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Schleichenlurche


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Schleichenlurche
Systematik
Stamm : Chordatiere (Chordata)
Unterstamm : Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse : Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe : Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse : Lurche (Amphibia)
Ordnung : Schleichenlurche (Apoda)
Familien
  • Nasenwühlen (Rhinatrematidae)
  • Fischwühlen (Ichthyophiidae)
  • Grabwühlen (Scolecomorphidae)
  • Erdwühlen (Caeciliidae)
  • Uraeotyphlidae

Die Schleichenlurche oder Blindwühlen (Apoda oder Gymnophiona) bilden mit gut Arten die kleinste Ordnung in der Klasse der Lurche (Amphibia).

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Sie kommen in den Tropen und Subtropen Südostasiens Afrikas sowie Mittel- und Südamerikas vor. Sie halten sich in der in den oberen Boden- und Streuschichten von auf und leben von Kleintieren insbesondere Regenwürmern. ziehen feuchte Gebiete oft in der Nähe Gewässern vor. Wasserwühlen die sich ganz an Leben im Wasser angepasst haben leben in fließenden Flüssen und ernähren sich von kleinen

Aufgrund ihrer verborgenen Lebensweise sind die eine wenig bekannte Amphibiengruppe. Zoologen gehen davon dass noch nicht alle Arten beschrieben sind.

Morphologie

Bei den Schleichenlurchen sind die vier sowie der Schwanz zurückgebildet. Sie haben die eines Wurmes. Kleine Schleichenlurche (um 10 cm können leicht mit Würmern verwechselt werden große (etwa 1 bis 1 5 m Länge) schlangenartig.

Die Haut der Schleichenlurche ist glatt oft mattdunkel gefärbt. Manche Arten haben farbige oder Flecken an den Seiten. Früher wurden aufgrund in der Haut eingelagerter Kalkschuppen und der zusammengewachsenen Schädelknochen als mit den ausgestorbenen verwandt angesehen; heute werden diese Eigenschaften aber sekundäre Anpassungen interpretiert.

Der alternative Name Blindwühlen ist von zurückgebildeten und von einer Haut abgedeckten Augen die daher nur einfache hell-dunkel Kontraste sehen Die Wahrnehmung geschieht durch Riechen und zwei Nase und Augen liegende Fühler. Die Atmung durch den rechten Lungenflügel statt der linke in der Regel zurückgebildet. Auch über die und die Mundschleimhaut findet Atmung statt insbesondere bei der einzigen lungenlosen Blindwühlenart Typhlonectes eiselti .

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Befruchtung findet im Inneren des statt. Das Männchen besitzt ein aus der ausfahrbares Befruchtungsorgan zur Spermienübertragung das so genannte

Es gibt eierlegende Arten aber etwa der Arten sind lebendgebährend. Die Jungtiere schlüpfen Mutterleib und werden im Eileiter ernährt bevor lebend geboren werden. Die eierlegenden Arten legen Eier in Erdhöhlen an Land ab bei Arten ist Brutpflege bekannt. Die Jungtiere leben zur nächtlichen Jagd sind sie im Wasser Tage halten sie sich vergraben im Uferbereich Das Larvenstadium ("Kaulquappe") wird im Ei oder Mutterleib durchlaufen es gibt keine freischwimmenden Larven.

Systematik

Die Schleichenlurche werden in 5 Familien eingeteilt und manchmal nach ihrem Entwicklungsstand

  • Primitive Schleichenlurche
    • Nasenwühlen (Rhinatrematidae)
    • Fischwühlen (Ichthyophiidae)
  • Höher entwickelte Schleichenlurche
    • Uraeotyphlidae
  • Hochentwickelte Schleichenlurche
    • Grabwühlen (Scolecomorphidae)
    • Erdwühlen (Caeciliidae)
Allerdings spiegelt diese Einteilung nicht die stammesgeschichtlichen Verwandtschaftsverhältnisse wieder. Auch die Begriffe "primitiv" "hochentwickelt" sind nach heutigem evolutionären Denken unangebracht daher als reine Namen zu verstehen. Die Anzahl der Gattungen und Arten innerhalb der Familien schwankt je nach Autorität insbesondere weil Arten nur durch ein einziges Belegexemplar beschrieben Die Familie der Erdwühlen (Caeciliidae) enthält jedoch jeder Systematik etwa zwei Drittel aller Schleichenlurche.

Literatur



Bücher zum Thema Schleichenlurche

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