Am 1. Januar werden die Ergebnisse der Volks- Berufs- und Gebäudezählung veröffentlicht: Die DDR hat zum 17.053.699 Einwohner. Am 29. Januar erfolgt ein Ministerratsbeschluss über sozialpolitische Maßnahmen. sind unter anderem Preissenkungen für verschiedene Textilien andere Industriewaren und Verbesserungen im Sozialversicherungswesen. Der zwischen Ost - und West-Berlin wird am 31. Januar wieder auf genommen.
Am 1. Februar werden Grundlöhne und Mindestrenten erhöht. An Tagen 24. / 25. Februar findet ein Briefwechsel zwischen dem Vorsitzenden Ministerrats der DDR Willi Stoph und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Schütz über die Aufnahme von Verhandlungen
Die DDR und Chile nehmen am 16. März diplomatische Beziehungen auf; inzwischen haben 28 die DDR diplomatisch anerkannt.
Vom 15. bis 19. Juni findet der VIII. Parteitag der SED statt. Er formuliert als neue Hauptaufgabe von Wirtschafts- und Sozialpolitik" und verabschiedet die für den Fünfjahrplan 1971-1975. Die Volkskammer wählt Erich Honecker am 24. Juni zum Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates der
Im Januar wurde Pass- und visafreier zwischen der DDR und Polen ( 1. Januar ) sowie zwischen der DDR und der ČSSR ( 15. Januar ) eingeführt.
Der "Deutsche Fernsehfunk" wird am 11. Februar in "Fernsehen der DDR" umbenannt.
Die Volkskammer verabschiedet am 9. März das Gesetz über den Schwangerschaftsabbruch (erstmals Gegenstimmen und acht Enthaltungen).
DDR-Außenminister Otto Winzer weilt am 11. März in Moskau. Es kommt zur Unterzeichnung internationalen Konvention über das Verbot der Entwicklung und Lagerung bakteriologischer und toxischer Waffen sowie Vernichtung.
Am 27. / 28. April findet die 5. Tagung des ZK der SED statt. Es wird ein gemeinsamer Beschluss ZK des Bundesvorstandes des FDGB und des Ministerrates über sozialpolitische Maßnahmen unter anderem Erhöhung Mindestrenten und teilweise Mietpreissenkungen für Neubauwohnungen gefasst.
Am 12. Mai wird der Vertrag über Freundschaft Zusammenarbeit gegenseitigen Beistand zwischen Rumänien und der DDR unterzeichnet.
Am 6. / 7. Juli findet die 6. Tagung des ZK der SED statt. "Weite und Vielfalt" in der werden diskutiert eine Kommission zur Überarbeitung des und des Statuts der SED wird eingesetzt ein Beschluss über die Verstaatlichung von privaten und Betrieben mit staatlicher Beteiligung wird gefasst.
Aus Anlass des 23. Jahrestages der erlässt der Staatsrat der DDR am 6. Oktober eine Amnestie für politische und kriminelle Straftäter. Nach Angaben werden mehr als 30.000 Personen entlassen Teil von ihnen in den Westen.
In der Zeit vom 7. - 28. Dezember nimmt die DDR zu verschiedenen neutralen westlichen Staaten diplomatische Beziehungen auf.
Am 13. Dezember wird die DDR Mitglied in der der UNO für Europa (ECE). Am 21. Dezember kommt es zur Unterzeichnung des Grundlagenvertrages der DDR und der Bundesrepublik Deutschland.
Kurt Hager Sekretär des ZK der SED wendet sich am 26. Januar auf einer Tagung der Präsidien des der Künstlerverbände und der Akademie der Künste DDR gegen die These von einer einheitlichen Kulturnation und betont die Herausbildung einer sozialistischen der DDR.
Am 2. Februar tritt die DDR der Wiener Konvention diplomatische Beziehungen bei.
Die NATO-Staaten Frankreich und Großbritannien nehmen 9. Februar diplomatische Beziehungen zur DDR auf.
Am 1. März wird die Verordnung des Ministerrates über die Tätigkeit ausländischer Publikationsorgane und Korrespondenten in der DDR veröffentlicht.
Die DDR und die Bundesrepublik Deutschland am 18. September Mitglied der UNO . Auf der 10. Tagung des ZK der SED am 2. Oktober wird über ein Wohnungsbauprogramm für die 1976-1990 beraten.
Am 5. November wird eine Verdopplung des Mindestumtausches durch DDR verkündet. Besucher aus "nichtsozialistischen Staaten und müssen ab dem 15. November beim Besuch der DDR 20 - DM und beim Besuch Ost-Berlins 10 - DM zum Kurs 1:1 in Mark der DDR umtauschen.
Am 30. April fällt der gemeinsame Beschluss des SED-Politbüros Ministerrates und des FDGB-Bundesvorstandes über weitere Maßnahmen Durchführung des sozialpolitischen Programms unter anderem eine des jährlichen Mindesturlaubes.
Die Ständigen Vertretungen in Bonn und Ost-Berlin werden am 2. Mai eröffnet. Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland der DDR wird Günter Gaus Ständiger Vertreter der DDR in der Deutschland Michael Kohl.
Das DDR-Außenministerium protestiert am 20. Juni gegen die beabsichtigte Einrichtung des Umweltbundesamtes Bundesrepublik Deutschland in West-Berlin .
Am 29. Juni trifft die Deutsch-deutsche Grenzkommission eine Vereinbarung den Grenzverlauf und den Fischfang in der Lübecker Bucht .
Die USA nehmen am 4. September diplomatische Beziehungen zur DDR auf.
Die Staatsbank der DDR gibt am 14. September neue Banknoten aus. " Mark der DDR " (M) löst als Währungsbezeichnung "Mark der Notenbank" (MDN) ab.
Die Volkskammer beschließt am 27. September das "Gesetz zur Ergänzung und Änderung Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik vom 7. 1974". Alle Bezüge auf die "deutsche Nation" gestrichen ein neues Gerichtsverfassungsgesetz wird erlassen und kommt zu einer personellen Umbesetzung des Ministerrates.
Der am 5. November 1973 verdoppelte Mindestumtausch für Besucher der DDR Ost-Berlins wird mit Beschluss vom 26. Oktober ab dem 15. November von 20 - DM auf 13 - DM bzw. von 10 - DM auf 6 50 DM gesenkt. Personen unter 16 Jahren und werden mit Beschluss vom 10. Dezember mit Wirkung vom 20. Dezember vom Mindestumtausch befreit.
In einem Hirtenbrief wenden sich am 17. November die katholischen Bischöfe der DDR gegen staatliche Erziehungsmonopol.
Am 11. / 12. Dezember wird ein Abkommen über die Verbringung Abfallstoffen von West-Berlin in die DDR geschlossen.
Ein Abkommen über Fortführung der Swing-Regelung innerdeutschen Handel für den Zeitraum 1976-1981 (Höchstgrenze Mio. DM ) wird am 12. Dezember abgeschlossen.
Oskar Fischer wird nach dem Rücktritt Winzers am 20. Januar neuer Außenminister der DDR.
Am 26. Juli wird eine Vereinbarung über die Koordinierung Volkswirtschaftspläne der UdSSR und der DDR für Zeitraum 1976-1980 geschlossen.
Vom 30. Juli bis zum 1. August findet das KSZE -Gipfeltreffen in Helsinki statt. Es kommt am 1. August nach zweijährigen Verhandlungen zur Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki . Zu den Unterzeichnern gehören die Bundesrepublik und die DDR. Am Rande der Konferenz sich Bundeskanzler Helmut Schmidt und der Staatsratsvorsitzende Honecker.
Die Volkskammer verabschiedet am 16. September das neue Zivilgesetzbuch (ZGB).
Auf der UNO-Vollversammlung am 24. September in New York bringen die Außenminister DDR und der Bundesrepublik Deutschland die unterschiedlichen ihrer Regierungen zur deutschen Frage zum Ausdruck.
Leonid Iljitsch Breschnew und Erich Honecker am 7. Oktober in Moskau einen neuen "Vertrag über Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand" zwischen der UdSSR der DDR.
Die Regierung der DDR und der von West-Berlin treffen am 29. Oktober eine Übereinkunft über gegenseitige Hilfeleistung bei in Grenzgewässern.
Günter Guillaume und seine Ehefrau werden am 15. Dezember wegen Spionage für die DDR zu bzw. acht Jahren Haft verurteilt.
Am 19. Dezember kommt es zu einer Vereinbarung zwischen DDR und der Bundesrepublik Deutschland über den der Transitstrecken nach Berlin.
Ein Post- und Fernmeldeabkommen zwischen der Deutschland und der DDR wird am 30. März unterzeichnet.
Am 23. April wird der "Palast der Republik" am (früher und heute wieder: Schlossplatz) im Zentrum Berlin Hauptstadt der DDR ( Ost-Berlin ) feierlich eröffnet.
Vom 18. bis 22. Mai tagt der IX. Parteitag der SED im Palast der Republik. Die Delegierten ein neues Programm und ein verändertes Statut. Erich Honecker nimmt den Titel "Generalsekretär" an.
Das ZK der SED der Bundesvorstand des FDGB und der Ministerrat beschließen am 27. Mai gemeinsam über weitere sozialpolitische Maßnahmen. Unter werden die Mindestlöhne und die Mindestrenten erhöht Maßnahmen zur Förderung berufstätiger Mütter getroffen.
Am 24. Juni beschließt die Volkskammer alle Volksvertretungen künftig die Dauer von fünf statt wie bisher Jahren zu wählen. Das aktive und passive sinkt von 21 auf 18 Jahre.
Am 29. / 30. Juni findet in Ost-Berlin eine Konferenz der kommunistischen Arbeiterparteien Europas Unter den 29 teilnehmenden Parteien befinden sich die italienische und die spanische kommunistische Partei für den Eurokommunismus eintreten. Das Neue Deutschland die Parteizeitung der SED druckt ihre Stellungnahmen im Wortlaut ab.
Bei den Wahlen zur Volkskammer und den Bezirkstagen am 17. Oktober stimmen laut offiziellen Angaben 99 86 für die Einheitsliste der Nationalen Front.
Am 26. Oktober wird die Berliner Ordinarienkonferenz durch Dekret Vatikans zu einer von der Fuldaer Bischofskonferenz Berliner Bischofskonferenz.
Die konstituierende Sitzung der Volkskammer wählt 29. Oktober Willi Stoph zum neuen Vorsitzenden des und Erich Honecker zum Vorsitzenden des Nationalen Gleichzeitig löst Honecker Stoph als Vorsitzender des ab. Horst Sindermann wird Präsident der Volkskammer.
In den Tagen 18. - 21. November findet eine breite Solidarisierung von DDR-Intellektuellen Wolf Biermann statt. Es kommt zu Verhaftungen (u.a. Fuchs). In der DDR-Presse werden Zustimmungserklärungen zur Wolf Biermanns abgedruckt.
Das bundesdeutsche Nachrichtenmagazin " Der Spiegel " veröffentlicht am 2. Januar den ersten Teil eines "Manifest des der demokratischen Kommunisten Deutschlands". Die DDR-Behörden schließen das "Spiegel"-Büro in Ost-Berlin .
Am 6. März führt Erich Honecker ein Gespräch mit dem Vorstand der der Evangelischen Kirchenleitungen in der DDR unter Führung von Bischof Albrecht Schönherr.
Eine Staatsdelegation der DDR besucht von 5. - 8. Juni Paris . Es werden Gespräche über beiderseitige Wirtschaftsbeziehungen
Am 25. Juni ergeht ein bischöfliches Rundschreiben an die mit kritischen Bemerkungen zur Einführung des Wehrkundeunterrichtes den DDR-Schulen.
Rudolf Bahro wird am 30. Juni wegen "geheimdienstlicher Verbindungsaufnahme" zu acht Jahren verurteilt.
Am 26. August startet Sigmund Jähn an der Seite von Waleri Bykowski an Bord der sowjetischen Raumkapsel "Sojus in das Weltall. Er wird von den als "erster Deutscher im All" propagandistisch verarbeitet.
Mit Schuljahresbeginn am 1. September wird in den 9. und 10. der Polytechnischen Oberschulen der Wehrkundeunterrricht eingeführt.
Am 13. Oktober verabschiedet die Volkskammer ein neues Gesetz die Landesverteidigung.
Der DDR-Außenminister Oskar Fischer besucht vom 26. / 27. Oktober Italien . Es wird ein Abkommen über wissenschaftlich-technische geschlossen.
Am 16. Dezember kommt es zu einer Vereinbarung über Bau einer Autobahn Berlin - Hamburg die Instandhaltung der Transitwasserstraße nach West-Berlin und die Wiedereröffnung des Teltow-Kanals.
Am 21. Februar wird eine Verordnung über Tätigkeit von und Korrespondenten anderer Staaten in der DDR
Am 7. April stirbt in Berlin der sozialistische Erzähler Bruno Apitz ("Nackt unter Wölfen").
Ab dem 14. April machen neue Durchführungsbestimmungen zur Verordnung über Tätigkeit von Journalisten in der DDR Interviews Reportagen genehmigungspflichtig und Reisen in die DDR Ost-Berlins meldepflichtig.
Die Volkskammer beschließt am 28. Juni eine Änderung das Wahlgesetzes. Künftig werden Berliner Abgeordneten der Volkskammer direkt gewählt. Das Strafrechtsänderungsgesetz wird verabschiedet. Es enthält Verschärfungen des Strafrechts. Ferner wird eine Ergänzung des Zoll- Devisengesetzes beschlossen.
Das ZK der SED der Ministerrat und der Bundesvorstand des FDGB beschließen am 28. September die Erhöhung der Renten und eine der Sozialleistungen mit Wirkung zum 1. Dezember .
Anlässlich des 30. Jahrestages der DDR Leonid Iljitsch Breschnew der DDR vom 4. - 8. Oktober einen Besuch ab und kündigt den von 20.000 Soldaten und 1.000 Panzern an.
Am 7. November wird Klaus Gysi neuer Staatssekretär für
Die DDR wird am 1. Januar für zwei Jahre nichtständiges Mitglied des UNO -Sicherheitsrates.
Die Einführung der Transitpauschale für den zwischen der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin am 1. Januar in Höhe von 50 Millionen D-Mark jährlich entbindet Bundesbürger und West-Berliner von Straßenbenutzungsgebühren bei Transitreisen.
Am 31. August wird das "Danziger Abkommen" unterzeichnet. Nach in ganz Polen gesteht die Staatsführung die Bildung freier das Streikrecht sowie soziale Verbesserungen zu. In folgenden Tagen wird das Aktionsprogramm der Gewerkschaft Solidarność " ausgearbeitet.
Am 30. Oktober wird der visafreie Verkehr zwischen der und Polen aufgehoben.
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