Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Das Haber-Bosch-Verfahren benannt nach dessen Entwicklern Fritz Haber und Carl Bosch dient der Herstellung von Ammoniak aus Elementen Stickstoff und Wasserstoff . Um die Reaktion technisch nutzbar zu wird das Gasgemisch aus Wasserstoff und Stickstoff einem Katalysator aus Eisen bei etwa 200 bar Druck und 500 °C Temperatur zu Ammoniak zur Reaktion gebracht. Das gilt aufgrund seiner bis dahin großtechnisch noch erreichten Prozessparameter als bedeutender Meilenstein der Chemie weil es vielen anderen katalytischen Hochdruckverfahren den Weg ebnete.
Durch den eingesetzten hohen Druck wird Verschiebung des chemischen Gleichgewichtes in Richtung des Ammoniaks erreicht. Dies nötig um eine ausreichende Ausbeute zu erhalten das Verfahren wirtschaftlich sinnvoll betreiben zu können.
Die optimalen Reaktionsparameter wurden bestimmt auf:
Verwendung eines Katalysators zur Reaktionsbeschleunigung
Die wesentlichen wissenschaftlichen Leistungen zur Realisierung Verfahrens waren:
die Untersuchung der zugrundeliegenden chemischen Reaktion Nernst )
die systematische Suche nach geeigneten Katalysatoren Mittasch)
die technische Realisierung im großen Maßstab zum Teil vollkommen neue Lösungen entwickelt werden ( Carl Bosch Fritz Haber )
Das Haber-Bosch-Verfahren wurde durch die BASF im Jahr 1910 zum Patent angemeldet ein zuvor eingereichtes Patent von Haber zum selben Thema wurde zurückgezogen.
Der für die Reaktion nötige Wasserstoff heute meist durch teilweise Oxidation von Erdgas erschlossen der Stickstoff wird wie schon ursprünglichen Verfahren direkt aus der Luft entnommen der störende Sauerstoff zunächst durch Oxidation mit zu Wasser umgebildet und dann absgeschieden wird.
Der entstandene Ammoniak kann beispielsweise im Ostwaldverfahren zu Salpetersäure oder zu Düngemittel (Reaktion mit CO 2 zu Harnstoff ) weiterverwendet werden. Salpeter hat eine grosse Bedeutung für die weshalb auch sehr schnell starkes Interesse am einer großtechnischen Produktion bestand die unter anderem Leuna und Bitterfeld durch die BASF und nach Fusion im deutschen Großkonzern IG Farben errichtet und betrieben wurde.
Durch den nun in großen Mengen Stickstoff dünger ergab sich Bedarf zu umfangreichen landwirtschaflichen Forschungen um nach dem Prinzip der Minimum-Tonne optimalen Dünger-Mengen je nach Boden und Pflanzenart bestimmen. Durch zunehmenden Düngemittel-Einsatz konnte die weltweite Produktion deutlich gesteigert werden was einen weiteren wenn nicht gar den wichtigsten Aspekt der Erfindung des Haber-Bosch-Verfahrens darstellt.