Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 11. Dezember 2019 

Geschichte Sloweniens


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Slowenien setzt sich aus historischen Teilen Österreich-Ungarns zusammen. Das Kernland bildet die Krain mit dem Zentrum Laibach . Den Osten des Landes umfasst die Steiermark mit dem Zentrum Marburg während der an die Adria grenzende Region aus dem ehemaligen österreichischen Küstenland mit dem Zentrum Koper besteht.

Inhaltsverzeichnis

Vor- und Frühgeschichte

250.000 v.Chr. wurden die ersten Steinwerkzeuge Homoniden gefertigt und in den Höhlen von (unweit von Postojna) gefunden. Seitdem ist die des slowenischen Gebietes gesichert. Um 2.000 v.Chr. Menschen der Bronzezeit Pfahlbausiedlungen in einem Moorgebiet der Nähe von Ljubljana . Siedlungen auf Hügelkuppen umgeben mit Ringwällen um 1.200 v.Chr die Pfahlbauten ab. Sie wahrscheinlich von den Illyrern errichtet. Diese wiederrum von den Kelten 3. Jahrhundert v.Chr. zerstört. Um dieselbe Zeit Aegida (Koper) von griechischen Kaufleuten als Stützpunkt der nördlichen Adria gegründet.

Kelten und Illyrer - Noricum

Um 100 v.Chr. bildete sich das Noricum auf slowenischem Boden. Durch Erzförderung und an der durchlaufenden Bernsteinstraße zu Wohlstand gekommen die Illyrokelten in Noricum ein begehrtes Eroberungsobjekt. und Teutonen sind auf der Durchreise in Poebene durch diesen Gebiet im Jahre 113 gekommen und verhinderten kurzweilig eine weitere Expansion Römischen Reiches.

Römisches Reich

Etwa 50 Jahre später hat das Reich vorläufig den Höhepunkt seiner Macht unter Cäsar der den Julischen Alpen den Namen errungen. Aber erst unter seinem Stiefsohn und Oktavian (Kaiser Augustus) wird das Königreich Noricum unter dessen Stiefsohn und Nachfolger Tiberius im 9 v.Chr. befriedet und in die römischen Noricum Pannonia und Histria unterteilt. Aus Militärlagern sich erste Städte: Emona (Ljubljana) Piranum (Piran) Celeia ( Celje ) und Poetovio ( Ptuj ). Die neuen Herren förderten die Kupfer- Eisenindustrie der Alteingesessenen bauten ein umfangreiches Strassennetz und nutzten die heilende Kraft der vielen Allmählich wurde das Land zum Kernland des und die Bevölkerung romanisiert.

Völkerwanderung

Durch das Vorrücken der Hunnen unter Attila zogen erste germanische Stämme ( Langobarden später West- und Ostgoten) durch das Slowenien und erschütterten das Reich bis in Grundfesten. Das Weströmische wird in Mitte des zerstört und die Herrschaft unter den Germanen und Hunnen (Pannonien) geteilt. Die romanisierte Bevölkerung unterworfen zog sich in unwegsame Bergtäler zurück. mit dem Präfix lasko oder lahko zeugen heute von der Existenz latinischer Enklaven in Dem hunnischen Imperium wurde nach der Schlacht den Katalaunischen Feldern Einhalt geboten und es nach dem Tod des Attila wegen seiner unter.

Karantanien

Der südslawische Volksstamm der Slowenen hatte sich im späten 6. Jahrhundert ( 568 - 590 ) in den Südalpen niedergelassen Langobarden und Steppenachfolger der Hunnen -die Awaren - vertrieben und das Fürstentum Karantanien mit Hauptstadt Krnski grad (Karnburg/Zollfeld - in der von Klagenfurt ) gegründet. Unter dem legendenhaften fränkischen Kaufmann Samo wird ein erster gesamtwestslawischer Staatenverbund im 631 nach der Schlacht am Wogastisberg gegen verliernden Franken gegründet. Es reichte von Böhmen und Mähren über Österreich und Ungarn bis an die Adria .

Frankenreich

Lange bestand diese Unabhängigkeit nicht denn Jahre 788 wurde das Fürstentum Karantanien von den Franken erobert. Unter Karl dem Grossen wurde slowenische Führungsschicht beseitigt und von den Bistümern und Salzburg missioniert. Im Jahre 796 werden die Awaren entgültig geschlagen und Südosten des Reiches in zwei verschiedene Marken Die pannonische Mark und die friaulische Mark durch die Drau getrennt. Nach dem Zerfall des fränkischen wurde der Einfluss Bayerns immer grösser. Auch viele deutsche Kolonisten ins Land geholt die die Mittelschicht und die Oberschicht bildeten. Handel und Politik blieben bis zum Ende der Habsburger in deutscher Hand.

Unabhängig-Ungarisch-Ottonisch-Venezianisch-Böhmisch

863 übersetzten die Slawenapostel Kyrill und die Bibel ins slawische und entwickelten eine Schrift die Glagolica. Ende des 9.Jh. zerbrach karolingische Reich und der karantanische Adlige Kocelj ein unabhängiges Fürstentum in Ostslowenien das allerdings von 869 bis 875 Bestand hat. Doch die Slowenen das Recht auf eine von unabhängige Kirche. Der Papst Johann der Achte 880 Method zum Erzbischof von Sirmium /Neutra

Mitte des 10. Jahrhunderts verbreiteten die Ungarn (Nachfolger der Awaren) und Schrecken. Über Slowenien bis nach Italien Süddeutschland wurde die Region in Mitleidenschaft gezogen. der Sieg des deutschen Königs und späteren Otto der Erste in der Schlacht auf Lechfeld bei Augsburg im Jahre 955 beseitigte Gefahr. Die Ungarn etablierten sich nun in Pannonischen Tiefebene und trennten somit bis heute Siedlungsgebiete der Südslawen von denen der West- Ostslawen.

Deutsche Fürsten erhielten die slowenischen Lehen und pressten die ehemals freien Bauern in Abhängigkeit. 976 wurde Karantanien als Vasallenstaat dem Reich eingegliedert und blieb unter der Regentschaft Salier zwischen 1024 bis 1125 unter der des Herzogtums Kärnten. Die Babenberger und die waren die mächtigsten Adelsgeschlechter bis diese ausstarben die böhmische Herrschaft begann.

An der noröstlichen Adria gewann seit 12. Jahrhundert die reiche Seerepublik Venedig immer mehr Macht dehnte ihren Herschaftsbereich über Istrien und (eine Ausnahme bildete Triest das 1382 habsburgisch aus. Die gesamten Resourcen des Landes wurden Die teilweise vegetationslosen Karstbereiche Istriens und Dalmatiens das Produkt des Raubbaus der Venezianer die Wälder für den Schiffsbau und die Pfahlgründungen Lagunenstadt abholzten. Erst Napoleon beendete 1797 die Venedigs mit der Schaffung der Illyrischen Provinzen damit auch dessen Herrschaft über die slowenischen

Im 13. Jahrhundert (1261- die Steiermark 1269- Kärnten und wurde das Land kurze Zeit unter Ottokar dem Zweiten böhmisch doch nachdem dieser in Schlacht am Marchfeld im Jahre 1278 fiel wurden Kärnten Krain und die Steiermark nahezu vollständig habsburgisch.

Grafen von Cilly

Eine Ausnahme bildete die Grafschaft der in Cilly ( Celje ) deren Sprösse sich im 14. und 15. Jahrhundert gegen die Habsburger behaupten konnten. Der dürfte Graf Hermann II. gewesen sein der den Reichsfürstenstand (1436) erhoben worden war von Feudalherschaft der Habsburger befreit wurde und dessen Barbara mit dem deutschen Kaiser Sigismund (König Ungarn - 1387 und König von Böhmen 1420) verheiratet war. Durch kluge Heiratspolitik waren Teile Sloweniens und Kroatiens in der Hand dieser Familie deren Spross Ulrich II. bei einem Anschlag durch Hunjady ums Leben kam. Durch seine Kinderlosigkeit das gesamte Gebiet an die Habsburger zurück.

Habsburger

Im Jahre 1473 gab es die ersten Bauernunruhen und die sich über nahezu 100 Jahre hinziehen. feudale Drangsalierung und häufige Türkeneinfälle ist das Land ausgeblutet und wendet der Reformation zu. Dies führt wiederrum zum des slowenischen Nationalbewußtseins. Primož Trubar ließ im Jahre 1551 in Tübingen die ersten slowenischen Bücher drucken (einen Katechismus und eine Fibel). Jurij Dalmatin übersetzte Bibel und Adam Bohorič verfasste eine slowenische Doch der Adel und der Klerus liessen der Gegenreformation nicht lange auf sich warten. Mit Militär und Inquisition wurde das Gebiet des heutigen Sloweniens gemacht.

Die nächsten 300 Jahre war Slowenien bäuerlicher und ruhiger Winkel der Habsburger Monarchie. der Regierungszeit von Kaiserin Maria Theresia (1740 - 1780) erlebte es einen Aufschwung. Die Verwaltung und Besteuerung wurden reformiert die allgemeine Schulpflicht mit slowenischem Unterricht in ersten Klassen eingeführt. Ihr Sohn Joseph der Zweite ging mit seinen Reformen noch weiter. schaffte die Leibeigenschaft ab ( 1782 ) und gab jedem das Recht auf Religionsausübung . Im Jahre 1797 erschien die erste slowenische Zeitung Ljubljanske Novice .

Illyrische Provinz und Wiener Kongreß

Teile Sloweniens wurden von Napoléon Bonaparte im Jahre 1809 Kärnten Krain Istrien und Dalmatien besetzt und in den Illyrischen Provinzen mit der Hauptstadt Laibach zusammengefasst. Nun erwachte die slowenische Sprache Identität erneut. Napoleon schaffte die Feudalherschaft ab die Bauern baute Schulen und Strassen und ein Grundstein für die Industrialisierung . Nach seiner Niederlage und dem Wiener Kongress wurde der alte Zustand wieder hergestellt das Habsburgerland bis zur Adriaküste /Venedig ausgedehnt.

1848/1849 und k.u.k. Monarchie

Der in Europa einsetzende wirtschaftliche Aufschwung auch hier seine Spuren. Weinanbau Bergbau und Textilindustrie werden aufgebaut und ausgedehnt. 1849 erreicht Eisenbahn von Wien über Maribor und Celje kommend Ljubljana und im 1857 über Postonja Triest. Die deutsche und Revolution von 1848/1849 bewegte die slowenischen Intellektuellen erste Forderungen von slowenischer Selbstverwaltung wurden laut. Nationaldichter Sloweniens France Preseren formulierte die Sehnsucht nach Selbstbestimmung in Gedichten und literarischen Arbeiten. Zwischen 1869 und entstanden die "Tabori" genannten Volksversammlungen als Keimzellen politischen Bewußtseins. Der Zusammenschluß aller südslawischen Völker einer Föderation innerhalb des k.u.k. Reiches wurde offen propagandiert. Der slowenische Schriftsteller Ivan Cankar und der kroatische Bischof Josip Strossmayer deren bekannteste Protagonisten.

Erster Weltkrieg

Mit der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo beginnt der Erste Weltkrieg. Die Slowenen loyal auf Seite der k.u.k. Armeen vorwiegend der russischen Front ( Josip Broz Tito gerät hier in russische Gefangenschaft) bis Italien am 24. Mai 1915 Österreich-Ungarn den erklärt. Nun begann der Krieg auf heimischen an der Soca /Isonzo. Von Triest bis nach Südtirol kämpften die Truppen beider Seiten unter Bedingungen in der Alpenfront gegeneinander. Über 1.Million kamen ums Leben. Ernest Hemingway der als neunzehnjähriger Sanitäter auf italienischer Seite die Kämpfe verarbeitete literarisch seine Kriegserlebnisse in dem Roman farewell to arms" (dt. "In einem anderen

SHS-Staat und königliches Jugoslawien

Nach dem Zerfall des Habsburgerreiches bildete in Zagreb am 6. Oktober der Nationalrat der Slowenen Kroaten und Serben die für sich das Recht beanspruchte Südslawen der Donaumonarchie zu vertreten. Dieser Nationalrat am 29. Oktober die Loslösung von Österreich-Ungarn den Zusammenschluss aller Südslawen zu einem neuen Mit dem Kriegsgewinner Serbien und seinem König an der Spitze sich der SHS-Staat . Slowenien hatte jedoch grossen Gebietsverluste an Italien (Karst und Küste - Vertrag von zu betrauern. Auch scheiterten aus slowenischer Sicht Referenden in Südkärnten über ein Beitritt zum Staat der Slowenen Kroaten und Serben; so wieder nicht alle Slowenen in einem Staat waren. Die serbische Dominanz im neuen Staate jedoch bald als drückend empfunden. Die Vidovdan- (St. Veits-Tag serbischer Nationalfeiertag zum Gedenken an Schlacht auf dem Amselfeld 1389) und die Jahre 1929 ausgerufene Königsdiktatur liessen die Unzufriedenheit der noch weiter steigern obwohl die slowenische Volkspartei Anton Korošec in vielen Regierungen des neuen beteiligt war. Nach der Königsdiktatur wurde der des Staates in Jugoslawien geändert. Dadurch verlor Slowenien sogar seinen und wurde in Drau-Banschaft umbenannt. Ohne die Integrationsprobleme des neuen gelöst zu haben wurde König Alexander von und kroatischen Terroristen 1934 in Marseille ermordet und durch den Peter den Zweiten abgelöst dessen Onkel Paul Regierungsgeschäfte führte. Obwohl innenpolitisch tief zerüttet bewahrte Jugoslawien am Anfang des zweiten Weltkrieges seine Neutralität. Die faschistischen Achsenmächte erpressten und drängten Prinz Paul zum Beitritt am 25. März Zwei Tage später kommt es zum Staatsstreich serbisch dominierten Militärführung die den siebzehnjährigen Kronprinzen den Zweiten zum Regierungschef machen und sofort Kündigung des Beitrittes formulierten. Das Deutsche Reich das Jugoslawien nun als Unsicherheitsfaktor an Südostflanke sah brachte mit seinem Bombenangriff auf Belgrad am 6. April 1941 den zweiten auch nach Jugoslawien. Deutsche und italienische Truppen überschritten die Grenze in Slowenien königlich-jugoslawische Armee wurde überrollt und am 17. 1941 zur Kapitulation gezwungen.

Zweiter Weltkrieg und der Widerstand

Für Slowenien hatte die Besatzung fatale Das Land wurde aufgeteilt.

  • Der Süden und Westen bis einschließlich Ljubljana wurde von Italien besetzt und nach Sturz Mussolinis ab Oktober 1943 dem deutschen Obersten Kommissar in der Adriatisches Küstenland in Triest unterstellt.
  • Ungarn erhielt das Prekmurjegebiet im Nordosten.
  • Die deutsch besetzten Gebiete Kärntens und der Krain und der Untersteiermark standen jeweils unter einem Chef der Zivilverwaltung und waren zur formellen Eingliederung in Deutsche Reich vorgesehen. Im Gefolge der Besetzung wurden Volksdeutsche aus anderen Gebieten der Achsenmächte hier während bei der einheimischen Bevölkerung eine „Eindeutschung“ wurde.

Doch schon bald formierte sich der In Serbien dass unter deutscher Polizeiaufsicht besetzt gruppierten sich um Draza Mihajlovic die Tschetniks . Diese waren königstreue Guerillas die alsbald und gegen die Besatzer kämpften. In Kroatien Bosnien entstand der faschistische "Unabhängige Staat Kroatien" Ante Pavelić mit seinen Ustašaregime der freilich von und dem Reich abhängig war und sowohl dalmatinische Küste als auch die ihr vorgelagerten an Italien abtreten musste. Mazedonien wurde unter Oberhoheit verwaltet aus dem Kosovo Nordwestmazedonien und Sandschak wurden Teile des von Italien abhängigen Montenegro wurde ein besetztes Gebiet unter italienischem die Batschka ungarisch besetzt.

Die Kommunisten seit 1937 unter der von dem Halbkroaten und Slowenen Josip Broz - Deckname Tito waren zunächst gelähmt Stalin noch mit dem Reich verbündet war. nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion der Widerstand der kommunistischen Partisanen. Diese kämpften Anfang jedoch vordergründig im Bruderkrieg gegen die Ustaša und Domobranenverbände und gegen die serbischen In den slowenischen Gebieten war die Lage weniger komplex. Hier bildeten sich rein kommunistische und eine Befreiungsfront (Osvobodilna fronta- OF) aus linken Katholiken und bürgerlicher Intellektueller die gegen "Domobranci - Belogardisti" (konservative klerikal/christliche und antikommunistische kämpften.

Nach 1945

Am 25. Juni 1991 löste sich Slowenien aus dem Staatsverband Jugoslawien und erklärte seine Unabhängigkeit (endgültig am 8. Oktober) was eine Intervention Restjugoslawiens auslöste.

Seitdem hat sich das Land schnell und gilt als der am weitesten vorangeschrittene des ehemaligen Ostblocks.

Slowenien wurde nach der Entscheidung auf EU -Gipfeltreffen am 13. Dezember 2002 in Kopenhagen am 1. Mai 2004 zusammen mit neun weiteren osteuropäischen Staaten die Europäische Union aufgenommen.

Siehe auch Geschichte Jugoslawiens



Bücher zum Thema Geschichte Sloweniens

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Geschichte_Sloweniens.html">Geschichte Sloweniens </a>