomonossow-Universität in Moskau gegründet.
Durch ausgebliebene innenpolitische Reformen und den zwischen Anhängern einer Annäherung an den Westen und Gegnern einer solchen Annäherung (Slawophile) geriet wirtschaftlich immer mehr ins Hintertreffen gegenüber den Großmächten. In Moskau und Sankt Petersburg aber auch in anderen russischen Städten Kreise von Intellektuellen Kommunisten und Anarchisten. Sie von Zar Alexander III. dem Sohn des ermordeten Zaren Alexander brutal verfolgt. Hinzu kamen soziale Probleme die Zuge der Industrialisierung des Landes entstanden. 1898 wurde die Vorgängerpartei der KPdSU von W. I. Lenin gegründet (siehe auch Kommunistische Partei ). Nach dem Petersburger Blutsonntag 1905 fand von 1905 bis 1907 eine erfolglose Revolution in Russland statt die jedoch dem die Unzufriedenheit im Land zeigte. Zar Nikolaus II. rief ein funktionsloses Parlament die Duma zusammen die er jedoch bald wieder ließ.
In Zeiten der Sowjetunion war Russland Form der RSFSR die größte und wirtschaftlich und politisch dominierende Sowjetrepublik. Vor allem in wurde die Besiedelung und die wirtschaftliche Erschließung durch die Arbeit politischer Gefangener vorangetrieben. Während Herrschaft Stalins kamen Millionen von Bürgern des Landes in GULAGs oder in Gefängnissen ums Leben - genaue Anzahl der Opfer ist unbekannt. Im Zweiten Weltkrieg war Russland neben Weißrussland und der Ukraine einer der Hauptkriegsschauplätze. Dabei brachten die Eroberer im Zeichen nationalsozialistischen Rassenideologie schlimmstes Leid über die Bevölkerung (Judenmorde an Sinti und Roma Tötung von Millionen Kriegsgefangener Versklavung und Ausbeutung der besetzten Gebiete). Anlehnung an den Vaterländischen Krieg gegen Napoleon Bonaparte wurde der Zweite Weltkrieg auf sowjetischem als Großer Vaterländischer Krieg bezeichnet. Bei Stalingrad und Kursk (siehe Schlacht um Stalingrad und Schlacht bei Kursk ) erlitt die eingedrungene deutsche Wehrmacht entscheidende Verluste was den Wendepunkt im Weltkrieg einleitete. 1945 annektierte die RSFSR das nördliche Ostpreußen und bildete auf diesem vom inzwischen Litauen und von Polen umschlossenen Gebiet den Kaliningrader Oblast . 1954 wurde die Krim von Russland an die Ukraine zugeschlagen.
Ende der 1980er Jahre geriet die und damit auch die russische Wirtschaft immer in eine Krise. Auf einigen Gebieten der herrschte schwerer Mangel. Im Zuge der Politik Michail Sergejewitsch Gorbatschows ( Perestrojka Glasnost ) trat die wirtschaftliche Krise immer klarer Der Unmut der Bevölkerung entlud sich immer 1991 erklärten sich im Zuge des Machtzerfalls sowjetischen Regierung und nach dem erfolglosen Putsch Gorbatschow erst Litauen Lettland und Estland später auch die übrigen Sowjetrepubliken für Am 8. Dezember 1991 beschlossen die Staatsoberhäupter der letzten drei - der russischen ukrainischen und weißrussischen - offizielle Auflösung der Sowjetunion. Die RSFSR trat der Bezeichnung Russische Föderation ihre Rechtsnachfolge an.
Gleichzeitig mit der Auflösung der Sowjetunion Russland zusammen mit Weißrussland und der Ukraine die GUS der sich später mit Ausnahme der Staaten auch die anderen ehemaligen Sowjetrepubliken anschlossen. GUS als Nachfolgeorganisation der Sowjetunion stellt seitdem Art Diskussionsforum zwischen diesen Staaten dar. 1992 ließ der russische Präsident Boris Jelzin einen Föderationsvertrag unterzeichnen der den Subjekten Russlands weitreichende Vollmachten zubilligte. 1993 kam es erneut zu einem Putschversuch Moskau als sich der Machtkampf zwischen dem dominierten Parlament und dem Präsidenten zuspitzte. Russland in den 1990er Jahren instabil was sich z.T. gravierenden Wirtschaftsproblemen und in Nationalitätenkonflikten (Menschenrechtsverletzungen Geiselnahmen im Konflikt um Tschetschenien ) zeigte. 1998 brach das russische Bankenwesen zusammen wodurch Russen ihr Guthaben verloren. Seitdem befindet sich aber in einer Phase wirtschaftlicher und politischer Der Konflikt um Tschetschenien konnte auch unter Nachfolger Wladimir Wladimirowitsch Putin nicht gelöst werden. Die Politik gegenüber ist zunehmend von Vertrauen und Stabilität geprägt. ist Russland bemüht seinen Einfluss in den v.a. in Zentralasien und Weißrussland wieder auszubauen. So wurde Weißrussland eine Wirtschafts- Verteidigungs- und Zollunion abgeschlossen Russisch-Weißrussische Union ) die aber auf Grund der unberechenbaren des weißrussischen Präsidenten Alexander Grigorjewitsch Lukaschenko zunehmend in Frage gestellt wird. Auch Russland selbst geht mit der wirtschaftlichen Stabilisierung Einschränkung der demokratischen Rechte einher (siehe auch Medien in Russland ).