Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. HAP (Helmut Andreas Paul) Grieshaber (* 15. Februar 1909 in Rot an der Rot † 12. Mai 1981 in Eningen unter Achalm) war ein deutscher Maler und Graphiker. Sein bevorzugtes Medium der großformatige abstrahierende Holzschnitt .
HAP Grieshaber erneuerte nach dem Zweiten den Holzschnitt und entwickelte ihn zum eigenständigen Wandbild. Während der Herrschaft des Nationalsozialismus konnte der in Reutlingen lebende Künstler nur im Verborgenen künstlerisch da er als Gegner der Diktatur faktisch und Berufsverbot hatte. Dennoch entstand bereits in Zeit ein beachtliches Holzschnittwerk. Landschaften der Schwäbischen Tiere religiöse und mythologische Themen werden immer im zeitgenössischen und politischen Kontext aber auch losgelöst variiert. Während die frühen Arbeiten zunächst vom mittelalterlichen Linienholzschnitt ausgehen gelingt Grieshaber seit späten 30-er Jahren eine überzeugende Synthese des mit dem Flächenholzschnitt. Anfang der 50-er Jahre während seiner Tätigkeit an der Bernstein-Schule die lebensgroßen Holzschnitte Grieshabers die er später zu mehrteiligen Zyklen erweiterte. Den Weg zur Monumentalisierung Holzschnitts führte er mit der documenta-Wand für documenta 1964 und in vielen Großbildern für öffentliche fort. Zu seinen größten Arbeiten zählt der 1965 für den Neubau des Rathauses von Reutlingen entstandene Sturmbock ein zum Holzstock verarbeiteter von 12 Meter Länge der im Foyer Rathauses ausgestellt ist. Seine Themen spannen sich von der Flora und Fauna der Schwäbischen über Liebespaare religiöse und mythologische Darstellungen bis zu politischen sozialen und ökologischen Fragen. Im seines Werks stand dabei stets der Mensch den er kämpfte wann immer es ihm erschien.
Helmut Andreas Paul Grieshaber wird am in Rot an der Rot im ( Kreis Biberach ) geboren. Seine Schulzeit verbringt er von zuerst in Nagold und später in Reutlingen wo er von 1926-1927 auch eine absolviert. Zwischen 1926-1928 studiert Grieshaber Kalligrafie in Stuttgart und setzt seine Studien von 1928 1931 in London und Paris fort. Zwischen 1931 und 1933 führen seine Reisen nach Ägypten und Griechenland . Zu Beginn der NS-Herrschaft 1933 mit bis 1940 andauernden Berufsverbot belegt hält er in dieser Zeit als Hilfsarbeiter in Reutlingen Wasser. 1940 wird Grieshaber als Soldat in Wehrmacht eingezogen und ist z.T. in Hagenau /Elsaß stationiert. 1945 gerät er in einjährige und wird in Mons /Belgien interniert. 1947 kehrt er nach Reutlingen und lebt und arbeitet von nun an der Achalm . 1950 wirkt er an der Neugründung Deutschen Künstlerbundes mit. Zwischen 1951-1953 arbeitet er Lehrer an der Bernsteinschule bei Sulz am und wird 1955 Nachfolger E.Heckels an der in Karlsruhe wo er bis 1960 bleibt. In folgenden Jahren kann Grieshaber verschiedene Preise und sein eigen nennen; so erhält er 1957 Oberschwäbischen Kunstpreis 1961 den Kunstpreis der Stadt Darmstadt 1962 den Corneliuspreis der Stadt Düsseldorf 1968 den Kulturpreis des Deutschen Gewerkschaftsbundes sowie 1971 den Dürer -Preis der Stadt Nürnberg und 1978 den Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig Zu seinem 70. Geburtstag 1970 werden Retrospektiven in vielen Museen in beiden Teilen gezeigt. Letztmalig wird Grieshaber 1980 ausgezeichnet indem den Kunstpreis der Stadt Konstanz erhält. Am 12.05.1981 stirbt Grieshaber im von 72 Jahren auf der Achalm.
Josefs-Bilderwand in der Stadtkirche Stuttgart-Untertürkheim