Wie etliche konsortiengesteuerte Projekte im Bereich Computertechnik aus dieser Zeit war Multics zum verurteilt. Die Erwartungen an Multics waren teilweise überzogen die Hardware dieser Zeit konnte kein System dieser in vernünftiger Geschwindigkeit verkraften. 1969 zogen sich die Bell Labs als aus dem Projekt zurück. Dennis Ritchie einer der späteren Schöpfer von Unix und Beteiligter im Multics Projekt äußerte in einem 1979 veröffentlichtem Papier [2] wie folgt:
"... the problem was the increasing obviousness the failure of Multics to deliver promptly sort of usable system ..." (...das Problem war die zunehmende Gewissheit Multics auf absehbare Zeit nicht brauchbar sein
Das Team um Ritchie darunter Ken Thompson Doug McIlroy und Joseph Ossanna wollte nicht aufgeben. Es gingen ihnen vor allem ein Mehrbenutzersystem zu haben das es ihnen nicht nur zusammen zu programmieren sondern auf Basis sich auch eine echte Gemeinschaft herausbilden Zu diesem Zweck musste das System einige Spezialitäten unterstützen die damals keineswegs selbstverständlich waren zum Beispiel dass mehrere Benutzer gleichzeitig an Dateien arbeiten konnten ohne sich gegenseitig in Quere zu kommen.
Während das Team vergeblich versuchte die Labs vom Kauf einer geeigneten Maschine zu begannen gleichzeitig die technischen Vorarbeiten: Auf Notizzetteln Tafeln wurden die Konzepte zu einem Dateisystem entwickelt das später zu einem der von Unix werden sollte. Thompson entwickelte auch Prototypen eines Dateisystems und eines primitiven Kernels die auf einer GE -645 lauffähig waren musste das Projekt aber nachdem klar wurde dass die 645 auf Zeit aus den Labors entfernt werden würde.
Er fand schließlich eine weitgehend unbenutzte auf die er ein zuvor für Multics GECOS entwickeltes Spiel namens Space Travel portieren Das Unternehmen erwies sich als komplizierter als gedacht da für die PDP-7 kein eigenes vorlag und so sämtliche Entwicklung unter GECOS musste welches dann den PDP-7 Code produzierte.
Um diesen Missstand abzustellen begann Thompson Mithilfe von Ritchie die Implementierung des zuvor Dateisystems mitsamt eines primitiven Prozessmanagements und anschließend Reihe kleinerer Programme die das System benutzbar sollten: Editor kleinere Dateiverwaltungsprogramme und ein einfacher ( Shell ) bis das System schließlich ausreichend ausgestattet um ohne den GECOS-Umweg direkt auf der zu entwickeln.
Die PDP-7 war zu dieser Zeit ein Auslaufmodell und gehörte dem Team noch mal aber schließlich erwiesen sich die Bemühungen eigenen Computer für die Unixentwicklung zu beschaffen erfolgreich und eine PDP-11 wurde in Auftrag Unix war rasch portiert und das System ab 1971 erfolgreich im Patentbüro der Bell Labs Textverarbeitungssystem eingesetzt. Das System war durch die bedingt erstaunlich klein verglichen mit heutigen Betriebssystemen: bestand aus 16 KB Speicher für das System 8 KB die Benutzerprogramme einer 512 KB Festplatte und Dateien konnten maximal 64 KB werden.
Kernighan nannte das System leicht spöttisch Unics in Anspielung auf Multics da es bis zu 2 Benutzer unterstützte: "Emasculated Multics is Unics." (Entmanntes Multics ist Unics). Der Name später zu Unix verkürzt werden. Die Schreibweise entstand 1974 laut Ritchie aus purer Begeisterung für Kapitälchen : "... we had a new typesetter and had just been invented and we were by being able to produce small caps."
Der Einsatz im Patentbüro gab der genug Glaubwürdigkeit damit Unix als Projekt für Bell Labs interessant wurde und um die einer PDP 11/74 zu rechtfertigen und die AT&T Unix Systems Group (später: Unix Systems Group ) wurde als offizielles Projekt der Bell gegründet.
Parallel begann eine Entwicklung die ausschlaggebend den späteren Erfolg von Unix war: Die der Sprache C .
Thompson entwickelte 1971 eine interpretierte Programmiersprache für die PDP-7 namens B welche auf BCPL basiert war. Ritchie fügte der Sprache der PDP-11 Datentypen hinzu und nannte sie NB (für New B ) und begann einen Compiler für die Sprache zu entwickeln.
1972 begann nun die Neuerstellung von Unix dieser Sprache die mittlerweile den Namen C um zukünftig die Portierung von Unix auf Rechner zu erleichtern. Die Portierung wurde 1973 abgeschlossen und erhielt den Namen Unix
Gleichzeitig wurde Unix auf Anregung von McIlroy um das Konzept der Pipes erweitert. verbinden kleine Programme und erlauben das Ergebnis Programmes im Rahmen einer einzigen Kommandozeilenanweisung in anderen Programm weiterzuverarbeiten und stellten später eines wichtigen Kernelemente von Unix dar da erst das Konzept der kleinen spezialisierten Werkzeuge die eine Aufgabe erledigen ermöglichten.
Unix lief mittlerweile innerhalb der Bell auf mehr als 25 Rechnern und durch Vortrag 1973 auf einem ACM Symposium wird es außerhalb der Bell Labs bekannt. Der Vortrag in überarbeiteter Fassung dann 1974 als The UNIX Time-Sharing System in CACM. Das Interesse an Unix gewaltig an außerhalb der Bell Labs.
Der 1956 abgeschlossene Consent Decree verbot AT&T Muttergesellschaft der Bell Labs das Betreten Märkte wie des Computermarktes. Aus diesem Grund Unix (in der 1975 aktuellen Version 6) für lediglich den der Datenträger verschiedenen Universitäten zur Verfügung gestellt mitsamt vollständigen Quellcode .
Besonders beliebt war Unix an der von Berkeley wo sofort eine Reihe von Verbesserungen Unix entwickelt wurden. Als Ken Thompson ab 1976 eine Gastprofessur in der neugegründeten Informatikabteilung Berkeley antrat wurde die Universität endgültig zu der wichtigen Zentren der Unix-Entwicklung. Die Universität später zu Unix wichtige Beiträge wie die von TCP/IP bei die später auch in die Unixversion von AT&T übernommen wurden. Ab 1977 veröffentlich die Universität unter Leitung von Bill Joy eine eigene Unixdistribution: BSD - Berkeley System Distribution.
1979 wird schließlich durch AT&T Unix V7 Unix V7 stellt einen Wendepunkt in der von Unix dar da sich AT&T erstmals größerem Umfang an einer kommerziellen Vermarktung versuchte.
Microsoft erwirbt 1979 eine Unixlizenz und beginnt unter dem Xenix die Arbeiten an Portierungen auf u. Intel 8086 Motorola 68000 und Zilog Z8000-Prozessoren. Später verlor Microsoft von DOS das Interesse an Xenix und übergab Rechte daran weitestgehend an die neu gegründete von Microsoft mitfinanzierte SCO .
1980 folgte die erste Portierung auf eine die VAX mit 32V und 3BSD.
Die 1980er Jahre sind gekennzeichnet durch den Beginn großen "Unix-Kriege" und die Kommerzialisierung von Unix. betrat offiziell den Computermarkt und begann 1983 ein auf Unix V7 basierendes System System V genannt zu vermarkten während die Universität Berkeley zeitgleich 4.2BSD veröffentlichte das Neuerungen wie TCP/IP oder Signale mit sich brachte. Mittlerweile hat auch DARPA Interesse an Unix entwickelt und unterstützt Entwicklungen in Berkeley finanziell.
Um eine weitere Aufspaltung zu verhindern das POSIX Standardisierungsprojekt ins Leben gerufen das eine Schnittstelle für Unix definieren sollte. 1988 wurde schließlich POSIX.1 veröffentlicht (heute auch IEEE -Standard unter der Nummer 1003.1).
Eine Reihe von (teils wechselnden) Allianzen sich zu bilden die verschiedene Unix-Versionen favorisierten:
Open Software Foundation : Die OSF wurde 1988 gegründet teilweise aufgrund der Meinung der dass der POSIX-Standard AT&T zu stark bevorzugen teilweise auch aufgrund von Befürchtungen dass AT&T Sun Microsystems die ab 1987 kooperieren den Markt unter sich aufteilen Gründungsmitglieder der OSF waren u. a. DEC Siemens HP und IBM . Das Konsortium hatte sich zum Ziel ein gemeinsames Unix unter dem Namen OSF/1 veröffentlichen.
Unix International : UI wurde als unmittelbare Reaktion auf OSF gegründet durch Anhänger des AT&T Unixs z. B. Olivetti Unisys und eben AT&T Sun.
X/Open : Ursprünglich 1983 unter dem Namen Bison von einer Reihe europäischer Unternehmen wie Siemens Olivetti gegründet um gemeinsame europäische Interessen gegen die US-Firmen vertreten zu können wurde Konsortium später mit der Aufnahme von US-Firmen
Während OSF/1 bis in die 1990er Jahre nicht fertiggestellt wurde veröffentlichten AT&T UI weitere Verbesserungen an Unix System V. Unterschiede zwischen der OSF-Linie und UI wurden dem Markt gegenüber weiter betont aber der von System V überbrückte mit jeder weiteren die Differenzen - mit System V.4 wurden 1989 praktisch alle wichtigen Neuerungen aus BSD Xenix in System V übernommen.
1983 begann Richard Stallman verärgert über die Kommerzialisierung von Unix der Arbeit an einem eigenen Unix-ähnlichen Betriebssystem GNU und rief mit der Veröffentlichung des GNU Manifests 1985 eine immer stärker werdende Bewegung für Software ins Leben.
1987 entwickelte der holländische Professor Andrew S. Tanenbaum ein Unix-ähnliches Betriebssystem namens Minix . Minix sollte der Lehre dienen um Studenten die Grundlagen eines Betriebssystems zu veranschaulichen die zunehmend restriktiveren AT&T Lizenzen für Unix bei der Arbeit behinderten. Minix selbst gewann groß an Bedeutung inspirierte jedoch Linus Torvalds zur Arbeit an Linux .
1991 Am 5. Oktober stellt Linus Torvalds ersten Linux -Kernel mit der Versionsnummer 0.02 vor. 4.3BSD Sun veröffentlicht Solaris 1.0 Eine Gruppe von Entwicklern verlässt die Universität Berkeley und gründet Software Design (BSDI)
1992 Billy Jolitz veröffentlich 386BSD Eine Portierung von 4.3BSD NET/2 auf Intel 386er.
1993 4.4BSD Beginnt die Entwicklung von FreeBSD und NetBSD basierend auf 386BSD. BSDI veröffentlicht mit eine kommerzielle Version von BSD
1993 Transfer der Namensrechte und Spec von an X/Open.
1994 Nach Urheberrechtsstreitigkeiten zwischen den Novell USL BSDI wird sämtlicher auf USL-Code basierender Quellcode 4.4BSD entfernt und es kommt zur Veröffentlichung 4.4BSD lite. Die freien BSDs bringen ebenfalls auf 4.4BSD lite basierende Versionen heraus. X/Open die "Single UNIX Specification" und trennt damit Markennamen UNIX vom vorhandenen Quellcode.
Desktopkriege Common Open Software Environment (COSE): HP SCO Sunsoft Univel/Novell USL -> CDE Motif Wabi Looking Glass
Rechte: Rechte am Quellcode bei SCO bei Open Group
Im August 2000 kaufte Caldera ein Anbieter einer eher wenig bekannten SCO und damit die Rechte am Unix auf. Im August 2002 nennt sich Caldera wiederum um in SCO Group [3] da der Markenname SCO bekannter war der eigene.
Aufsehen erregte 2003 eine Klage [4] der SCO gegen IBM: IBM habe Patente Kerntechnologien und urheberrechtlich geschützte Bestandteile von in Linux einfließen lassen. IBM dementiert diese Aktuell (Stand: 24. Mai 2003) wurden noch technischen Informationen zu den Vorwürfen veröffentlicht womit weitgehend der Spekulation überlassen bleibt ob die der Wahrheit entsprechen.