Der Truppenübungsplatz Münsingen war 1895 auf dem Gelände des alten Hofguts von der Militärverwaltung Württembergs errichtet worden. 1897 wurde ein Remontedepot eingerichtet dessen Aufgabe war für das württembergische Armeekorps jährlich 250 bereitzustellen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Depot geschlossen doch 1934 wieder gegründet.
1938 wurde der Truppenübungsplatz Münsingen erweitert. Damals die gesamte Gemarkung der Gemeinde Gruorn sowie der Nachbargemarkungen Auingen Böhringen Böttingen Ennabeuren Feldstetten Magolsheim Münsingen Trailfingen und Zainingen in ihm Zu diesem Zweck mussten die 665 Bewohner Gemeinde Gruorn umgesiedelt werden nachdem 1937 die Auflösung der Gemeinde beschlossen worden Die Umsiedlung geschah zwischen 1937 und 1939. Einwohner zogen in verschiedene Orte in Württemberg und Bayern.
Als 1942 das gemeindefreie Gebiet Gutsbezirk Münsingen errichtet wurde waren die Bediensteten des die ersten Einwohner dieses Verwaltungsbezirks.
Verwaltungsmäßig ist der Gutsbezirk Münsingen heute Gebietskörperschaft im Sinne der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg und insofern den übrigen 1.110 Gemeinden Baden-Württembergs vergleichbar. Allerdings hat der Gutsbezirk Gemeindevertretung ( Gemeinderat ) und keinen Bürgermeister . Die wahlberechtigte Bevölkerung kann somit lediglich Wahlen im Bund und im Land Baden-Württemberg
Als Oberhaupt hat das gemeindefreie Gebiet anstelle eines einen "Gutsbezirksvorsteher" der durch die Oberfinanzdirektion Stuttgart bestellt