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Großserbisches Reich


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Unter Großserbisches Reich versteht man eine relativ kurze Zeit 14. Jahrhundert in denen Serbien mit seinen südslawischen Nachbarn einen großen Staat bildete.

Inhaltsverzeichnis

Die Ursprünge Serbiens

Diese liegen nach Meinung vieler Historiker im Kosovo im südlichen Serbien. Dort sollen sich 6. Jahrhundert die ersten serbischen Siedler niedergelassen haben dort unterlagen ihre Nachfahren 1389 in der Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo Polje) dem Heer der Türken . Der Gedenktag 28. Juni wurde serbischer Nationalfeiertag (St.Veits-Tag/Vidovdan).

Für andere liegt Serbiens Ursprung wiederum der Raška oder Raszien auch bekannt unter der türkischen Bezeichnung Sandschak . Es bezeichnet ein heute teilweise islamisches zwischen Zentralserbien und Montenegro westlich des Kosovo in Richtung Bosnien . Die größte Stadt und einst Sitz türkischen Provinzhalters für den Sandschak ist Novi Man nannte früher die Serben deswegen auch Raszier.

Byzanz Awarenreich und Südslawen

Nach den Römern hatte Byzanz (das "Ostrom" Konstantinopel ) die Herrschaft über den Großteil der und förderte das Entstehen kleiner Pufferstaaten gegen Awarenreich im Norden. Dieses bestand seit 567 vom Karpatenbogen bis zur Donau - bis zur Niederlage 803 gegen das Frankenreich von Karl dem Großen .

Byzanz ermutigte slawische Stämme sich als in den Provinzen des Balkan anzusiedeln. Diese seit 580 entstehende südslawische Einwanderung reichte vom heutigen Slowenien über Kroatien Bosnien und Serbien bis nach Bulgarien und den Peloponnes . Manche nahmen die griechische Kultur an die meisten aber bewahrten slawische Identität. Aus ihnen bildeten sich

Slawische Fürstentümer

unter der Oberhoheit von Ostrom . Von ihnen war das weitgehend selbständige Fürstentum das bedeutendste. Es erlebte mit Župan Vlastimir und der frühen Hauptstadt Ras Novi Pazar (daher auch die Bezeichnung Raszien) der Mitte des 9. Jahrhunderts seine erste

Um 850 hatten sich die serbische Stämme Rasziens und der späteren Herzegowina unter Vlastimir vereinigt um sich gegen unter Khan Presiam gegen das Byzantinische Reich vordrängenden Bulgaren wehren zu können. Vermutlich in dieser wurde Serbien ( Raszien ) von den Slawenaposteln Kyrill und Method endgültig christianisiert und neigte im Machtgefüge Balkanhalbinsel eher dem orthodoxen Byzanz zu. Allerdings war damls die Spaltung Orthodoxie und Katholizismus noch nicht endgültig vollzogen auch Serbien neigte sich historisch immer wieder kürzere Zeit Rom zu.

Der bulgarische Zar Simeon I. fürchtete eine Umklammerung und Časlav einen am bulgarischen Hof aufgewachsenen Urenkel als Groß-Župan einsetzen und dadurch Serbien als Provinz zu annektieren . Doch nach Simeons Tod 927 zog Časlav als Befreier nach Serbien anerkannte die byzantinische Oberhoheit und erhielt Hilfe Wiederaufbau des Landes. So festigte sich der der etwas größer war als unter Vlastimir Raszien Bosnien dem späteren Montenegro und Herzegowina) aber wieder nach Časlavs Tod bei einem der Ungarn.

Im 11. Jahrhundert bekam Serbien die nächste Chance zur zu werden. Stefan Vojislav im heutigen Montenegro entsagte dem byzantinischen den Gehorsam. Ihm folgte sein Sohn Mihailo Zeta. Als Byzanz im Normannenkrieg geschwächt war unterstützte Mihailo einen Aufstand südslawischen Völker gegen die byzantinische Oberherrschaft. Dieser doch bekam Mihailo Unterstützung aus dem Westen . Der Papst wollte 1054 nach der Kirchenspaltung die Herrscher im Osten wieder für Rom gewinnen ernannte Mihailo 1077 zum König und machte so dessen Dioklitien (Duklja) zum ersten serbischen Königtum mit internationaler Anerkennung.

Das Großserbische Reich

Das 12. Jahrhundert wurde durch Stefan Nemanja zum Angelpunkt serbischen Nationalbewusstseins. Stefan ward nach seinem Sieg seine Brüder bei Pantino die allesamt Teilherrscher Serbien waren zum Alleinherrscher Rasziens und Dioklitiens. einem anderen schloß er eine Union. Dieser ihn als Groß-Župan an. Beide halfen Venedig und Ungarn im Krieg gegen Byzanz und verloren gegen Kaiser Manuel . Doch nach Manuels Tod 1180 rangen sie Byzanz die Unabhängigkeit und große Gebiete ab - darunter südliche Kosovo um Prizren und Niš das kurzzeitig zur neuen Hauptstadt wurde. sich Anerkennung durch den Papst und die zum König und damit strategische Vorteile gegen zu sichern trat Stefan Nemanja offiziell zum über. Ein Friedensvertrag mit dem byzantinischen Kaiser Isaak II. stabilisierte die politische Lage.

1196 übergab Stefan Nemanja die Herrschaft an Sohn Stefan weiter. Als Mönch Simeon gründete er zahlreiche Kirchen und Klöster (darunter Studenica und Hilandar ). Stefan Nemanja verstarb 1200 und wird serbischer Nationalheiliger verehrt.

Nun war Serbien zu Ende des 12. Jahrhunderts formell wieder ein Königreich. Kroatien wurde im 11. Jahrhundert formell unabhängig von Byzanz und ein das aber seit 1102 in Personalunion mit von den ungarischen Königen und deren Staathaltern Banus regiert wurde. Auch in Bosnien gab seit dieser Zeit unabhängige Herrschaften.

Größte Ausdehnung erreichte das heute sogenannte Großserbische Reich zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Es unter dem Zaren Stefan Dušan 1331 - 1355 weite Teile der westlichen Balkanhalbinsel: Serbien Montenegro Albanien Mazedonien und Griechenland bis zum Golf von Korinth sowie kleinere Gebiete der heutigen Staaten und Bulgarien; ausgenommen waren die Städte Thessalonike und Dubrovnik. Auch auf Bosnien und Bulgarien Stefan Dušan seine Hand gelegt.

In dieser Machtfülle bestand es zwar einige Jahrzehnte wurde jedoch unter der Jahrhunderte türkischen Fremdherrschaft zum Inbegriff eines serbischen Idealstaates. kulturell errang Serbien damals Fortschritte. So löste die serbische Redaktion des kirchenslawischen das griechische Umgangssprache in Südosteuropa ab und blieb diese bis in 16. Jahrhundert. Die klösterlichen Freskomalereien werden zu Höhepunkten christlicher Malerei des 13. und 14. gezählt. Es motivierte daher viele Serben seit 19. Jahrhundert nochmals ein panslawistisch -serbisches Reich anzustreben und u.a. auch den Bosniens von Österreich-Ungarn an Serbien zu fordern.

Amselfeld und Osmanische Zeit

Die Reiche Serbien und Bosnien wurden die osmanisch-türkischen Eroberungen ab dem 14. Jahrhundert des Osmanischen Reiches . Die Serben in Altserbien unterlagen 1389 in der Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo Polje) und mussten Tribut an osmansichen Sultane leisten.

Die Schlacht (nach manchen Überlieferungen bis 77.000 Toten) leitete den Untergang des Großserbischen ein; ihre Auswirkungen sind noch in den der Gegenwart zu spüren. Serbien verlor seine Eigenstaatlichkeit gut 400 Jahre. In dieser Zeit wurden serbische Christen zu Moslems doch blieb das serbische Nationalgefühl u.a. die serbisch-orthodoxen Klöster erhalten.

Eine zweite Schlacht am 19. Oktober 1448 bei der Murad II. die Türken befehligte brachte die gänzliche der Serben.

Serbiens Wiedererstehen

Einige Jahre nach der osmanischen Niederlage bei Wien 1683 ( Zweite Türkenbelagerung ) siegte Prinz Eugen nach Ungarn auch bei Belgrad . Doch erst 180 Jahre später wurde (seit 1817) Fürstentum Serbien 1878 wieder unabhängig und 1882 Königreich. Doch gingen Bosnien und Raszien der Sandschak 1878 an Österreich-Ungarn das es 1908 endgültig annektierte. Diese Situation trug schließlich Ersten Weltkrieg bei. Knapp vorher hatten die Balkankriege 1912 / 1913 die türkische Vorherrschaft auf dem Balkan

Die weitere Geschichte am westlichen Balkan durch die Gründung Jugoslawiens 1918 eingeleitet. Das Königreich der Serben Kroaten Slowenen 1929 in Königreich Jugoslawien umbenannt geriet immer unter serbische Dominanz. Nach dem Zweiten Weltkrieg ersteht es unter Josip Broz Tito als Sozialistische Föderative Volksrepublik Jugoslawien mit 6 Teilrepubliken neu.

Als die Unterdrückung der Unabhängigkeitsbestrebungen einiger Republiken und des Kosovo schließlich 1991 zum Bürgerkrieg und Zerfall des Staates führte schloßen Serbien und Montenegro zur Bundesrepublik Jugoslawien zusammen. 4. Februar 2003 firmieren sie in der losen Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro .

Großserbische Bestrebungen im 20. Jahrhundert

Die Erinnerung an die unterdrückung durch Türken motivierte auch im 20. Jahrhundert - 400 Jahre nach den Osmanen - viele Serben nochmals einen panslawistisch -großserbischen Staat anzustreben.

Dies führte in die Gegnerschaft zu Österreich-Ungarn von 1903 bis 1918 mit dem Ersten Weltkrieg als Höhepunkt bzw. in der Unterdrückung Unabhängigkeitsbestrebungen von 1970 bis 1991 zum Zerfall Jugoslawiens .

Der Versuch im ausgehenden 20. Jahrhundert ein Großserbien zu schaffen ist nicht nur er hat die Serben sogar Territorium gekostet: sind sie aus Kroatien und dem Kosovo zum größten Teil vertrieben worden die Republika Srpska ist dem einheitlichen Bosnien angegliedert und Montenegro hat angekündigt im Jahr 2005 ein Referendum über die Abspaltung von Serbien abzuhalten. Belgrad fürchtet durch die Abspaltung auch den Anspruch auf die Provinz Kosovo verlieren.

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