Gestalttheoretische Psychotherapie ist ein tiefenpsychologisch begründetes das sich konsequent an den Erkenntnissen und Befunden der Gestaltpsychologie und an deren phänomenologischer orientiert. Die in diesem Rahmen eingesetzten Techniken sehr variabel und auf den Einzelfall ausgerichtet. ist dabei allerdings das Bemühen über erlebnisaktivierende eine Integration von Fühlen Empfinden Denken und Verhalten zu fördern. Die psychotherapeutische Haltung und Menschenbild weisen sehr enge Bezüge zur Individualpsychologie von Alfred Adler auf. Dessen Nähe zur Gestaltpsychologie war Grundlage dafür dass sich Wolfgang Metzger einer der namhaftesten deutschen Vertreter der besonders für die Herausgabe der Schriften Adlers für die Gründung der Deutschen Gesellschaft für eingesetzt hat.
Gestalttheoretische Psychotherapie auf dieser Grundlage fand hauptsächlich im deutschsprachigen Raum in Deutschland Österreich in der Schweiz Verbreitung. In Österreich gehört Psychotherapie zu den staatlich anerkannten wissenschaftlich-psychotherapeutischen Methoden.
Im englischsprachigen Raum haben sich schon verschiedene Ansätze zur Anwendung der Gestalttheorie im Feld entwickelt. Dies erfolgte im wesentlichen im Rahmen einer Verbindung von Gestalttheorie und Psychoanalyse der zu der Zeit vorherrschenden Strömung in Psychotherapie. Hier sind unter anderen die Arbeiten Lewin-Schülers Junius F. Brown und des Wertheimer-Mitarbeiters Erwin Levy zu nennen. Vor allem im Bereich Gruppenpsychotherapie und der psychotherapeutischen Arbeit mit psychotischen hat sich der Wertheimer-Mitarbeiter Abraham S. Luchins einen Namen gemacht.
Klaus Winkelhog: Gestalttheoretische Psychotherapie im Gefängnis. G. Hörmann und M.R. Textor (Hrsg.) Praxis Psychotherapie. Fünf Therapierichtungen in Fallbeispielen. Westdeutscher Verlag: 1992 S. 203-254
Wolfgang Zöller: Zum wissenschaftlichen Standpunkt der Psychotherapie. Gestalt Theory 18 257-275
Gestalt Theory - An International Multidisciplinary Journal Die Homepage dieser auf Deutsch und publizierenden internationalen multidisziplinären wissenschaftlichen Zeitschrift gibt einen in die heutige gestalttheoretisch orientierte Forschung und - auch auf dem Gebiet der Gestalttheoretischen
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