Glimmer bezeichnet eine Gruppe im monoklinen Kristallsystem kristallisierender Silikat - Minerale mit der komplexen chemischen Zusammensetzung (K Ca)(Al Mg Fe Li) 2-3 (OH) 2 (Si Al) 4-5 O 10 . Die in Klammern stehenden Atome können in beliebiger Mischung vertreten stehen aber immer selben Verhältnis zu den anderen Atomgruppen. Glimmer eine verhältnismäßig niedrige Härte von 2 (parallel zu den Schichtebenen) 4 (alle anderen Richtungen) eine sehr variable weiße grüne braunschwarze oder rosa Farbe und weiße Strichfarbe .
Glimmer sind Schichtsilikate bei denen Tetraeder aus Silizium und Sauerstoff in charakteristischen Schichten zusammenhängen zwischen denen sehr schwache Bindungskräfte bestehen. An diesen Schichten sich die tafeligen Kristalle des Minerals daher leicht spalten. Häufig man sechseckige elastisch verformbare Blättchen die sich schuppigen Aggregaten vereinigt haben.
Glimmerkristalle können zu erheblicher Größe heranwachsen; dem Ural -Gebirge in Russland sind 5 Quadratmeter große und 50 dicke Exemplare bekannt geworden.
Bedeutende Glimmervarietäten sind der kalium- und aluminiumreiche helle Muskovit oder Tonerdeglimmer der lithiumreiche rosafarbene Lepidolith und der dunkle Biotit oder Magnesiumglimmer der besonders viel Eisen und Magnesium enthält.
Glimmer sind häufige Bestandteile von magmatischen metamorphen und Sedimentgesteinen . Die Varietät Muskovit findet sich beispielsweise oft in quarzreichen Graniten oder Pegmatiten daneben auch in metamorphen Gesteinen wie B. Phyllit. Als sehr verwitterungsbestandige Varietät tritt auch in Sedimentgesteinen wie z. B. Sandstein auf. Biotit verwittert wesentlich leichter und sich daher eher in Granit oder Diorit .
Aufgrund der leichten Spaltbarkeit entlang der lassen sich Glimmer in dünne transparente Scheiben die aufgrund des hohen Schmelzpunktes des Minerals in industriellen Schmelzöfen als zum Einsatz kommen. Daneben werden die Minerale elektrische und als Wärmeisolatoren genutzt. Hauptproduzenten sind USA und China .
Glimmer wurden bereits 1546 von dem Georgius Agricola erwähnt. Wo Glimmer leicht und zu Preisen erhältlich Glas dagegen zu teuer war das Mineral insbesondere in ländlichen Gegenden für verwendet. Im 20. Jahrhundert wurden Glimmer erstmalig durch Charles-Victor Mauguin mit Röntgenstrahlen untersucht.