Erst spät kam die Thüringerin zum Eisschnelllaufen. In ihrer Kindheit probierte verschiedenste Sportarten aus darunter Radfahren Schwimmen Volleyball und Leichtathletik. Im September 1983 entdeckte sie den Kufensport für sich. 1985 gewann sie bei der Kinder- und im heutigen Chemnitz ihre erste Goldmedaille. Den ersten internationalen feierte Gunda Niemann 1989 mit ihrem ersten EM-Titel. 1991 wurde sie in Hamar erstmals Weltmeisterin im Mehrkampf und 1996 auch auf der Einzelstecke. Die erste Goldmedaille gewann sie bei den Winterspielen 1992 .
Die Fachwelt gab der jungen Gunda anfangs kaum eine Chance. Ihr charakteristischer breiter wurde als unästhetisch und ineffektiv empfunden. Mit Ehrgeiz und eiserner Disziplin - oft absolvierte Trainingseinheiten der Männer - strafte sie alle Lügen und lief sich mit ihrer bescheidenen in die Herzen der Eislauffans. Besonders in eislaufbegeisterten Niederlanden wurde sie regelmäßig mit frenetischem empfangen. Der überraschenden Einführung des Klappschlittschuhs in den Neunziger Jahren die von deutschen Funktionären verschlafen worden war und der verbundenen Änderung der Lauftechnik begegnete Gunda indem heimlich ohne Wissen und gegen den Widerstand Trainer und Funktionäre mit dem neuen Gerät und mitten in den Wettkämpfen der laufenden den Schlittschuh wechselte. Der Erfolg gab ihr hier recht und angesichts der Medaillen verstummte Kritik bald. Nach der Trennung von Erfolgstrainerin Fuß im Sommer 1994 wechselte sie zu deren Nachfolger Stephan Seit 2000 trainiert sie bei Klaus Ebert.
Mit 8 Olympischen Medaillen (3 Gold Silber 1 Bronze) aus 4 Spielen 19 8 EM- und 34 deutschen Meistertiteln 99 und 19 Gesamtsiegen im Weltcup sowie ungezählten und dritten Plätzen ist die sympathische Ausnahmesportlerin erfolgreichste Eisschnellläuferin aller Zeiten. 18mal stellte sie Weltrekorde auf und ist bis heute Inhaberin inoffiziellen Rekords über 10.000 Meter der Damen. dominierte in den Neunzigern Jahren die Lang- Mittelstrecken sowie den Mehrkampf fast beliebig und als nahezu unschlagbar. In der Saison 1994/95 sie die deutschen Europa- und Weltmeisterschaften im mit Siegen über jeweils alle Strecken.
Sie wurde zur Eisschnellläuferin des Jahrhunderts in Deutschland mehrmals zur Sportlerin des Jahres Zahlreiche internationale Publikums- und Fachjurypreise komplettieren die 2001 erhielt die neue Eisschnelllaufhalle in Erfurt ohne ihre Initiative kaum entstanden wäre den "Gunda Niemann-Stirnemann".
Gunda Niemann-Stirnemann ist nach der Scheidung ihrem ersten Mann in zweiter Ehe mit Schweizer Manager Oliver Stirnemann verheiratet und seit 2002 Mutter einer Tochter. Nach der Babypause sie sich in der Saison 2003/2004 mit Sieg über 5000 m in den Deutschen und 2. bis 5. Plätzen bei Weltcups Weltmeisterschaften eindrucksvoll zurück.