Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 3. September 2014 

Gustaf Mannerheim


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Freiherr Carl Gustaf Emil Mannerheim (sprich: Mannerhejm ) (* 4. Juni 1867 auf dem Landgut der Familie in schwed. Vilnäs Provinz Westfinnland Finnland ; † 27. Januar 1951 in Lausanne Schweiz ) war ein finnländischer Offizier und Staatsmann .

Inhaltsverzeichnis

Berufliche Laufbahn

Nach dem Abitur in Helsinki wurde Mannerheim in die Nikolajewsche Kavallerieschule Sankt Petersburg aufgenommen und beendete sie mit Auszeichnung im Jahr 1889 . In demselben Jahr trat er seinen Offiziersposten im 15. Aleksandrijski Dragonerregiment in Kalisch an. Nach einem Jahr in Kalisch er zur Chevaliergarde in Sankt Petersburg versetzt wo er Kontakte zum Zarenhof knüpfen konnte. Nach einer kurzen Karriere Hofstall kehrte Mannerheim 1903 zum aktiven Dienst zurück kämpfte im Krieg von 1905 und wurde im gleichen Jahre zum Oberst befördert. 1906 erhielt er den Auftrag des russischen die unerforschten Gebiete an der russisch-chinesischen Grenze rekognoszieren und führte bis 1908 eine 6000 km lange Reise auf Pferderücken durch. 1909 wurde er zum Befehlshaber seines ersten Regiments der 15er Dragoner aus Kalisch ernannt verbrachte in dieser Stadt fünf Jahre bis Ausbruch des 1. Weltkrieges . Hier wurde er auch 1911 zum Generalmajor befördert. Während des Weltkrieges war er verschiedener Verbände. Anfang 1917 war er schon Generalleutnant und kommandierte ein Armeekorps .

Im September 1917 wurde er zur Reserve versetzt nahm nach der Oktoberrevolution seinen Abschied aus der russischen Armee kehrte in seine Heimat Finnland mit der Absicht zurück eine Karriere anzufangen. Dieser Wunsch ging jedoch nicht Erfüllung da er einziger hoher General finnländischer Herkunft schon 1918 den Oberbefehl die noch im Entstehen begriffene Armee des übernehmen musste. Seine erste Massnahme war die der finnischen Schutzkorps (schwedisch: skyddskårer ) welche die Entwaffnung der russischen Garnisone in der Provinz Österbotten durchführten. Gleichzeitig gelang es den Bolschewiki Südfinnland zu beherrschen und eine kommunistische zu schaffen. Gegen diese warf Mannerheim seine und besiegte sie im Frühjahr 1918 in der Schlacht um Tammerfors/ Tampere . Gleich darauf zog er sich zurück er die prodeutsche Einstellung des finnischen Senats teilte. 1919 nach der Niederlage der Mittelmächte zum Reichsverweser (finn.: valtionhoitaja ; schwed.: riksföreståndare ) ernannt kämpfte er für die internationale Anerkennung des unabhängigen Finnlands. Bei den Präsidentschaftwahlen nach der neuen republikanischen Verfassung im Juli 1919 stattfanden unterlag er Liberalen Kaarlo Juho Ståhlberg und zog sich wieder ins Privatleben Nach der Übernahme des Präsidentenamtes durch Pehr Evind Svinhufvud wurde Mannerheim 1933 zum Feldmarschall ernannt.

1939 / 1940 führte er die finnische Armee als Oberbefehlshaber im Winterkrieg obwohl er dafür gewesen war dass der UdSSR gewisse Zugeständnisse machen solle. Nach dem Angriff auf die Sowjetunion 1941 leitete er wiederum die finnischen Truppen aber immer bemüht die Sowjets nicht allzusehr provozieren - u.a. weigerte er sich finnische zur Belagerung von Leningrad zu entsenden und die Murmansk -Bahn anzugreifen. 1942 aus Anlass seines 75. Geburtstags wurde zum Marschall von Finnland befördert. Am 4. August 1944 wurde er zum Präsidenten von Finnland brach alle Bande zu den Deutschen ab schloß 1944 den Waffenstillstand mit der UdSSR.

Mannerheim blieb Präsident bis 1946 als er aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten und von Juho Kusti Paasikivi abgelöst wurde. Mit Paasikivis Übernahme der begann eine neue Epoche in der finnischen Politik - die Finnen lösten die bisher dominierenden Finnlandschweden ab.

Seine letzten Jahre verbrachte Mannerheim in Schweiz wo er seine Memoiren "Minnen" schrieb. Von einem ziemlich unbekannten wurde Mannerheim zum Nationalsymbol. 1960 errichtete man ihm im Zentrum von ein Denkmal eine Reiterstatue.

Privat

Am 2. Mai 1892 heiratete Mannerheim die Russin Anastasia Nikolajevna Arapova (gest. 1936 ) mit der er zwei Töchter Anastasia (* 11. April 1893 ) die Karmeliternonne in London wurde und Sophie (* 24. Juli 1895 ) hatte. Die Ehe wurde 1919 geschieden endete jedoch unoffiziell bereits 1902 . Mannerheim war später noch mit mehreren Frauen liiert heiratete aber nicht wieder.

Das Geschlecht Mannerheim

Das Geschlecht Mannerheim stammt von Henrik Marhein ab Hauptbuchhalter in der Palmstruch-Bank . Dieser wanderte im 17. Jahrhundert aus den Niederlanden nach Schweden / Finnland ein. Dessen Sohn der Gutspächter Augustin Marhein wurde 1693 unter dem Namen Mannerheim geadelt jedoch das Adelsprädikat "von". Die Sitte die ursprünglichen Familiennamen ob adlig ob bürgerlich bei der Ausstellung des schwedischen Adelsbriefes zu ändern kam 1809 ausser Gebrauch. Augustins Söhne Gustaf und Johan Augustin beide Militärs erhielten 1768 den Freiherrntitel . Das Oberhaupt der Familie führt seit 1824 den finnländischen Grafentitel. Marschall Mannerheim war zweiter Sohn des Grafen Carl Robert Mannerheim in dessen erster Ehe mit Hedvig Charlotta von Julin (gest. 1881 ). Gustaf Mannerheims älterer Bruder Carl wurde er selbst hatte nur das Anrecht auf Freiherrntitel.

Mannerheims Orden und Auszeichnungen

      • Grosskreuz des Schwedischen Seraphinenordens
      • Grosskreuz des Dänischen Elefantenordens
      • Grossmeister des Finnländischen Ordens der Weißen Rose
      • Grosskreuz des Finnländischen Freiheitskreuzes mit Schwertern
      • Ritter vierter Klasse des Russischen Sankt Georgsordens
      • Inhaber des Russischen Sankt-Georg-Säbels
      • Ritter zweiter Klasse des Russischen Sankt Wladimirordens Krone und Schwertern
      • Grosskreuz des Russischen Sankt Annaordens mit Schwertern
      • Grosskreuz des Russischen Sankt Stanislausordens mit Schwertern
      • Inhaber des Eisernen Kreuzes Erster und Zweiter Klasse
      • Offizier der französischen Ehrenlegion

Weblinks und Literatur



Bücher zum Thema Gustaf Mannerheim

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Gustaf_Mannerheim.html">Gustaf Mannerheim </a>