Zunehmend entfremdete sich Perlasca dem Faschismus mussolinischer Prägung. Er war mit den 1939 Rassegesetzen nicht einverstanden. Auch fand er es dass Italien in ein Bündnis die so "Achse Berlin-Rom" mit dem faschistischen Deutschland getreten obwohl Italien Deutschland und Österreich-Ungarn noch im 1. Weltkrieg als Feind in blutigen Schlachten bekämpft
Mit Beginn des 2. Weltkrieges war Giorgio Perlasca als Angestellter einer Konservenfabrik mit dem Import von Rindern aus Balkan beauftragt. Zunächst war er in Jugoslawien ab Ende 1942 in Ungarn tätig. Perlasca verbrachte in dem kosmopolitischen Budapest eine sehr vergnügliche Zeit und schloss Freundschaften.
Nach Bekanntgabe des Waffenstillstandes zwischen Italien den alliierten Streitkräften am 8. September 1943 schlug sich Perlasca auf die Seite Badoglio und des italienischen Königs während der italienische Botschafter sich Mussolinis Republik von Salò anschloss.
Mit dem Einmarsch der Deutschen in im März 1944 in welchen Admiral Horthy das ungarische Staatsoberhaupt auf persönlichen Druck hatte einwilligen müssen war auch Perlascas Situation geworden. Um sich einer drohenden Verhaftung zu wandte er sich an die spanische Botschaft. Anerkennung seiner Verdienste im spanischen Bürgerkrieg hatte nämlich eine Bescheinigung erhalten: "Lieber Kamerad in Teil der Welt du dich auch befinden wende dich an Spanien". Der spanische Botschafter Sanz Briz gewährte ihm deshalb Unterkunft in von Spanien angemieteten Villa mit extraterritorialem Status. er jedoch keine Möglichkeit sah nach Süditalien dem von den alliierten Streitkräften bereits zurückeroberten - zu gelangen stellte sich Perlasca den Behörden und ließ sich mit Diplomatenstatus internieren. im Internierungslager Kékes verbrachte Zeit behielt er angenehmer Erinnerung. Da er befürchtete wie die den Deutschen in Italien internierten italienischen Staatsangehörigen und nach Deutschland deportiert zu werden begab sich am 13. Oktober 1944 mit Genehmigung des ungarischen Innenministeriums nach und tauchte dort unter.
Ungarn hatte zwar schon 1938 antisemitische Gesetze erlassen die jedoch bei nicht mit der Entrechtung durch die deutschen vergleichbar waren. Auch spätere in Öffentlichkeit und durchaus umstrittene Verschlechterungen der rechtlichen Lage der Bevölkerung wobei der Begriff des Juden rassisch nicht religiös verstanden wurde hatten verhindern können dass Budapest bis zum Einmarsch Deutschen März 1944 die letzte Kapitale Europas Einflussbereich des Deutschen Reiches war in der Synagogen noch ungehindert aufgesucht werden konnten.
Im März 1944 marschierte Adolfs Eichmanns Sondereinsatzkommando in einer Kolonne von einer Länge in Budapest ein. Dies war ein gemeintes Signal welches Schicksal die Juden erwarten Eichmann teilte das Land in Bezirke ein tötete innerhalb von 2 Monaten rund 450.000 durch Vergasung hauptsächlich in Auschwitz . Am 7. Juli 1944 ordnete der ungarische Staatschef Admiral Horthy unter dem Druck des Auslandes insbesondere auch weil die russische Armee bereits an Grenzen Ungarns stand den Stop der Vernichtungsaktion Bis dahin waren nur die Budapester Juden worden.
Perlasca hatte bereits während seiner Tätigkeit Belgrad die Deportation der dortigen Juden beobachten Ihre sichere Vernichtung in den Vernichtungslagern war allgemein bekannt. Nach der von Deutschen am 16. Oktober 1944 erzwungenen Abdankung Admiral Horthys und der des faschistischen Regimes der Pfeilkreuzler unter dem "Staatsführer" und Ministerpräsidenten Ferenc nahmen Eichmanns Schergen auch in Budapest ihr auf. Perlasca war überglücklich als er vom Botschafter der ihm gleichzeitig einen spanischen Pass mit der Versorgung der von Spanien geschützten betraut wurde. Giorgio Perlasca der 1936 in ein perfektes Spanisch erlernt hatte hieß fortan Perlasca.
Die spanische Botschaft hatte wie auch anderer neutraler Länder insbesondere Schwedens aber auch Schweiz Portugals und des Vatikan einer kleineren von Juden sogenannte Schutzpässe ausgestellt mit der es handele sich um Nachfahren der 1492 aus Spanien vertriebenen sephardischen Juden und sie nicht anders vor Eichmanns Kommandos und Pfeilkreuzlern zu schützen waren in angemieteten Häusern Die Zahl der Schützlinge wuchs ständig.
Perlasca war zunehmend auf eigene Faust intervenierte persönlich bei Mitgliedern der ungarischen Regierung rechtswidrige Übergriffe suchte regelmäßig den Güterbahnhof auf dem täglich Juden in Viehwagons zur Vergasung wurden und konnte so in Einzelfällen Juden auf dem Abtransport retten. Seine Hauptaufgabe war jedoch täglich die Häuser aufzusuchen in denen "spanischen Juden" untergebracht waren und durch seine als offizieller Abgesandter der Botschaft Übergriffe der SS -Kommandos und der ungarischen Behörden sowie der die sich mit dem Nahen der Roten Armee zunehmend radikalisierten zu verhindern.
Ende November 1944 war der spanische Angel Sanz Briz der Meinung das Spiel den ungarischen Behörden im Gegenzug zur vage Aussicht gestellten Anerkennung des Regimes die Rettung Juden zu tolerieren nicht weiter fortsetzen zu Zu einer derartigen diplomatischen Anerkennung war er nicht befugt. Er bot Perlasca an ihm die Schweiz nachzufolgen.
Perlasca entschloss sich wohl auch aus Gründen in Budapest zu bleiben. Am nächsten inspizierte er wie gewohnt die unter spanischer stehenden Häuser. Die ungarische Regierung hatte jedoch von der Abreise des spanischen Botschafters erlangt dies als Abbruch der diplomatischen Beziehungen verstanden. hatte sich deshalb entschlossen die Häuser in tausende "spanischer" Juden in drangvoller Enge untergebracht zu räumen. Perlasca verhinderte dies in dem wahrheitswidrig behauptete Angel Sanz Briz habe ihn die Zeit seiner Abwesenheit zum Stellvertretenden Botschafter Diese Lüge fand bei den ungarischen Behörden die ihn als Botschafter akkreditierten .
Die ungarische Regierung glaubte über Perlasca Verhandlungen mit den West-Alliierten treten zu können bei Ihnen gegen die kurz vor Budapest Russen Unterstützung zu finden. Außerdem hatten die ungarischer Seite handelnden maßgeblichen Personen die Hoffnung Falle des drohenden Zusammenbruchs in dem ihnen faschistischen Spanien Zuflucht finden zu können.
Dies ermöglichte ihm wie auch den Botschaften der neutralen Länder eine hektische stets Tätigkeit zugunsten der unter ihren Schutz gestellten Vom 1. Dezember 1944 bis zum 16. Januar 1945 als die Rote Armee auch in Stadtteil Budapests einmaschierte in dem sich die Botschaft befand gelang es Perlasca als amtierender unter häufigem Einsatz seines Lebens und mutigen mehrere tausend Juden der sicheren Ermordung zu Insgesamt haben in den Botschaften der neutralen sowie deren Dependencen etwa 25 000 Juden
Nach seiner Rückkehr aus Ungarn berichtete durchaus von seinen Erlebnissen. Auch übersandte er spanischen Regierung einen umfassenden Bericht den diese allerdings die Verdienste Perlascas zu erwähnen zur Rehabilitierung als Beschützer der Juden verwandte. Weder christdemokratische Politiker Alcide De Gasperi noch der der Liberalen Partei Pella Forti schenkten Perlascas Beachtung. Auch die regionale Zeitung interessierte sich nicht. Perlascas wirtschaftlichen Lebensumstände waren in der prekär. Seine Taten fanden auf die Inititiative Juden hin erst 1987 den Weg in die Öffentlichkeit. Danach ihm unzählige Ehrungen zuteil. 1989 durfte er als einer der Gerechten den Völkern in Yad Vashem einen Baum pflanzen.
Auf die Frage was ihn zu Taten bewogen habe hat Perlasca mitgeteilt er es nicht ertragen zusehen zu müssen wie umgebracht wurden. Er sei zwar nicht mehr aber weder damals noch später Antifaschist gewesen.
Allgemeiner Vermerk: Die (Kurz)Biographien von Gladitz-Perez Lorenzo und weichen in manchen Details voneinander ab. Es lediglich Übereinstimmendes übernommen.