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Gewohnheitsrecht


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Gewohnheitsrecht (lat. consuetudo Gewohnheit) ist nicht geschriebenes Recht das durch lange tatsächliche Übung und Anerkennung seiner Wirksamkeit (lat. opinio necessitatis Überzeugung von der Notwendigkeit oder auch opinio iuris Rechtsüberzeugung) entstanden ist.

Geschriebenes Recht ist im Gegenzug gesetztes Recht d. h. dass es von der Legislative (und zum Teil von der Exekutive ) erlassen wurde.

In mancherlei Hinsicht wird das Gewohnheitsrecht Gesetzgeber gesondert behandelt. So kann z. B. Strafbarkeit von Handlungen in Deutschland nicht durch begründet werden weil Art. 103 Abs. 2 fordert dass die Strafbarkeit einer Handlung vor Begehung gesetzlich bestimmt sein muss. Im Völkerstrafrecht oder im Common Law gilt dieses Verbot strafbegründenden Gewohnheitsrechts nicht.

Es ist vom Richterrecht zu unterscheiden durch Rechtsfortbildung der Judikative entsteht. Auch bei dem Gerichtsgebrauch handelt sich nicht um Gewohnheitsrecht. Unter Gerichtsgebrauch versteht z.B. die ständige Rechtsprechung der obersten Gerichte. Rechtsprechung beruht jedoch auf der Anwendung des Rechts und lässt selbst kein neues Recht



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