Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 8. Dezember 2019 

Giordano Bruno


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Giordano Bruno

Giordano Bruno (* 1548 in Nola Italien; † 17. Februar 1600 in Rom ) war ein italienischer Philosoph .

Bruno postulierte die Unendlichkeit des Weltraums . Er stellte sich damit der herrschenden einer in Sphären untergliederten geozentrischen Welt entgegen. jedoch für die damalige Zeit noch schwerer war dass seine Thesen von einer unendlichen die Personalität Gottes in Frage stellten. Als Ketzer verurteilt wurde er auf dem Scheiterhaufen

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

Giordano Bruno wurde unter dem Namen in Nola bei Neapel geboren. Von seinem Heimatort ist seine Selbstbezeichnung "der Nolaner" abgeleitet. Sein Vater war Bruno ein Soldat seine Mutter Fraulissa (Flaulisa???)

Bruno studiert zunächst in Neapel und 1565 in den Dominikanerorden ein. Dort nimmt den Namen Giordano an. Bald darauf gerät in Konflikt mit der Ordensleitung weil er der Marienverehrung verweigert. Aber das ganze bleibt doch zunächst einmal folgenlos 1572 empfängt er Priesterweihe.

1576 gerät er zum ersten Mal Ketzereiverdacht und muss Neapel verlassen. Er flieht Rom legt das Ordensgewand ab muss nach (falschen) Mordanklage aber erneut fliehen. Brunos Leben zu einer Wanderschaft mit Stationen in halb

Die wieder entdeckten Ideen von Plato und Hermes Trismegistus übten große Anziehung ihn aus. Zu dieser Zeit wurde das geozentrische Weltbild durch Kopernikus angegriffen. Aufbauend auf diesen Grundlagen entwickelte im Laufe der folgenden Jahre seine eigene

Über Chambery geht er zunächst nach Genf . Er tritt der calvinistischen Kirche bei Calvin kann mit den kopernikanischen Thesen denen anhängt gar nichts anfangen. Bruno wird verhaftet von den Calvinisten exkommuniziert. Er widerruft und frei.

Er gelangt 1579 nach Toulouse hat dort kurz einen Lehrstuhl inne. dieser Zeit beginnt sein phänomenales Gedächtnis Furore machen. Bruno arbeitet mit einem speziellen Merksystem. die Erklärung dass er magische Fähigkeiten habe manchen Zeitgenossen dann doch einleuchtender.

Die Hugenottenkriege treiben ihn dann zwei Jahre später Paris weiter. Dort bleibt er bis 1583 wird von Heinrich III. gefördert. Mit Empfehlungsschreiben von diesem geht 1583 nach England versucht zunächst in Oxford lehren scheint aber überall anzuecken und erhält Lehrstuhl. Bis Mitte 1585 lebt er dann im Haus des Botschafters in London. Dort veröffentlicht er seine Dialoge" darunter Cena de le Ceneri (Das Aschermittwochsmahl) ( 1584 ) in dem er schonungslose Polemik gegen Oxforder Gelehrtenstand übt und das Londoner Geistesleben karikiert sowie De l'Infinito Universo e Mondi (Über die Unendlichkeit das Universum und Welten). In letzterem erklärt er die Sterne dass sie wie unsere Sonne seien dass Universum unendlich sei es eine unendliche Anzahl Welten gäbe und diese mit einer unendlichen intelligenter Lebewesen bevölkert seien.

1585 geht er wieder nach Paris die dort ist aber nicht so aufgeschlossen wie zwei Jahre zuvor. Nach Tumulten die durch 120 Thesen gegen die aristotelische Naturlehre und Vertreter entfacht wurden und nach einer Schmähschrift den katholischen Mathematiker Fabrizio Mordente muss er verlassen.

Er reist nach Deutschland weiter und einen Lehrstuhl in Marburg zu erhalten. Das gelingt ihm nicht in Wittenberg erhält er eine Lehrerlaubnis. Von 1586 bis 1588 lehrt er dort Aristoteles. Als die in Wittenberg wechseln geht er für ein Jahr nach Prag es gelingt ihm zwar die Gunst Kaiser Rudolf II. zu erhalten aber keinen Lehrauftrag. Mit Finanzspritze von 300 Talern die er von II. erhält reist er nach Helmstedt weiter. erhält er eine Professur. Auch hier hält ihn nicht lange nach den Calvinisten in wird er jetzt von den Lutheranern exkommuniziert.

Wo auch immer Bruno wirkt er dort Fuß zu fassen und einen festen zu erhalten - erfolglos. Brunos Talent sich der Welt der komplizierten Machtverhältnisse der Renaissance zu behaupten könnte zwiespältiger nicht interpretiert Auf der einen Seite gelang es ihm wieder mächtige Gönner der weltlichen Seite zu Auf dem theologisch-kirchlichen Kampfplatz aber schien er Talent dafür gehabt zu haben sich unbeliebt machen. Entweder war er tatsächlich so undiplomatisch wie er seinen Zeitgenossen vorgekommen sein mag er hatte schlicht kein Gespür dafür wer Endes wirklichen Einfluss besaß.

1590 landet er in Frankfurt legt sich den Stadtoberen an die ihn prompt 1591 ausweisen. Es folgt ein Kurzaufenthalt in Zürich .

Während seiner Frankfurter Zeit beginnt vielleicht etwas wie Heimweh nach Bruno zu greifen. in Italien war die Inquisition mächtig die katholische Kirche kämpfte mit Mitteln gegen die Reformation . Doch eventuell waren der Tod des Papstes Sixtus V. und eine Vakanz für den Lehrstuhl Mathematik an der Universität Padua die den Ausschlag gaben dass Bruno Italien zurück tendiert. Während eines Aufenthalts zur in Frankfurt erreicht ihn eine Einladung nach Venedig .

Zunächst lehrt er aber tatsächlich kurz Padua. Aber der Lehrstuhl wird an Galileo Galilei vergeben. Bruno nimmt die Einladung nach jetzt an. Sein Gastgeber Zuane Mocenigno möchte die Gedächtniskunst eingeweiht werden doch es ist unwahrscheinlich dass er sich von Bruno Einblick weit "magischere" Künste erhoffte. Wohl aus Enttäuschung diese Erwartungen nicht erfüllt wurden kommt es Streit. Während Bruno noch überlegt Venedig zu wird er von Mocenigno denunziert und am Mai 1592 von der Inquisition verhaftet.

Im venezianischen Kerker widerruft er nach Verhören. Aber die Macht der Inquisition trifft nicht viel Widerstand in Venedig das sich Bruno mehr oder minder als nicht zuständig haben dürfte.

Anfang 1593 wird Giordano Bruno nach gebracht und in der Engelsburg gefangen gesetzt.

In den folgenden sieben Jahren wird Prozess gegen ihn vorbereitet diese Zeit verbringt im Gefängnis. Er versucht vergeblich eine Audienz Papst Klemens VIII. zu erreichen ist bereit zumindest teilweise widerrufen. Das genügt der Inquisition nicht als einen vollständigen Widerruf fordert gewinnt wieder die in Giordano Bruno die Oberhand. Er verweigert Widerruf.

Am 8. Februar wird das Urteil Giordano Bruno wird wegen Ketzerei aus der ausgestoßen und zum Tod auf dem Scheiterhaufen Die Verurteilung erfolgte nicht in erster Linie des von ihm vertretenen noch über Kopernikus Weltbildes sondern weil er in seiner Lehre personalen Gott der katholischen Kirche im Grunde durch eine pantheistische Weltsicht ersetzt hatte. Dass auf dieser Basis dann konsequenterweise auch die Dreifaltigkeit leugnete war wohl ebenfalls für den des Prozesses relevant.

Bruno reagiert auf das Urteil mit berühmt gewordenen Satz: "Mit mehr Angst verkündet das Urteil als ich es entgegen nehme".

Nach schwerer Folter körperlich gebrochen wird 52jährige Giordano Bruno am 17. Februar 1600 der Piazza Campo dei Fiori auf dem hingerichtet.

Seine Bücher landen auf dem Index sie bis zur Abschaffung des Index 1965 im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils blieben. Bruno wurde von der katholischen Kirche anders als Galilei - bis heute nicht

Philosophie

Für Bruno stammte alles aus der Natur von der göttlichen Einheit von Materie und Dunkelheit ab. Zum einen trennte Gott von der Welt und zum anderen er zu einem dazu entgegengesetzten Pantheismus . Bruno verband die These dass Gott allem innewohne mit dem Glauben dass die der Vorstellung entspringt. Damit nahm er Gottfried Wilhelm Leibniz und Baruch de Spinoza vorweg. Er stellte sich gegen das geozentrische Weltbild nahm stattdessen an dass die Welt die Menschen ein einmaliger "Unfall" einer einzelnen "Welt-Substanz" seien und bekannte sich zur kopernikanischen Darüber hinaus glaubte Bruno dass das Weltall unendlich ist.

Wechselwirkung mit anderen Philosophen

Seine Lehren wurden von Thomas von Aquin Averroes Nikolaus Kopernikus John Scotus Erigena Marsilio Ficino Nikolaus von Kues und der Hermetischen Literatur beeinflusst.

Bruno beeinflusste u.a. Baruch de Spinoza .

Kurzinfos über veröffentlichte Werke

  • 1584 De l'infinito universo e mondi (Vom unendlichen dem Universum und den
  • 1584 De la causa principio e uno (Von der Ursache dem Prinzip und Einen).

Trivia

  • Am Ort seiner Hinrichtung dem Campo Fiori wurde 1889 ein Denkmal für Giordano errichtet.
  • Nach Giordano Bruno ist ein etwa km durchmessender Mondkrater benannt 103° östl. Länge nördl. Breite.

Weblinks




Bücher zum Thema Giordano Bruno

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Giordano_Bruno.html">Giordano Bruno </a>