Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 29. November 2014 

Gips


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Gips

Gips als Wüstenrose
Chemismus CaSO 4
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse 2/m
Farbe farblos weiß
Strichfarbe weiß
Härte 2
Dichte 2 3
Glanz Glas- und Seidenglanz
Opazität durchsichtig bis undurchsichtig
Bruch muschelig
Spaltbarkeit vollkommen
Habitus prismatisch tafelig
häufige Kristallflächen ___
Zwillingsbildung Schwalbenschwanzzwillinge

Kristalloptik

Brechungsindices ___
Doppelbrechung ___
Pleochroismus ___
optische Orientierung ___
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2v z ~ ___

weitere Eigenschaften
chemisches Verhalten ___
ähnliche Minerale ___
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen ___

Gips ist ein farbloses bis weißes Sulfat - Mineral des Kalziums mit chemischer Zusammensetzung CaSO 4 • 2H 2 O ist also chemisch gesehen Kalziumsulfat . Gips ist in Wasser extrem unlöslich eine sehr geringe Härte von 2 (er kann mit dem geritzt werden) kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und hat eine weiße Strichfarbe .

Beim Erhitzen geht das Kristallwasser verloren und es entsteht zuerst ein (auch Halbhydrat bzw. Bassanit genannt) mit der chemischen Formel CaSO 4 • 1/2H 2 O bei weiterem Wasserverlust schliesslich Anhydrit III 4 ) das aber mineralogisch schlicht Anhydrit genannt wird.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen und Gewinnung

Gips kommt sowohl massiv und in Form als farbloser weißer gelber roter oder Alabaster vor als auch feinfaserig als Fasergips oder Atlasspat und auch kristallin als durchsichtiger tafeliger Selenit . In Chihuahua (Mexiko) wurden Gips-Riesenkristalle von bis zu m Länge entdeckt.

Gefunden wird das Mineral in verschiedenen So sind die Kristalle oft sehr groß biegsam vollkommen spaltbar dicktafelig oft krummflächig manchmal verzwillingt; andererseits kommt Gips auch rosettenartig verwachsen so genannte Gipsrose oder Wüstenrose vor. Daneben finden sich manchmal durchsichtige die dann als Marienglas bekannt sind. Als Polyhalit wird eine Gips-Varietät bezeichnet welche mit und Magnesiumsulfat verbunden in den Steinsalzlagern von Straßfurt Berchtesgaden und Ischl vorkommen. Stinkgips ist eine durch Bitumen verunreinigte Form.

Gips entstand geologisch durch Auskristallisieren von Calciumsulfat aus Meerwasser es separiert wegen seiner Wasserlöslichkeit als erstes Mineral noch vor dem aus. Man findet ihn aber auch als sulfidischer Erze und in vulkanischen Schloten wo er durch Reaktion von Schwefelsäure mit Kalkstein entstehen kann.

Gips ist weitverbreitet wichtige Vorkommen sind Mexiko Algerien Spanien Italien und den USA zu finden. In Deutschland ist das unter anderem bei Osterode im Harz Eisleben in Sachsen und Borken bei Kassel zu finden.

Gips wird vorwiegend durch Bergbau gewonnen aber heute auch zunehmend bei der Rauchgasentschwefelung als Rauchgasgips an.

Verwendung als Rohstoff

Technisch nutzt man das Vermögen des das durch Erhitzen (Brennen) teilweise oder ganz Kristallwasser beim Anrühren mit Wasser wieder aufzunehmen und dabei zu erhärten. Erhitzen auf etwa 110ºC entsteht so genannter Gips (das oben erwähnte Hemihydrat) bei 130 160 ºC Stuckgips ein Gemisch aus viel Hemihydrat und Anhydrit. Sehr hoch erhitzter Gips wird auch Gips" ( Annalin ) genannt weil er mit Wasser nicht abbindet.

In der heutigen Bautechnik wird Gips Form von REA-Gips -Platten für Zwischenwände verwendet daneben auch als und Füllmittel.

In der Medizin wird Gips für Gipsverband verwendet: Dabei werden die betroffenen Gliedmaßen feuchten Gipsbinden umwickelt die dann innerhalb von aushärten und nach ungefähr zwölf Stunden voll sind.

In der bildenden Kunst wird Gips sehr oft für die von Skulpturen verarbeitet in der Technik für die von Formen und Modellen verwendet. Marienglas spielt heute noch bei Kirchen- und Alabaster-Restaurierungen eine Rolle während der totgebrannte Gips auch gerne Zusatzstoff (Streckmittel) für Malerfarben verwendet wird da zu billigeren Produkten führt ohne die Farbqualität zu beeinträchtigen.

Geschichte

Schon in der Antike wurde Gips Baumaterial verwendet so z. B. bei der der Pyramiden von Gizeh oder der Alabastermoschee in Kairo . In Griechenland wurde es wegen seiner Bearbeitbarkeit für Bauornamente an den Häusern genutzt. Römer schliesslich entdeckten dass durch starkes Erhitzen Substanz entsteht die mit Wasser vermischt aushärtet als Putz verwendet werden kann.

Siehe auch: Liste von Mineralen

Weblinks



Bücher zum Thema Gips

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Gips.html">Gips </a>