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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Glossar der färöischen geografischen Namen


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Das Glossar der färöischen geografischen Namen listet die geografischen Namen in der färöischen Sprache auf.

In erster Linie handelt es sich um alle geografischen Namen auf den Färöern einige Namen in Dänemark und Skandinavien sowie Namen der Länder der Erde sie vom Namen in der Landessprache oder dem deutschen Namen abweichen. Beispiel: Argentina ist ebensowenig aufgeführt wie Estland . Die Sortierung der Listen folgt dem Alphabet.

Inhaltsverzeichnis

Transkription färöischer Namen

Es gibt im Deutschen bisher keine Transkriptionsregeln für färöische Namen. Das liegt vermutlich dass Färöisch an keiner Universität in Deutschland wird und es auch keine färöisch-deutschen Wörterbücher Wer färöisch lernen will muss in der auf dänischsprachige Literatur zurückgreifen wobei ein klassisches auch in englischer Sprache vorliegt (W.B. Lockwood: An Introduction to Modern Faroese ). Andererseits benutzt das Färöische das lateinische kann also auch mit seinen typischen Sonderbuchstaben üblichen Schreibprogrammen am Computer dargestellt werden. Daher eine Transkription eher zu vermeiden.

Im Färöischen begegnen wir folgenden Sonderbuchstaben á ð í ó ú ý æ ø (alternativ: ö).

Im Alphabet werden á í ó und ý unter a i o u y eingeordnet. Dies entspricht der Konvention bei Umlauten in Wörterbüchern. Daher kann man den Akzent möglicherweise weglassen. Bedacht muss hierbei aber dass der Akzent nicht eine andere Vokalqualität andeutet sondern auch bedeutungsunterscheidend sein kann.

Der Buchstabe ð (das edd ) ist in der Aussprache stets stumm. mögliche Transkription wäre immer das d . Also Bordoy statt Borðoy . Irreführend wäre eine Transkription nach dem isländischen Muster Seyðisfjorður > Seydhisfjordhur also mit dh . Das isländische ett wird nämlich stets artikuliert und zwar stimmhaftes th (wie in englisch: brother ).

Die Buchstaben æ und ø können mit ä und ö umschrieben werden. entspricht auch deren Aussprache und zum Beispiel Schreibung im Schwedischen . Hinzu kommt dass ø im Färöischen auch als ö vorkommt. Siehe zum Beispiel: Norröna .

Føroyar - Färöer

Die Färöer werden landessprachlich Føroyar genannt. Das deutsche Wort Färöer ist von dänisch Færøerne ( die Färöer) entlehnt. Poetisch kann die Inselgruppe Färöischen auch als Føroyaland erscheinen. In Verbindungen erscheint oft Føroya ohne das r. Hierbei handelt es um den Genitiv des Namens der stets im Plural existiert. Beispiel: Postverk Føroya (Postverwaltung der Färöer). Das Wort Føroyar ist weiblich analog zu die Insel(n).

Wortherkunft

Die Herkunft von Føroyar ist nicht eindeutig geklärt. Das Wort sich aus zwei Bestandteilen zusammen: Før- und -oyar . Die Bedeutung und Herkunft von -oyar ist unstrittig: färöisch oyggj (Plural: oyggjar ) heißt Insel . Dass hier von der modernen Orthographie wird hat historische Gründe (siehe unten).

Bestandteil „Før-“

Häufigster etymologischer Ansatz ist die Herleitung von altnordisch fár (heute dänisch : får = (Woll-)Vieh Schaf ). fár kommt in der färöischen Sprache (auch anderen denkbaren Formen wie „før“) nicht vor ist aber gemeingermanisch verwandt mit Vieh . Das Schaf heißt auf den „Schafsinseln“ werden die Färöer meist etymologisch erklärt) allerdings: seyður .

Ungeklärt ist daher ob der Name eher von keltisch fear an = weit weg abstammt. Denn: Die ersten nachgewiesenen Menschen den Färöern waren Kelten und die Färöer sind durchaus „weit gewesen für damalige Verhältnisse.

Unabhängig von dieser Kontroverse kann aber werden: Die Färöer sind „Schafsinseln“ da es dort mehr Schafe Menschen gibt und diese Schafe omnipräsent ganz oben auf dem Speiseplan und für eine der besten Schurwollqualitäten überhaupt sind nebenbei noch ein Widder das färöische Wappentier ist. Ebenso gilt: Wer auf die fernen Färöer fährt ist far away . Beide Vorstellungen von dem Wort haben ihre Berechtigung im realen Erleben.

Der Pinonier der deutschen Faroistik Ernst Krenn nannte sie 1942 zärtlich: Die Inseln des Friedens (Buchtitel: Føroyar. Die Inseln des Friedens Münster 1942).

Bestandteil „-oy(ar)“

Insel heißt auf färöisch oyggj . Der Plural ist oyggjar . Bei färöischen geografischen Namen die eigenen Inseln betreffend wird die alte Form oy Plural oyar verwendet. Dies entspricht dem gleichbedeutenden dänischen Ø für Insel . Es ist verwandt mit deutsch Eiland . Die Aussprache von -oy (im Sonderfall einer Insel!) ist im [-i] im Plural nimmt das [i] die des Gleitkonsonanten [j] an also: [-jar]. Manchmal insbesondere der gehobenen Sprache wird statt [-i] aber [-oi] gesagt.

Aussprache - färöisch dänisch deutsch

Die Aussprache von Føroyar ist ['för.jar]. Hierbei wird stets daran dass zwischen beiden Silben (und Wortbestandteilen) ein Stimmabsatz ist. Das [r] wird im Färöischen gerollt.

Das dänische Færøerne wird ['fär.öerne] ausgesprochen also auch mit Stimmabsatz zwischen den Wortbestandtteilen meist sogar mit Stoßton (stød) den es im Färöischen aber gibt.

Das deutsche Färöer wird in der Regel aber nicht artikuliert dass beide Wortbestandtteile voneinander getrennt erscheinen. zweite und dritte Silbe wird also [-röer] Genauso wird es auch getrennt: Fä|rö|er . Hier verlässt das Deutsche sozusagen die hergeleitete“ Aussprache.

Was alle drei Sprachen aber gemein ist die Betonung auf der ersten Silbe . Wenn der Duden als alternative Betonung [fä'röer] nennt so ist das wahrscheinlich einen beobachteten Sprachgebrauch bei deutschen Sprechern zurück führen die sich niemals auf den Färöern im deutschen Sprachkontext bewegt haben.

Schreibweise der Färöer in anderen Sprachen

Bei einigen der unten stehenden Formen das redundante Inseln ( -öer heißt bereits Inseln ) gebraucht. Wer die „korrekten“ Formen kennt sie hier eintragen und die Formen mit Inseln in Klammern nennen wie im englischen

Namen der färöischen Inseln

Die Namen der 18 Inseln des haben alle eine Bedeutung die sich häufig ins Deutsche übersetzen lässt in manchen Fällen nur etymologisch hergeleitet werden kann sich also aus dem modernen färöischen Vokabular unmittelbar ergibt.

Daneben haben die Inseln (wie auch Orte und sonstige geografischen Namen auf den auch dänische Namen (hier in Klammern dahinter genannt). ist darauf zurück zu führen dass das ca. 500 Jahre die alleinige offizielle Schriftsprache den Inseln war.

Nur wenige geografische Namen auf den existieren auch in einer deutschen Form. Prominentestes ist die Region der sechs Nordinseln (Borðoy Fugloy Kalsoy Kunoy Svínoy Viðoy) in der deutschsprachigen Literatur immer so genannt Auch sind Begriffe wie Groß-Dimun und Klein-Dimun für (ausgerechnet) die beiden kleinsten färöischen durchaus üblich. Alle anderen Übersetzungen sind im Sprachkontext ungewöhnlich aber zur Erläuterung (größtenteils) geläufig.

Der landeskundliche Überblick zu den Inseln sich im Artikel Inseln der Färöer

  • Borðoy (Bordø) - Bordinsel (im Sinne von Rand Kante )
  • Eysturoy (Østerø) - Ostinsel
  • Fugloy (Fuglø) - Vogelinsel
  • Hestur (Hestø) - Pferd
  • Kalsoy (Kalsø) - Männerinsel
  • Koltur (Kolter) - Hammer
  • Kunoy (Kunø) - Fraueninsel
  • Lítla Dímun (Lille Dimon) - Kleiner Dämon - Klein-Dimun
  • Mykines (Myggenæs) - Guano -Landspitze (wörtlich: Mistnase )
  • Nólsoy (Nolsø) - nahe Insel (?). Dieser Name ist etymologisch schwierig Vermutet wird dass Nól- von altnordisch nór = eng herstammt was wiederum mit deutsch nah verwandt ist. Im Altnordischen heißt die Straße von Gibraltar Nórvasund . Dadurch dass Nólsoy der Bucht von Tórshavn vorgelagert ist und alle Schifffahrtswege nach an dieser Insel vorbei führen ist die plausibel aber nicht einwandfrei nachgewiesen.
  • Sandoy (Sandø) - Sandinsel (wegen der Strände dort)
  • Skúvoy auch: Skúgvoy (Skuø) - Skuainsel (nach der hier brütenden Möwenart Skua - zoolog.: Stercorarius Skua ) [1]
  • Stóra Dímun (Store Dimon) - Großer Dämon - Groß-Dimun
  • Streymoy (Strømø) - Strömungsinsel (vermutlich wegen der häufig kenternden schnellen im Sund zu Eystruroy )
  • Suðuroy (Suderø) - Südinsel (südlichste Insel und eigene Region)
  • Svínoy (Svinø) - Schweineinsel
  • Vágar auch Vágoy (Vågø) - Buchten(-Insel)
  • Viðoy (Vidø) - Holzinsel (vermutlich wegen des Treibholzes)

Namen der färöischen Orte

Länder der Erde

Als Referenz dient die Liste des Landesamtes der Färöer PDF-Download 6 Seiten

Bei den Inselstaaten ist oft die -oyggjar zu lesen. Das ist der färöische von oyggj = Insel . Dass die Färöer sich nicht selber nennen wird in dem Abschnitt über die Namen der Färöer diskutiert.

Die Zusätze der Himmelsrichtungen lauten: Eystur- ( Ost- ) und Vestur- ( West- ); Norður- ( Nord- ) und Suður- ( Süd- ).

Evropa - Europa

Afrika

Amerika

Asia - Asien

Kyrrahavsoyggjarnar - Ozeanien




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