Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Giacomo Meyerbeer


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Giacomo Meyerbeer

Giacomo Meyerbeer (* 5. September 1791 in Berlin † 2. Mai 1864 ) eigentlich Jakob Meyer Beer war ein Komponist und Dirigent .

Inhaltsverzeichnis

Biographie

  
Meyerbeer Sohn des jüdischen Bankiers Beer frühzeitig unter Leitung von Lauska zeitweilig auch Clementi zum Klavierspieler ausgebildet und trat als bereits im Alter von neun Jahren an Öffentlichkeit. Seine spätern Kompositionsstudien leiteten der Kapellmeister A. Weber sodann Zelter und von 1810 Abt Vogler in Darmstadt wo Carl Maria von Weber sein Mitschüler war. Zu jener Zeit er Kirchenstücke verschiedener Art sowie eine Kantate: und die Natur".

Hierauf zur dramatischen Komposition übergehend welcher fortan alle seine Kräfte widmete schrieb er Oper "Iephthas Gelübde" die in München zur kam aber nur mäßigen Beifall fand. Anfang ging er nach Wien und lag hier zehn Monate lang musikalischen Studien ob. Da seine zweite Oper: "Die beiden Kalifen" sowohl Wien als in Stuttgart nur geringen Erfolg hatte vertauschte er bisherige von ernstem künstlerischen Streben zeugende Richtung eine gefälligere und sinnlich effektvollere Kompositionsweise wozu Rossinis Beispiel dessen glänzendes Gestirn eben im begriffen war mitwirkte.

Meyerbeer wandte sich 1814 nach Paris Ende 1815 nach Italien wo er in durch Rossini begründeten neuitalienischen Opernstil für die Bühne eine Reihe von Opern schrieb von aber nur "Emma di Resburgo" "Margherita d'Anjou"und crociato in Egitto" ("Der Kreuzritter in Ägypten") Deutschland bekannt wurden ohne jedoch hier einen Erfolg zu haben; die übrigen sind: "Romllda Constanza" "La Semhumide riconoscluta" "L'esule di Granada" "Almansor". Sie bekunden sämtlich die von Meyerbeer überwiegend auf äußerlichen Effekt zielende Richtung.

1824 nach Paris zurückgekehrt verband er hier mit Scribe dem effektreichen Intrigendramatiker und Verbindung verdankte die Oper "Robert le Diable" der Teufel") ihre Entstehung welche 1831 zum mal aufgeführt in Frankreich mit einem bis ganz unerhörten Beifall aufgenommen wurde und für Augenblick selbst die beiden gefeierten Meister jener Rossini und Auber verdunkelte. Das Sujet derselben trotz mancher Ungereimtheiten in szenischer Hinsicht wirksam bei genauer Kenntnis des Bühnenwesens mit außerordentlichem zusammengestellt. Die Musik steigert den Eindruck der sie ist ungewöhnlich prägnant melodiös ins Gehör sinnlich ansprechend und energisch erregend oft charakteristisch bezeichnend für die Situation effektreich durch grelle Instrumentalfarben.

Sein nächstes großes Werk war die von Scribe gedichtete zu Anfang 1835 vollendete erst 29. Februar 1836 aufgeführte Oper "Les welche an Reichtum der musikalischen Erfindung dramatischer und geschicktem Gebrauch aller der französischen großen zu Gebote stehenden Kunstmittel den "Robert" noch und in Paris wie später in ganz das größte Aufsehen machte.

1842 wurde Meyerbeer vom König von als Nachfolger Spontinis zum Generalmusikdirektor ernannt mit der Verpflichtung vier Monate Jahr die Berliner Oper zu dirigieren; doch die Stellung in Wahrheit fast ganz den eines Ehrenamtes. Auf den damit verbundenen Gehalt 4000 Thlr. verzichtete Meyerbeer zu gunsten der

Von Kompositionen folgten jetzt außer kleinern seine Verpflichtungen als Generalmusikdirektor veranlagen Werken die "Das Feldlager in Schlesien" zur Einweihung des Opernhauses geschrieben und 1844 zuerst aufgeführt; ferner Musik zum Trauerspiel "Struensee" von seinem verstorbenen Michael die mit Recht als das Gediegenste was Meyerbeer für das Orchester geschrieben hat seine dritte große Oper: "Der Prophet" die in Paris zum erstenmal aufgeführt wurde und auf den größern deutschen Bühnen die Runde In ihr ist bei allem Glanz der und individuellen Reichtum der Charakteristik gegen "Robert Teufel" und "Die Hugenotten" ein Sinken der schöpferischen Kraft des Komponisten unverkennbar während das von szenifchen Mitteln ungewöhnlichster Art überwiegend in Vordergrund tritt.

Die letzten Arbeiten Meyerbeers der von an abwechselnd zu Berlin und Paris lebte die Umarbeitung des "Feldlagers" zu der für bestimmten komischen Oper "L'étoile du nord" (1854) eine zweite hinsichts der Stilreinheit wie der minder bedeutende komische Oper: "Dinorah ou le de Ploermel" (1859 zuerst aufgeführt); ferner Gelegenheitsstücke denen ihm das Schillerjubiläum ("Schillermarsch") die preußische ("Fackeltänze") und die zweite Londoner Industrieausstellung ("Festouvertüre") Anlaß boten.

Während er in Paris die endliche seiner seit 20 Jahren vollendeten aber immer vierten großen Oper: "L'A.^i-caine" vorbereitete starb er 2. Mai 1864. Die Leiche wurde testamentarischer gemäß zur Bestattung nach Berlin gebracht in aber dem Dahingeschiedenen eine großartige Totenfeier veranstaltet. Jahr später gelangte die letztgenannte Oper mit Pracht ausgestattet unter Fétis' Leitung in Paris Aufführung und fand die glänzendste Aufnahme.

Meyerbeer hinterließ ein fürstliches Vermögen welches wie schon bei Lebzeiten so auch testamentarisch freigebiger Unterstützung unbemittelter Kunstgenossen verwendete. In seinem setzte Meyerbeer ein Legat von 1o ooo aus (Meyerbeer-Stiftung) dessen Zinsen alle zwei Jahre talentvolle junge deutsche Komponisten vergeben werden zum eines Studienaufenthalts von je sechs Monaten in Paris und den deutschen Städten Wien München Dresden. Zur Bewerbung um das Stipendium sind berechtigt die Schüler der königlichen akademischen Hochschule Musik (Abteilung für Komposition) des Sternschen Konservatoriums Kullakschen Akademie in Berlin und die des Konservatoriums. Die Bewerbung erfolgt durch die Komposition achtstimmigen doppelchörigen Vokalfuge (Text und Thema gegeben) Ouvertüre für großes Orchester und einer dreistimmigen Kantate mit Orchester (Text gegeben).

Werk

Seine Opern haben noch bis zur ihre Anziehungskraft auf das Publikum aller Länder namentlich die "Hugenotten" in denen die außerordentlichen des Komponisten dramatische Wärme unerschöpflicher Reichtum an Melodien die Kunst wirksam für die Singstimmen schreiben und geistvolle Verwendung der Orchesterinstrumente zur der darzustellenden Charaktere und Situationen am entschiedensten

Dazu kommt noch seine Befähigung den der Musiknationen Deutschland Italien und Frankreich sich und zu einem eigenartigen Neuen zu verschmelzen es die sranzösische große Oper verlangt deren Merkmal eben jener Eklektizismus bildet. Wenn nun obwohl ein berufener Vertreter dieser Kunstgattung dieselbe im ganzen nicht gefördert sondern vielmehr ihren Niedergang verschuldet und beschleunigt hat so liegt Ursache lediglich in seiner Sucht nach dem des großen Publikums dem zuliebe er die seines künstlerischen Gewissens mehr und mehr erstickte. Rücksicht hierauf sind die Vorwürfe welche ihm idealer angelegten Kunstgenossen Robert Schumann ("Gesammelte Schriften") und Richard Wagner ("Oper und Drama") gemacht haben nicht ungerechte zu bezeichnen.

Quelle

Weblinks




Bücher zum Thema Giacomo Meyerbeer

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Giacomo_Meyerbeer.html">Giacomo Meyerbeer </a>