Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 20. Juni 2019 

Geschichte der Demokratischen Republik Kongo


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Geschichte der Demokratischen Republik Kongo

Inhaltsverzeichnis

Vor- und Frühgeschichte

Die ersten Besiedlungsspuren auf dem Gebiet heutigen Demokratischen Republik Kongo datieren zurück bis Jahr 10.000 v.Chr. Ab 2500 v. Chr. sich in den Regenwaldregionen Einwohner der Jäger- und Sammlergesellschaften der Pygmäen nachweisen bis ca. 500 v.Chr. wandern Sudangruppen und Niloten aus Nord- und Ostafrika und bringen Viehzucht sowie Agrartechniken mit. Ungefähr - 800 n.Chr. dringen Bantu -Völker vom heutigen Nigeria kommend in den Kongo ein.

13. - 18. Jahrhundert

Ab dem 13. Jahrhundert bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden und vergingen auf dem Gebiet heutigen Kongo eine Reihe teils sehr mächtiger darunter Ndongo Luanda und seit dem 15. das Königreich der Luba und seit dem Jahrhundert der Kuba. Das bedeutendste Staatswesen der war aber zu dieser Zeit das Königreich

Das Königreich Kongo

Von der Entstehung bis zum Kontakt mit

Zur Zeit seiner Entdeckung durch die nahm das Königreich Kongo mit seiner Ausdehnung rund 300.000 km² das gesamte westliche Viertel heutigen Kongo sowie Teile des heutigen Nord-Angolas der Republik Kongo ein (zum Vergleich: die wiedervereinigte Bundesrepublik ist knapp 357.000 km² groß).

Das Königreich Kongo entstand vermutlich um Mythischer Gründungsvater war Ntinu Wene (oder Lukeni) vom Reich seines Vaters dem Königreich Vungu in der Provinz Nsundi angekommen sei. Von eroberte er als erstes das Reich der im Norden des heutigen Angola wo er auch zeitweise niederließ. In seinem zweiten eroberten der Provinz Mpemba gründete er Mbanza Kongo neue Hauptstadt des expandierenden Königreichs. Die Königreiche Loango und Ngoy band er vertraglich in Reich ein das somit eine Föderation aus Teilstaaten darstellte neben den 3 genannten noch unmittelbar dem König unterstehende Teilstaat Kongo. Dieser wiederum in die sechs Provinzen Mpemba Sundi Mbata Mbamba und Soyo unterteilt.

Administrativ war das Reich in die Dorf Distrikt Provinz und Teilstaat gegliedert jeweils geführt von einem Beamten ab der Provinzebene auch Berater des Königs Der König wurde als Repräsentant des ganzen von einem Komitee aus 9 - 12 aus den Nachkommen des Königs sprich: den des Gründervaters Ntinu Wene gewählt. Dem König war der 12-köpfige Rat Ne Mbanda der bei wichtigen Entscheidungen wie z.B. der Einsetzung von Beamten der Erklärung von sowie der Öffnung und Schliessung von Strassen Vetorecht besass.

Eine nach dem ersten Erreichen der 1482 durch Diogo Cão entsandte portugiesische Expedition führte 1489 zum ersten europäischen Kontakt mit dem in Mbanza Kongo. Der amtierende König Nkuwu im Gegenzug einen Emissär nach Portugal liess bereits 1491 als João I. taufen (fiel allerdings oder 1494 bereits wieder von dem neuen ab) und erhielt im Gegenzug militärische Hilfe Portugiesen die seine regionale Vormachtstellung konsolidieren half.

Nach dem Tod Nkuwus gab es Machtkampf zwischen dem christlichen Mwemba und seinem Bruder Mpanzu der das Wahlergebnis nicht akzeptierte. der "Schlacht von Mbanza Kongo" konnte sich allerdings gegen seinen Bruder durchsetzen der Legende aber nur mit dem "Beistand Gottes" in von bewaffneten Reitern die vom Himmel herab als Dom Afonso I. übernahm er 1506 Herrschaft über den Kongo.

Afonso I. das Regimento und der Beginn Kolonialisierung

Afonso war um 1456 geboren worden herrschte 37 Jahre lang über den Kongo als jeder andere Herrscher vor oder nach Er betrieb als ein fromm christlicher Herrscher Politik enger Anlehnung an Portugal und verstand europäischen Großmächte als christliche Bruderstaaten. Er begann dem Aufbau eines einheimischen Klerus entsandte Studenten Europa und versuchte europäische Handwerker und Akademiker den Kongo zu holen. Seine Hoffnung war eine forcierte Christianisierung und Kooperation von den und seinem königlichen Standesgenossen Manuel dauerhaft als gleichwertig anerkannt zu werden.

1512 kam es zum sogenannten "Regimento" einer Anweisung an seinen Botschafter. Es sah daß die Portugiesen dem König des Kongo der Organisation seines Reiches beiseite stehen sollten des Aufbaus eines Rechtssystems nach europäischem Muster dem Aufbau eines Heeres. Auch missionarisches Engagement Unterstützung beim Bau von Kirchen sowie die des Hofes in portugiesischer Etikette waren angedacht Gegenzug sollte der Kongo die portugiesischen Schiffe wertvoller Fracht füllen im Schreiben Manuels mit Forderung:

" Diese Expedition hat uns viel gekostet es falsch sie mit leeren Händen zurück nach zu schicken. Obgleich es unser zuvörderster Wunsch Gott zu dienen und den König des zu erfreuen solltet Ihr nichtsdestoweniger ihm in Namen deutlich machen was er zu tun um die Schiffe zu füllen sei es Sklaven Kupfer oder Elfenbein. "

Immer wieder aber musste sich Afonso kurz nach seiner Inthronisation enttäuscht sehen insbesondere gierige und "schamlose" Verhalten der Missionare und aufkommende Sklavenjagd der Portugiesen die keinen Unterschied Sklaven Freien oder sogar Adligen machten führte daß er mehrfach Briefe an den portugiesischen und selbst Emissäre in den Vatikan entsandte des Problems kooperativ Herr zu werden dort er aber kein Gehör. Nach seinem Tod wurde der Kongo zum Umschlagplatz für einen Sklavenhandel der zur Entvölkerung ganzer Landstriche führte das Königreich Kongo begann zu zerfallen.

19. Jahrhundert

Noch existierten eigenständige Staatswesen in der Republik so im Nordosten das Königreich der (1815 - ca. 1895) und im Norden Sultanat der Zandé (ab 1860 - ca.

  • 1876 (September): Gründung der vom belgischen König Internationalen Afrika-Association anlässlich der Internationalen Geographischen Konferenz Brüssel .
  • 1876/1877: Henry Morton Stanley ( 1841 - 1904 ) erforscht den Verlauf des Kongo-Flusses.
  • 1878 (28.11.): Stanley bietet dem belgischen König Leopold II. seine Entdeckungen an. In seinem Auftrag es Stanley 1879-85 durch Verträge mit verschiedenen weite Teile des Kongo zu erwerben. Leopold gründet ein »Comité d’Études du Haut-Congo« das 1882 in »Association Internatonale du Congo« umbenannt
  • 1884 / 85 : Die Kongokonferenz (auch Berliner Konferenz ) zur Regelung der Handels- und Schifffahrtswege Kongo-Gebiet deklariert 1885 das Gebiet als persönliches Leopolds II. von Belgien.
  • 1885 : König Leopold II. erklärt sich zum des Kongo (23.4.) und erlässt eine Verfassung den Kongo-Freistaat . Der Kongo wird Privatbesitz der belgischen Krone . Das Riesenland wird sukzessive kolonisiert und bestehenden Bantureiche zerschlagen. Im Zuge der militärischen Inbesitznahme Territoriums durch Belgien wird auch die lange begonnene christliche Missionierung vorangetrieben was zur Gründung von Schulen Krankenstationen führte.
  • 1891 : Am Unterlauf des Kongo erwarb das Königshaus einen schmalen Zugang zum Atlantik und Kautschukplantagen anlegen. Aus diesem und weiteren Wirtschaftszweigen Elfenbein ) wird ein Staatsmonopol und für die die Zwangsarbeit verordnet.
  • 1892 : In der Provinz Katanga (heute Shaba) mit dem Abbau der Kupfervorkommen begonnen. Durch den Verkauf von Nutzungsrechten Gesellschaften finanzierte König Leopold II. die Erschließung riesigen Kongo (75-mal größer als Belgien). Die verfolgten ihre wirtschaftlichen Ziele mit einer - für damalige Verhältnisse - beispiellosen Rücksichtslosigkeit. Zur Ausbeutung des Bodens und der Rohstoffe griffen Kolonialherren zum Mittel der Enteignung zum Sammeln von Kautschuk Palmöl und Elfenbein wurde die Bevölkerung ebenso zum Gütertransport und Wegebau zwangsweise eingesetzt. Berichte diese menschenunwürdigen Ausbeutungspraktiken die unter dem Schlagwort bekannt wurden alamierten die westlichen Nationen und den belgischen Staat den König zum Verkauf Territoriums zu bewegen.

20. Jahrhundert

  • 1908 : Der Kongo-Freistaat bislang eine Privatdomäne des Königshauses geht als Belgisch-Kongo an den belgischen über. Eine neue Verfassung (Charte Coloniale) verbietet politische Betätigung in der Kolonie. Sie verfügt dass die Regierungsmitglieder nicht gewählt sondern ernannt (bis 1957). Durch die Ausbeutung der Agrarerzeugnisse Palmöl und Kaffee aus einer expandierenden Plantagenwirtschaft sowie der Bergbauprodukte Kupfer Blei Zink und Diamanten gelang es der Kolonialmacht Belgien sich in die Gruppe der einzureihen. Die mächtigen Konzessionsgesellschaften allen voran die Générale" übten bis in die 1960er Jahre großen Einfluss auf die wirtschaftliche politische Entwicklung im Kongo aus.

1910er

  • 1910 (22.3.): Die offizielle Abschaffung der Zwangsarbeit sich angesichts der damit verbundenen hohen Steuerbelastung wirkungslos. Raubwirtschaft andauernde Unterdrückung und Dezimierung der Bevölkerung bestimmen die Szene.
  • 1916 (Juni): Belgien unterstützt die britische Offensive Deutsch-Ostafrika und besetzt Ruanda-Urundi.
  • 1919 (30.5.): Belgien erhält mit Zustimmung Großbritanniens die Verwaltung über Ruanda-Urundi.

1920er

  • 1925 (21.8.) : Das Mandatsgebiet Ruanda-Urundi (heute Ruanda und Burundi ) wird administrativ Belgisch-Kongo angegliedert.
  • 1926 (11.2.): Die Kolonialverwaltung erlässt ein Verbot alle afrikanischen (auch religiösen) Organisationen. Die Maßnahme sich vor allem gegen den um 1921 entstandenen prophetischen Kimbanguismus und den um 1925 entstandenen Kitwala-Kult in denen eine Gefahr die belgische Herrschaft gesehen wird.
  • 1926 : Léopoldville (heute: Kinshasa ) löst Boma als Hauptstadt der Kolonie
  • 1928 Gründung der mächtigen Bergbau- und Finanzfirma Générale".

1930er

  • 1931 : Sezessionsbestrebungen in Katanga der an Mineralstoffen reichsten Provinz der Die weißen Kolonisten widersetzen sich einer Stärkung Zentralgewalt Léopoldvilles und fordern die direkte Unterstellung die belgische Regierung. In einer Verwaltungsreform wird 1933 dennoch eine Provinz innerhalb des Gesamtkongo.

1940er

  • Als Rohstofflieferant für die alliierte Kriegswirtschaft - anderem mit Uran für das US -amerikanische Atombombenprogramm - blühte der Kongo im Zweiten wirtschaftlich auf. Entsprechend wird die Infrastruktur zügig ausgebaut. Erste Ansätze einer Industrialisierung die Verstädterungstendenzen . Die afrikanische Bevölkerung erhält zwar eine und medizinische Versorgung wird aber nicht an Verwaltung beteiligt sodass bis zur Unabhängigkeit keine Führungsfiguren existieren.
  • 1946 (13.12.). Ruanda-Urundi wird als UN -Treuhandschaftsgebiet unter belgischer Verwaltung administrativ vom Kongo Die beiden Teilstaaten werden am 1. Juli 1962 in die Unabhängigkeit entlassen.

1950er

Die autoritäre Kolonialpolitik Belgiens läßt Ende 1950er Jahre den Widerstand der Afrikaner gegen Fremdherrschaft erstarken. Es bildeten sich verschiedene ethnisch-regionale und nationale Bewegungen.

  • 1958 (10.10.): Gründung des Mouvement Nacional Congolais der bedeutendsten schwarzafrikanischen Partei unter der Führung Patrice E. Lumumba .
  • 1959 (13.1.): Unter dem Druck der Weltöffentlichkeit nach Unruhen in der Hauptstadt Léopoldville (heute Kinshasa ) beschließt Belgien die schnelle Dekolonisation.
  • 1959 (Okt.): Lumbumba wird verhaftet und gefoltert am 25.1.1960).

1960er

  • 1960 (25.5.): In ersten freien Wahlen vereinigt MNC die meisten Stimmen auf sich.

Patrice Lumumba

  • 1960 (29.6.): Moïse Tshombé proklamiert die Unabhängigkeit Katangas widerruft diese Androhung seiner Verhaftung jedoch sogleich wieder.
  • 1960 (30.6.) : Die belgische Kolonie Kongo wird als Kongo völlig unvorbereitet in die Unabhängigkeit entlassen. Joseph Kasavubu (1917-1969) von der Alliance des Bakongo wird erster Staatspräsident Patrice E. Lumumba (1925-1961) Ministerpräsident. Beide bemühen sich das trotz aufflammender Meutereien Aufstände und Gewalttätigkeiten zu regieren. Die militärische bleibt in den Händen der Belgier.
  • 1960 (5.-7. Juni): Nach Armeemeutereien gegen das belgische Offizierskorps wird der belgische Oberbefehlshaber und Stab entlassen. Neuer Oberbefehlshaber wird Victor Lundula Joseph Mobutu wird Stabschef. Die überstürzte Afrikanisierung des führt zu einer massenweisen Flucht der Weißen einen Zusammenbruch auch der Zivilverwaltung bewirkt.
  • 1960 (10.7.): Auf Ersuchen Tshombés intervenieren belgische in Elisabethville (heute: Lubumbashi) der Hauptstadt von
  • 1960 (11.7.) : Unter Führung von Moïse Tshombé löst die rohstoffreichste Provinz Katanga (heute Shaba) kurze nach der Unabhängigkeitserklärung mit westlicher Hilfe von Republik Kongo. Es beginnt ein fast dreijähriger in den die UNO eingreift. Katanga verteidigt sich mit Söldnertrupps die UN-Soldaten.
  • 1960 (12.7.): Kasavubu und Lumumba erklären den Krieg mit Belgien .
  • 1960 (14.7.): Die Kongo-Operation ONUC der UNO
  • 1960 (15.7.): Landung weiterer belgischer Truppen in Auch UN-Truppen greifen ein und beginnen mit Entwaffnung der kongolesischen Armee. Die US-Botschaft und UN-Oberkommando in Léopoldville entfalten sich zu den Machtzentren im Lande.
  • 1960 (8.8.): Die Bergbauprovinz Kasai erklärt sich Albert Kalondji (*1919) als Süd-Kasai für unabhängig.
  • 1960 (9.8.): Der UN-Sicherheitsrat beschließt sich aus Konflikten in Katanga und Süd-Kasai herauszuhalten. Die Truppen werden jedoch sukzessive von UN-Verbänden abgelöst
  • 1960 (25./26. August): Die kongolesische Armee besetzt und erobert die Hauptstadt Bakwanga. Kalondji flüchtet Katanga und kehrt mit belgischen Verbänden nach zurück. Ein Gegenangriff der Kongo-Armee missglückt (3.9.).
  • 1960 (6.9.): Nach dem Debakel in Süd-Kasai Staatspräsident Kasavubu Ministerpräsident Lumumba. Neuer Regierungschef wird Ileo (*1922).
  • 1960 (12.9.): Nachdem Lumumba sich mit einem an die UdSSR wendet - und sich damit den des Kommunismus zuzieht - wird er mit amerikanischer von Armeestabschef Joseph-Désiré (später Sese-Seko) Mobuto gestürzt. verbleibt in seinem Amt als Staatschef Lumumba unter Hausarrest gestellt entkommt jedoch.
  • 1960 (14.10.): Antoine Gizenga (*1925) zieht nach (heute: Kisangani) und besetzt mit Unterstützung des Generals Victor Lundula und Teilen der Armee Ostprovinz.
  • 1960 (27.11.): Lumumba flieht aus Léopoldville wird bei Mweka festgenommen und nach Thysville verbracht.
  • 1960 (12.12.): Der Lumumba-Vertraute Antoine Gizenga antwortet der Proklamation einer Gegenregierung in Kisangani / erzielt Erfolge in Kivu und dringt bis das nördliche Katanga vor.
  • 1961 (17.1.) : Nach einer Militärmeuterei in Thysville (13.1.) seiner Verhaftung auf dem Weg nach Kisangani Lumumba und zwei seiner Mitarbeiter ihrem Intimfeind nach Katanga ausgeliefert und dort unter ungeklärten ermordet.
  • 1961 (18.9.): UNO-Generalsekretär Dag Hammarskjöld der sich in Katanga mit Moïse treffen will kommt bei einem Flugzeugabsturz bei (Zambia) ums Leben.
  • 1961 (Dez.): Ende der Sezession Süd-Kasais. Nordkatanga der Zentralregierung Léopoldvilles unterstellt.
  • 1962 (16.1.): Kongo- und UN-Truppen besetzen Stanleyville. Gizenga wird verhaftet.
  • 1963 (14.1.): UN-Truppen beenden die Sezession Katangas. geht ins Exil (14.6.).
  • 1964 (30.6.): Die UN-Truppen verlassen den Kongo. und Amerikaner setzen ihren Kampf gegen Aufständische
  • 1964 (5.7.): Auf Druck europäischer Länder und USA beauftragt Präsident Kasavubu Tshombé mit der
  • 1964 (September-November): Bürgerkrieg in weiten Teilen des Landes.
  • 1965 (13.10.): Kasavubu entlässt seinen Rivalen Tshombé beruft Evariste Kimba (1926-1966) zum neuen Premier jedoch vom Parlament abgelehnt wird (14.10.).
  • 1965 (25.11) : General Mobutu putscht sich an die Macht . Staatschef Kasavubu und Premierminister Kimba werden Oberst Léonard Mulamba (*1928) wird neuer Regierungschef
  • 1966 (22.3.): Mobuto erhebt sich zum Präsidenten übernimmt alle gesetzgeberische Macht.
  • 1967 (30.6.): Der im spanischen Exil lebende Tshombé wird entführt und nach Algerien verschleppt er 1969 stirbt.

1970er

  • 1970 (19.11.) : Mobutus Partei der Mouvement Populaire de Révolution (MPR) erklärt den Einparteienstaat in dem Bürger zu Mitgliedern gemacht werden.
  • 1970 (5.12.): Mobuto übernimmt den Vorsitz des Gerichtshofes.
  • 1970 (23.12.): Der Mouvement Populaire de la (MPR) wird oberstes Staatsorgan.
  • 1971 (27.10.): Umbenennung des Landes in Republik Zaïre .
  • 1974 - 1981 : Fortdauer der politischen Unrast. Zahlreiche Aufstände und militärische Interventionen fremder Söldnertruppen zur Stützung Mobutu-Regimes.

1980er

1990er

  • 1990 : Ende des Einparteiensystems.
  • 1992 -94: Mobutu verhindert mit militärischer Gewalt die den neuen politischen Parteien betriebene Demokratisierung Zaires.
  • 1994 (Juli-August): Nach dem Völkermord in Ruanda Soldaten und Milizionäre des dortigen Regimes zusammen Hunderttausenden von Hutu nach Zaïre.
  • 1996 (September-November): Im Osten Zaïres beginnt eine unter Führung von Laurent-Désiré Kabila (*1939) die militärisch von Ruanda und unterstützt wird.
  • 1997 (16.5.): Sturz der Mobutu-Diktatur durch eine Laurent-Désiré Kabila angeführte Rebellion mit Hilfe zahlreicher Nachbarländer. zieht in Kinshasa ein und erklärt sich neuen Präsidenten (29.5.). Mobutu geht nach Marokko ins Exil wo er am 7. stirbt. Zaïre wird wieder in Kongo umbenannt (mit dem Zusatz »Demokratische Republik«).
  • 1998 (August): Kabila hat gegen von Ruanda Uganda angezettelten Rebellionen zu kämpfen und bricht seinen Nachbarn. Hierbei erhält er Unterstützung von Simbabwe Angola Namibia Tschad und dem Sudan . Ein Putschversuch in Kinshasa scheitert weil Simbabwe und Namibia auf Seiten Kabilas militärisch
  • 1999 (10.7.): Die Regierung Kabila und die unterzeichnen ein Waffenstillstandsabkommen in Sambias Hauptstadt Lusaka aber immer wieder durch Kämpfe gebrochen wird. der Folge zerfällt das Land in mehrere

21. Jahrhundert

  • 2001 (16.1.): Präsident Laurent-Désiré Kabila wird ermordet. Nachfolge tritt sein Sohn Joseph Kabila an am 26.1.). Nach dessen Amtsübernahme wird zunächst Friedensprozess forciert und UN-Blauhelmen die Stationierung entlang Frontlinie zu den Rebellen erlaubt.
  • 2002 (Januar): Ausbruch des Vulkans Nyirangongo nahe der Stadt Goma im des Landes.
  • 2002 (Dezember): Regierung und Rebellen schließen ein in Südafrikas Hauptstadt Pretoria und bildeten im Juli 2003 eine gemeinsame Regierung.
  • 2003 (Mai-Juni): Im Mai 2003 verschärft sich im Distrikt Ituri im der DR Kongo ein seit 1999 schwelender Konflikt zwischen Milizen der Hema- Lendu-Völker. Es kommt zu blutigen Massakern in Hauptstadt Bunia. Daraufhin wird für drei Monate französische Eingreiftruppe mit logistischer Hilfe Deutschlands in Region geschickt ein Einsatz der im September wieder zu Ende geht.
  • 2003 (Juli): In Kinshasa nimmt die gemeinsame der bisherigen Kriegsparteien ihre Arbeit auf. Für Jahr 2005 werden erste demokratische Wahlen in Geschichte des Landes anberaumt.

Literatur

  • "Kongo - Geschichte eines geschundenen Landes" Heute 55 - Länderheft" Hamburg 2004
  • Adam Hochschild "Schatten über dem Kongo Die Geschichte eines fast vergessenen Menschheitsverbrechens" Reinbek
  • Michaela Wrong "Auf den Spuren von Kurtz. Mobutus Aufstieg und Kongos Fall" Berlin
  • Ludo De Witte "Regierungsauftrag Mord. Der Lumumbas und die Kongo-Krise" Leipzig 2001
  • George Nzongola "Ntalaja The Congo from to Kabila. A People's History." London / York 2002

Weblinks



Bücher zum Thema Geschichte der Demokratischen Republik Kongo

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Geschichte_der_Demokratischen_Republik_Kongo.html">Geschichte der Demokratischen Republik Kongo </a>