Die Halmfliegen (Chloropidae) sind eine Familie der Zweiflügler (Diptera) und gehören zu den Fliegen (Brachycera). Weltweit leben etwa 2000 Arten Tiergruppe davon sind 178 Arten aus Deutschland Es handelt sich um meist kleine Fliegen einer Körperlänge von etwa zwei Millimetern.
Bei den Halmfliegen sind die Mundwerkzeuge stark verkümmert auch die Vorderflügel und wie bei allen Zweiflüglern zu Schwingkölbchen ( Halteren ) ausgebildeten Hinterflügel können stark zurückgebildet sein. vielen Arten gibt es einen deutlichen Sexualdimorphismus die Männchen über stark verdickte Fußglieder ( Tarsen ) der Vorderbeine sowie stark behaarte Unterschenkel Tibien ) der Vorder- und Mittelbeine verfügen. Diese haben vermutlich eine Bedeutung bei der Paarung ist allerdings nicht bekannt.
Halmfliegen sind vor allem auf Wiesen finden wobei einige Arten besonders im Herbst Massen auftreten. Da sie nicht fliegen wandern umher und dringen auf diese Weise auch Häuser ein wo sie lästig werden können die schwarz-gelbe Art Thaumatomyia notata die etwa 2 mm lang wird. ernähren sich vor allem von Nektar und sowie von anderen süßen Flüssigkeiten.
Die Larven leben meist im Innern lebenden Pflanzen vor allem in Gräsern aber an Blüten oder Früchten und Pilzen einige können auch Gallen bilden. Daneben gibt es Arten die abgestorbenen Pflanzenresten oder koprophag an Exkrementen leben. Einige Arten sind Jäger wie etwa Thaumatomyia notata welche sich von gallenbewohnenden Blattläusen ernährt oder Arten der Gattung Siphorella die in Gelegen von Spinnen jagen Goniopsita in Gelegen von Heuschrecken . Viele Arten sind sehr unspezifisch bei Nahrungswahl andere sind Nahrungsspezialisten (etwa Lipara -Arten in Schilf ). Besonders an Getreide können einige Arten schädlich sein.
Die Schilfgallenfliege auch als Zigarrenfliege bezeichnet etwa sieben Millimeter lang. Die ausgewachsenen Tiere man in den Monaten Mai bis Juni Schilfblättern ( Phragmites communis ). Hier erzeugen sie Vibrationen die über Schilfblatt weiter getragen werden und der Partnerfindung Die ersten Vibrationen werden durch Weibchen erzeugt diese innerhalb von zehn Minuten jeweils ein- zweimal für acht Sekunden Vibrationsstöße abgeben. Auf Vibrationen reagieren auf dem selben Blatt sitzende ebenfalls mit Vibrationsstößen worauf das Weibchen antwortet. diese Weise sucht das Männchen das Weibchen findet es schließlich. Dabei sind die Rufvibrationen Weibchen denen anderer Arten sehr ähnlich die Männchen unterscheiden sich deutlich. Der Mechanismus der ist bislang nicht aufgeklärt.
Das Ei wird an die Sproßspitze Schilfrohres gelegt und die Made frisst sich dort in die Sprossungszone Sie zerstört dadurch den Vegetationskegel der Pflanze das Längenwachstum des Schilfrohres gestoppt wird. Es zur Stauchung und Verdickung mehrerer (10 bis Bereiche ( Internodien ) des Schilfes und einer starken Entwicklung Blattscheiden. Die so entstehende Galle ähnelt einer (daher der Name Zigarrenfliege) und ist etwa Millimeter dick und bis zu 25 Millimeter Die Verpuppung der Larven findet in der statt die im Frühjahr verlassen wird. In verlassenen Gallen leben häufig andere Halmfliegenarten als oder auch andere Insekten wie Grabwespen oder Bienen .
Die Fritfliegen sind schwarz mit gelblichen und roten Augen. In Mitteleuropa sind sie drei Generationen anzutreffen. Die Frühjahrsform sitzt dabei auf den Blüten des Löwenzahn oder des Winterraps. Die Weibchen fliegen die Entfernung optisch orientiert und in der olfaktorisch große sprießende Gräser wie Mais Hafer oder Gerste zur Eiablage an. Hier legt es der Blattscheiden mehrere Eier ab die auschlüpfenden dringen in das Herz vor wodurch das welkt. Die Verpuppung findet ebenfalls am Fraßplatz Die zweite Generation fliegt ab Juni und vor allem Hafer als Eiablageplatz wobei die lose in die Rispen gelegt werden. Durch den Fraß der wird die Ähre bleich (Weißährigkeit) und die Körner verkümmern. dritte Jahresgeneration fliegt im August bis September legt die Eier an verschiedene Wintergräser ab. sind etwa 60 Wirtsgräser für diese Art
Die Gelbe Weizenhalmfliege findet sich an Gräsern besonders an Weizen und Gerste. In bringt sie zwei Generationen hervor. Die erste kommt im Mai heraus und legt die auf die oberen Pflanzenteile der Wirtsgräser die fressen sich abwärts zur Ähre und danach bis zum Halmknoten. Hier findet die Verpuppung Die zweite Jahresgeneration fliegt im August bis und legt die Eier in die Wintersaat Getreidearten sowie in verschiedene Wildgräser vor allem Quecke . Die Überwinterung erfolgt als Larve im des Wurzelhalses.
Die Russische Halmfliege auch bekannt als zeichnet sich durch die besonders stark verdickten aus deren Muskulatur ein Hüpfen ermöglicht. Die sowie die Wirtsgräser entsprechen weitgehend der Gelben Die Puppe ist allerdings mit Spinnfäden in Blattscheiden eingehängt.