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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Gruppenübertragungspotential


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Unser Körper braucht Energie in Form ATP . Diese Energie muss in dem Ausmaß werden wie sie verbraucht wird. Der Begriff Gruppenübertragungspotential wird zumeist verwendet um die Richtung Energieflusses zu beschreiben: je negativer das G. als freie Standardenthalpie Δ<math>G^o</math>´ ) desto bereitwilliger (exergoner) die

Für die Synthese von ATP aus ADP werden somit phosphorylierte Metaboliten mit hohem G. benötigt. Andererseits kann Metabolite wie Glukose phosphorylieren da es über ein höheres verfügt als die entstehenden Glukose-Phosphate.

  • Die Gruppenübertragung auf einen Akzeptor erfolgt dann leicht wenn die Reaktion exergon ist wenn die freie Enthalpieänderung ein negatives Vorzeichen hat;
  • will man die Leichtigkeit der Gruppenübertragung verschiedene Systeme verglaichen so benötigt man eine als Akzeptor. Als solche hat man Wasser so dass die folgenden Daten als Änderung freien Standardenthalpie während einer Hydrolyse zu werten sind:

Tabelle: Gruppenübertragungspotentiale Δ<math>G^o</math>´ unter Standardbedingungen d.h. bei pH 7 und 25°

Reaktion Δ<math>G^o</math>´ in [kJ/mol]
PEP<math>\rightarrow</math>Pyr + Pi -62
1.3-BPG<math>\rightarrow</math>3-PG + Pi -54
SuccinylCo<math>\rightarrow</math>Succinat + CoA -44
Kreatin-phosphat<math>\rightarrow</math>Kreatin + Pi -43
Arg-P<math>\rightarrow</math>Arg + Pi -38
ATP<math>\rightarrow</math>ADP + PPi -37
ATP<math>\rightarrow</math>ADP + Pi -35
AcetylCoA<math>\rightarrow</math>Acetat + CoA -35
UDP-Glc<math>\rightarrow</math>UDP + Glc -31
Mg-ATP<math>\rightarrow</math>Mg-ADP + Pi -21
G-1P<math>\rightarrow</math>Glc + Pi -17
G-6P<math>\rightarrow</math>Glc + Pi -14
Pi anorganisches Phosphat; PPi anorganisches Pyrophosphat. Nicht Abkürzungen finden sich unter " Gluconeogenese "

Hieraus ergibt sich unter anderem:

  • Glukosephosphate (G-1P und G-6P) sind thermodynamisch als ATP;
    • formal wären sie durch Umkehrung der leichter zu erzeugen als ATP;
  • In Gegenwart eines geeigneten Enzyms (Glucokinase ließe sich der Phosphatrest bereitwillig von ATP Glukose (Glc) übertragen;
  • zur ATP-Erzeugung eignen sich nur Metaboliten Gruppenübertragungspotential über jenem von ATP liegt wie Beispiel
    • Arginin -phosphat (Arg-P); eine Reaktion die in Crustaceen zum ATP-Gewinn eingesetzt wird;
    • Kreatin-Phosphat das als Energiereserve des Skelettmuskels Energie (ATP) bereitstellen kann;
    • Succinyl-CoA das (über Succinyl-Phosphat) im Citratzyklus zum GTP-Gewinn dient;
    • 1.3-Bisphosphoglycerat (1.3-BPG) und Phosphoenolpyruvat (PEP) energiereiche Metaboliten die dem ATP-Gewinn in der Glykolyse Für PEP folgt die Gleichgewichtslage aus der Betrachtung:

  • Die Kopplung einer stark exergonen Reaktion (Überführung PEP in Pyr) mit einer endergonen Reaktion aus ADP) ergibt eine exergone Reaktion die Bereitstellung von Energie eingesetzt werden kann.
Bitte beachten: diese Rechnung zeigt das Prinzip nicht unbedingt die Realität. So liegen phosphorylierte in der Zelle zumeist als Magnesiumsalze vor. ergeben sich Abweichungen wie am Beispiel der von ATP bzw. Mg-ATP gezeigt (Tabelle).

Siehe auch: Glykolyse Gluconeogenese Citratzyklus




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