Als Granulit (lat. granum = Korn) bezeichnet man im weiteren jedes Gestein welches unter granulitfaziellen Bedingungen metamorphosiert wurde. Granulitfazielle Bedingungen sind charakterisiert durch oberhalb von ca. 750 °C und Drücke von ca. 1 4 GPa (entspricht Erdkrustentiefen als 45 - 50 km ). Somit Granulite in der unteren Erdkruste auf.
Granulite mit saurer oder basischer Zusammensetzung man am Auftreten von metamorph gebildetem Orthopyroxen . Saure Granulite (SiO 2 -reich) werden auch als Charnockit basische Granulite 2 -ärmer) als Enderbit bezeichnet. Bei manchen Gesteinen (z. B. Marmor Quarzit ) ist aufgrund des einfachen Mineralbestandes das granulitfazieller Bedingungen nicht immer möglich.
Zumeist zeigen Granulite ein massiges mittel- grobkörniges Gefüge. Gelegentlich kann durch Einregelung von Quarz Biotit und/ oder das Vorhandensein von Leuko- Melanosomen (siehe Anatexis) ein gneisartiges Gefüge entstehen.
Bei extrem hohen Temperaturen (> 900 und mittleren Drücken (0 7 - 1 GPa) zeigen aluminiumreiche pelitische Granulite charakteristische Mineralvergesellschaftungen wie beispielsweise Sapphirin + Quarz Spinell + Quarz und Orthopyroxen + Sillimanit . In solchen Fällen spricht man von (UHT-Metamorphose).
Es gibt zwei typische retrograde Druck-Temperatur-Entwicklungen von Granuliten: isobare Abkühlung (IBC = isobaric und isothermale Dekompression (ITD = isothermal decompression). der IBC kühlt der Granulit ohne nennenswerte ab was auf Wärmezufuhr durch z. B. Magmaintrusion hindeutet. Bei der ITD erfolgt eine schnelle Heraushebung mit nachfolgender Abkühlung; dies läßt durch orogenen Kollaps nach einer Erdkrustenverdickung erklären.