Die Atom- und Ionenradien unterscheiden sich der Lantanoidenkontraktion nur wenig von denen des Zirkoniums . Beide Metalle verhalten sich deshalb chemisch ähnlich und sind nur schwer zu trennen. Luft überzieht es sich mit einer dünnen Oxidschicht. In Mineralsäuren auch heißen konzentrierten wird wenig angegriffen. Nur Königswasser und Fluorwasserstoffsäure lösen unter Bildung von Hafnium(IV)-Salzen auf.
Hafniumcarbid HfC ist sehr temperaturbeständig und einen extrem hohen Schmelzpunkt von ca. 3890°C.
Hafnium wird wegen des grossen Einfangquerschnitts Protonen zur Herstellung von Regel- und Kontrollstäben Atomreaktoren verwendet. Die Absorptionsrate ist ca. 600-mal als die des Zirkoniums.
Weitere Anwendungen:
Gettersubstanz zum Abbinden von Sauerstoff und Stickstoff
Blitzlichtlampen mit besonders hoher Lichtausbeute
Hochdruckglühlampen
Legierungszusatz in Eisen- Titan- Niob- Tantal- Nickel- anderen metallischen Werkstoffen
Hafniumnitrid als Elektrodenwerkstoff in Vakuumröhren (geringere Verdampfungsneigung Wolfram)
Herstellung von Hartstoffen wie Hafniumcarbid und Hafniumnitrid.
Hafnium (lat. Hafnia für Kopenhagen ) wurde 1923 in Kopenhagen von Dirk und Georg von Hevesy entdeckt. Niels Bohr in seiner 1922 veröffentlichten Arbeit zur Atomtheorie Ähnlichkeit des Elementes 72 mit dem Zirkonium Schon ein Jahr später konnte Hafnium durch in norwegischem Zirkon nachgewiesen werden. Weitere Untersuchungen anderer Mineralien das Hafnium immer in zirkoniumhaltigen Mineralien enthalten Die Trennung vom Zirkonium gelang Jantzen und durch wiederholte Kristallisation der Di-Ammonium- und Di-Kalium-Fluoride beiden Elemente. Metallisches Hafnium wurde erstmals durch Eduard van Arkel und Jan Hendrik de (van Arkel de Boer Prozess) durch Abscheidung Hafnium(IV)-iodid an einem glühendem Woframdraht hergestellt. Die Entdeckung des Hafniums beruht auf dem gleichen Verhalten der Elemente Zirkonium und Hafnium. Mit üblichen chemischen Trennmethoden ließen sie sich nicht
Hafnium kommt immer verschwistert mit Zirkoniumverbindungen Metallisches Hafnium kommt natürlich nicht vor. Zirkoniumhaltige wie
Alvit [(Hf Th Zr) SiO 4 H 2 O] Thortveitit (Sc Y) 2 [Si 2 O 7 ] und Zirkon (ZrSiO 4 ) enthalten gewöhnlich 1 bis 5% Hafnium.
Zirkonium und Hafnium sind wegen ihrer im chemischen Verhalten nur äußerst aufwändig zu Mehr als die Hälfte des gehandelten Hafniums als Nebenprodukt bei der Zirkoniumherstellung an. Im wird Hafniumtetrachlorid durch Magnesium oder Natrium zum Hafnium reduziert.
Heute erfolgt die Trennung von Zirkonium Hafnium wegen der höheren Selektivität
durch Ionentausch
chromatografisch methanolischer salzsaurer Metallchloridlösungen an Kieselgel
durch Mehrfachextraktion saurer Sulfate mit Ether
durch fraktionierte Destillation phosphorhaltiger Oxi-Chloridkomplexe
Hafnium ist pyrophor. Späne und Staub metallischem Hafnium entzünden sich an Luft. Metallisches ist normalerweise nicht toxisch. Hafniumhaltige Verbindungen sollten toxisch angesehen werden.