Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als gutartiger (benigner) Tumor wird in der Medizin ein Tumor der weder die Kriterien für eine Hyperplasie noch die Kriterien für einen semimalignen oder bösartigen Tumor erfüllt.
Das bedeutet gutartige Tumore sind - Gegensatz zur Hyperplasie reizunabhängig und irreversibel d.h. gibt keinen erkennbaren Auslöser und somit auch Rückbildung wenn dieser Auslöser wegfällt (da es keinen gibt) sie wachsen völlig autonom - im Gegensatz zu bösartigen Tumoren sind sie infiltrativ wachsend: gutartige Tumore dringen also nicht umgebende Gewebe ein sondern 'schieben' es vor her sodass eine (deutliche) Grenze entsteht noch sie invasiv-metastasierend gutartige Tumore brechen also nicht die Blutbahn ein ihre Zellen lassen sich verschleppen um woanders Absiedlungen (Metastasen) zu bilden.
Trotzdemkönnen auch gutartige Tumore auf Grund Schädigung gefährlich sein (Druckatrophie ektopische Hormonproduktion Obstruktion Lumina etc.) = 'biologisch maligne'.
Hier gibt es keine systematische Nomenklatur. werden sie nach dem makroskopischen Aussehen bezeichnet.
Beispiele für Bezeichnung nach Aussehen:
Adenome stammen von epithelialem Gewebe (Drüsengewebe - Epithel) und bilden meist nach innen verlaufende z.B.: Adenom der Niere aus drüsenartig angeordneten Tubuluszellen oder Adenome Magen-Darmtraktes ebenfalls von Epithelzellen ausgehend und polypoide Vorwölbungen aus Drüsenschläuche bildend ; Adenome bösartig werden ('maligne entarten') und werden dann Adenokarzinom bezeichnet.
Papillome stammen ebenfalls von epithelialem Gewebe (meist ab. Sie bilden 'Finger- oder Warzenförmige' polypoide Ausstülpungen (z.B. am Urothel).
Cystadenome sind Adenome die flüssigkeitsgefüllte Hohlräume (Zysten)bilden.
Papilläre Cystadenome sind Adenome mit Zystenbildung und darin Ausstülpungen.
Entwickeln sich gutartige epitheliale Tumoren zu Tumoren weiter ('maligne Entartung') hängt man die -carcinom (Krebs) an z.B.: Adenocarcinom Cystadenocarcinom (aber: - Plattenepithelcarcinom)