Am 1. April wird Matthias Domaschk Mitglied in der Jugendorganisation Jungen Gemeinde Jena Stadtmitte festgenommen und stirbt wenig später der Untersuchungshaftanstalt des MfS in Gera unter ungeklärten Umständen.
Am 14. Mai finden Wahlen zur Volkskammer und den Bezirkstagen statt. Nach offiziellen Angaben stimmen 99 der Wahlberechtigten für die Einheitslisten der "Nationalen
Der MfS-Hauptmann Werner Teske wird am 26. Juni wegen Vorbereitung seiner Flucht in den hingerichtet. Damit wird das letzte Todesurteil der vollstreckt.
Die Volkskammer beschließt am 3. November den Fünfjahrplan 1981–1985.
Vom 11. bis 13. Dezember trifft der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Helmut Schmidt den Staatsratsvorsitzenden der DDR Erich Honecker zu einem Arbeitsgespräch am Werbellinsee im Hubertusstock. Sie besuchen auch Güstrow . Die Stadt wird von mehreren Tausend als Komparsen bevölkert während die Einheimischen die nicht betreten dürfen. Honecker hält die jubelnden auf dem Güstrower Weihnachtsmarkt für echt.
Am 13. Dezember verhängt General Wojciech Jaruzelski in Polen das Kriegsrecht. Die Gewerkschaft Solidarność wird verboten. Eine Verhaftungswelle rollt durch Land. Der Widerstand der streikenden Arbeiter wird Gewalt gebrochen.
Auf einem Friedensforum am 14. Februar in der Kreuzkirche in Dresden fordern etwa 5.000 meist jugendliche Teilnehmer Einführung des zivilen Wehrersatzdienstes in der DDR.
Ein am 25. März erlassenes neues Wehrpflichtgesetz schreibt die vormilitärische Ausbildung von Jugendlichen und ermöglicht im Verteidigungsfall die Ausweitung der Wehrpflicht auf Frauen.
Der Chemiker Kommunist und DDR-Regimekritiker Robert stirbt am 9. April .
Am 24. Mai tritt Hans-Otto Bräutigam die Nachfolge Klaus als Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland in DDR an.
Die Sowjetunion beginnt am 15. Juli mit der Stationierung von mobilen SS-21-Kurzstreckenraketen der DDR.
Nach einem konstruktiven Misstrauenvotum im Deutschen Bundestag tritt Helmut Kohl als Bundeskanzler einer aus CDU / CSU und FDP gebildeten Koalition am 1. Oktober die Nachfolge von Helmut Schmidt an.
Erich Honecker sagt am 28. April offiziell wegen des Aufsehens um die von Transitreisenden am 10. und 26. April seinen geplanten Besuch in der Bundesrepublik ab. Tatsächlich aber gibt er dem Drängen sowjetischen Regierung nach.
Am 12. Mai demonstrieren sechs Bundestagsabgeordnete der Grünen auf Ost-Berliner Alexanderplatz für Abrüstung in Ost und Sie werden kurzzeitig festgenommen und in den abgeschoben.
Ein neues Post- und Fernmeldeabkommen zwischen deutschen Staaten das die Anhebung der jährlichen der Bundesrepublik Deutschland an die DDR von auf 200 Millionen D-Mark (44 auf 102 Euro) vorsieht kommt am 15. November zum Abschluss.
Am 12. Dezember werden Bärbel Bohley und Ulrike Poppe der Initiative "Frauen für den Frieden" verhaftet. Protesten werden sie am 24. Januar 1984 freigelassen.
Bei den Trauerfeierlichkeiten zum Tode des Juri Andropow treffen sich Bundeskanzler Helmut Kohl und Erich Honecker am 13. Februar in Moskau .
Am 6. April kehren 35 DDR-Bürger die am 2. April in die bundesdeutsche Botschaft in Prag geflüchtet sind in die DDR zurück ihnen eine baldige Ausreise in die Bundesrepublik zugesichert wurde.
In Reaktion auf das Fernbleiben der von den Olympischen Spielen in Moskau 1980 (wegen des Einmarsches der UdSSR in Afghanistan) sagt die DDR am 10. Mai die Teilnahme an den Olympischen Spielen Los Angeles ab.
Vom 8. bis 10. Juni findet in Ost-Berlin ein 'Nationales Jugendfestival DDR' mit etwa 75.000 Jugendlichen statt.
Die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland Ost-Berlin wird am 26. Juni vorübergehend "wegen Überfüllung" geschlossen weil sich ihr 55 DDR-Bürger aufhalten die ihre Ausreise wollen. Nach Zusicherung von Straffreiheit und baldiger verlassen sie die Ständige Vertretung am 5. Juli wieder.
Am 25. Juli gibt der bundesdeutsche Staatsminister Philipp Jenninger die Bürgschaft für einen Kredit in Höhe von Millionen DM (486 Millionen Euro) für die bekannt. Gegenleistungen sind Erleichterungen im innerdeutschen Reiseverkehr der vollständige Abbau der Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze.
Am 4. September sagt Erich Honecker seinen für Ende September geplanten Besuch in der Bundesrepublik Deutschland
Am 1. Dezember tritt in der DDR die Erhöhung Mindestrente auf 300 Mark der DDR in Kraft. (Nach den offiziellen Umrechnungskursen das etwa 77 Euro. Diese Zahl gibt keinen zutreffenden Endruck von der Kaufkraft.)
Die DDR hat 1984 ungewöhnlich viele 40.900 Ausreisewillige in die Bundesrepublik Deutschland übersiedeln Im Vorjahr waren es 11.300 und im 24.900.
Am 15. Januar kehren die letzten der 168 DDR-Bürger sich seit dem 2. Oktober 1984 in die Prager Botschaft der Bundesrepublik Deutschland geflüchtet hatten in die DDR zurück. war Straffreiheit und eine baldige Ausreise zugesichert
Am 10. März stirbt der sowjetische Staats- und Parteichef Tschernjenko. Mit Michail Gorbatschow wird am 11. März ein angesichts des hohen Alters seiner Vorgänger erstaunlich junger Mann sowjetsches Staatsoberhaupt. Wie Vorjahr treffen sich Bundeskanzler Helmut Kohl und Honecker am 12. März am Rande von Trauerfeierlichkeit zum Tode sowjetischen Staatsoberhauptes.
Mit Geoffrey Howe besucht am 8. April erstmals ein britischer Außenminister die DDR.
Das 1978 von der DDR-Führung geschlossene Korrespondentenbüro des " Der Spiegel " wird am 16. April wieder eröffnet.
Am 11. Juni findet auf der Glienicker Brücke (zwischen West-Berlin und Potsdam) der größte seit 1945 statt. 25 West-Agenten und vier Ost-Agenten frei.
Am 5. Juli werden neue Vereinbarungen über den innerdeutschen für die Jahre 1986 bis 1990 getroffen. Toleranzvolumen als Bestandteil der gegenseitigen Handelsbeziehungen (Swing) von 600 auf 850 Millionen DM (307 435 Millionen Euro) angehoben.
Am 10. Januar empfängt Erich Honecker in Ost-Berlin elf Mitglieder des Repräsentantenhauses der US-Kongresses und führt Gespräche über weltpolitische Lage und die Beziehungen zwischen der USA und der DDR.
Die DDR erweitert am 9. Februar die Reisemöglichkeiten in dringenden Familienangelegenheiten.
Am 26. April explodiert im Atomkraftwerk Tschernobyl bei Kiew ein Reaktorblock. Große Mengen Materials werden freigesetzt und werden durch die Richtung Westen transportiert. Die DDR-Führung wiegelt ab behauptet es würde keine Gefährdung bestehen.
Am 2. September wird die "Umweltbibliothek" in Ost-Berlin eröffnet.
Proteste von Greenpeace am 15. September in Ost-Berlin werden von DDR-Sicherheitskräften unterbunden.
Am 5. März scheidet der stellvertretende Minister und Leiter Hauptverwaltung Aufklärung (HV A) des MfS Generaloberst Markus Wolf aus dem aktiven Dienst aus.
Ein Mitglied des SED -Politbüros Kurt Hager nimmt in einem Interview dem westdeutschen Nachrichtenmagazin Stern am 8. April zu den Reformen in der Sowjetunion Stellung mit den Worten: "Würden Sie gesagt wenn Ihr Nachbar seine Wohnung neu sich verpflichtet fühlen Ihre Wohnung ebenfalls neu tapezieren?".
Am 13. April endet ein mehrtägiges Manöver der Nationalen der DDR ( NVA ) an dem erstmals Beobachter aus den KSZE -Signatarstaaten teilgenommen haben. Unter den Beobachtern sind zwei Offiziere der Bundeswehr .
Am 8. Juni kommt es am Ost-Berliner Brandenburger Tor zu brutalen Übergriffen von DDR-Sicherheitskräften auf die einem Rockkonzert vor dem Reichstag auf West-Berliner Seite der Berliner Mauer wollen.
Erich Honecker empfängt am 23. Juni Rabbiner Israel Miller den Präsidenten der Claims Conference".
Vom 1. bis 18. September findet unter Beteiligung von unabhängigen Friedensgruppen der DDR der sogenannte Olof-Palme -Friedensmarsch statt. Er führt von Stralsund über mehrere Orte nach Dresden . Unter anderem ziehen am 5. September etwa 1.000 Teilnehmer von der Ost-Berliner zur Gethsemane-Kirche. Die DDR-Behörden zeigen sich überraschend und tolerieren den Marsch.
In der Nacht vom 24. zum 25. November werden von Mitarbeitern des Generalstaatsanwaltes und MfS die Räume der "Umweltbibliothek" in der Zionsgemeinde in Ost-Berlin durchsucht. Sieben festgenommene Personen nach Protesten und Mahnwachen in der ganzen wenige Tage später wieder freigelassen.
Am 12. Dezember ist die Amnestie anlässlich des 38. Jahrestages der Gründung DDR ( 7. Oktober 1949 ) abgeschlossen. Es wurden 24.621 Personen aus Haft entlassen.
In die offizielle Gedenkdemonstration für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 17. Januar wollen sich Demonstranten einreihen die unter von Rosa Luxemburg stammenden Losung "Freiheit ist die Freiheit des Andersdenkenden" demonstrieren wollen. Die verhaften vor laufenden Kameras der Westpresse etwa von ihnen. An den Folgetagen verhaftet das MfS zahlriche Aktivisten der Berliner Oppositionsbewegung um beginnende Solidaritätsbewegung zu ersticken. Es kommt jedoch der ganzen DDR zu Solidaritätsveranstaltungen an denen Menschen teilnehmen bis es den DDR-Staatsorganen am 2. Februar gelingt die Verhafteten zur Ausreise zu
Am 31. März kommt es zu einer Vereinbarung über Gebietsaustausch zwischen West-Berlin und der DDR.
Horst Neugebauer löst am 21. Juni Ewalt Molt als Leiter der Ständigen der DDR in Bonn ab.
Am 26. Juni treffen 40 Beobachter aus 20 KSZE -Signatarstaaten in Potsdam ein um die gemeinsame Truppenübung der der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) und Nationalen Volksarmee ( NVA ) der DDR zu beobachten.
Die Regierung der DDR und die der EG stellen am 15. August diplomatische Beziehungen her.
Am 14. September unterzeichnen die Bundesrepublik Deutschland und die DDR Vereinbarungen über Neuregelungen Transitverkehr. Die Transitpauschale wird von 525 auf Millionen DM (268 auf 440 Millionen Euro) im erhöht.
DDR-Sicherheitskräfte lösen in Ost-Berlin am 10. Oktober gewaltsam einen Protestmarsch von etwa 200 auf die mit Transparenten gegen die Zensur Kirchenzeitungen protestieren und hindern westliche Korrespondenten mit an der Arbeit.
Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses David besucht vom 16. bis 18. Oktober die DDR.
Am 10. November wird in Ost-Berlin der Grundstein für den Neubau der Synagoge in der Oranienburger Straße gelegt.
Die DDR-Medien teilen am 20. November mit dass auf Weisung des Postministers sowjetische Monatszeitschrift " Sputnik " aus der Liste des Postzeitungsvertriebes gestrichen Bereits vorher waren einzelne Ausgaben der sowjetischen "Neue Zeit" nicht ausgeliefert worden.
Am 2. Mai öffnet Ungarn seine Grenze zu Österreich . In der Folge versuchen Hunderte von über Ungarn in den Westen zu gelangen. begeben sich viele in die Botschaften der in Budapest Prag und Warschau um an westdeutsche Reisepapiere zu gelangen.
Bei Kommunalwahlen am 7. Mai wird durch Kontrollen von Bürgerrechtsgruppen erstmals nachgewiesen. Tatsächlich waren alle Wahlen bis dahin
Der Staatspräsident der UdSSR Michail Gorbatschow lehnt am 6. Juli eine Intervention von sowjetischen Truppen zur von Unruhen in der DDR ab. Die geht damit ihrer Existenzgarantie verlustig.
In Ost-Berlin Warschau Prag und Budapest um den 31. Juli Tausende von DDR-Bürgern durch die Erstürmung Botschaften der Bundesrepublik ihre Ausreise zu erzwingen.
Bei einem "Pan-Europäischen Picknick" am 19. August nutzen Hunderte von DDR-Bürgern die offene Grenze zur Flucht in den Westen.
In der DDR bilden sich nach Neuen Forum weitere Bürgerbewegungen: Demokratie jetzt ( 12. September ) die Sozialdemokratische Partei der DDR ( 7. Oktober ) und Demokratischer Aufbruch ( 1. Oktober ).
Am 18. September unterstützen prominente Rockmusiker in einem Aufruf Gründung des Neuen Forum .
Tausenden von DDR-Flüchtlingen in den deutschen in Prag und Warschau wird am 30. September erlaubt in die Bundesrepublik Deutschland auszureisen. bundesdeutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher verkündet am Abend auf dem Balkon deutschen Botschaft in Prag dieses Verhandlungsergebnis.
Die Leipziger Montagsdemonstration am 2. Oktober mit etwa 20.000 Teilnehmer wird von gewaltsam aufgelöst. Als am 4. Oktober etwa 7.600 DDR-Flüchtlinge die in der und in der Warschauer Botschaft Zuflucht gesucht mit der Bahn abgesperrte Bahnstrecken der DDR die Bundesrepublik reisen kommt es am Dresdner zu den schwersten Auseinandersetzungen von demonstrierenden Bürgern DDR-Sicherheitskräften seit dem 17. Juni 1953 .
Bei den Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag DDR am 7. Oktober mahnt der sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow die DDR-Führung zu politischen Reformen. Am der Feiern demonstrieren zehntausende Menschen für eine demokratische Erneuerung Sozialismus die Polizei reagiert mit Knüppeln.
Am 9. Oktober findet in Leipzig die Montagsdemonstration mit etwa 70.000 Teilnehmern statt. Zum Mal kann man den Slogan "Wir sind Volk" hören. Eine Woche später sind 100.000 120.000 Demonstranten in den Leipziger Straßen. Honeckers schonungslos gegen die Demonstranten vorzugehen wird von Leipziger SED-Führung nicht befolgt. Kurt Masur und andere rufen zu friedlicher Mäßigung die UdSSR verweigert die Teilnahme an einer militärischen Niederschlagung der Demonstration. Letztendlich bleibt es
Bei der Leipziger Montagsdemonstration am 23. Oktober skandieren etwa 300.000 Menschen: Wir sind das Volk .
Am 3. November erlaubt die Führung der DDR erstmals Ausreise von DDR-Bürgern aus der Tschechoslowakei in die Bundesrepublik.
Rund eine Million Menschen demonstrieren am 4. November in Ost-Berlin gegen das SED-Regime. Sie damit die größte Demonstration der gesamten DDR-Geschichte.
Von Januar bis November dieses Jahres insgesamt etwa 225.000 DDR-Bürger in die Bundesrepublik
Am 9. November verliest Günter Schabowski vor laufenden Kameras dass sofort und Privatreisen nach dem Ausland ohne Vorliegen von wie Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse beantragt werden könnten. Genehmigungen würden kurzfristig erteilt. Ausreisen können über Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD erfolgen. Tausende an die Grenzen. Ohne Befehl öffnen Grenzsoldaten Übergänge der Berliner Mauer und der Grenze Bundesrepublik.
KPdSU -Generalsekretär Michail Gorbatschow nennt am 15. November die Wiedervereinigung Deutschlands eine "innerdeutsche Angelegenheit" macht damit klar daß die Sowjetunion eine solche Wiedervereinigung akzeptieren würde.
Am 1. Dezember wird der Führungsanspruch der SED von der Volkskammer offiziell aus der der DDR gestrichen. Die Staatsanwaltschaft leitet gegen ehemalige Funktionäre der SED Ermittlungsverfahren wegen Amtsmißbrauch Korruption ein unter anderem gegen Erich Honecker.
Egon Krenz tritt am 3. Dezember als Vorsitzender der SED und am 6. Dezember als Vorsitzender des Staatrates und des Verteidigungsrates zurück. Neues Staatsoberhaupt wird Manfred Gerlach LDPD ).
Am 3. Dezember gründen die Teilnehmerinnen Frauenkongresses in der Berliner Volksbühne den Unabhängigen Frauenverband (UFV).
Auf der Leipziger Montagsdemonstration rufen die Demonstranten " Wir sind ein Volk " und " Deutschland einig Vaterland ".
Die SED gibt sich am 17. Dezember den Namenszusatz PDS (Partei des Demokratischen Sozialismus). Am selben beschließt der Demokratische Aufbruch seine offizielle Gründung.
Hans Modrow bietet am 11. Januar den Parteien der Opposition eine Mitarbeit
Im Januar 1990 ändert sich der der weiterhin stattfindenden Montagsdemonstrationen: Die Parole "Wir das Volk" aus den Zeiten des Aufbegehrens dem Ruf nach der Wiedervereinigung: "Wir sind Volk" und "Deutschland einig Vaterland". Am 15. Januar stürmen Demonstranten die Stasi -Zentrale in Ostberlin. Es entstehen Gerüchte dass Aktion vom Geheimdienst selbst inszeniert wurde um entstehende Chaos dazu zu nutzen Akten zu und aus dem Haus zu schaffen.
Volle Gewerbefreiheit wird am 25. Januar eingeführt.
Am 20. Februar verabschiedet die Volkskammer ein neues Wahlgesetz. ermöglicht damit die ersten freien Wahlen zu Parlament in der DDR.
Der Runde Tisch lehnt eine Übernahme Grundgesetzes am 17. März ab und fordert eine neue Verfassung Gesamtdeutschland.
18. März – Die Wahlen zur Volkskammer der DDR gewinnt die "Allianz für Deutschland" ein bestehend aus CDU (40 8% der Stimmen) Aufbruch und Deutscher Sozialer Union (48 1%). SPD erhält 21 9% der Stimmen die 16 3%.
5. Mai – In Bonn beginnen die "Zwei-plus-vier-Gespräche" den Außenministern der Bundesrepublik der DDR und ehemaligen Besatzungsmächte (USA Großbritannien Frankreich Sowjetunion); im dieser Gespräche stehen die außenpolitischen Aspekte der Einheit.
18. Mai – In Bonn wird ein Staatsvertrag Währungs- Wirtschafts- und Sozialunion der Bundesrepublik und DDR unterzeichnet.
21. Juni – Die Volkskammer der DDR und deutsche Bundestag verabschieden den Staatsvertrag.
1. Juli – Die Währungsunion tritt in Kraft. D-Mark wird gesetzliches Zahlungsmittel auch in der DDR.
23. August – Die Volkskammer der DDR votiert den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik.
13. September – Die Bundesrepublik und die UdSSR einen Zusammenarbeits- und Nichtangriffsvertrag. Für den Abzug Roten Armee aus der DDR bis 1994 erhält UdSSR 13 Millarden DM (6 6 Millarden
3. Oktober – Die Deutsche Demokratische Republik tritt Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 des Grundgesetzes bei. Dieser Tag wird später zum Nationalfeiertag des vereinigten Deutschland erklärt.
Die DDR war bis zu ihrem scheinbar wirtschaftlich gesund: Sie machte Exportgeschäfte verfügte außerdem über Goldreserven im damaligen von etwa 600 Millionen Valutamark (D-Mark) und verfügbare Produktionskapazitäten und große RGW-Marktanteile insbesondere im Sie exportierte auch Rohstoffe in geringen Mengen. DDR konnte bis zuletzt alle Löhne und zahlen sowie den sontigen internen Verpflichtungen nachkommen.
Der wirtschaftliche Aufschwung der 70er Jahre zu einem großen Teil auf der produktiven sowjetischen Erdöls daß zu günstigeren als den erworben wurde. Dies insbesondere noch zu Beginn Ölkrise. Die wirtschaftliche Lage der Sowjetunion insbesondere immensen Kosten des Wettrüstens zwangen sie 1981 Rohöllieferungen zu drosseln und gleichzeitig den Preis an das Weltmarktniveau zu bringen. Dadurch brach der wichtigsten und bis dahin sprudelnden Devisenquellen DDR-Wirtschaft förmlich zusammen (Zeitzeugen sprechen noch heute einem spürbaren Wirtschaftsknick in der DDR). Folge unter anderem der noch viel massivere Ausbau Braunkohleförderung mit seinen katastrophalen Folgen für die und der steigende Bedarf nach westdeutschen "Überlebenskrediten". Ölpreissturz im Jahr 1985 wurde durch die der Sowjetunion nicht in vollem Umfang an RGW-Länder weitergeben. Dies verschärfte die ohnehin prekäre der erdölverarbeitenden Industrie auf westlichen Märkten noch
Bei näherem Hinsehen war ihre Lage weit schwieriger als es den Anschein hatte:
Die inländischen Verpflichtungen bestanden nur in Mark der DDR . Da diese Währung nicht konvertierbar war ihr tatsächlicher Wert nur durch Warenkorbvergleiche ermittelbar. massiv subventionsverzerrte Preissystem der DDR macht diesen jedoch äußerst schwierig. Eine Abwertung der DDR-Mark sie allerdings in größerem Maße nur auf Schwarzmarkttausch stattfand reduzierte jedoch diese inneren Schulden nach außen ohne daß nach innen tatsächlich Absicht bestand sie auf absehbare Zeit zu
Die Exporte gingen zum weit überwiegenden in andere planwirtschaftlich geführte Länder des RGW . Sie konnten sich mit Beginn der Jahre auf dem freien Weltmarkt gegen die und fernöstliche Konkurrenz meist nicht durchsetzen wenn wird daß seinerzeit eine Computerisierung v. a. Maschinenbau stattfand auf die die DDR zunächst reagierte. Später wurde der Ausbau der mikroelektronischen teuer vorangetrieben ohne aber nennenswerte international beachtete hervorzubringen.
Den Goldreserven stand eine nominelle Auslandsschuld 10–40 Milliarden US-Dollar (etwa 80 Milliarden Valutamark) somit deckten die Gold- und Devisenreserven nurmehr 1–5% der nominellen Auslandsschuld.
Diese wirtschaftliche Lage der DDR ist ihrem Zusammenbruch auch von manchen ihrer Politiker worden zum Beispiel von Günther Mittag und Schürer. Allerdings war ihre Lage noch nicht dramatisch dass bereits Zahlungsausfälle bei ihren Krediten Zudem waren einige der größeren Kredite auch der Bundesrepublik verbürgt. Jedoch ist in Vorbereitung des mehr stattgefundenen 12. Parteitags der SED der der Planungskommission Gerhard Schürer aufgefordert worden eine zur wirtschaftlichen Lage der DDR-Wirtschaft anzufertigen um überprüfen ob die DDR jederzeit in der gewesen wäre ihren Zahlungsverpflichtungen (nicht unbedingt auch Tilgung!) aus ihren Auslandsschulden nachkommen zu können. Expertise listete schonungslos die Schwächen auf und wohl in wichtigen wirtschaftlichen Reformbeschlüssen gemündet wenn Revoution das marode System nicht hinweg gefegt Ihre Umsetzung hätte eine massive Intensivierung des nach westlichen Märkten und empfindliche Einschnitte bei Versorgungsleistungen mit sich gebracht. Dadurch wäre die der Bevölkerung zwar nicht katastrophal geworden (so in seiner Autobiographie "Gewagt und verloren) aber hätte sich schmerzhaft verschlechtert.
Bis zur Auflösung der DDR gab für die DDR-Bevölkerung eine stetige Verbesserung des (vom "Knick" 1981 und den größeren Versorgungsengpässen Laufe des Jahres 1989 abgesehen) die allerdings den 1980er Jahren zum Teil durch Kreditaufnahme Transferleistungen der Bundesrepublik erkauft worden war ('Milliarden-Kredit' andere). Der Lebensstandard war am Bevölkerungsdurchschnitt gemessen höchste in den sowjetkommunistisch beherrschten Ländern. Selbst Karl-Eduard von Schnitzler Chefpropagandist des DDR-Fernsehens musste eingestehen: "Gewiß die Versorgung mit Lebensmitteln nicht variabel genug Waren des täglichen Bedarfs unzureichend." Einer der dafür war der zunehmende Zwang für den zu exportieren; die hierfür benötigten Produkte standen Inlandsmarkt nicht mehr zur Verfügung.
Offene Anzeichen einer Pleite oder eines bankrottes waren aus dem Blickwinkel der DDR-Bevölkerung in damaligen offiziellen und inoffiziellen Regierungsverlautbarungen nicht erkennbar. Gleichwohl bemerkte die Bevölkerung der Versorgungslage die zunehmend schwierigere Lage die an ihren Möglichkeiten Produkte aus dem sogenannten Wirtschaftsgebiet" beschaffen zu können. Es ist ungeklärt welchem Umfang sich die Führung der DDR dieser Situation bewusst war. Daß sie die nicht übersah zeigt die Beuftragung der sogenannten Auch die meisten westlichen Staaten wurden vom und der Geschwindigkeit des Zusammenbruchs überrascht.
Die wirtschaftliche Lage anderer sozialistischer Staaten um 1990 ähnlich schlecht (CSSR) und teilweise katastrophal Rumänien). Dies dürfte neben der politischen Unterdrückung der Hauptgründe für den schnellen Zusammenbruch der Systeme in den meisten dieser Staaten gespielt
In der DDR konnten die sozialen der Wirtschaftsprobleme durch die Währungsunion und den Beitritt zur Bundesrepublik zunächst werden. Die massive Aufwertung der DDR-Mark durch Umtauschverhältnis 1:2 bis 1:4 (für Betriebe galten Konditionen als für Privatleute) und dadurch die Verteuerung der Arbeit in bei weitem nicht produktiv arbeitenden Werken führten zu einer extremen der Wettbewerbskraft gerade auf den besonders wichtigen Im weiteren Verlauf zeigten sich dadurch hervorgerufene die trotz größter Transferleistungen aus dem Westteil einer Gründerwelle nach 1989/90 und weniger geglückter bis heute anhalten. Erst 15 Jahre nach politischen Wende 1989 zeigen sich in Regionen und Thüringens erste nachhaltige Früchte einer mühsamen (Technologiestandort Jena Halbleiterstandort Dresden Maschinen- Werkzeug- und im Erzgebirge Versicherungs- Banken- und Börsenstandort Leipzig). bestehen in den stark landwirtschaftlich geprägten Ländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg noch größte wirtschaftliche Schwierigkeiten.
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