Die frühe Besiedlungsgeschichte des Elsass ist vergleichbar mit der der Gebiete Südwestdeutschland:
Erste Spuren für eine Bevölkerung können durch das feuchte Habitat) für die Bronzezeit nachgewiesen werden.
Vermutlich bildeten die Kelten die ersten nachweisbaren Siedler.
Im 5. Jahrhundert v. Chr. trifft ein letzter keltischer Bevölkerungsstrom von Donau her in der Region ein. Als der Epoche wertet man die Heidenmauer (mur sowie den Odilienberg (Mont Saint Odile).
58 v. Chr. Julius Caesar erobert die Region. Die wird mit Militärlagern befestigt. Es wird angenommen die Römer als Erste in der Region anbauten um es als Handelsgut zu verwenden. Elsass wird ein Teil der römischen Provinz Germania Superior .
Um Christi Geburt wird die Bevölkerung als mehrheitlich keltisch eingestuft.
Die Römer/Kelten werden ab dem 3. Jahrhundert (evtl. auch 4./5. Jhdt.) durch den suebischen Alemannen abgelöst (Ortsnamen: ~ingen). 406 / 407 fand die endgültige Eroberung statt.
610 Der Begriff Elsass taucht als Alesaciones erstmals beim Chronisten Fredegar auf.
Die Herkunft des Wortes Elsass ist zweifelsfrei geklärt. Eine häufige Erklärung leitet den von dem Flüsschen Ill ab das sich fast durch das Elsass zieht. Der Fluss soll zur Römerzeit Namen Ello getragen haben. Jene Alemannen die rechts und links der Ill niederließen d.h. sesshaft wurden bezeichneten sich selbst als die Ill-Sassen bzw. Ello-Sassen also die an der "Ill Sesshaften" der Landschaftsname Elsass entstanden sein soll.
843 Das Elsass fällt durch den von Verdun an das Mittelreich von Lothar so genannte Lotharingien . Es liegt somit in der Mitte den romanisch- und den germanischsprechenden Ländern.
870 Vertrag von Mersen: Das Elsass an das Ostfränkische Reich als Teil des Schwaben.
Friedrich II. gründet etwa ein Dutzend Städte und ein zentrales Landgericht sowie eine zentrale Verwaltung Haguenau ein. Der Bischof von Straßburg (Sitz dem 4. Jhdt.) wird zum Verwalter ernannt.
1262 Straßburg erhält den Status einer Reichsstadt.
1299 wird das Elsass als Mitgift die Schwester des französischen Königs Philipps des Schönen für die Heirat mit dem Sohn deutschen Königs Albrechts I. von Habsburg benannt doch die Heirat scheitert.
1307 der Graf von Mömpelgard (Montbéliard) die Herrschaft über die Stadt Belfort .
1444 französische Truppen beziehen im Elsass in Lothringen Winterquartier und fordern die Unterwerfung Metz und Straßburg .
Frieden von St. Omer. Das Oberelsass von Herzog Sigismund dem Münzreichen an Karl den Kühnen Herzog von Burgund verkauft. Die Steuern gehen an den Kaiser.
1477 Karl der Kühne stirbt in der Schlacht bei Nancy. fällt seiner Tochter Maria als Erbe zu. heiratet den Habsburger Kaiser Maximilian I. und bringt damit unter anderen das Elsass (incl. Belfort aber ohne die Reichsstädte)
1515 Die Stadt Mülhausen schließt sich Schweizerischen Eidgenossenschaft an. Sie bleibt dort bis 1798.
Seit 1639 bis 1945 wechselte in Folge von Kriegen das mehrmals zwischen deutscher und französischer Herrschaft:
1639 eroberten französische Truppen das Elsass. kamen damit den spanischen Habsburger zuvor die an dem Land interressiert waren da sie direkten Zugang zu den Niederlanden wünschten.
1646 verkauften die Habsburger für 1.200.000 den im Oberelsass gelegenen Sundgau an Frankreich - das ihn bereits hielt um damit militärische Massnahmen (gegen Ungarn und Feinde im Westen) zu finanzieren.
1648 Im sogen. Westfälischen Frieden wird Rhein vertraglich zur Grenze Sundgau und 10 gehen an Frankreich. Durch nicht eindeutige Vertragsgestaltung das Elsass allerdings eine gewisse Eigenständigkeit. Dieses wird gelegentlich dem kaiserlichen Bevollmächtigten Isaac Volmer ehemaligen Kanzler des Elsass zugeschrieben.
1681 Eroberung durch den französischen König XIV. Straßburg wird von Frankreich annektiert.
1671-1711 Viele Wiedertäufer fliehen aus der Schweiz ins Elsass. Der Ursprung ist zumeist Kanton Bern. Straßburg wird so zum Zentrum frühen Wiedertäufer-Bewegung.
1697 Frieden von Rijswijk. Das Elsass bei Frankreich.
Anfang des 18. Jahrhunderts wandern zehntausende Elsässer in die menschenleeren des ehemaligen Süd ungarn vorwiegend Banat und Batschka. Diese Gebiete waren zuvor die Habsburger von den Türken zurückerobert worden.
1789 Französische Revolution. Aufteilung des Elsass die Départements Ober- und Unterrhein ( Haut-Rhin und Bas-Rhin ). Die Elsässer stellen sich gegen die Jakobiner. Teile der Bevölkerung gehen ins vorläufige Taufe und Heirat der Sundgauer Bevölkerung werden meist während der Wallfahrten nach Mariastein bei Basel vorgenommen.
1803/04 und 1808 Massenauswanderungen nach Russland insbesondere Rückkehrer die enteignet wurden.
1814/15 Besetzung des Elsass durch Napoleons Truppen.
bis 1846 Bevölkerungsexplosion Hungersnöte Auswanderungswellen nun nach Amerika insbesondere in die Republik Texas : Castroville Stephen Austin.
1914-1918 Erster Weltkrieg. Massive Kampfhandlungen.
1919 Nach dem verlorenen Krieg wird Reichsland Elsass-Lothringen durch den Vertrag von Versailles wieder vom Deutschen Reich getrennt und an Frankreich angeschlossen.
1939-1945 Zweiter Weltkrieg.
1940 Nach der Niederlage Frankreichs zu des II. Weltkriegs wird das Elsass trotz Friedensvertrages mit Frankreich faktisch bereits wie deutsches behandelt. Eine formelle Eingliederung findet bis Kriegsende nicht mehr statt. Als Chef der Zivilverwaltung wird der nationalsozialistische Gauleiter der NSDAP in Baden Robert Wagner eingesetzt. Über 140.000 junge deutschstämmige Elsässer Lothringer) werden zwangsweise zur Wehrmacht eingezogen obwohl die französische Staatsangehörigkeit besitzen. Mit der Einberufung Wehrmacht oder Waffen-SS erwerben sie automatisch die Staatsangehörigkeit.
1944-1945 Besetzung durch die alliierten Streitkräfte damit Befreiung vom nationalsozialistischen Joch.
1945 wird das Elsass wieder Teil französischen Republik.