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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Geschichte der DDR. Aufbau des Sozialismus 1949-1961


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Inhaltsverzeichnis

Geschichte der DDR

  1. Geschichte der DDR. Vorgeschichte 1945-1949
  2. Geschichte der DDR. Aufbau des Sozialismus
  3. Geschichte der DDR. Stabilisierung 1961-1970
  4. Geschichte der DDR. Stabilität und Krise 1971-1980
  5. Geschichte der DDR. Krise und Ende 1981-1990

1949

Am 7. Oktober ratifiziert der zweite Deutsche Volksrat die der DDR und erklärte sich zur provisorischen Die Deutsche Demokratische Republik ist damit gegründet. Der Ost-Berliner Magistrat erklärt Berlin zur der DDR.

Die Verwaltungsfunktionen werden am 10. Oktober an die Provisorische Regierung der DDR An die Stelle der SMAD tritt die Kontrollkommission (SKK).

Am 1. Oktober wird Wilhelm Pieck Präsident der DDR.

Die Volkskammer bestätigt am 12. Oktober die provisorische Verfassung der DDR.

1950

Das Politbüro der SED beschließt am 24. Januar die Bildung eines Ministeriums für Staatssicherheit . Die Regierung der DDR verabschiedet einen über die Abwehr von Sabotage " und empfiehlt ebenfalls die Bildung eines Ministeriums. Es wird am 8. Februar nach einstimmigem Beschluss der Volkskammer der über das "Gesetz über die Bildung eines für Staatssicherheit" gebildet. Wilhelm Zaisser wird am 16. Februar zum Minister für Staatssicherheit Erich Mielke Staatssekretär ernannt.

Beginnend am 26. April bis Juni werden die Waldheimer Prozesse durchgeführt. In Waldheim ( Sachsen ) werden die von der sowjetischen Besatzungsmacht Auflösung der Internierungslager nicht freigelassenen Gefangenen der Gerichstbarkeit überstellt. Dabei werden in als Schauprozessen bezeichenden Verhandlungen unter Verletzung rechtsstaatlicher Prinzipien mehr 3400 wegen Kriegs- und nationalsozialistischen Verbrechen Angeklagte hohen Zuchthausstrafen und 32 von ihnen zum verurteilt. Nach internationalen Protesten wurden schon 1952 Urteile revidiert.

Im Görlitzer Vertrag zwischen der DDR und der Volksrepublik Polen vom 6. Juli wird die Oder-Neiße-Linie als neue polnische Westgrenze festgelegt.

Auf dem II. Parteitag der SED vom 20. bis 24. Juli wird ein neues Parteistatut verabschiedet und Umwandlung des Parteivorstandes in ein Zentralkomitee ( ZK ) beschlossen.

Das ZK der SED wählt am 25. Juli das Politbüro das Sekretariat des ZK die Zentrale Perteikontrollkommission. Vorsitzende der Partei werden Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl Generalsekretär des ZK wird Walter Ulbricht .

Die SED beginnt mit Parteisäuberungen. Am 23. August wird Leo Bauer Chefredakteur des Deutschlandsenders 25. August Willi Kreikemeyer Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn

Am 15. Oktober finden erste Wahlen zur Volkskammer der DDR statt. Die von der SED dominierte Einheitsliste der Nationalen Front erhält offiziellen Angaben 99 3 % der Stimmen

Das ZK der SED beschließt am 26. / 27. Oktober die Überprüfung aller Parteimitglieder und Kandidaten Partei.

1951

Ab dem 1. Januar folgt die Wirtschaft der DDR dem Fünfjahrplan.

Konrad Adenauer lehnt am 15. Januar Otto Grotewohls Vorschlag eines "Gesamtdeutschen Konstituierenden Rats" ab fordert freie Wahlen als ersten Schritt zur Wiedervereinigung .

Das Nationale Olympische Komitee (NOK) der konstituiert sich am 22. April .

Am 26. April wird die Leitung und Kontrolle der dem FDGB übertragen.

Robert Havemann wird am 18. Juli von der West-Berliner Polizei beim Verteilen von Flugblättern festgenommen.

Am 19. Juli verbietet das Ministerium des Innern der allen in der DDR zugelassenen Kraftfahrzeugen die durch West-Berlin .

Vom 5. bis 19. August finden in Ost-Berlin die 3. Weltfestspiele der Jugend und statt.

Am 16. August wird auf Beschluss des Politbüros der KPdSU der Außenpolitische Nachrichtendienst (APN) unter der "Institut für wirtschaftswissenschaftliche Forschung beim Ministerium für Angelegenheiten" gegründet.

Am 8. Oktober wird die Rationierung aller Lebensmittel bis die für Fleisch Fett und Zucker aufgehoben.

Die Deutsche Volkspolizei besetzt am 18. Oktober die zum US-Sektor von Berlin gehörende Steinstücken muss sie aber am 23. Oktober auf Befehl der Sowjetischen Kontrollkommission wieder

1952

Die Volkskammer verabschiedet am 9. Januar ein Gesetz für freie Wahlen zu gesamtdeutschen Nationalversammlung. Am 15. Januar verweigert die DDR-Regierung einer UN-Kontrollkommission die Voraussetzungen für freie Wahlen überprüfen soll die

Am 3. Februar wird der Grundstein für die ersten Wohngebäude an der Stalinallee in Ost-Berlin gelegt. Chefarchitekt ist Herrmann Henselmann.

Die erste "Stalin-Note" der Sowjetunion vom 10. März an die drei Westmächte Frankreich Großbritannien und die USA enthält die Forderung nach einem neutralen Deutschland. Sie wird von den Westmächten am 25. März als Störmanöver gegen die westintegration der Deutschland abgelehnt. Die Westmächte fordern im Gegenzug Wahlen unter UN-Aufsicht. In der zweiten Stalin-Note 9. April erklärt sich die Sowjetunion zu freien Wahlen bereit unter der Bedingung dass die nicht unter UN- sondern unter Viermächte-Kontrolle stattfinden. bietet sie einen Friedensvertrag an. Die Westmächte die zweite Stalin-Note am 13. Mai ab: Ein Friedensvertrag sei erst möglich durch gesamtdeutsche freie Wahlen eine deutsche Regierung worden sei.

Am 28. April übergibt die Sowjetunion 66 von 213 der Sowjetischen Aktiengesellschaft (SAG) an die DDR. werden in Volkseigene Betriebe ( VEB ) umgewandelt

Am 8. Mai kündigt Außenminister Georg Dertinger den Aufbau nationaler Streitkräfte an.

Die Deutsche Grenzpolizei (DGP) wird am 13. Mai dem Ministerium für Staatssicherheit unterstellt.

Am 26. / 27. Mai beginnt die Einrichtung einer fünf Kilometer Sperrzone entlang der Demarkationslinie zur Bundesrepublik Deutschland. startet die Zwangsumsiedlung von über 12.000 Menschen. Anordnung der SED werden am 27. Mai die Telefonleitungen zwischen West-Berlin und der DDR gekappt.

Britisches Militär und West-Berliner Polizei blockieren am 3. Juni das Funkhaus des ( Ost- )Berliner Rundfunk in der Masurenallee in ( West- )Berlin-Charlottenburg. Zu den Eingeschlossenen zählt Karl-Eduard von Schnitzler .

Ab dem 1. Juni müssen West-Berliner die in die DDR einreisen wollen Ost-Berlin eine Genehmigung beantragen.

In Merxleben wird am 8. Juni die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft ( LPG ) in der DDR gegründet.

Die Hauptverwaltung Ausbildung mit den Volkspolizei-Bereitschaften Ministerium des Innern (MdI) erhält am 1. Juli die Bezeichnung "Kasernierte Volkspolizei".

Nur etwas mehr als einen Monat der Blockade des Funkhauses des ( Ost- )Berliner Rundfunks in ( West- )Berlin-Charlottenburg geht am 6. Juli die Sendeanlage des Berliner Rundfunks in ( Ost-Berlin ) in Betrieb.

Zum Abschluss der II. Parteikonferenz der SED ( 9. - 12. Juli ) wird der "planmäßige Aufbau des Sozialismus der DDR" zur grundlegenden Aufgabe erklärt. Teil Programms bei dem die so genannte "antifaschistisch-demokratische" in eine sozialistische Ordnung übergeleitet werden soll die Umwandlung der DDR zu einem Staat nach dem marxistisch-leninistischen Strukturprinzip des "demokratischen Zentralismus" sein soll. Dem folgend werden die fünf der DDR ( Mecklenburg Sachsen-Anhalt Brandenburg Thüringen und Sachsen ) am 23. Juli in 14 Bezirke und 217 Kreise aufgeteilt. Die Länderkammer der DDR bleibt jedoch bis 1958 bestehen.

Acht Berliner Stukkateure gründen am 21. Juli die erste Produktiongenossenschaft des Handwerks (PGH) der DDR.

Am 1. August wird die Transportpolizei dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) unterstellt.

Am 7. August wird die paramilitärische "Gesellschaft für Sport Technik" (GST) gegründet.

Am 18. August 1950 gab der Minister für Industrie DDR Fritz Selbmann mit den ersten Axtschlägen zum Fällen Kiefer den Start frei für den Bau Eisenhüttenkombinats 0st (EKO).

Der bis dahin propagierte Verkauf von und Industrieerzeugnissen an West-Berliner wird am 27. November verboten.

Der Handelsminister der DDR Karl Hamann am 11. Dezember wegen "Sabotage an der Versorgung" verhaftet 1954 zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Die Reisefreiheit von Einzelpersonen in der wird ab dem 15. Dezember auf einen Umkreis von 100 km

Am 15. Dezember wird Markus Wolf zum Leiter des Außenpolitischen Nachrichtendienstes (APN).

Das staatliche Fernsehen der DDR (Deutscher beginnt am 21. Dezember mit Versuchssendungen aus Berlin-Adlershof.

1953

Am 4. Januar veröffentlicht die Parteizeitung der SED " Neues Deutschland " die "Lehren aus dem Prozess gegen Verschwörerzentrum Slánský". Rudolf Slánský war seit 1945 der tschechoslowakischen KP. Im September 1951 wurde abgesetzt zwei Monate später verhaftet und im 1952 wegen angeblicher titoistischer und zionistischer Verfehlungen Tode verurteilt und mit elf anderen Delinquenten Dieser größte Schauprozess der tschechischen Nachkriegszeit führte Hinrichtung zahlreicher Juden die hohe Stellungen innehatte. sowjetische Führung benutzte den Vorwand einer zionistischen um die unbequemen Genossen auszuschalten. Der Prozess noch zahlreiche Verurteilungen im gesamten Ost-Block in folgenden Jahren nach sich.

Der Außenminister und stellvertretende Vorsitzende der der DDR Georg Dertinger wird am 15. Januar verhaftet.

Die Aktion Rose wurde am 10. Februar in den Badeorten der Ostseeküste Rügen und Usedom gestartet. Ziel der Aktion war die von Hotel- und Dienstleistungsbetrieben wegen angeblicher Wirtschaftsdelikte Agententätigkeit für den Westen. Hierbei wurden viele und Gästehausbesitzer enteignet und zu Zuchthausstrafen verurteilt. Familien wurden im Rahmen der so genannten in andere Gebiete der DDR umgesiedelt. Einigen die Flucht in den Westen. In Thüringen gab eine ähnlich gelagerte "Aktion Oberhof".

Am 5. März stirbt Stalin . An seine Stelle tritt die Troika Chrustschow Malekow und Berija .

Die Evangelische Kirche protestiert am 21. April gegen den Kirchenkampf der SED und das Vorgehen der Regierung der gegen die evangelische Jugendorganisation " Junge Gemeinde " und die evangelische Studentengemeinde. Am 28. April bezeichnet das Ministerium des Innern der die "Junge Gemende"" als illegal.

Auf der 13. Tagung des ZK der SED am 13. / 14. Mai fällt ein Beschluss über die Erhöhung Arbeitsnormen um mindesten 10 %.

Am 29. Mai wird die Sowjetische Kontrollkommission (SKK) aufgelöst das Amt des ""Hohen Kommissars der UdSSR Deutschland"" eingerichtet. Wladimir S. Semjonow wird erster Kommissar.

In der Bevölkerung regt sich Widerstand den Beschluss über die Erhöhung der Arbeitsnormen 14. Mai . Das Politbüro der SED übt Selbstkritik und verkündet einen "Neuen Die "Maßnahmen zum Aufbau der Sozialismus" werden die Erhöhung der Arbeitsnormen bleibt jedoch bestehen. 16. Juni treten die Bauarbeiter der Ost-Berliner Stalinallee aus Protest gegen die Erhöhung der in den Streik . Am 17. Juni kommt es zu dem Volksaufstand in der DDR . Die Ost-Berliner Streikbewegung greift auf andere Städte der über. Der sowjetische Militärbefehlshaber übernimmt die Regierungsgewalt setzt sowjetische Truppen gegen Streikende und Demonstranten Der Aufstand wird blutig niedergeschlagen. Das ZK der SED erklärt den Volksaufstand zu einem vom gelenkten "faschistischen Putsch".

Am 26. Juni wird er Leiter des sowjetischen Geheimdienstes und Minister des Innern Lawrentij Berija in verhaftet und am 23. Dezember hingerichtet.

Die Deutsche Grenzpolizei (DGP) wird am 27. Juni aus dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in das Ministerium des Innern umgegliedert.

In den Tagen 18. - 23. Juli wird der Minister für Staatssicherheit Wilhelm Zaisser entlassen. Neuer Chef der Staatssicherheit wird Wollweber. Das MfS wird als Staatssekretariat für (StfS) in das MdI eingegliedert. Der Außenpolitische Dienst (APN) wird als "Hauptabteilung XV" in Staatssicherheitsdienst eingegliedert.

Auf der 15. Tagung des Zentralkomitees ZK ) der SED werden Wilhelm Zaisser und Rudolf Herrnstadt aus dem ZK Walter Ulbricht wird zum 1. Sekretär (bisher "Generalsekretär") ZK gewählt.

Im November beginnt die Aktion "Feuerwerk". wegen angeblicher Agententätigkeit rollen durch die DDR Personen aus dem Westen werden in den der SED entführt.

Am 15. Dezember wird der am 8. Juli 1952 MfS aus West-Berlin entführte Mitarbeiter des Untersuchungsausschusses Freiheitlicher Juristen Linse in Moskau hingerichtet.

1954

Zum 1. Januar werden die letzten 33 Betriebe der Aktiengesellschaften (SAG) mit Ausnahme der Wismut AG die DDR übergeben und in VEB umgewandelt.

Vom 25. Januar bis zum 18. Februar findet in Berlin die so genannte der Außenminister der Siegermächte Frankreich Großbritannien Sowjetunion USA statt. Die Debatten über die Deutschland-Frage österreichischen Staatsvertrag sowie die Triest -Frage bleiben ohne Ergebnis.

Der im Juli 1953 aus dem entlassene und aus dem ZK der SED ausgestossene Minister für Staatssicherheit Wilhelm Zaisser wird am 23. Januar auch aus der SED ausgeschlossen.

Der Schriftsteller Johannes R. Becher wird am 4. Januar Minister im neugebildeten Ministerium für Kultur DDR.

Am 25. März wird eine Erklärung der Sowjetunion über die Gewährung der Souveränität der veröffentlicht. Die DDR gibt daraufhin am 27. März ihre Souveränitätserklärung ab.

Vom 30. März bis zum 4. April findet der IV. Parteitag der SED statt.

Die Bundesrepublik Deutschland erklärt am 7. April die Souveränitätserklärung der DDR für nichtig erklärt ihren Alleinvertretungsanspruch für alle Deutschen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) lehnt am 14. Mai die Aufnahme des Nationalen Olympischen Komitees DDR (NOK) ab.

Vom 5. bis zum 7. Juni findet in Ost-Berlin das II. Deutschlandtreffen der FDJ statt.

Am 9. Juni wird der am 15. Januar 1953 verhaftete ehemalige Außenminister der DDR und stellvertretende CDU-Vorsitzende Georg Dertinger wegen "Spionage" zu 15 Jahren Zuchthaus

Der Präsident des Bundesverfassungsschutzes Otto John am 23. Juli im DDR-Rundfunk sein Überwechseln in die bekannt.

Bei den Volkskammerwahlen am 17. Oktober entfallen nach offiziellen Angaben 99 46% die Einheitslisten.

Eine 15-Mächte-Konferenz lädt die Bundesrepublik Deutschland (BRD) am 23. Oktober zum Eintritt in die Nato ein und erkennt den Alleinvertretungsanspruch der BRD an.

Am 13. November wird ein "Zentraler Ausschuss für Jugendweihe " gegründet. Im Neuen Deutschland erscheint ein "Aufruf zur Vorbereitung der 1955".

1955

Ab dem 10. Januar müssen auf Anweisung des Magistrats von Ost-Berlin West-Berliner und Westdeutsche in den gastronomischen Einrichtungen in Ost-Berlin mit West-Mark zum Kurs 1:1 zahlen.

Die Sowjetunion bietet am 15. Mai gesamtdeutsche Wahlen an sollte die Bundesrepublik Deutschland (BRD) auf die Ratifizierung der Pariser verzichten. Diese schreiben die Mitgliedschaft der BRD der NATO den Verzicht der BRD auf atomare und chemische Waffen (ABC-Waffen) die Mitgliedschaft der in der Westeuropäischen Wirtschaftsunion (WEU) den Saarstatus die Gewährung der vollen Souveränität der BRD

Am 25. Januar erklärt die Sowjetunion den Kriegszustand mit für beendet.

Der Bundestag der Bundesrepublik Deutschland ratifiziert am 27. Februar die Pariser Verträge.

Die Volkspolizei-Bereitschaften werden am 17. März in das Staatssekretariat für Staatssicherheit überführt.

Am 27. März findet die erste Jugendweihe in Ost-Berlin statt. Die Jugendweihe soll als sozialistisches die kirchliche Konfirmation/Firmung ablösen.

Paul Merker wird am 30. März zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.

Die Straßennutzungsgebühren werden am 30. März im Transit BRD - West-Berlin für Pkw auf 30 Mark für auf 100 bis 550 Mark erhöht.

Am 1. Mai nehmen erstmals bewaffnete "Kampfgruppen der Arbeiterklasse" den Maidemonstrationen teil.

Die Pariser Verträge treten am 5. Mai in Kraft; die Bundesrepublik Deutschland erhält am die staatliche Souveränität und am 9. Mai Mitglied der NATO .

Die DDR wird am 14. Mai Mitglied des Warschauer Vertrages .

Am 15. Mai wird die Deutsche Grenzpolizei (DG) wieder das Staatssekretariat für Staatssicherheit eingeliedert.

Das ZK der SED verabschiedet am 2. Juni ein 10-Punkte-Programm zu Wiedervereinigung Deutschlands.

Am 10. Juni werden die dramatischen Erhöhungen der Straßennutzungsgebühren West-Berlin -Transit vom 30. März teilweise wieder zurückgenommen.

Das Nationale Olympische Komitee der DDR provisorisches Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Auf der Rückreise von der Genfer tritt Nikita Chruschtschow am 26. Juli in Ost-Berlin auf lehnt freie Wahlen als Vorstufe Wiedervereinigung ab und verkündet die Zweistaatentheorie.

Die UdSSR bestätigt am 20. September die volle Souveränität der DDR. Das des sowjetischen Hochkommissars wird aufgehoben und ein mit der DDR abgeschlossen.

Das Gesetz über das Staatswappen und Staatsflagge der DDR wird am 26. September verabschiedet.

Auf seiner 25. Tagung kündigt das ZKder SED am 27. Oktober eine Staatsbeteiligung an Privatunternehmen an.

Am 29. November erklärt die Sowjetunion der sowjetische Sektor Ost-Berlin ) sei Bestandteil der DDR und unterliege mehr der Kontrolle durch die Alliierten. Die weisen dies unter Hinweis auf den Viermächte-Status Stadt zurück.

Die sowjetischen Truppen geben am 1. Dezember die Sicherung der Außengrenzen der DDR die Deutsche Grenzpolizei (GP) ab.

Das Staatssekretariat für Staatssicherheit wird wieder Ministerium. Minister wird Ernst Stellvertreter Erich Mielke .

Nach Angaben des Bonner Ministeriums für Fragen sind 1955 bis zum mehr als Flüchtlinge aus der DDR und Ost-Berlin gezählt worden.

1956

Ab dem 1. Januar gilt der zweite Fünf-Jahr-Plan.

Die Volkskammer beschließt am 18. Januar die Aufstellung einer Nationalen Volksarmee ( NVA ).

Am 27. Januar wird Paul Merker aus der Haft

Die DDR wird am 28. Januar Mitglied des Warschauer Vertrages .

Die "Geheimrede" Nikita Chruschtschows auf dem XX. Parteitag der KPdSU ( 14. - 25. Februar ) in Moskau markiert den Beginn der Entstalinisierung in den staatssozialistischen Ländern.

Am 1. März wird aus Einheiten der Kasernierten Volkspolizei die Nationale Volksarmee ( NVA ) gebildet und das Ministerium für Nationale gegründet.

Bei einer Konferenz der osteuropäischen Geheimdienste Moskau ( 7. - 11. März ) wird das Ministerium für Staatssicherheit ( MfS ) als gleichberechtigtes Mitglied aufgenommen.

Ein 300 m langer Tunnel unter Berliner Mauer vom West-Berliner Ortsteil Rudow nach dem Ost-Berliner Stadtteil Treptow wird verraten.

Am 1. Mai wird die Hauptabteilung XV des MfS in Hauptverwaltung A (HV A) umbenannt. bleibt Markus Wolf . An der Maidemonstration in Ost-Berlin nimmt erstmals die NVA teil.

Die achtklassige Grundschule wird am 18. Mai in die obligatorische zehnklassige polytechnische Oberschule

Ab Juni werden im Zuge der Entstalinisierung etwa 25.000 Häftlinge entlassen.

Am 11. Juni ruft die Regierung der DDR Militärangehörige der Bundesrepublik Deutschland zum Übertritt in die DDR auf. Angebot soll auch für jugendliche Flüchtlinge aus DDR gelten.

Auf der 28. Tagung des ZK der SED ( 27. - 29. Juli ) werden hohe Parteifunktionäre rehabilitiert (unter anderen Dahlem Anton Ackermann und Hans Jendretzky) und so genannte "Dogmatismus" krititsiert.

Der Schriftsteller und Theaterregisseur Bertolt Brecht (* 10. Februar 1898 ) stirbt am 14. August in Berlin.

Am 17. August wird die KPD in der Bundesrepublik Deutschland verboten.

Im West-Berliner Notaufnahmelage in Marienfelde trifft 20. September der einmillionste Flüchtling ein. Insgesamt sollen Gründung der DDR 1 72 Millionen Menschen DDR verlassen haben.

Nach der Niederschlagung des Volksaufstandes durch Truppen in Ungarn am 24. Oktober werden in Ost-Berlin Professor Wolfgang Harich am 29. November der Leiter des Aufbau-Verlages Walter Janka und der Kulturredakteur Gustav Just am 6. Dezember wegen der "Bildung einer staatsfeindlichen Gruppe" und zu Freiheitsstrafen verurteilt.

1957

Auf dem 30. Plenum des ZK der SED ( 30. Januar / 1. Februar ) legt Walter Ulbricht eine von der SED erarbeitete neue Deutschland-Konzeption vor in der einer Konföderation beider deutschen Staaten ( BRD und DDR ) die Rede ist.

Am 15. Februar werden die Inneren Truppen des MfS (Hauptverwaltung Innere Sicherheit) in das Ministerium Innern (MdI) eingegliedert. Das Wachregiment Berlin bleibt einzige militärische Verband des MfS .

Wolfgang Harich wird am 9. März als Leiter der oppositionellen "Harich-Gruppe" zu Jahren Zuchthaus verurteilt.

Am 28. April wird der "Deutsche Turn- und Sportbund" gegründet.

Walter Janka wird am 26. Juli wegen "Boykotthetze" zu fünf Jahren Zuchthaus Weitere Verurteilte sind Gustav Just Richard Wolf Heinz Zöger.

Die Sowjetunion startet am 4. Oktober den ersten Weltraumsatelliten " Sputnik 1".

Volks- und Länderkammer verlängern anlässlich des Jahrestages der Staatsgründung DDR die Amtszeit des Präsidenten der DDR Wilhelm Pieck um weitere vier Jahre.

Die DDR und Jugoslawien nehmen am 15. Oktober diplomatische Beziehungen auf.

Auf dem 33. Plenum des ZK der SED ( 16. - 19. Oktober wird " Revisionismus "-Kritik am Minister für Staatssicherheit Ernst Wollweber und anderen geübt.

Die Bundesrepublik Deutschland bricht der Hallstein-Doktrin folgend die diplomatischen Beziehungen zu Jugoslawien ab.

Am 1. November wird Erich Mielke Nachfolger des aus "gesundheitlichen Gründen" zurückgetretenen Ministers für Staatssicherheit Ernst Wollweber.

Die DDR beschließt am 11. Dezember ein neues Passgesetz um die Zahl Westreisen zu reduzieren. Republikflucht wird kriminalisiert.

Am 27. Dezember stirbt Dr. Otto Nuschke .

1958

Am 3. Februar werden bei parteiinternen "Säuberungen" Karl Schirdewan Wollweber Fred Oelßner und andere ihrer Funktionen Politbüro der SED enthoben. Erich Honecker wird Mitglied des Politbüros und des des ZK der SED.

Die "Staatliche Plankommission" tritt ab dem 11. Februar an die Stelle des "Wirtschaftsrates". Die der Volkseigenen Betriebe" (VVB) werden der Staatlichen unterstellt.

In der DDR werden am 29. Mai die Lebensmittelkarten abgeschafft.

Der Ministerrat der DDR beschließt Maßnahmen Umgestaltung der Landwirtschaft die die Kollektivierung beschleunigen

Vom 10. - 16. Juli findet der V. Parteitag der SED statt auf dem die Parteiführung erklärt bis 1961 der Lebensstandard der Bundesrepublik Deutschland übertroffen werde. Walter Ulbricht verkündet die "Zehn Gebote der sozialistischen und Ethik".

Am 11. Oktober stirbt der Lyriker Erzähler und Dramatiker Johannes R. Becher seit 1954 DDR-Minister für Kultur in Berlin.

Walter Ulbricht erklärt am 27. Oktober Ost-Berlin zum Hoheitsbereich der DDR gehörig.

Nikita Chruschtschow fordert am 10. November die Revision des Potsdamer Abkommens und droht damit die Sowjetunion werde Kontrollrechte über Berlin an die DDR übertragen. beginnt die so genannte "Berlin-Krise".

Am 16. November finden in der DDR Wahlen zur statt. Laut offiziellen Angaben stimmen 99 7 der Wahlberechtigten für die Einheitsliste.

Am 8. Dezember wird der Länderkammer aufgelöst und Otto Grotewohl Ministerpräsidenten der DDR wiedergewählt.

1959

Am 24. / 25. April findet die 1. Bitterfelder Konferenz über Probleme statt. Der auf ihr erarbeitete "Bitterfelder fordert eine nähere Verbindung von kultureller Betätigung Werktätigen und dem professionellen Kunstleben. Dadurch sollen Impulse künstlerischer und politisch-ideologischer Art entstehen. Die der Konferenz lautet: "Greif zur Feder Kumpel! Sozialistische Nationalkultur braucht dich!". Referenten sind u.a. Walter Ulbricht und Alfred Kurella. Praktische Auswirkungen sind Künstler für einen gewissen Zeitraum innerhalb eines tätig werden um dann ihre Erlebnisse und in einem sozialistisch-realistischen Werk Ausdruck zu verleihen.

Vom 11. Mai - 20. Juni und vom 13. Juli - 5. August findet in Genf eine Außenministerkonferenz der "Vier (Sieger-)Mächte" (Großbritannien Sowjetunion und USA) statt. An ihr nehmen aus beiden deutschen Staaten als Beobachter teil.

Die Volkskammer verabschiedet am 3. Juni das Gesetz über Landwirtschaftliche Produktions-Genossenschaften ( LPG ). Damit beginnt die endgültige Kollektivierung der Landwirtschaft.

Der Fünfjahrplan wird am 1. Oktober abgebrochen und durch den Siebenjahrplan ersetzt.

Ebenfalls am 1. Oktober beschließt die Volkskammer das Gesetz zur Änderung der Staatsflagge. Fahne zeigt jetzt als Wappen Hammer und im Ährenkranz auf schwarz-rot-goldenem Hintergrund.

Am 22. November hat das Sandmännchen seinen ersten Auftrit Deutschen Fernsehfunk.

1960

Die Kollektivierung der Landwirtschaft wird am 14. April für abgeschlossen erklärt.

Die Propagandasendung " Der schwarze Kanal " von Karl-Eduard von Schnitzler hat am 12. März Premiere. Sie wird bis zum Ende DDR ausgestrahlt.

Am 7. September stirbt Wilhelm Pieck (* 8. Januar 1876 ) erster Präsident der DDR in Berlin.

Das Amt des Präsidenten der Republik am 12. September abgeschafft. An dessen Stelle wird ein gebildet. Erster Vorsitzender wird Walter Ulbricht .

Walter Janka wird am 23. Dezember aus der Haft entlassen.

1961

Am 16. Juni entführt das MfS Heinz Brandt einen ehemaligen SED -Funktionär und Redakteur der westdeutschen Gewerkschaftszeitung "Metall" West-Berlin .

Abriegelung der Grenzen zu West-Berlin und der Bundesrepublik Deutschland am 13. August . Beginn des Baus der Berliner Mauer zur Verhinderung von Störaktionen aus dem Westen zum Beenden der Massenabwanderung.

Am 15. September wird die Deutsche Grenzpolizei (DGP) in der DDR" umbenannt und dem Ministerium für Verteidigung unterstellt.

Mit dem XXII. Parteitag der KPdSU ( 17. - 31. Oktober ) beginnt die zweite Entstalinisierungswelle. In deren wird Stalinstadt in Eisenhüttenstadt und die Ost-Berliner Stalinallee in Karl-Marx-Allee umbenannt.

Siehe auch

Literatur

  • Wilfried Loth: Stalins ungeliebtes Kind. Warum Moskau die DDR wollte. . Rowohlt Berlin Berlin 1994 ISBN 3-87134-085-5

Weblinks




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