Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Das Internet ist mediengeschichtlich eine Anomalie . Übliche Modelle der Medien- wie der allgemein laufen vom Labor über die Entwicklung zur Anwendungsreife bis zur gesellschaftlichen Implementierung entweder als staatliche Militär- oder Verwaltungskommunikation wirtschaftliches Kontroll- und Steuerungsinstrument oder als Massenprodukt Individualkommunikation oder Massenmedien . Anders hingegen im Falle von akademischen Datennetzen . Hier gab es in den ersten keine Trennung zwischen Erfindern Entwicklern und Anwendern.
Die Informatik hat im Netz nicht nur ihren sondern zugleich ihr Kommunikations- und Publikationsmedium. Es gleichzeitig Infrastruktur und Entwicklungsumgebung die von innen heraus ausgebaut wird. Innovationen werden von den Entwickler-Anwendern in der Betaversion d.h. ohne Garantie und auf eigene in die Runde geworfen von den Kollegen und weiterentwickelt. Darüber hinaus stellt sie den zunehmend computerisierten Wissenschaften die gleiche Infrastruktur zur Verfügung. Der Zugang zu Rechenressourcen Austausch innerhalb einer weltweiten Community von Fachkollegen das zur Diskussion Stellen Pre-Prints die Veröffentlichung von Konferenzreferaten und Datenbanken Internet all dies gehört seit den 80er-Jahren zu den täglichen Praktiken in der Physik und Astronomie der Informatik selbst und auch in den »weicheren« Wissenschaften. Schließlich ist Weiterreichen der Grundwerkzeuge an die Studierenden Teil wissenschaftlichen Lehre. Da das Netz anders als meisten Laborgeräte keinen eng definierten Anwendungsbereich hat eben Medium ist kommen hier auch studentische und Freizeitkulturen auf eine brisante Mischung aus und Hobbyismus Science und Science Fiction Hackern und Hippies.
Die Geschichte des Internet lässt sich grob in drei Phasen in der Frühphase ab Mitte der 60er-Jahre werden die Grundlagen gelegt die Technologie und zur Anwendungsfähigkeit entwickelt. Zeitgleich mit dem von der militärischen zur akademischen Forschungsförderung Ende 70er Jahre begann das Wachstum und die internationale des Internet. In dieser Zeit gedieh das gemeinhin mit der »wilden Phase« des ursprünglichen assoziiert wird: eine Tauschökonomie für Software und eine graswurzel-basierte Selbstorganisation emergierende Communities und der Geist der jede Schließung jede Beschränkung des und des freien Informationsflusses zu umgehen weiß. 1990 wurde das ARPANET abgeschaltet es begann die kommerzielle Phase Internet.
In den späten 50er-Jahren leitete J. C. R. Licklider eine beim US-Rüstungslieferanten Bolt Beranek and Newman (BBN) die auf einer PDP-1 einem der Firma Digital Equipment Corporation ( DEC ) eines der ersten Time-Sharing-Systeme bauten. Computerhersteller die meisten Vertreter des Informatik-Establishments waren der dass Time-Sharing eine ineffiziente Verwendung von Computerressourcen und nicht weiter verfolgt werden solle. Lickliders war umgekehrt dass Rechner für eine Echtzeit-Interaktion »kooperatives Denken mit einem Menschen« zu schnell zu kostspielig seien weshalb sie ihre Zeit vielen Nutzern aufteilen müssten. Licklider war auch Architekt des MAC-Projektes ( Multiple-Access Computer oder Machine-Aided Cognition oder Man Computer ) am Massachusetts Institute of Technology ( MIT ). 1962 wechselte er von BBN zur Advanced Research Projects Agency ( ARPA ) des US-Verteidigungsministeriums wo er Leiter des Command and Control Research wurde das er sogleich in Information Processing Techniques Office (IPTO) umbenannte.
Seine Erfahrungen mit Time-Sharing-Systemen erlaubten es eine Neudefinition vom Computer als Rechenmaschine zum als Kommunikationsgerät vorzunehmen. Als Leiter des ARPA-Forschungsbereiches er nun in die Lage versetzt diesen in der Netzplanung zur Wirkung zu bringen:
»Das ARPA-Leitmotiv ist dass die Möglichkeiten die Computer als Kommunikationsmedium zwischen Menschen bietet die Anfänge des Computers als einer Rechenmaschine in Schatten stellen. [...] Lick war einer der die den Gemeinschaftsgeist wahrnahmen der unter den des ersten Time-Sharing-Systems entstand. Indem er auf Gemeinschaftsphänomen hinwies das zum Teil durch den Zugriff auf Ressourcen in einem Time-Sharing-System aufkam Lick es leicht sich eine Verbindung zwischen Gemeinschaften vorzustellen die Verknüpfung von interaktiven Online-Gemeinschaften Menschen ...«
Zeitgleich findet ein telekommunikationstechnischer Paradigmenwechsel von leitungsorientierten zu paketvermittelten Konzepten statt. geht auf parallele Arbeiten von Paul Baran der RAND Corporation (der erste Think Tank 1946 von der U.S. Air Force gegründet) und von Donald Watts Davies National Physical Laboratory in Middlesex England zurück. Die Zerlegung Kommunikationen in kleine Datenpakete die mit Ziel- Absenderadresse versehen »autonom« ihren Weg durch das finden war Voraussetzung für die verteilte dezentrale des Internet. Sie war auch der Punkt dem die Geister der Computer- und der sich schieden.
Die Telefonbetreiber der Zeit waren durchaus Datenkommunikation sowie an der Paketvermittlung interessiert nachdem nachgewiesen worden war dass Technik nicht nur überhaupt machbar war sondern sie die vorhandene Bandbreite viel wirtschaftlicher nutzte die Leitungsvermittlung doch die vorrangigen Designkriterien der Monopole waren flächendeckende Netzsicherheit Dienstequalität und Abrechenbarkeit. sahen sie nur durch ein zentral gesteuertes mit dedizierter Leitungsnutzung für jede einzelne Kommunikation
Die Telekommunikationsunternehmen vor allem in England Italien Deutschland und Japan unterlegten daher den unberechenbaren Paketflüssen eine Kanalstruktur«. Auch in diesem System werden Pakete Verbindungen auf derselben physikalischen Leitung ineinandergefädelt aber bis zu einer Obergrenze bis zu der Kapazität für jede einzelne Verbindung gewährleistet werden Außerdem ist dieses Netz nicht verteilt sondern zentrale Vermittlungsstellen geschaltet. Die Spezifikationen dieses Dienstes im Rahmen der Internationalen Telekommunikations-Union ( ITU ) verhandelt und 1976 unter der Bezeichnung X.25 standardisiert. Die Bundespost bot ihn unter dem Namen Datex-P Damit ist der Gegensatz aufgespannt zwischen einem Netz das aus einem militärischen Kalkül heraus einzelnen Knoten dezentral wuchert und einer hierarchischen Struktur die zentral geplant und verwaltet wird.
Die ARPA-Forschungsabteilung unter Licklider schrieb die Bestandteile des neuen Netzes aus. Das Stanford Research Institute (SRI) erhielt den Auftrag die Spezifikationen das neue Netz zu schreiben. Im Dezember 1968 legte das SRI den Bericht »A Study of Computer Network Design Parameters« vor. Zur selben Zeit arbeitete Doug Engelbart und seine Gruppe am SRI bereits computergestützten Techniken zur Förderung von menschlicher Interaktion. wurde entschieden dass das SRI der geeignete sei ein Network Information Center ( NIC ) für das ARPAnet einzurichten. Die DARPA -Ausschreibung für ein Network Measurement Center ging an die University of California in Los Angeles (UCLA) wo Leonard Kleinrock arbeitete der Doktorarbeit über Warteschlangentheorie geschrieben hatte. Ebenfalls im arbeiteten damals Vinton G. Cerf Jon Postel und Steve Crocker.
Den Zuschlag für die Entwicklung der genauer eines Interface Message Processors (IMP) erhielt BBN. Dort arbeitete u.a. Robert E. Kahn der vom MIT gekommen war und auf den ein der Architektur des Internet zurückgeht. Die IMPs der heutigen Router hatten die Aufgabe die niedrigste Verbindungsschicht den über Telefonleitungen vernetzten Rechnern ( Hosts ) herzustellen. Die ersten IMPs wurden im 1969 ausgeliefert.
Der Startschuss zum Internet fiel im 1969 als die ersten vier Großrechner in UCLA im SRI der University of California in Santa Barbara (UCSB) und der University of Utah miteinader verbunden wurden.
Bereits ein halbes Jahr vorher war erste von Tausenden von Request for Comments -Dokumenten ( RFCs ) erschienen die die technischen Standards des spezifizieren. Diese Standards werden nicht im Duktus Gesetzes erlassen sondern als freundliche Bitte um Steve Crocker Autor des ersten RFC begründete Form damit dass die Beteiligten nur Doktoranden jede Autorität waren. Sie mussten daher einen finden ihre Arbeit zu dokumentieren ohne dass schien als wollten sie irgendjemandem etwas aufoktroyieren einer Form die offen für Kommentare war. können von jedem erstellt werden. Sie sind Diskussionspapiere gedacht mit dem erklärten Ziel die des Geschriebenen zu brechen. Neben den meist Texten werden auch die Philosophie (z. B. 1718) die Geschichte (RFC 2235) und die des Netzes aufgezeichnet und zuweilen sogar gedichtet 1121). Die freie Verfügbarkeit der Spezifikationen und dazugehörigen Referenzimplementationen waren ein Schlüsselfaktor bei der des Internet. Aus dem ersten RFC ging Jahr später das Network Control Protocol ( NCP ) hervor ein Satz von Programmen für Host-Host-Verbindung das erste ARPANET-Protokoll.
1971 bestand das Netz aus 14 Knoten wuchs um einen pro Monat. Nach Fertigstellung NCP und Implementierung für die verschiedenen Architekturen jetzt die höheren Dienste Telnet (RFC 318) und FTP ( File Transfer Protocol RFC 454). Ray Tomlinson von BBN ein E-Mail-Server -Programm für das ARPANET und erfand die Larry Roberts schrieb hierfür einen Mail-Client .
Das Netzwerk konnte sich sehen lassen. war Zeit für eine erste öffentliche Demonstration 1972 auf der International Conference on Computer Communications in Washington stattfand. Im Keller des wurde ein Paketvermittlungsrechner und ein Terminal Interface Processor (TIP) installiert der anders als ein den Input von mehreren Hosts oder Terminals konnte. Angeschlossen waren 40 Maschinen in den USA. Zu den Demonstrationen gehörten interaktive Schachspiele die Simulation eines Lufverkehrskontrollsystems. Berühmt wurde die zwischen ELIZA Joseph Weizenbaums künstlich-intelligentem Psychiater am MIT und PARRY paranoiden Programm von Kenneth Colby an der Universität. Teilnehmer aus England Frankreich Italien und Schweden waren dabei. Vertreter von AT&T besuchten die Konferenz verließen sie jedoch tiefer Verwirrung. Im selben Jahr starteten Projekte radio- und satellitengestützte Paketvernetzung Letztere mit Instituten Norwegen und England . Bob Metcalfe umriss in seiner Doktorarbeit der Harvard-Universität das Konzept für ein Local Area Network ( LAN ) mit multiplen Zugangskanälen das er Ethernet nannte. Am Xerox PARC entwickelte er das Konzept weiter bevor später 3COM gründete.
ARPANET SATNET und das Radionetz hatten verschiedene Paketgrößen Kennzeichnungen und Übertragungsraten was es schwierig sie untereinander zu verbinden. Bob Kahn der BBN an die DARPA ging und Vint Cerf der jetzt an der Stanford-Universität unterrichtete begannen ein Protokoll zu entwickeln verschiedene Netze miteinander zu verbinden. Im Herbst 1973 stellten sie auf einem Treffen der International Network Working Group in England den ersten Entwurf zum Transmission Control Protocol ( TCP ) vor. Im Jahr darauf wurde TCP an der Stanford-Universität bei BBN und dem University College London (Peter Kirstein) implementiert.
»Somit waren die Bemühungen die Internet-Protokolle zu von Anfang an international« (Cerf 1993).
Es folgten vier Iterationen des TCP-Protokollsatzes. letzte erschien 1978 .
1974 startete BBN Telenet den ersten öffentlichen Datenkommunikationsdienst eine kommerzielle Version des ARPANET. Aufgrund DARPA-Förderung besaß BBN kein exklusives Recht am für die IMPs und TIPs. Andere neue forderten BBN auf ihn freizugeben. BBN sträubte zunächst da der Code ständig verändert würde ihn jedoch 1975 frei.
Mit der Forschungsförderung für die Implementierung TCP hatte die DARPA ihre initiale Mission erfüllt. 1975 wurde die Verantwortung für das ARPANET die Defense Communications Agency (später umbenannt in Defense Information Systems Agency ) übertragen. BBN blieb der Auftragnehmer für Betrieb des Netzes doch militärische Sicherheitsinteressen wurden wichtiger. Zusätzlich zur DARPA förderte auch die Science Foundation (NSF) die Forschung in Informatik Netzwerken an rund 120 US-amerikanischen Universitäten. Weitere wie das Energieministerium und die NASA starteten eigene Netzwerke.
Anfang 1975 verfügte das ARPANET über 61 Knoten. erste Mailingliste wurde eingerichtet. Zusammen mit den RFCs Mailinglisten zum wichtigsten Mittel der offenen Kooperation technischen Community. In der beliebtesten Liste dieser diskutierte man jedoch über Sciencefiction. Der Jargon File ein Wörterbuch der Hacker-Kultur zusammengestellt von Finkel wurde zum ersten Mal publiziert natürlich Netz.
UUCP ( Unix to Unix Copy ) wurde 1976 an den AT&T Bell Labs entwickelt als Teil der Unix Version 7 verbreitet. Einrichtungen die sich keine Standleitung konnten ermöglichte es UUCP über Wählerverbindungen auf Telefonleitungen Daten mit Rechnern am ARPANET auszutauschen.
Das neue netzwerkverbindende TCP wurde im 1977 erstmals in einem aufwändigen Versuchsaufbau demonstriert. Übertragungsstrecke begann mit einem mobilen Paketsender in fahrenden Auto auf dem San Francisco Bayshore Freeway lief zu einem Gateway bei BBN über das ARPANET über Punkt-zu-Punkt-Satellitenverbindung nach Norwegen von dort via Landleitung nach London zurück über das Atlantic Packet Satellite Network (SATNET) ins ARPANET und schließlich zum der University of Southern California :
»Was wir also simulierten war jemand auf mobilen Kriegsschauplatz der sich über ein kontinentales bewegt dann über ein interkontinentales Satellitennetz und zurück in ein Leitungsnetz und zum Hauptrechenzentrum nationalen Hauptquartiers geht. Da das Verteidigungsministerium dafür haben wir nach Beispielen gesucht die für militärisches Szenario interessant sein könnten« (Cerf 1993).
Seit Mitte der 70er-Jahre wurden Experimente zur paketvermittelten Sprachübertragung durchgeführt. ist auf zuverlässige Übertragung ausgelegt. Pakete die gehen werden erneut geschickt. Im Falle von ist jedoch der Verlust einiger Pakete weniger als eine Verzögerung. Aus diesen Überlegungen heraus 1978 TCP und IP getrennt. IP spezifiziert das User Datagram Protocol ( UDP ) das noch heute zur Sprachübertragung verwendet (vgl. ebd.). Damit wird 1978 das ARPANET-Experiment beendet. Im Abschlussbericht heißt es:
»Dieses ARPA-Programm hat nichts weniger als eine in der Computertechnologie hervorgebracht und war eines erfolgreichsten Projekte das die ARPA je durchgeführt Das volle Ausmaß des technischen Wandels der diesem Projekt ausgeht wird sich vielleicht erst vielen Jahren ermessen lassen.«
Einer der Pioniere erinnert sich an entscheidenden Faktoren:
»Für mich war die Teilnahme an der des ARPANET und der Internetprotokolle sehr aufregend. entscheidender Grund dafür dass es funktionierte ist Meinung nach dass es viele sehr kluge gab die alle mehr oder weniger in Richtung arbeiteten angeführt von einigen sehr weisen in der Förderungsbehörde. Das Ergebnis war dass Gemeinschaft von Netzwerkforschern entstand die fest daran dass unter Forschern Zusammenarbeit mächtiger ist als Ich glaube nicht dass ein anderes Modell dahin gebracht hätte wo wir heute stehen.«
Um die Vision eines freien und Netzes fortzuführen richtete Vint Cerf 1978 noch DARPA aus das Internet Configuration Control Board (ICCB) unter Vorsitz von Dave Clark MIT ein. 1983 trat das Internet Activities Board ( IAB ) (nach der Gründung der Internet Society umbenannt in Internet Architecture Board ) an die Stelle des ICCB.
Für die eigentliche Entwicklungsarbeit bildeten sich 1986 unter dem IAB die Internet Engineering Task Force ( IETF ) und die Internet Research Task Force ( IRTF ). Anders als staatliche Standardisierungsgremien oder Industriekonsortien die IETF - »nach Gesetz und Gewohnheitsrecht« ein offenes Forum. Mitglied kann jeder werden er eine der etwa 100 aufgabenorientierten Mailinglisten und sich an den Diskussionen beteiligt.
»Theoretisch erhält ein Student der ein technisch Anliegen in Bezug auf ein Protokoll anspricht sorgfältige Beachtung oder mehr als jemand von Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen der sich Sorgen über die Auswirkungen seine ausgelieferten Systeme macht« (Alvestrand 1996 S. 61).
Alle Arbeit mit Ausnahme des Sekretariats unbezahlt und freiwillig.
Die Entwicklungsarbeit innerhalb der IETF gehorcht begrenzten Anspruch. Die Ergebnisse müssen ein anstehendes möglichst direkt und gemäß einer Hacker -Ästhetik von Eleganz möglichst einfach und kompakt Sie müssen mit den bestehenden Strukturen zusammenarbeiten Anschlüsse für mögliche Erweiterungen vorsehen. Da es scharf umrissene Mitgliedschaft gibt werden Entscheidungen nicht Abstimmungen getroffen. Das Credo der IETF lautet:
»Wir wollen keine Könige Präsidenten und Wahlen. glauben an einen groben Konsens und an Code.«
Wenn sich ein interessantes Problem und Freiwillige finden wird diskutiert ein ablauffähiger Code für alternative Lösungsansätze geschrieben und solange getestet sich ein Konsens herausbildet. Wenn dies nicht das Verfahren auf unlösbare Probleme stößt oder Beteiligten das Interesse verlieren kann ein Standard auch vor seiner Verabschiedung stecken bleiben. oder Code werden in jeder Phase der im bewährten RFC-Format für jeden Interessierten zugänglich Dies führt dazu dass sie frühzeitig von Vielzahl von Anwendern unter den unterschiedlichsten Bedingungen werden und diese breiten Erfahrungen in den eingehen bevor ein Standard offiziell freigegeben wird. Standards sind offen und frei verfügbar. Anders im ISO-Prozess können von den an der Beteiligten keine Patente erworben werden und anders die ISO finanziert sich die IETF nicht dem Verkauf der Dokumentation von Standards. Der Weiterentwicklung dieses Wissens steht somit nichts im
Eine weitere Internet-Institution ist das CERT . 1988 legte der außer Kontrolle geratene Morris-Wurm ein ausgerechnet vom Sohn eines führenden losgelassenes virusartiges Programm 6.000 der inzwischen 60.000 am Internet lahm. Daraufhin bildet die DARPA Computer Emergency Response Team (CERT) um auf zukünftige Zwischenfällen dieser reagieren zu können.
Die 1990 von Mitch Kapor gegründete Electronic Frontier Foundation (EFF) ist keine Internet-Institution im engeren doch als Öffentlichkeits- und Lobbyingvereinigung zur Wahrung Bürgerrechte im Netz hat sie in den USA eine bedeutende Rolle gespielt.
Als Dachorganisation für alle Internetinteressierten und die bestehenden Gremien wie IAB und IETF u.a. Vint Cerf und Bob Kahn 1992 die Internet Society ( ISOC ).
Im Jahr darauf etablierte die NSF InterNIC ( Network Information Center ) das bestimmte Dienste in seinem Aufgabenbereich Dritte ausschrieb nämlich Directory- und Datenbankdienste an Registrierungsdienste an Network Solutions Inc. und Informationsdienste General Atomics/CERFnet.
Auf Initiative von Larry Landweber erarbeiteten verschiedener Universitäten (darunter Peter Denning und Dave die Idee eines Informatik-Forschungsnetzes (CSNET). Ein Förderungsantrag die NSF wurde zunächst als zu kostspielig Auf einen überarbeiteten Antrag hin bewilligte die 1980 dann fünf Millionen Dollar über einen von fünf Jahren. Das Protokoll das die Subnetze des CSNET verbindet ist TCP/IP . 1982 wurde beschlossen dass alle Systeme auf ARPANET von NCP auf TCP/IP übergehen sollen obgleich davon nur einige hundert Computer und Dutzend Netze betroffen waren keine einfache Operation RFC 801).
CSNET und ARPANET wurden 1983 verbunden doch US-amerikanische Wissenschaftler klagten dass Supercomputer des Landes nicht zugänglich seien. Astrophysiker nach Deutschland reisen um einen in den hergestellten Supercomputer verwenden zu können. Im Juli 1983 gab daraufhin eine NSF-Arbeitsgruppe einen Plan ein National Computing Environment for Academic Research heraus. Die Supercomputer-Krise führte zur Verabschiedung Etats von 200 Millionen Dollar für die von Supercomputer-Zentren an verschiedene Universitäten und des Das NSFnet startete 1986 mit einem landesweiten 56 Kbps-Backbone der auf 1 5 Mbps- und 1989 auf 44 7 Mbps-Leitungen ausgebaut wurde. der Zeit planten Bob Kahn und Vint Cerf bereits ein Versuchsnetz mit 6 Gigabit Sekunde. Um den NSFnet-Backbone herum entwickelte sich ganze Reihe NSF-geförderter regionaler Netzwerke. Von Anfang 1986 bis Ende 1987 stieg die Gesamtzahl der Netzwerke am von 2.000 auf beinahe 30.000.
Neben TCP/IP wurden weiterhin proprietäre Protokolle aber es entstanden auch neue offene Protokolle. wichtigste darunter ist das BITNET ( Because It's Time NETwork ) das 1981 als ein kooperatives Netzwerk an der City University of New York startete und die erste Verbindung an Yale-Universität legte. Zu den Eigentümlichkeiten von BITNET z. B. dass es die Dateiübertragung per realisiert. 1987 überschritt die weltweite Zahl der BITNET-Hosts
TCP/IP wurde zum de facto Standard die Anerkennung als offizieller Standard blieb ihm Ein Irrweg in der Netzwerkentwicklung begann als International Standards Organization ( ISO ) ab 1982 ein Referenzmodell für einen eigenen verbindungsorientierten namens Open Systems Interconnection ( OSI ) entwickelte. Im Gegensatz zum horizontalen Prozess Internetcommunity beruht das Standardisierungsverfahren der ISO auf vertikalen mehrschichtigen Prozess aus Vorschlägen Ausarbeitungen und der zwischen den nationalen Standardisierungsorganisationen den Arbeitsgruppen schließlich dem Plenum der ISO hin- und Dabei sollen alle Interessen berücksichtigt werden. Der soll in einem theoretischen Sinne vollständig sein. soll zugleich rückwärts kompatibel und abstrakt genug um zukünftige Entwicklungen nicht zu verbauen. Durch begrenzte Zirkulation in den am Verfahren beteiligten werden Standards auch nur begrenzt getestet bevor verabschiedet werden. Ist ein Standard endlich verabschiedet er von der Technologie oft genug schon OSI hat sich nie sehr weit von Papierkonzepten in den praktischen Computereinsatz hinein entwickelt gilt heute als gescheitert. Bis in die 90er-Jahre hinein dekretierten die Forschungs- und Technologiebehörden Länder darunter Deutschland und Japan jedoch dass OSI das offizielle und das einzige Netzwerkprotokoll sei in das Forschungsmittel Selbst die US-Regierung schrieb noch 1988 vor dass alle Rechner die für Einsatz in staatlichen Stellen angekauft werden OSI müssen und erklärte TCP/IP zu einer »Übergangslösung«.
1983 beschloss das US-Verteidigungsministerium das Netz in öffentliches ARPANET und das vertrauliche MILNET aufzuteilen. 45 der 113 Host-Rechner blieben im ARPANET Die Zahl der an diese Hosts angeschlossenen war natürlich viel größer vor allem durch Übergang von Time-Sharing-Großrechnern hin zu Workstations in Ethernet-LAN. Jon Postel wies den einzelnen miteinander verbundenen Netzen Nummern zu dann entwickelte er zusammen mit Paul Mockapetris und Craig Partridge das Domain Name System ( DNS ) mit einem ersten Name-Server an der University of Wisconsin der Namen in Nummern übersetzt. Gleichzeitig er das heute übliche »user@host.domain«-Adressierungsschema. Das neue institutionalisierte sich 1988 mit der Internet Assigned Numbers Authority ( IANA ) deren Direktor Postel wurde.
1981 begann Bill Joy an der Berkeley-Universität mit einem Forschungsauftrag der DARPA die in die dort gepflegte freie Version des Unix zu integrieren. Sie wurden im August 1983 in der BSD (Berkeley Systems Distribution)-Unix-Version 4.2 veröffentlicht. Die von Computer und Netz waren verschmolzen. Nicht deshalb begannen viele Computerunternehmen wie z. B. von Joy mitgegründete Sun Microsystems BSD zur Basis ihrer Workstations zu Die freie Software 4.2BSD verbreitete sich rasch. von Entwicklern in der ganzen Welt übernahmen und legten so die Grundlage für das globale Internet. 1977 waren mit dem Tandy TRS-80 und Commodore Pet die ersten Computer für den auf den Markt gekommen Steve Wozniak und Steve Jobs kündigten den Apple II an. Der IBM-PC folgte 1981 und kurz darauf die ersten IBM Durch die billigen Kleinstrechner und ihre Fähigkeit Modem zu kommunizieren betrat eine neue Generation Nutzerkulturen die Informatik- und Netzwelt.
Die Integration von TCP/IP und lokalen trieb die Ausbreitung des Internet voran. Ethernet-Karten auch für PCs verfügbar. Anfang der 80er-Jahre Studenten von Professor David Clark am MIT ersten TCP/IP-Stapel (Stack) für MS-DOS . Der Quellcode für PC/IP und einige Netzapplikationen verbreiteten sich rasch und inspirierte viele den PC für das Internet zu erschließen. das Betriebssystem DOS nicht multitasking-fähig ist konnte PC/IP nur einzige Verbindung (ein Socket) unterstützen. Für einige (wie Telnet) stellt die Beschränkung kein Problem FTP dagegen benötigt zwei Verbidungen gleichzeitig einen und einen Datenkanal. Phil Karn damals bei Bell Labs beschäftigt begann 1985 einen neuen TCP/IP-Stack zu schreiben bei er Multitasking innerhalb der Applikation realisierte - waghalsiger Trick der aber funktionierte. Für CP/M entwickelt portierte Karn den Code bald DOS und da er ein leidenschaftlicher Funkamateur war überarbeitete er ihn außerdem für Verwendung über Packet Radio . Unter dem Namen seines Rufzeichens KA9Q er den Code für nicht kommerzielle Verwendung (vgl. Baker 1998).
1979 entstand das USENET das zu einem internetweiten schwarzen Brett sollte. Steve Bellovin schrieb dazu einige Kommandozeilen-Skripte es einem Rechner erlauben über UUCP Nachrichten einem anderen Rechner abzurufen. Technisch ist das USENET ein frühes Beispiel für Client-Server-Architekturen. Sozial es einen öffentlichen Raum in dem jeder und schreiben kann zu Themen die so alles unter der Sonne umfassen.
Eine andere Form von kooperativem sozialem der zusätzlich synchrone Kommunikation ermöglicht sind Multi-User Dungeons ( MUDs ). Angelehnt an Tolkiens Dungeons and Dragons -Motive erlauben es diese Welten mehreren Spielern durch rein textbasierte Räume zu ziehen Drachen töten Puzzle zu lösen und miteinander zu Als Spielumgebungen entstanden fanden MUDs später auch Bildungs- und Diskussionszwecke Verwendung. Das erste von das MUD1 schrieben ebenfalls 1979 Richard Bartle und Roy Trubshaw an University of Essex.
1988 kommt mit dem Internet Relay Chat IRC ) von Jarkko Oikarinen ein weiteres synchrones hinzu.
Parallel zum Internet kamen lokale Diskussionsforen Bulletin Board Systems ( BBS ) auf zunächst als allein stehende PCs einer oder mehreren Einwahlverbindungen. Mit Hilfe von und X.25 vernetzten sich auch diese Kleinrechner B. zum FidoNet 1983 von Tom Jennings entwickelt.
1985 gründet Stewart Brand das legendäre BBS Whole Earth 'Lectronic Link (WELL) in San Francisco . Kommerzielle Online-Dienste wie CompuServe und AOL folgten. Auch diese separaten Netze richteten der 80er-Jahre Gateways zum Internet ein über die seither E-Mail und News austauschen können (Fidonet B. 1988 MCIMail und CompuServe 1989 ). Um auch Menschen außerhalb der Universitäten Zugang zum Internet zu ermöglichen entstanden eine von so genannten Freenets . Das erste das Cleveland Freenet wurde 1986 von der Society for Public Access Computing (SoPAC) in Betrieb genommen.
Die Masse der im Internet verfügbaren wurde immer unüberschaubarer. Der Bedarf nach Navigations- Suchwerkzeugen führte zu neuen Entwicklungen an verschiedenen Am CERN stellte Tim Berners-Lee 1989 Überlegungen zu einem verteilten Hypertext -Netz an aus dem das World Wide Web ( WWW ) geworden ist.
Ähnliche Verknüpfungen bieten die im folgenden gestarteten Dienste Archie (von Peter Deutsch Alan Emtage und Heelan an der McGill University ) und Hytelnet (von Peter Scott an University of Saskatchewan ).
1991 kamen Wide Area Information Servers ( WAIS von Brewster Kahle von der Thinking Machines Corporation ) und Gopher (von Paul Lindner und Mark P. von der University of Minnesota ) hinzu. Die erste Version von Berners-Lees wurde freigegeben. Im Jahr darauf entstand am National Center for Supercomputing Applications (NCSA) der erste Web-Browser Mosaic . Ebenfalls 1992 veröffentlichte die University of Nevada Veronica ein Suchwerkzeug für den Gopher -Raum.
Im selben Jahr startete der Bibliothekar Gates die Internet Hunt ein Suchspiel nach bei dem auch diejenigen aus den veröffentlichten lernen konnten die sich nicht selber beteiligten. 1990 wurde die erste fernbedienbare Maschine ans gehängt der Internet Toaster von John Romkey. folgten Getränkeautomaten Kaffeemaschinen und eine Fülle von Webkameras .
Die offene Architektur des Internet macht jedoch möglich jede Kommunikation an allen Knoten Sender und Empfänger abzuhören. Die Antwort auf Problem lautet Kryptografie doch die galt als militärisch-staatliches Geheimwissen. erste für Normalsterbliche zugängliche Kryptografie-Werkzeug war PGP ( Pretty Good Privacy ) 1991 von Phil Zimmermann freigegeben.
Neben Texten fanden sich auch schon den 80ern Bilder und Audiodateien im Netz doch Integration hatte mit dem WWW gerade erst Die ersten regelmäßigen »Radiosendungen« im Netz waren Audiodateien von Interviews mit Netzpionieren die Carl ab 1993 unter dem Namen Internet Talk Radio Netz stellte.
Weiter ging der Multimedia-Backbone (MBONE) über den 1992 die ersten Audio- und Video-Multicasts ausgestrahlt Anfangs konnten sich daran nur wenige Labors einer sehr hohen Bandbreite beteiligen doch bald die hier entwickelten Werkzeuge auch für den weiterentwickelt.
Das Programm CUSeeMe (ein Wortspiel auf »I see you seeing me« ) bot Video-Conferencing für den PC.
Das Streaming-Format RealAudio ( 1995 ) machte es möglich Klanginformationen in Echtzeit Netz abzurufen. Multimediale Inhalte können mit MIME ( Multimedia Internet Mail Extensions RFC 1437) seit 1993 auch in E-Mails verschickt werden.
In Europa gab es Anfang der 80er-Jahre bereits auf Wählverbindungen und UUCP basierende Netze wie B. das 1982 etablierte Eunet ( European Unix Network ) mit Knoten in den Niederlanden Dänemark Schweden und England .
In Deutschland kannte man das Internet aus dem Kino (z.B. War Games) wie einer der deutschen Internetpioniere Claus Kalle vom der Universität Köln erinnert.
Großrechner kommunizierten über das teure Datex-P. erste Rechnernetz das über einen E-Mail-Link in USA und dort über ein Gateway ins verfügte war das 1984 gestartete EARN ( European Academic Research Network ). Natürlich wurde auch bald mit TCP/IP - die RFCs die man sich per über EARN beschaffen konnte machten neugierig - das Klima war für TCP/IP nicht günstig. 1985 der Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e.V. (DFN-Verein) gegründet wurde vertrat er ausschließlich offizielle OSI-Linie.
»In Deutschland und Europa war man damals davon überzeugt und förderte auch politisch und dass die Protokolle der OSI-Welt in Kürze verfügbar und stabil implementiert seien und damit Basis für die herstellerunabhängige Vernetzung existieren würde.«
Die ersten Verbindungen von Rechnern außerhalb USA liefen über UUCP. 1984 wurde z. das JUNET ( Japan Unix Network ) etabliert und eine erste Botschaft von sorgte für Aufregung da seither auch die UdSSR an das USENET angeschlossen war.
Die Initiative für ein IP-Netz in ging 1988 von der Universität Dortmund aus. Es hatte im Rahmen des »InterEUnet«-Verbundes eine Anbindung erst über Datex-P dann eine Standleitung nach Amsterdam und von dort aus an das Internet. Die Informatik-Rechnerbetriebsgruppe (IRB) der Universität Dortmund betrieb einen zugänglichen FTP-Server .
»Besonders förderlich war es mit den recht Kopien der GNU- und anderer Public-Domain-Pakete ( Emacs gcc ISODE usw.) zu arbeiten. Auch war diesem Wege erstmalig Zugang zu Netnews und möglich so dass man sich auf dem halten konnte.«
Eine ähnliche Initiative gab es am von Professor Zorn an der Universität Karlsruhe die zum Aufbau des XLINK ( eXtended Lokales Informatik Netz Karlsruhe ) führte das ebenfalls eine Verbindung in USA zum New Yorker NYSERnet ( New York State Education and Research Network ) anbot.
Das OSI-Regime des DFN lockerte sich und nach. Das X.25 -basierte Wissenschaftsnetz (WiN) sollte gleich von seinem Start auch TCP/IP-Hosts unterstützen. Die europäischen Netzanbieter schlossen 1989 auf Initiative von Rob Blokzijl am National Institute for Nuclear Physics and High-Energy in Amsterdam zum RIPE ( Reseaux IP Européens ) zusammen um die administrative und technische für ein paneuropäisches IP-Netzwerk zu gewährleisten. Zur der bereits existierenden europäischen IP-Netze begannen 1991 einige Netzbetreiber eine europäische IP-Backbone-Struktur namens zu planen und aufzubauen.
1992 begannen auch Initiativen wie Individual Network e.V. (IN) mit dem Aufbau alternativer Verfahren Strukturen zur Bereitstellung von IP-Diensten. Auch das nahm im Weiteren aktiv an der Gestaltung deutschen IP-Landschaft teil. Nicht zuletzt die Netnews-Verteilung ohne die IN-Mitarbeit nur schleppend vorangekommen.
Das Entstehen eines kommerziellen Marktes für anzuregen und zu fördern war eines der der NSFnet-Initiative. Zu den ersten Nutznießern gehörten wie Performance Systems International ( PSI ) Advanced Network and Systems (ANS von IBM MERIT und MCI gegründet) Sprintlink und von General Atomics das auch das San Diego Supercomputer Center betrieb.
Die kommerziellen ISPs sollten Ende der 80er den Erhalt und Ausbau des Internet den Universitäten und Forschungbehörden übernehmen. Dadurch entstand ein bedeutender Markt für internetbasierte Produkte. Len ein Stanford-Student gründete Cisco Systems . Andere wie 3COM Proteon Banyan Wellfleet Bridge gingen ebenfalls in den Router -Markt. Die erste Internet-Industriemesse die Interop in Jose 1988 zog 50 Aussteller und 5.000 Besucher
1991 hob die NSF das bis dahin Werbeverbot (die acceptable use policy ) in der öffentlichen Netzinfrastruktur auf. Damit der Weg frei dafür dass sich sich Atomics (CERFnet) PSI (PSInet) und UUNET Technologies (AlterNet) in Kalifornien zum ersten CIX ( Commercial Internet Exchange ) zusammenschlossen um den uneingeschränkten Verkehr zwischen kommerziellen Netzen zu organisieren.
Auch in Deutschland begann Anfang der 90er die Privatisierung der universitären Infrastruktur. Das Drittmittelprojekt Eunet Informatik-Rechnerbetriebsgruppe der Uni Dortmund wurde Ende 1992 zur GmbH. Im Jahr darauf wurde das XLINK-Projekt an der Uni Karlsruhe zur der NTG ihrerseits Tochter von Bull.
Ein Wendepunkt lässt sich am Übergang den 80er- zu den 90er-Jahren ausmachen. Das wird 1990 offiziell abgeschaltet. Die NSF verlagert die von einer direkten Finanzierung der akademischen Backbone-Infrastruktur zur Bereitstellung von Etats mit denen die sich Konnektivität von kommerziellen Anbietern einkaufen. Mit schwindenden Rolle der NSF im Internet endete die Verbindlichkeit der Acceptable Use Policy. Zunächst dann in einem unaufhörlichen Strom setzten die im Netz ein. Die im CIX zusammengeschalteten vermarkteten das Internet als Businessplattform. Über die der kommerziellen BBSe kamen Nutzerkulturen die es waren für Informationen zu bezahlen und ihrerseits Kanäle hemmungslos für gewerbliche Zwecke zu verwenden. berüchtigten Konflikt löste die Anwaltsfirma Canter & aus Arizona aus als sie 1994 Massen-E-Mails ( Spam ) zur Bewerbung ihrer Green-Card-Lotteriedienste ins Internet Die Netzbewohner reagierten heftig und unterbanden diesen indem sie ihrerseits die Firma massenhaft mit eindeckten.
Ab 1990 wurden gezielte Anstrengungen unternommen kommerzielle und kommerzielle Informationsdiensteanbieter ins Netz zu holen. Unter ersten befanden sich Dow Jones Telebase Dialog CARL (die Colorado Alliance of Research Libraries ) und die National Library of Medicine . 1991 trat das WWW seinen Siegeszug an. als 100 Länder waren an das Internet mit über 600.000 Hosts und fast 5.000 Netzen. Im Januar 1993 waren es schon über 1 3 Rechner und über 10.000 Netzwerke.
Der damalige US-Präsident Bill Clinton und Vize Al Gore gaben im Februar 1993 unmittelbar nach ihrem Amtsantritt auf einem Town Meeting im Silicon Valley eine Erklärung über ihre Technologiepolitik ab der das Internet bereits eine zentrale Rolle Damit lösten sie eine Art Vorbeben aus einer geopolitischen Situation in der die USA sich in einer Wirtschaftskrise befanden Europa im Aufschwung und Japan an der Weltspitze. Die eigentliche Schockwelle über die Welt hinweg als Al Gore 15. September des Jahres die National Information Infrastructure Agenda for Action (siehe NII) verkündete in der er nicht nur selbst zu einer Multi-Milliarden-Dollar-Industrie sondern einer Grundlageninfrastruktur für Wirtschaft Bildung Wissenschaft und erklärte. Das Bewusstsein in einem Schlüsseltechnologiesektor hinter USA herzuhinken löste allerorten hektisches Treiben aus. damit begann die kommerzielle Erschließung und die des Internet.
Für die neuen Generationen von Nutzern es nur eine Information die frei und weit zirkulieren soll: Werbung. Alle andere Information für sie Ware. Um nun in diesem Milieu eine Information (z. B. Börsendaten Lehrmaterial derjenigen und nur derjenigen zugänglich zu machen dafür bezahlt hat mussten in das Internet aufwendige Schutzmechanismen Zonen mit Zugangskontrollen und kryptografisch Rechtekontrollsysteme eingezogen werden. Die Rechteindustrie ( Bertelsmann Sony Time-Warner usw.) arbeitet seit etwa 1994 nach Kräften daran ihre Waren über Netz verkaufbar zu machen und technisch abzusichern. demonstrierte die neue Qualität des Internet besser die erste Cyber-Bank First Virtual die 1994 ihren Betrieb aufnahm.
Microsoft (MS) hatte das Internet zunächst verschlafen. Bill Gates erwähnte in der Erstausgabe seines 1995 erschienen Buches »The Road Ahead« das Internet mit keinem Wort. Kurz schwenkte er den Ozeanriesen Microsoft auf Internet-Kurs. im selben Jahr erschien die erste Version Web-Browsers MS Internet Explorer .
Nachdem die Kopplung von Hard- und gebrochen war löste das Web die Verbindung jeweils spezifischer Software und Information auf. Microsoft Network ( MSN ) war dagegen ein Versuch erneut eine Kopplung zu legen: ein geschlossenes Format in Firmen kostenpflichtige Informationen und Dienstleistungen anbieten konnten sofern sie eine Startgebühr von 50.000 Dollar einen Anteil aller Einnahmen an MS zahlten. handelte sich um eine verspätete Imitation der BBSe wie CompuServe oder AOL die bereits durch das WWW überholt das es jedem erlaubte gebührenfrei Informationen anzubieten.
Domain-Namen waren bislang nichts als eine Mnemotechnik gewesen die die darunter liegenden numerischen handhabbarer machten. Durch den Einzug großer Unternehmen ihren geschützten Warenzeichen wurden sie zu einem umstrittenen Territorium.
Der erste prominente Streit darüber ob geistiges Eigentum sind war der von MTV gegen Adam Curry. Etwa im Mai 1993 hatte Curry ein MTV-Video-Jockey auf eigene und Kosten ein Informationsangebot unter »mtv.com« gestartet. Gesprächen mit führenden Angestellten von MTVN und Mutterfirma Viacom New Media hieß es MTV kein Interesse am Internet hindere Curry aber nicht an seinen Aktivitäten. Also baute Curry Informationsangebot weiter aus u.a. mit einem schwarzen auf dem sich Musiker und Vertreter der miteinander unterhielten. In den von ihm moderierten wurden E-Mail-Adressen wie »popquiz@mtv.com« eingeblendet. Im Januar 1994 forderte MTVN Curry förmlich auf die von »mtv.com« einzustellen. Dennoch verwiesen MTV-Sendungen weiterhin diese Adresse und ein führender Angestellter bat im Februar bestimmte Informationen in seiner Site Inzwischen hatten MTVN und AOL einen Vertrag um einen kostenpflichtigen Dienst anzubieten der u.a. schwarzes Brett für Musikprofis beinhalten sollte das von Curry auffällig glich. MTVN verklagte Curry wegen des Verstoßes gegen Trademark-Ansprüche auf Freigabe Domain »mtv.com«. Currys Versuche den Streit gütlich scheiterten. Er kündigte. Letztlich kam es doch einer außergerichtlichen Einigung bei der Curry die an MTV aufgab.
Die Situation war typisch für die um 1993 / 1994 : Große Unternehmen auch aus der Medienbranche oder unterschätzten die Bedeutung des Internet während Einzelpersonen durch ihr persönliches Engagement populäre und Informationsangebote aufbauten nur um zusehen zu müssen ihnen die Früchte ihrer Arbeit mit Hilfe Rechtssystems abgesprochen wurden. Nachdem in zahlreichen Urteilen war dass Domain-Namen dem Warenzeichenregime unterliegen setzte reger Handel ein. CNET beispielsweise kaufte 1996 die URL »tv.com« für 15.000 Dollar. wurde 1997 für 150.000 Dollar verkauft und zwei später für bereits 7 5 Millionen Dollar
Bis 1995 war die kommerzielle Backbone-Infrastruktur in den soweit errichtet und untereinander verschaltet dass der eingestellt werden konnte. Im selben Jahr gingen Reihe von Internetunternehmen an die Börse am das auf der NCSA-Browser-Technologie errichtete Netscape mit dem drittgrößten Nasdaq - IPO -Wert aller Zeiten.
Im Gefolge der Wirtschaft hielten auch Rechtsanwälte Einzug ins Internet. Als Teil der unternahm auch der Gesetzgeber Schritte zur Regulierung. 1996 wurde in den USA der umstrittene Communications Decency Act ( CDA ) verabschiedet der den Gebrauch von »unanständigen« im Internet verbietet. Einige Monate später verhängte Gericht eine einstweilige Verfügung gegen die Anwendung Gesetzes. 1997 erklärte das höchste US-Gericht den CDA verfassungswidrig. Dennoch wurde in dieser Zeit der rechtsfreie Raum des Internet in die gesetzlichen von Gebieten wie der Kryptografie über das bis zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einbezogen.
In vielen Ländern greifen Gerichte und Behörden in den Cyberspace ein. China verlangt dass ISPs und Nutzer sich der Polizei registrieren. Ein deutsches Gericht entschied CompuServe den Zugang zu Newsgroups die sich weitesten Sinne mit Sexualität beschäftigen unterbinden muss. CompuServe sein weltweites Informationsangebot in seiner Zentrale Ohio vorrätig hält und es technisch nicht einzelnen Länder differenzieren konnte schaltete es die für alle Nutzer ab was eine vor amerikanische Protest- und Boykottwelle gegen Deutschland auslöste. Saudi Arabien beschränkt den Zugang zum Internet auf und Krankenhäuser. Singapur verpflichtet Anbieter politischer und Inhalte sich staatlich registrieren zu lassen. Neuseeland klassifiziert Computerdisketten als »Publikationen« die zensiert beschlagnahmt werden können. Amerikanische Telekommunikationsunternehmen nahmen Anstoß Internet-Telefoniediensten und forderten das Parlament auf die zu verbieten.
Auch die Selbstorganisation der technischen Entwicklung Internetgrundlagen veränderte ihren Charakter. Saßen in den Treffen von IETF-Arbeitsgruppen Mitte der 80er-Jahre höchstens Personen sind es jetzt nicht selten 2.000 3.000. Entsprechend sind sie kein kollektives Brainstorming sondern dicht gedrängte Abfolgen von Präsentationen. Die Arbeit findet immer häufiger in kleinen geschlossenen den Design-Teams statt. Während die mehr als Jahre alte Technologie des Internet erstaunlich stabil stoßen die Communitystrukturen an ihre Grenzen. Auch Zusammensetzung der Arbeitsgruppen veränderte sich:
»Seit den späten 80er-Jahren hat sich der akademischer Mitglieder in der IETF stetig verringert und das nicht nur weil die Zahl Unternehmen immer mehr anstieg sondern auch weil mehr Gründungsmitglieder in die Wirtschaft wechselten.«
Das kollektive Streben nach der besten für das Internet als Ganzes so Jeanette drohe von den Interessen konkurrierender Unternehmen unterlaufen werden die ihre jeweiligen Produkte durchsetzen wollten. führten die schiere Größe die nachrückende Generation Ingenieuren und das Gewicht der gewachsenen Struktur dass die Standardentwicklung dazu neigt konservativer und zu werden. Hofmanns Fazit: Die IETF sei dem besten Weg eine Standardisierungsorganisation wie jede zu werden:
»Das Internet und seine Gemeinde sind in Normalität angekommen. Irgendwann werden sich die Väter der wachsenden Zahl gleichberechtigter Mitglieder verloren haben und mit ihnen ein Teil der Ideen Prinzipien die die Entstehung des Internet umgaben.«