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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 21. Oktober 2014 

Gynäogamie


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Unter Gynäogamie oder Frauenehe versteht man eine legitime Ehe zwischen Frauen.

Gynäogamie ist nur für einige wenige und zentralamerikanische Gesellschaften bekannt. Dort heiratet eine gebliebene Frau eine andere Frau. Diese nimmt gegenüber - mit Ausnahme der Sexualität - Rolle des Ehemannes ein. Als Sexualpartner fungiert beliebiger Mann der in rechtlicher Hinsicht unbedeutend

Ob Gynäogamie (und Androgamie ) als Eheform bezeichnet werden kann oder nicht hängt ab wie der Begriff "Ehe" definiert wird.

Charles Fourier und andere Autoren die sich mit Liebe befassten bezeichneten auch homoerotische Beziehungen zwischen als gynäogam.

Beispiele für Gynäogame Eheformen

Nuer (Afrika)

Bei den afrikanischen Nuern funktionert die Ehe folgendermaßen:

Eine unfruchtbare Frau gilt in mancher als Mann. Sie heiratet eine andere Frau erfüllt die Rolle eines Ehemannes. Sie gilt als Vater der Kinder aus dieser Ehe. Die entstammen aus sexuellen Verbindungen der Ehefrau mit von den beiden betroffenen Frauen als geeignet männlichen Verwandten des "Ehemannes" einem Freund oder Nachbarn.

Wenn das Kind zur Welt kommt der Genitor ein Rind (das so genannte Zeugungsrind). hilft bei Aufgaben im Haushalt die nicht Frauen durchgeführt werden können.

Eine gynäogame Ehe wird bei den als legale Ehe angesehen. Es werden dieselben Hochzeitstriten durchgeführt sowie eine Brautgabe in Form von Rindern entrichtet wie auch bei heterosexuellen Eheschließungen der Fall ist.

Die Frau gilt als legaler Ehemann Vater. Ihre Kinder erhalten ihren Namen. Ihre und Kinder erweisen ihr denselben Respekt wie mànnlichen Ehemann/Vater geschuldet wird. Wenn die Ehefrau Beziehungen ohne Zustimmung der als "Ehemann" fungierenden eingeht gilt das als Ehebruch und der hat das Recht eine Entschädigung einzufordern.

Wenn die Töchter aus einer solchen heiraten erhält die als Ehemann fungierende Frau dem Brautvater zustehenden Rinder als Brautgabe.

Dahomey

Bei den Dahomey hat eine Frau die bereits mit Mann verheiratet ist die Möglichkeit eine Frau heiraten.

Sie zahlt für eine Braut die Brautgabe und wird damit zu einem "weiblichen Bis auf die sexuelle Funktion erfüllt sie Pflichten die mit der Rolle des Ehemannes Als "weiblicher Ehemann" gründet sie eine eigene indem sie ihre Ehefrau(en) mit ausgewählten Männern lässt. Diese Männer sind rechtlich gesehen bedeutungslos. aus diesen sexuellen Verbindungen entstehenden Kinder werden "weiblichen Ehemann" (der auch die Vaterrolle übernimmt) nicht dem Genitor zugerechnet.




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