Nach dem Krieg konnte er seine wieder aufnehmen und 1949 abschließen. Ein Jahr arbeitete er als Musikethnologe an rumänischer Volksmusik kehrte aber dann an seine Schule in Budapest zurück diesmal als Lehrer Harmonielehre Kontrapunkt und Musikanalyse. Zu dieser Zeit wurde Kommunikation zwischen Ungarn und dem Westen durch kommunistische Partei eingeschränkt so dass Ligeti gezwungen heimlich westliche Radiosendungen zu hören um die musikalischen Entwicklungen zu verfolgen. Nach der Revolution 1956 floh er nach Wien . Später nahm er die österreichische Staatsbürgerschaft die er bis heute besitzt.
In Wien war es Ligeti möglich Schlüsselfiguren der Avantgarde zu treffen darunter die Komponisten Karlheinz Stockhausen und Gottfried Michael König die damals im Bereich der elektronischen Musik leisteten. Ligeti arbeitete mit ihnen im Studio für elektronische Musik und ließ sich den Klängen inspirieren die mit den neuen Möglichkeiten erzeugbar waren. Allerdings schrieb er selbst wenige Werke im Bereich der elektronischen Musik er konzentrierte sich auf Instrumentalmusik die häufig elektronisch klingende Texturen enthält.
Seit dieser Zeit wurde Ligetis Arbeit bekannt und anerkannt. Ligeti nahm 1973 eine in Hamburg auf die er bis 1989 innehatte.
Ligetis frühesten Werke sind Erweiterungen der Sprache seines Landsmanns Bela Bartok . Die Klavierstücke Musica Ricercata (1951-1953) werden beispielsweise oft mit Bartoks Microcosmos verglichen.
Bereits in diesem frühem Stadium seiner wurde Ligeti in seiner Arbeit von der Partei Ungarns beeinträchtigt. Das zehnte Stück der Musica Ricercata wurde wegen angeblicher "Dekadenz" von den verboten. Bedenkt man die weit radikalere Richtung Ligeti einzuschlagen beabsichtigte ist es kaum erstaunlich er Ungarn baldmöglichst verließ.
Nach seiner Ankunft in Köln begann er elektronische Musik zu komponieren. den wenigen Arbeiten in diesem Bereich gehören Glissandi (1957) und Artikulation (1958). Später widmete er sich wieder der Instrumentalmusik die jedoch von seiner Arbeit elektronisch erzeugten Klängen beeinflusst wurde. Apparitions (1958-1959) war eines der ersten Werke ihm eine gewisse kritische Aufmerksamkeit einbrachten aber ist seine nächste Arbeit Atmosphères die heute am besten bekannt ist.
Atmosphères (1961) ist für großes Orchester geschrieben. Es gilt als ein Kernstück Ligetis Oeuvre da es viele der Themen mit denen er sich im Laufe der Jahre beschäfrigen würde. Es verzichtet beinahe vollständig Melodie Harmonie und Rhythmus und konzentriert sich vollständig auf die Klangfarbe . Es beginnt mit einem massiven Zusammenklang jede Note der chromatischen Skala über ein Spektrum von fünf Oktaven wird gleichzeitig gespielt. Das Stück scheint diesem anfänglichem sehr leisem Akkord zu erwachsen wobei die Texturen sich wandeln.
Seine Etüden für Piano Solo entstanden über einen Zeitraum in den achziger und neunziger Jahren sogar die romantische Musik von Frederic Chopin und Robert Schumann als Ausgangspunkt zu haben. In den Jahren entstand seine erste Oper Le Grande Macabre inspiriert vom absurden Theater.