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Großes Bruch


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Großes Bruch Ausschnitt aus "Andrees Allgemeiner Handatlas" und Klasing 1906

Das Große Bruch ist ein 45 Kilometer langes aus Urstromtal entstandenes Feuchtgebiet zwischen Oschersleben im Osten und Hornburg im Westen. Die verträumte Niederungs-Wiesenlandschaft mit Wegen schilf- und weidengesäumten Gräben und dem Himmel ist nicht breiter als ein bis Kilometer und erstreckt sich entlang des Großen und des Schiffergrabens zwischen den Flussgebieten von Bode und Oker . Bis zur beginnenden Entwässerung im Mittelalter das Gebiet als undurchdringlich: "um aus südlicher (Schwanebeck) zum Kloster Hamersleben zu gelangen musste zwischen der Stelle an der heute der Neudamm liegt und dem Dorf Wegersleben (später eine Fähre benutzen”. Das älteste Neudammer Gebäude aus Bruchsteinen erbauter Wohnturm heißt deshalb auf 'dat ole Fährhus' ein angrenzendes Ackerstück 'de und die Straße von Schwanebeck 'dä ole

1130 soll sich ein Fährmann Eulunardus eines schweren Unwetters geweigert haben den Pfalzgrafen von Sommerschenburg überzusetzen und wurde deshalb von im Jähzorn erschlagen. Aus Reue über seine beichtete er dem Abt Sigfried vom Kloster seine Bluttat schenkte dem Kloster eine Hufe unterstützte die Hinterbliebenen des Ermordeten mit Geld bewirkte dass 1137 Bischof Rudolf von Halberstadt festen Damm anlegen ließ. Der Wohnturm wurde Zollstation. Die plattdeutsche Bezeichnung "oppen Tolln" erinnert so wie auch die Ortsbezeichnung "Neudamm" auf Querung eines Sumpfgebietes verweist Auch der Hessendamm befestigte westliche Verkehrsweg durch das Große Bruch Hessen und Mattierzoll erinnert sprachlich an mittelalterlichen der zugleich das Bruch urbar machte und Grünlandnutzung führte.

Im 20. Jahrhundert kam es mit intensiver Nutzung fast zu irreparablen Schäden. Um zu gewinnen wurden der Grundwasserstand abgesenkt Wiesen chemische Düngemittel eingesetzt. Artenschwund in Tier- und waren die Folge. Einige Gebiete trockneten aus anderen staute sich die Nässe. Zunehmendes ökologisches führte 1981 zum Beschluss des Bezirkstages Magdeburg Teil des Großen Bruchs mit 786 Hektar Schutz zu stellen. Nach der Wende wurde gesamte Große Bruch mit 6.000 Hektar zum erklärt um damit die Fauna zu schützen: Wiesen sind Wohn- und Brutstätte seltener Vogelarten Korn und Wiesenweihe Großer Brachvogel Sumpfohreule Bekassine Wachtelkönig gehören. In Kopfweidenbeständen brütet der Steinkauz.

  

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