Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 26. Oktober 2014 

Hanna Reitsch


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Hanna Reitsch ( 29. März 1912 in Hirschberg im Riesengebirge Schlesien ; &dagger 24. August 1979 in Frankfurt am Main ) war eine der bekanntesten und erfolgreichsten Fliegerinnen des 20. Jahrhunderts . Reitsch flog über 40 Rekorde in Klassen und Flugzeugtypen.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Hanna Reitsch war ein übermütiges Kind bereits mit 13 Jahren vom Fliegen träumte: Traumberuf gab sie "fliegende Missionsärztin" an. Wenn schulfrei hatte fuhr sie mit dem Rad Grunau zum Segelflugplatz. 1931 machte sie ihr Abitur anschliessend besuchte die "Koloniale Frauenschule" in Rendsburg. Ab 1932 studierte sie Medizin in Berlin und Kiel . Neben ihrem Studium machte sie 1932 Segelflug - und den Motorflugschein in Berlin-Staaken. Noch im selben Jahr sie ihren ersten Rekord auf: den Dauer-Segelflugrekord Frauen (5.5 Stunden in der Luft).

1933 wurde Hanna Reitsch von Wolfram Hirth als Fluglehrerin an seiner neuen Segelfliegerschule in Hornberg bei Schwäbisch Gmünd zu arbeiten. Von 1933- 1934 nahm sie an einer Forschungsexpedition in Brasilien und Argentinien teil und brach ihr nach 4 Semestern zugunsten der Fliegerei ab. Juni desselben Jahres an arbeitete Hanna Reitsch Testpilotin für die "Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug" Darmstadt . 1936 brach sie mit 305 Kilometern den im Segelflug.

Im Jahr 1937 wurde Reitsch von Ernst Udet als Versuchspilotin an die "Flugerprobungsschule der in Rechlin am Müritzsee berufen. Dort hatte die Gelegenheit Stukas Bomber und Jäger zu Als erste Frau der Welt wurde sie selben Jahr von Udet zum Flugkapitän ernannt. Melitta Gräfin Schenk von Stauffenberg die erste Lufthansa-Pilotin erhielt diesen Titel Monate nach Reitsch verliehen. Ebenfalls im Jahr überflog Hanna Reitsch als erste Frau der die Alpen im Segelflug. Ebenfalls als erste flog sie den von Heinrich Focke gebauten Hubschrauber Focke Wulf 61 mit dem sie 1938 in der "Deutschlandhalle" in Berlin den Hallenflug der Welt mit einem Hubschrauber wagte. siegte sie im "Deutschen Segelflug-Strecken-Wettbewerb" auf der Sylt - Breslau (Schlesien).

Ein Jahr später 1939 stellte Hanna Reitsch den Frauen-Segelflugweltrekord im auf. Als Versuchspilotin flog sie im selben den für die deutschen Luftlandetruppen bestimmten Grosssegler 230 ein. Mit der Dornier DO-17 und der Heinkel HE 111 führte sie Versuche durch herauszufinden ob die Stahlseile britischer Ballonsperren mit vor dem Bug des Flugzeuges angebrachten Gerät werden konnten.

1942 flog Reitsch in Augsburg das ersten Rakentenflugzeug der Welt die Messerschmitt ME 163 Komet und nahm an der Fieseler V1 teil.

Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Testpilotin deutschen Luftwaffe wurde die tollkühne Reitsch mehrmals verletzt. Für ihren Einsatz erhielt sie u.A. Eiserne Kreuz erster und zweiter Klasse (das EK I als einzige Frau der deutschen Geschichte) und das "Goldene Militärfliegerabzeichen Diamanten".

Am 26. April 1945 flog Hanna Reitsch den Generalobersten Robert von Greim in das von den Russen eingeschlossene Berlin. Von Greim sollte von Hitler Nachfolger Görings ernannt werden. Hitler rief Reitsch sich und gab ihr ein Gift mit sie sich umbringen sollte sofern sie es schaffte aus Berlin wieder herauszufliegen. Nur mit konnte Reitsch Berlin verlassen und geriet jedoch Mai 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Nach dem Zweiten Weltkrieg durften deutsche Staatsbürger vorerst nicht mehr - ausser nach wenigen Jahren im Segelflug. 1952 wurde Hanna Reitsch bei den Segelflug-Weltmeisterschaften Spanien Dritte (als einzige Frau die an Anlass teilnahm). Ab 1954 arbeitete sie erneut als Testpilotin in diesmal bei der neu gegründeten Deutschen Versuchsanstalt Luftfahrt (DVL).

Im Jahr 1959 reiste sie auf Einladung von Premierminister Jawaharlal Nehru nach Indien um dort ein Leistungssegelflugnetz aufzubauen. 1961 wurde sie von Präsident John F. Kennedy zu einem Besuch im Weissen Haus

Von 1962 bis 1966 weilte Reitsch in Ghana wo sie eine Segelflugschule aufbaute die anschliessend leitete. In den 1970er Jahren errang sie mehrere Rekorde in Kategorien.

Hanna Reitsch flog bis zu ihrem Sie starb 1979 67jährig in Frankfurt am an akutem Herzversagen.

Fliegerische Leistungen

  • 1932: Dauer-Segelflugrekord für Frauen (5.5h)
  • 1936: Frauen-Streckenweltrekord im Segelflug (305km)
  • 1937: erste Alpenüberquerung im Segelflug durch Frau
  • 1938: erster Mensch der Welt der Hubschrauber in der Halle fliegt
  • 1939: Frauen-Segelflugweltrekord im Zielflug
  • 1952: Dritter Rang an den Segelflugweltmeisterschaften Spanien
  • 1955: Deutscher Segelflugmeister
  • 1956: Deutscher Frauen-Segelflug-Streckenrekord (370km)
  • 1957: Deutscher Frauen-Höhensegelflugrekord (6848m) (1. Diamant Gold-C)
  • 1960: 300km-Dreiecksflug (2. Diamant zur Gold-C)
  • 1970: Deutscher Frauen-Segelflugrekord über 500km (3. zur Gold-C) sowie Deutsche Meisterin im Deutschen (Damenklasse)
  • 1971: Weltmeisterin an der Hubschrauber-Weltmeisterschaft (Damenklasse)
  • 1972: Deutscher Frauen-Segelflugrekord im Geschwindigkeitsflug über 300 Kilometer-Dreiecksstrecke
  • 1977: Deutscher Frauen-Segelflugrekord im Ziel-Rückkehr-Flug über Kilometer
  • 1978: Frauen-Segelflugweltrekord

Ehrungen und Auszeichnungen

  • 2. WK: EK 1 als erste und einzige Frau und Militärfliegerabzeichen mit Diamanten
  • 1972: Ehrenmitglied der Society of Experimental Test Pilots in Kalifornien und "Pilot des Jahres beim International Order of Charakters
  • 1975: Internationale Kette der "Windrose"

Bücher

  • Fliegen - Mein Leben (1951)
  • Ich flog für Kwame Nkrumah (1968)
  • Das Unzerstörbare in meinem Leben (1975)
  • Höhen und Tiefen - 1945 bis zur (1978)



Bücher zum Thema Hanna Reitsch

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Hanna_Reitsch.html">Hanna Reitsch </a>