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Geschichte Thailands


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Die Geschichte Thailands betrachtet die Ereignisse auf dem heutigen des Staates Thailand und der mit ihm zusammenhängenden Nachbar-Regionen Burma Laos Kambodscha und die Malakka-Halbinsel über einen Zeitraum von mehreren Tausend vor der Zeitenwende bis heute.

Inhaltsverzeichnis
5.1 Rama I. Phra Phuttayodfa Chulalok (1782 1809)
5.2 Rama II. Phra Phuttaloetla (1809 –
5.3 Rama III. Phra Nang Klao (1824 3. April 1851)
5.4 Rama IV. Mongkut (3. April 1851 30. September 1868)
5.5 Rama V. Chulalongkorn (1. Oktober 1868 23. Oktober 1910)
5.6 Rama VI. Vajiravudh (23. Oktober 1910 26. November 1925)
5.7 Rama VII. Prajadibok (26. November 1925 2. März 1935)
5.8 Rama VIII. Ananda Mahidol (2. März – 9. Juni 1946)
5.9 Rama IX. Bhumibol Adulyadej (seit 1946)

Geschichtliche Perioden

Vorgeschichte

Die Vorgeschichte Thailands reicht bis zur Gründung des ersten Sukhothai ( 1238 ). Im Jahre 1967 wurde im Dorf Ban Chiang (Nordost-Thailand) ausgegraben die ins 3. Jahrtausend v.Chr. datiert also in etwa zeitgleich mit den europäischen Siedlungen konnten bis ins 5. Jahrtausend v. Chr. nachgewiesen werden.

Die Geschichte der frühen Thaivölker liegt im Dunkeln. Die Forscher gehen davon aus sie ab dem 6./7. Jh. n. Chr. über Generationen hinweg aus dem südlichen China über die kleineren Nebenflüsse weiter nach vordrangen. Sie kamen somit kaum in Kontakt der eingesessenen Bevölkerung die entlang der tiefeingeschnittenen Flüsse wie Maekong und Salween siedelte. Es handelte sich weniger um Eroberung als mehr um eine Übernahme per Revolution .

Erste Stadtgründungen sind bereits vor der erfolgt: Nakhon Pathom Ratchaburi und Singburi (alle Zentralthailand).

In der geschichtlichen Zeit gründete Prinz die Stadt Fang (westlich von Chiang Rai ) um 857 n. Chr. Die Stadt konnte nie aufblühen das Königreich dehnte sich jedoch bis Sawankhalok (nördlich von Sukhothai ) aus. Die anderen und zunächst mächtigeren auf dem Boden des heutigen Thailands sind die Birmanen und die Khmer die sich zahlreiche Auseinandersetzungen um die Ebene des Maenam Chao Phraya liefern. In den immer wieder auftretenden des Umbruchs bildeten sich mehrere kleine Thai-Königreiche um Luang Prabang (heute Laos ). Schließlich konnten die Thai im Jahre 1238 unter Sri Intarathitya die Khmer verdrängen. erweiterten eine eroberte Khmer-Siedlung und nannten die Sukhothai (eine Legende spricht von einer Gründung 500 n. Chr. durch den sagenhaften König Aluna Khmara der von einer mythischen Naya-Prinzessin sollte). Dies war das erste Thai-Königreich das Anspruch auf das heutige Gebiet von Thailand

Das Königreich Sukhothai

Sukhothai gilt als die Wiege des heutigen Und als dessen Vater gilt der König Ramkhamhaeng ( 1275 1298 ). Geschickt formte dieser Herrscher aus den kulturellen Einflüssen ein einheitliches Gebilde das er kriegerischen und diplomatischen Mitteln auf Kosten der Khmer erweiterte. Es beruht aus einer Ordnung von den mongolischen Herrschern abgeleitet ist auf Kultur die aus der Assimilation mit den entstand und hat im religiösen Bereich den Buddhismus als Grundlage der von den Mon übernommen wurde. Um 1283 schuf Ramkhamhaeng das noch heute gebräuchliche Thai-Alphabet . Als älteste bekannte Inschrift in der gilt seine Regierungserklärung von 1292 die sich heute im Nationalmuseum Bangkok befindet. Sie erklärt den König zum seiner Untertanen zu deren Wohl er agieren Freier Zugang zum König freier Handel und sowie eine milde Justiz machen diesen Staat einem für die damalige Zeit vergleichbar modernen Schließlich gehörten zu seinem Einflussbereich: Phrae Nan Luang Prabang Phitsanulok Lom Sak Vientiane Suphanburi Ratchaburi Phetchaburi Nakhon Si Tammarat Tak Mae Sot Tenasserim Tavoy Martaban Taungup und Pegu.

Gleichzeitig bildeten sich weitere Thai-Fürstentümer mit Machtzentren in Chiang Mai (durch den laotischen König Mangrai 1292 gegründet als Hauptstadt des Königreiches Lan Na ("Land der Millionen Felder") und in Ayutthaya . Diesen beiden Reichen kam entgegen dass Nachfolger Ramkhamhaengs sich weniger als Kriegsherren betrachteten sondern mehr der Religion und der Wissenschaft zuwandten. Sukhothai hat ein so reiches Erbe an architektonischen und kulturellen Errungenschaften hinterlassen dass diese als die Blütezeit der Geschichte Thailands angesehen

Zu den Königen von Sukhothai siehe Sukhothai (Königsliste) .

Ayutthaya nutzte die mangelhafte Wehrhaftigkeit von Sukhothai umgehend aus. Der Fürst U Thong das Königreich praktisch ohne Blutvergießen 1350 dessen Lue Thai wurde zum Vasallen Ayutthayas. U trat als erster König der Ayutthaya -Periode mit Namen Rama Thibodi ins Rampenlicht.

Das Königreich Ayutthaya

Über vier Jahrhunderte lang bestimmt Ayutthaya wesentliche Elemente der Geschichte Südostasiens und wird in dieser Zeit durch Herrscher mal mehr mal weniger gut geführt.

Rama Thibodi kämpfte zunächst erfolgreich gegen die Khmer eroberte Angkor und vertrieb des Khmer-König nach Laos . Er ließ nach dem Vorbild von Ramkhamhaeng ein Gesetzbuch verfassen das sich als unter Beachtung der Thai-Sitten an hinduistische Quellen Gleichzeitig sorgte er für den Bau von und für die Einführung des Theravada-Buddhismus um sich von den hinduistisch beeinflussten Khmer abzugrenzen.

In der Folge gelang es den von Ayutthaya das Reich der Khmer endgültig zu zerstören ( 1431 ) und die Dynastie von Sukhothai zu beenden indem ein Prinz von Ayutthaya zum Gouverneur in Phitsanulok (Bisnuloka) gemacht wurde.

Lan Na und Ayutthaya befanden sich während der ganzen Zeit Kriegszustand wobei ein relatives Kräftegleichgewicht einen Sieg einen oder anderen Seite verhinderte. Die Verlegung Hauptstadt von Ayutthaya zum weit nördlich gelegenen Phitsanulok durch König Boroma Trailokanath verrät jedoch man gewillt war sich der Angriffe von Lan Na zu erwehren. Mit der endgültigen Ablösung Sukhothai -Dynastie waren die freien und fortschrittlichen Tage Thai erst einmal vorbei. Die Könige von Ayutthaya sahen sich als unumschränkte Herrscher die Leben und Tod ihrer Untertanen bestimmen konnten.

Im Jahre 1488 zog der Hof von Phitsanulok wieder zurück nach Ayutthaya . Rama Thibodi II. ( 1491 1529 ) war der erste Thai-Herrscher der Kontakt den Europäern aufnahm. Er empfing zwischen 1509 und 1516 drei Gesandtschaften aus Portugal die schließlich Handelsniederlassungen errichten durften. In Folgezeit verstärkten sich die Rivalitäten zwichen Burma und Ayutthaya . 1549 drangen die Burmesen bis nach Ayutthaya vor das sie 4 Monate vergeblich 7 Jahre später konnte König Bayinnuay immerhin Lan Na erobern und Chiang Mai besetzen. Er stieß dann südwärts vor Ayutthaya und konnte schließlich 1569 Ayutthaya einnehmen. Prinz Naresuan der lange Jahre als Geisel in festgehalten worden war widerruft seinen Treueid und die Burmesen durch mehrere glänzend geführte Schlachten.

Naresuan wird König von Ayutthaya ( 1590 25. April 1605 ) bei Nong Sarai besiegt er die und tötet den burmesischen Kronprinzen in einem Im Jahr später erobert er Tenasserim und Tavoy zurück. Siam ist damit in den Grenzen von 1549 wieder vereint. Naresuan verstärkt die Beziehungen Portugal und Spanien (durch einen Vertrag von 1598 mit König Philipp II. ) die er mit einer Armee bei unterstützt. In der Folge kann Naresuan seinem Machtbereich das Territorium Pegu hinzufügen.

Sein Bruder Ekathotsarot ( 1605 1610 ) öffnet Siam weiter für die Europäer sich zu sehr an die eine oder Macht anzulehnen. Dies setzt sich unter König Songtham ( 1610 1630 ) fort der Kontakt zu König Jakob I. von England aufnimmt.

1630 übernimmt ein Usurpator die Macht in Siam: Prinz Prasat Thong setzt sich auf den Thron und 27 Jahre lang mit grausamer Hand. Streitigkeiten den Provinzfürsten werden gewalttätig "gelöst" und selbst meisten Mitglieder seiner Familie lässt er hinrichten.

Unter König Narai ( 1657 1688 ) Sohn von Prasat Thong zeigen sich erste Spannungen mit den Mächten. Zwar beginnen 1662 französische Missionare zunächst optimistisch ihr Werk doch zwei später versuchen die Holländer über ihre Ostindien-Kompanie den Siamesen den Handel mit Tierhäuten der Hand zu nehmen. Um 1675 kommt Constantine Phaulkon (Konstantin Faulcon) nach Siam ein griechischer Er steigt schnell zum Außenhandelsminister (Kanzler) in Ayutthaya auf. 1680 wird die französische Ostindien-Kompanie gegründet was dazu führt dass 1687 französische Truppen in Siam einziehen um Hafenfort zu schützen.

Nachdem der König schwer erkrankt kommt nach Thronstreitigkeiten zur Ernennung des Prinzen Phetracha ( 1688 1703 ) zum König. Er gibt der aufkommenden Partei nach die entschlossen ist den ausländischen zurückzudrängen. Constantine Phaulkon wird als deren Aushängeschild und die französischen Truppen werden vertrieben. In Folgezeit schottet sich Siam über 130 Jahre die Außenwelt ab. Diese Zeit bildet den der Literatur Thailands der königliche Hof wird des literarischen Lebens. Übersetzungen aus dem Sanskrit dem Khmer dem Pali und aus dem Javanischen befördern die der Thai-Sprache.

Ayutthaya ist jetzt die Metropole Südostasiens : eine Million Einwohner drängen sich in Stadt 375 Tempel 94 Stadttore und 29 zählt das Stadtgebiet.

Die Bedrohung durch die Burmesen nimmt zu als dort die Konbaung-Dynastie die Macht kommt und eine Eroberungsstrategie für umsetzt. Bereits 1760 wird Ayutthaya belagert zunächst vergeblich doch 1766 kehrt König Hsinbyushin mit einer starken und belagert Ayutthaya mehr als ein Jahr. Am 7. April 1767 fällt Ayutthaya und eine beispiellose Verheerung der Stadt seiner Bewohner beginnt. Was nicht geplündert wird dem Erdboden gleichgemacht Überlebende werden nach Burma Zahlreiche Schriften und Kunstwerke gehen für immer Ayutthaya hat damit als Hauptstadt Siams ausgedient.

Zu den Königen von Ayutthaya siehe (Königsliste).

Die Chakri-Dynastie

Mit 500 Getreuen kann der chinesisch-stämmige Paya Tak ( Taksin ) der burmesischen Verheerung entgehen. Der noch König Ekatat wird umgebracht. Taksin sammelt schnell über 5000 Kämpfer und sich in der neuen Hauptstadt Thonburi nieder. Seine Hauptaufgabe ist jetzt der des Reiches und die Rückeroberung der durch Burmesen nur schwach besetzten weiten Landstriche Siams. 1776 nimmt er Chiang Mai zwei Jahre später Vientiane . Und auch das Khmer -Reich wird wieder zum Vasallen Siams. Jedoch Taksin zunehmend dem Wahnsinn. Sein fähigster General Chakri revoltiert lässt Taksin umbringen und besteigt König Rama Thibodi oder Rama I. den

Rama I. Phra Phuttayodfa Chulalok ( 1782 1809 )

Als Begründer der Chakri-Dynastie baut er einen neuen Palast auf Thonburi gegenüberliegenden Seite des Flusses Maenam Chao Phraya . Der Palast bildet gleichzeitig den Ursprung modernen Bangkok . Rama I. setzt die von Taksin begonnene Restauration des Reiches fort. Die Provinzen Mongkolborei Sisophon und Korat fallen an Im Süden dehnt er das neue Reich Trengganu (heute in Malaysia ) aus. Der König setzt sich zum die alte Pracht von Ayutthaya auf die neue Hauptstadt zu übertragen. werden Klongs (Kanäle) ausgehoben und prächtige Tempel geschaffen.

Rama II. Phra Phuttaloetla ( 1809 1824 )

Während der Regierungszeit des Sohnes von Rama I. werden die Beziehungen zu Europa wieder und eine erste Botschaft wird in Bangkok errichtet (Botschaft von Portugal ). Rama II. holt den Schriftsteller Sunthorn Pu an seinen Hof ein Beweis für Stellenwert der Literatur in jener Zeit.

Rama III . Phra Nang Klao ( 1824 3. April 1851 )

Siam wird von den europäischen Mächten als Interessengebiet betrachtet dessen man sich versichern Rama III. widersetzt sich diesen Bestrebungen mit einer Schaukeldiplomatie die bis heute ein Kennzeichen thailändischer ist und die sich als äußerst effektiv die Vereinnahmung durch Großmächte erwiesen hat. Jedenfalls Siam der einzige Staat in der Region nicht kolonisiert worden ist. Im Gegenteil kommt ihm Kolonialpolitik der Engländer sogar zugute die Burma als ständigen Herd der Bedrohung Siams neutralisieren. Rama III. gründet die erste Universität des Landes ( Wat Pho Bangkok ).

Rama IV. Mongkut ( 3. April 1851 30. September 1868 )

Vor seiner Thronbesteigung hatte Rama IV. 26 Jahre lang als Wandermönch und eines Klosters gelebt. Er kam dabei auch Kontakt mit westlichen Sprachen und Wissenschaften. Diese bewegen ihn zu ersten gesellschaftlichen Reformen und einer Erneuerung des Buddhismus. In der Außenpolitik er wirtschaftliche Möglichkeiten ohne die Politik des gegenüber den Großmächten zu verlassen. Er gestattet preußischen Gesandten Graf Eulenburg das Land zu bereisen und einen Bericht darüber zu verfassen. Mongkut stirbt an Malaria die er sich anlässlich der Beobachtung totalen Sonnenfinsternis in den siamesischen Sümpfen zugezogen hatte.

Rama V. Chulalongkorn ( 1. Oktober 1868 23. Oktober 1910 )

Rama V. übernimmt als 15jähriger den Thron von Vater zunächst noch unter Vormundschaft eines Regentschaftsrates. Krönung findet 1871 statt. Er war westlichem Gedankengut aufgeschlossen so setzt er die Reformen seines Vaters die durch europäische Verwaltungsfachleute unterstützt werden. Die des Kniefalls vor dem König und die Ächtung der Sklaverei (die endgültig 1905 verboten wird) zeugen von der liberalen Erstmals ist die Rede von den Kon ("freie Menschen"). 1882 entsteht die erste Eisenbahn zwischen Bangkok und Ayutthaya auf einer Strecke von 70 km. König führt 1895 einen Gesetzgebenden Rat ein der aus zehn Ministern und weiteren 12 Mitgliedern besteht direkt ernannt werden. Rama V. besucht 1897 und 1907 Europa u.a. auch das Deutsche Reich . Hier stiftet er anlässlich eines Kuraufenthaltes Bad Homburg die berühmte Thai-Sala im Kurpark. Rama V. hinterlässt durch seine umfangreichen Verwaltungsreformen einen Staat Siam.

Rama VI. Vajiravudh ( 23. Oktober 1910 26. November 1925 )

Der älteste Sohn von Rama V. erhielt eine westliche Ausbildung und verstärkte Anstrengungen im Bildungssektor z.B. durch die Gründung Chulalongkorn-Universität in Bangkok 1917 und durch die allgemeine Schulpflicht von mindestens vier Jahren. Im Ersten Weltkrieg schlägt sich Thailand auf die Seite Entente und unterstützt diese durch 2000 Elitesoldaten. erreicht damit einen Sitz im Völkerbund . 1921 erlässt er ein Gesetz zur Gleichstellung Mann und Frau. Alle Thai müssen einen annehmen bis dahin waren nur einfache Namen

Rama VII. Prajadibok ( 26. November 1925 2. März 1935 )

Als Neffe seines Vorgängers hat Rama VII. mit dem auch in Südostasien aufkommenden Kommunismus zu kämpfen. 1930 wird die CPT die Kommunistische Partei gegründet. Militärs stürzen den König am 24. Juni 1932 in einem gewaltlosen Staatsstreich und errichten konstitutionelle Monarchie mit Rama VII. an der Spitze. 1933 wird die Thammasat-Universität in Bangkok gegründet die mir ihrem liberalen Selbstverständnis heute ein Symbol für Freiheit und Demokratie soll. 1935 dankt Rama VII. ab.

Rama VIII. Ananda Mahidol ( 2. März 1935 9. Juni 1946 )

Als Sohn von Rama VII. ist er 9 Jahre als er Königswürde erhält. Zunächst übernimmt ein Regentschaftsrat die 1939 wird Siam offiziell in Thailand umbenannt (Phratet Thai d.i. "Land der Im Zweiten Weltkrieg nähert sich Thailand dem Deutschen Reich und Japan an. Dennoch besetzen die Japaner Bangkok und die westliche Provinz Kanchanaburi durch die eine strategisch wichtige Eisenbahn (River Kwai) geführt werden soll. Gebaut von Juni 1942 bis Oktober 1943 es sterben über 90.000 Menschen. Am 9. Juni 1946 kommt der junge König Rama VIII. unter mysteriösen Umständen ums Leben. Sein Bruder sieht sich plötzlich mit der Aufgabe die Thronfolge zu übernehmen.

Rama IX. Bhumibol Adulyadej (seit 1946 )

Rama IX. studierte Naturwissenschaften in der Schweiz als ihn die Nachricht vom Tode Bruders erreichte. Für seine neue Aufgaben orientierte sich jedoch um und schloss 1951 in Politik und Rechtswissenschaften ab. Zuvor er am 5. Mai 1950 zum König gekrönt. Seither führte er zahlreichen Entwicklungsprojekten insbesondere für die Bewässerung unterentwickelter Landesteile selbst Regie und kümmerte um Not und Probleme im Land. Das der Monarchie und ihm persönlich die vorbehaltlose Sympathie Thai eingebracht.

Zwischen 1951 und 1955 sowie 1958 bis 1968 waren alle Parteien verboten. 1959 wurde eine neue provisorische Verfassung mit Vollmachten für den Regierungschef (Marschall Sarit Thanarat) Kraft gesetzt. Ab dem Herbst 1964 musste sich der Staat (unter Marschall Kittikhachorn) im Isan gegen Freischärler wehren die von China aus gesteuert wurden. 1965 gewährte die Regierung den USA im Zuge des Vietnamkrieges das Nutzungsrecht von Flugplätzen ( 1967 standen bereits 40.000 Streitkräfte der Amerikaner Thailand).

1968 führte man eine Verfassungsreform durch mit Vollmachten für den Regierungschef und einer zusätzlichen für das Parlament. Wahlen wurden 1969 durchgeführt. Nach einer kurzen Phase einer Regierung übernahm Marschall Kittikhachorn nach einem Staatsstreich 17. November 1971 wieder die Macht. Nach der Wiederzulassung Parteien 1974 und den anschließenden Wahlen wurde Kukrit Pramoj Premierminister. Die neue Verfassung beschnitt Eingriffsmöglichkeiten der Regierung. Außenpolitisch musste Thailand auf kommunistische Machtübernahme in Laos Vietnam und Kambodscha reagieren und nahm diplomatische zur Volksrepublik China auf unter Preisgabe derjenigen zu Taiwan (Formosa). Im Inneren musste sich das gegen Guerillas in der Provinz Nan wehren und sezessionistische Tendenzen im moslemischen ( Yala Narathiwat Pattani ) unterbinden.

In den folgenden Jahren litt das nicht nur an den Folgen des Ölschocks auch an den Flüchtlingsströmen aus Indochina. Etwa Menschen wurden in Lagern im Nordosten untergebracht. Militär unternahm mehrere erfolglose Putschversuche wurde aber der Regierung beteiligt. Man spricht von einer "Halbdemokratie". Im März 1980 wurde General Prem als Premierminister gewählt blieb bis 1988 im Amt.


Im Jahre 1987 erhielt der König nach einer Volksbefragung Beinamen "Der Große". Die moderne thailändische Geschichte gekennzeichnet durch den Kampf zahlreicher Familien um und Einfluss im Lande insgesamt 50 verschiedene ringen im "Experiment Demokratie " um die Gunst der Wähler. Trotz zeitweise massiven Einwirkung des Militärs blieb jedoch Monarchie unangetastet sie hat sich bisher als Bindeglied Thailands erwiesen. Die individuelle Freiheit der ist im Vergleich mit den anderen Ländern Südostasien sehr groß.

Aus den letzten Wahlen ist am 9. Februar 2001 Thaksin Shinawatra als neuer Premierminister hervorgegangen.

Zu den Chakri-Königen siehe Chakri-Dynastie .

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