Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Hair ist ein Musical die Musik ist von Galt MacDermot Buch und Songtexte stammen von Gerome Ragni James Rado. Die ersten Aufführungen fanden 1967 statt. In dieser Zeit spielt auch Handlung.
HAIR hat einen sehr ernsten Hintergrund . Die jungen US-amerikanischen Männer mussten zur Zeit des Vietnamkrieges mit ihrer Einberufung rechnen. Dies impliziert Lebensgefühl das z.B. in Deutschland nicht so weiteres nachvollziehbar ist. Das Stück ist in Teilen zutiefst amerikanisch hatte aber dennoch weltweiten Erfolg .
HAIR ist sehr komplex und manche Teile sind von der Sprache her nicht leicht zu verstehen. Das vielleicht auch der Grund warum es in englischsprachigen Ländern deutlich Erfolg hatte.
Das "Musical Hair" beschreibt die Gefühle einer vergangenen Zeit als lange Haare Symbole für Liebe Freiheit und Selbstbestimmung darstellten aber auch Verweigerung die Anforderungen der Gesellschaft insbesondere gegen die Einberufung in einen
Viele junge Männer ließen sich damals ihre Haare lang bei den Frauen war der Unterschied nicht so gravierend Freiheit drückte sich darin aus dass offene Haare sehr beliebt waren.
In manchen Schulklassen konnten Lehrer Mädchen und Jungen nicht mehr unterscheiden viele Friseure gerieten in Existenznot.
Die Antwort der Gesellschaft war sehr "Langhaarige" wurden als Nichtstuer und Gammler beschimpft. Arbeitsplätze waren für langhaarige Männer nicht zugänglich wurden mit Gewalt erzwungen Kinder verloren die Liebe ihrer Eltern weil sie ihre Haare lang wachsen
Frauen mit langen Haaren wurden von "Hippies" sehr verehrt.
Die Begeisterung für lange Haare war nur der Protest gegen das Establishment auch Gefühl für die Schönheit langer Haare:
"give me a head with hair beautiful hair" ... "There ain't no words the beauty the splendor the wonder of HAIR"
"frei" übersetzt:
"gib mir Haare lange schöne Haare Es gibt keine Worte um die Schönheit Pracht und das Wunder meiner Haare zu beschreiben".
Für einen Teil der männlichen Bevölkerung das Feminine das sich in schönen langen ausdrücken kann erstrebenswert. Viele versuchten der Schönheit Haare nachzueifern. Ganz im Gegensatz zu den männlichen Werten orientierten Vorstellungen die das Bild Gesellschaft seit Jahrhunderten prägten (und wieder prägen).
Für Hair gibt es eine deutsche "Haare" die gegenüber der englischen Version aber Laufe der Zeit an Bedeutung verloren hat. deutschen Texte sind nicht in allen Teilen Übersetzungen orientieren sich aber inhaltlich an den Texten.
Die Texte für die "Deutsche Originalaufnahme" 1968 stammen von Walter Brandin.
Die Angst vor einem Atomkrieg war 1967 weit stärker ausgeprägt als Jahre 2003 und insbesondere der Vietnamkrieg hat das Lebensgefühl einer ganzen Generation beeinflusst. Die Verweigerung gegen den Krieg ist eines der zentralen Themen von
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind lange Haare kein Symbol mehr die Revolte gegen das Establishment dennoch lebt Hair weiter und findet auch weiterhin Zuspruch Jahre 2003 werden eine Reihe von Aufführungen
Die Inhalte unterscheiden sich in verschiedenen und Verfilmungen. In der Originalversion geht es einen Einberufungsbescheid der einem Mitglied einer Gruppe Hippies zugestellt wird.
In den Texten und Tanzszenen wird das Lebensgefühl der Hippies dargestellt wie sie auf Krieg und Gewalt reagieren.
In dem Lied Wassermann drückt sich die Erwartung und Hoffnung ein neues Zeitalter (das so genannte Wassermannzeitalter)
Weitere inhaltlichen Fragen die das Musical vor 37 Jahren aufwarf befassen sich mit Frage nach dem Sinn des Lebens und wohin es führen wird
"where do I go" - "wo ich hin".
Ein Aspekt des Musicals behandelt die in die Träume die Erweiterung der Erlebnisfähigkeit durch Drogen
"Walking in Space" - "Schweben im
eine eher defensive Lebenseinstellung.
Die zu Beginn eher positiven Visionen enden in einem Alptraum in dem die Schrecken des Krieges werden. Realisiert wird dies durch Darstellungen von auf einer Video leinwand oder durch Metzeleien auf der Bühne. zeigt auch die Transformation der bunt gekleideten Hippies in uniformierte Soldaten und wie sie auf Zuruf oder eigenem Antrieb töten .
Der Aufschrei gegen den Krieg drückt durch das Lied "3-5-0-0" aus.
Am Ende des Stückes stirbt die die auf Grund ihrer staatsbürgerlichen Überzeugung in den Krieg zieht. Dargestellt wird so dass die Mitglieder der Hippie-Tribe erstarren er nicht mehr mit ihnen reden kann.
Es folgt der Übergang in das Finale ("The Flesh Failure/Let the sunshine in").
"Wir sehen einander hungrig in die in Wintermäntel eingehüllt...glauben noch grossen Worten aus bösen alten Märchenbuch... sterbend schon sind wir stolz auf den Staub vom letzten Atomversuch".
(Deutsche Version Finale)
Die immer noch vorhandene positive Einstellung Leben drückt sich dann folgendermaßen aus:
"Wir aber wissen wenn wir singen Leben kann von Innen neu beginnen. Laßt Sonne laßt den Sonnenschein in euch hinein".
Dargestellt wird dies so dass der Claude (oder manchmal auch Berger) das Lied mit leuchtenden Augen mitsingt (wie bei Wiedergeburt ).
Zum Teil wurde HAIR vom Publikum enthusiastisch gefeiert es gab Veranstaltungen mit minutenlangem stürmischen Applaus ("Standing Ovations") aber auch bei denen sich HAIR nicht durchsetzen konnte in Bremen).
In den Theatern wurde HAIR in Regel in zwei Akten aufgeführt. Der erste behandelte das Leben der Hippies ihre Wünsche Hoffnungen Konflikte mit der Gesellschaft während sich der zweite Teil mit Krieg auseinandersetzte.
Nacktszenen wurden unterschiedlich gehandhabt bei einzelnen Veranstaltungen alle Darsteller nackt zu sehen bei der in Halberstadt wurde weitgehend darauf verzichtet. In Zürich holten die Schauspieler am Ende die Zuschauer der ersten Reihen mit auf die Bühne .
Dies entspricht der ursprünglichen Intention von interaktiv zu wirken.
Heute wirkt das Stück nicht mehr die zum Teil sexuellen Andeutungen bei religiösen Handlungen regen niemanden mehr auf. Die Motivation das Stück heute zu besuchen besteht darin einige schöne Stunden zu erleben und von der Fröhlichkeit Hippie-Tribe etwas mitzubekommen.
Die Zuschauer unterschieden sich i.A. nicht Publikum anderer Theaterveranstaltungen es wirkte zum Teil "gesetzt" es waren aber auch junge Leute zu sehen und gerade bei gab es sehr viel Begeisterung .