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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 1. September 2014 

Glaube


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Glaube ist die subjektive durch besondere Gründe gefestigte Vorstellung bzw. ganze Vorstellungssystem eines Menschen.

1) Glaube beschreibt im Alltagssprachgebrauch die Rahmen von Unsicherheit festgestellte meist positive Erwartung irgendwelcher Tatsachen oder Zusammenhänge. Etwa: "Ich glaube morgen die Sonne scheint".

2) Glaube im religiösen Sinne beschreibt mit persönlicher Gewissheit ausgestattete Vorstellung oder ein Vorstellungssystem bezüglich aller die direkte Erfahrung überschreitenden Derartiger Glaube wird meist in Gruppen gleichgesinnter mehr oder weniger organisiert kultiviert. Gegenstand sind solche Fragen die zugleich für den Einzelnen die Gruppe existentiell bedeutsam und ansonsten nicht sind: Existenz vor Beginn der Menschheit generelle Leben nach dem Tod innerweltliche Beschaffenheit ( Mikrokosmos ) Sinnfragen.

Soweit damit lange Tradition und große Anhängerzahl verbunden ist wird Gesamtglaubenssystem als Religion und die zugehörigen menschlich-weltlichen Organisationen als Kirchen bezeichnet.

Kurz gesagt hat der Begriff Glaube religiösen Sinne 3 Eigenschaften:

1. etwas für richtig und wahr halten

Oder auch nicht: "Glaube ist kein Akt sondern eine Weise zu leben. An glauben heißt sich in jeder Lage so verhalten wie man sich verhalten muß wenn das woran man glaubt wirklich gibt. Das ist nur die der Reflexion zugängliche intellektuelle des glaubenden Verhaltens. Um es in einem auszudrücken: Der Fußballspieler muß den Ball ab zu einem anderen Spieler seiner Mannschaft zuspielen. ist nur sinnvoll wenn er damit rechnen daß der Partner der Ball übernimmt und zurückspielt. Gewißheit hierfür gibt es nicht denn andere könnte durch den Gegner gehindert sein den Ball verfehlen. Trotzdem muß man ihm Dies mit dem Gegenüber trotz der Ungewißheit Zuspielen und Zurückerwarten des Balls ist Glauben. Es wäre wiederum ein aus der Reflexion Mißverständnis wenn man versuchen wollte nun einen Glaubensinhalt" zu formulieren. Könnte man die "Berechtigung" Glaubensinhaltes erweisen so würde man wohl besser Wissen reden." Aus C.F. von Weizsäcker Zeit Wissen

2. etwas für wertvoll halten

Aber: "Ich habe versucht einige Weisen Glaubens zu beschreiben. Ich habe nicht versucht ihren Wert zu argumentieren denn das kann nur indem man selbst glaubt also nicht einem Ort jenseits der in jedem bewußten liegenden Entscheidung." Aus C.F. von Weizsäcker Zeit Wissen

3. sich jemandem oder einer Lehre anvertrauen

Aber: Buddha lehrte: Wenn Deine Einsicht Lehre widerspricht mußt du Deiner Einsicht folgen. Christus: Wer Gottes Willen tut wird erfahren meine Lehre von Gott ist (Joh. 7

Das Wort "glauben" ist die Übersetzung griechischen "pisteuein" mit vergleichbarem Wortsinn. Im Judentum wird meist die Vokabel "aman" verwendet: Sich etwas festmachen. Ursprünglich gemeint war also nicht unbestimmte "ich weiß nicht" sondern im Gegenteil: verlasse mich auf ich binde meine Existenz Es geht also zentral nicht um einen zum Wissen sondern um Vertrauen Gehorsam und Lebensübergabe.

Dem Glauben zugrunde liegt eine Anlage Menschen sich an etwas festzumachen an einer einem (Welt- oder Menschen- oder Gottes-)bild. Ohne Grundausrichtung wäre ein Mensch haltlos und nicht

Unabhängig davon ist woran speziell sich Mensch festmacht. Hier können rein innerweltliche Dinge die eigene Kraft das Volk/eine Gemeinschaft oder die Familie) das Objekt des Glaubens bieten auch Lebensstrategien Weltprinzipien bis hin zum Glauben über- oder außerweltliche Kräfte und Personen (Götter Gott).

"...Glauben heißt angeblich nicht wissen ...doch ist auch nicht mehr als das zu was jemand weiß...."

"Auch wer sich tief auf den eingelassen und vielleicht sogar die Verzweiflung erfahren findet scih schließlich wenn er weiterlebt derselben gegenüber die ihm als natürlichem Menschen gegeben Er wird nun an vielen Stellen Vorsicht relativen Zweifel gelernt haben vielleicht ist ihm schwebende Charakter aller Erkenntnis deutlich geworden die alles anzuzweifeln. Aber indem er lebt läßt die Welt gelten. ... Man kann dies deutlicher sagen als Faust in dem Augenblick dem er aus der Verzweiflung zurückkehrt: >Die quillt die Erde hat mich wieder.< Die ist das Wirkliche das er schlicht gelten und mit ihr die Welt den weinen leben.

Wer überhaupt aus der wirklichen Verzweiflung wird dabei wohl immer eine Erfahrung des gemacht haben den man den religiösen nennt. Möglichkeit des Weiterlebens wird für ihn meist dieser Erfahrung zusammenhängen. Sein weiteres Leben wird ein Verhalten sein das mit der Wirklichkeit sich ihm in dieser Erfahrung gezeigt hat der Weise des Glaubens rechnet auch wenn Wirklichkeit sich nicht oder nicht mehr unmittelbar Der religiöse Glaube wo er echt ist also in besonderer Weise nicht ein bloßes sondern eine Art des Lebens. Es ist nicht ein bloßes Geltenlassen eines sich ohnehin sondern ein aktives ständiges Ansprechen oder Anrufen sich nicht ohne weiteres Zeigenden." C.F. von Zeit und Wissen

Zitate:

  • "Wo Glaube ist ist Hoffnung und wo ist geschehen Wunder"
    • Werbespruch für eine Gesichtscreme gegen Falten

  • "Es ist aber der Glaube eine feste auf das was man hofft und ein an dem was man nicht sieht. "
    • Hebräer 11 1 Die Bibel in der 1984
  • "Glaube denen die die Wahrheit suchen und an denen die sie gefunden haben." André



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