Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Ein Gruß ist eine oft formalisierte oder ritualisierte Geste Floskel oder ein anderes Ausdrucksmittel zum bzw. Abschließen eines persönlichen Kontaktes. Die Bezeichnung zurückgebildet aus dem Verb grüßen welches auf das westgermanische grotjan - "zum Reden bringen Sprechen machen" zurückgeht. Bestimmte Gesten zeigen als Erkennungszeichen die zu bestimmten Gesellschaften Vereinen oder Bewegungen an.
Mit dem Gruß demonstriert der Grüßende Sicht der Beziehung zum Gegrüßten. Die Grußformen von Kultur Zeit und Mode abhängig.
Die offene Hand symbolisiert friedliche Absichten.
Ein Handschlag drückt Verbundenheit aus auf Augenhöhe
Niederwerfung Fußfall oder die Abnahme der Kopfbedeckung symbolisieren Unterwerfung.
Verneigung oder Verbeugung demonstrieren Respekt.
Einander Zunicken demonstriert in unterschiedlichem Maße Anerkennung unter Gleichgestellten.
Der Kuss bestätigt eine Zusammengehörigkeit in besonderem Maße die Umarmung.
Grußgesten reichen in Europa vom lässigen auf der Straße bis zum förmlichen Abnehmen Kopfbedeckung bei bestimmten Zeremonien . Viele unterschiedliche Gesten werden weltweit als Grüße verwendet. In der westlichen Gesellschaft ist Händedruck verbreitet der überaus vielsagend hinsichtlich des und des Gebrauches der linken Hand etc. werden kann.
Als besondere Grußformen haben sich u.a.
als (z.B. kirchlichen) Segensgruß die ausgebreiteten nach gestreckten Arme
als Siegesgruß das V (=Victory) Zeichen mit sich z.B. Sportanhänger grüßen.
die demonstrativ zum Kampfesgruß erhobene geballte Faust Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts . Nach ihrer Spaltung in Kommunisten und 1918/19 haben – so wird überliefert – Kommunisten mit der rechten die Sozialdemokraten mit linken Faust gegrüßt. Noch in den 1980ern trugen mehrere sozialdemokratische Parteien die Faust Rose als Symbol (z.b. die französischen Sozialisten die Jungsozialisten).
Beim Gruß der Pfadfinder werden die drei mittleren Finger der gestreckt während der Daumen über dem kleinen liegt.
Den faschistischen deutschen Gruß entlehnte man dem Segensgruß römischen Orators Bild .
In den östlichen Kulturen (Japan Korea) die einfache Verneigung üblich wobei zahlreiche regionale auftreten. Die Japaner legen die Hände auf die Vorderseite Oberschenkel die Koreaner legen die Handflächen senkrecht
Der arabisch gesprochene Friedensgruß salaam "Frieden" wird von einer leichten Verneigung wobei die rechte Handfläche auf die Stirn wird. In einigen Gesellschaften umarmen und küssen Männer einander solche Gesten zeigen jedoch einen Grad der Intimität und werden nicht mit ausgetauscht. Alle diese Gesten werden ergänzt oder ersetzt durch den Händedruck in Bereichen wo mit Vertretern des Westens erfolgen.
Diese Verneigungen zeigen Respekt und Anerkennung gesellschaftlichen Ranges an aber nicht notwendigerweise Unterwerfung.
Eine Unterwerfung ist eine Geste nicht nur der sondern auch der Unterordnung. Solche Gesten begegnen weniger facettierten Gesellschaften seltener; Europäer z.B. reagieren eher mit Befremden auf ein Niederknien vor menschlichen Autorität. Die Unterscheidung zwischen einen formal Gruß und einer Unterwerfung fällt nicht immer z.B. ist die Proskynese (griechisch für "das Küssen des Bodens") griechischen Forscher Herodot 5. Jahrhundert v. Chr. überliefert:
Wenn die Perser einander auf der Straße grüßen sich Gleichrangige anstelle von Worten des mit einem Kuss auf den Mund; Rangverschiedene einander die Wange; bei großen Rangunterschieden fällt vor ihm nieder und huldigt ihm .
Nach der Eroberung Persiens führte Alexander der Große persische Manieren seinem eigenen Hof ein einschließlich des Kniefalls. mussten abhängig von ihren Rang sich niederwerfen oder den König küssen. Seine griechischen und Unterworfenen begehrten gegen diese Praxis auf da diese Rituale als religiöse allein den Göttern
In den Ländern mit vornehmer höfischer ist das Verneigen vor Adel und Königshaus wobei die Verneigung stehend erfolgt. Im Westen sich Frauen nicht sondern vollführen einen Knicks ein Fuß und der gesamte Körper zurückbewegt gesenkt wird während man den Kopf neigt.
Differenziertere Unterwerfungsgesten verwendete man in formalisierteren Der chinesische 叩頭 Kotau (wörtlich "den Kopf stoßen") ist ein tiefer Verehrung. Dabei wird der Kopf so gesenkt dass er den Boden berührt: Man mit dem Niederknien setzt sich zurück auf Fersen bewegt die Händen über Schenkel und zum Fußboden und bewegt den nach unten Körper nach vorn. Ob der Kopf gebeugt oder nicht spiegelt zudem den Grad der wider -- in der Kriegskunst z.B. bleibt Kopf gehoben in religiösen Zeremonien berührt die Stirn den Boden.
Viele Gläubige knien während des Gebets ; Katholiken Orthodoxe und teilweise Anglikaner vollziehen eine Kniebeuge : ein Knie gebeugt berühren sie während Gottesdienstes den Boden an verschiedenen Stellen.
Während des islamischen Gebets wird eine knieende Verneigung vollzogen: der sujud bei der Stirn Nase Hände Kniee Zehen den Boden berühren.