Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Gregorianische Kalender benannt nach Papst Gregor XIII. ist der heute in den meisten der Welt gültige Kalender .
Das Erste Konzil von Nizäa legte 325 fest an welchem Tag im Jahr Osterfest gefeiert werden sollte: immer am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Als Frühlingsbeginn wurde der 21. März bestimmt da das astronomische Ereignis der Frühlings-Tagundnachtgleiche (Primar-Äquinoktium) im Konzilsjahr 325 auf diesen fiel. (Der Wortlaut der Konzilsbeschlüsse ist jedoch erhalten geblieben; es gibt verschiedene Ansichten darüber genau beschlossen wurde.) Der damals gültige Julianische Kalender ging von einem mittleren Sonnenjahr von 365 25 Tagen aus und die überschüssigen 6 Stunden alle vier Jahre einen Schalttag aus. Gegenüber dem tatsächlichen Sonnenjahr 365 Tage 5 Stunden 48 Minuten und Sekunden währt war das Julianische Sonnenjahr also als 11 Minuten zu lang. Bis ins 16. Jahrhundert zur Zeit Papst Gregors XIII. hatten sich diese 11 Minuten pro bereits auf 10 Tage summiert so dass Primar-Äquinoktium im Jahr 1582 schon am 11. März stattfand.
Um die Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. März in Übereinstimmung zu bringen und Ostern wieder am vorgesehenen Datum feiern zu folgte der Papst dem Vorschlag des Astronomen und bestimmte dass im Jahre 1582 zehn Tage übersprungen werden sollten. Daher auf den 4. gleich der 15. Oktober . Folgerichtig fiel der |Frühlingsbeginn 1583 wieder auf den 21. März . Damit war die Ausgangslage wie vom zu Nicäa 325 festgelegt wiederhergestellt.
Um die beobachtete Abweichung künftig zu legte der neue Gregorianische Kalender die Dauer mittleren Sonnenjahrs auf 365 2425 statt wie auf 365 25 Tage fest. Diese Verkürzung dadurch dass -abweichend von der Schaltregel des Kalenders- diejenigen Jahrhundertjahre keinen Schalttag haben deren dividiert durch 400 keine Natürliche Zahl ergibt. stellten die Jahre 1700 1800 und 1900 so genannte Gemeinjahre zu 365 Tagen Die Jahre 1600 und 2000 waren -in Übereinstimmung mit der überkommenen Schaltjahre zu 366 Tagen.
Die evangelischen Territorien des Deutschen Reichs übernahmen den Gregorianischen Kalender mit Beginn Jahres 1700 . Zuvor mussten beispielsweise Verträge zwischen katholischen protestantischen Fürsten mit Bruchzahlen datiert werden etwa als Oktober 1582.
Die reformierten Orte der Schweiz folgten Jahr später allerdings mit drei Ausnahmen: Der Halbkanton Appenzell Ausserrhoden und die protestantischen Teile von Glarus und Graubünden . Der offizielle Übergang zum neuen Kalender dort bis 1812 dauern; der alte Kalender blieb aber länger in der Bevölkerung lebendig. Die Appenzeller werden noch immer am 31. Dezember nach dem Julianischen Kalender ( 13. Januar nach dem Gregorianischen Kalender) gefeiert.
Die orthodoxen Länder Osteuropas behielten den Julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700 1800 und 1900 in Russland Schaltjahre gewesen waren machte die Abweichung Gregorianischen Kalender dort mittlerweile 13 Tage aus. russische " Oktoberrevolution " 1917 fiel deshalb nach dem Gregorianischen Kalender den 7. November . An diesem Tag wurde die Revolution auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte.
Als bisher letzter Staat übernahm 1927 die Türkei den Gregorianischen Kalender; dort hatte bis der Islamische Kalender gegolten.
Einige orthodoxe Kirchen (z. B. in Russland und Serbien ) begehen ihre feststehenden Feste weiterhin nach Julianischen Kalender. Ihr Weihnachten ( 25. Dezember ) fällt darum derzeit auf den 7. Januar (greg.). Andere orthodoxe Kirchen (z. B. Griechenland und Bulgarien ) verwenden hierfür den so genannten Neo-Julianischen der bis zum Jahr 2700 dem Gregorianischen entsprechen wird. Alle orthodoxen Kirchen berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach julianischen Frühlingsanfang sowie nach dem metonischen Vollmond; Fest fällt daher nur gelegentlich mit dem der westlichen Kirchen zusammen meist ist es vier oder fünf Wochen später als im
Die Regeln des Gregorianischen Kalenders führen einer durchschnittlichen Jahreslänge von 365 2425 Tagen.
Tatsächlich ist ein Jahr - also Umlauf der Erde um die Sonne - im Schnitt 365 24219878 mittlere Sonnentage lang der beträgt also "nach Gregor" nur 0 000301 pro Jahr das bedeutet die Fehler würden nach 3319 8 Jahren auf einen ganzen summieren.