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Hanno


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Hanno - auch genannt Hanno der Seefahrer - war ein karthagischer Admiral der das Jahr 470 vor Christus entlang der Westküste vermutlich bis in den Golf von Guinea segelte um neue Handelswege zu erschließen. Reisebericht ist in einer griechischen Übersetzung überliefert.

Sein Fahrtenbericht ist innerhalb einer umfassenderen Handschrift des 9. Jh. v. Chr. überliefert. trägt die Bezeichnung Codex Palatinus Graecus (Pal. Gr. 398) und wird in Universitätsbibliothek Heidelberg bewahrt. Von diesem Kodex existiert Abschrift aus dem 14. Jh. Einige Blätter liegen in der Bibliotheque National in Paris. British Museum London befinden sich weitere 21 darunter Folio 12 mit dem Periplus des Hanno. Periplus ist aus dem abgeleitet und bedeutet Umschiffung. Ob mit dem Hanno angeführten Unternehmen eine Umsegelung Afrika beabsicht bleibt reine Spekulation. Das gilt auch wenn griechische Übersetzer der punischen Quelle von Umsegelung jener libyschen Teile der Erde spricht die der Säulen des Herkles liegen und ihm unterstellt wird er Kenntnis von der Expedition unter dem ägyptischen Necho II. gehabt.

Einigkeit herrscht darüber dass Hannos Boote Karthago kommend die Säulen des Herkles passierte die Meerenge von Gibraltar durchfuhr und Cap umschiffte um Städte zu gründen und zwar Libyen wie man die östlich des Niltals Gebiete nannte. Im überlieferten Bericht heißt es sei mit einer Flotte von 60 Booten See gestochen und 30.000 Männer und Frauen an Bord gegangen. Das erscheint unrealistisch und als Fehler bei der Übertragung von phönizischen ins Griechische angesehen. Das zugrunde und die Kapazität der Schiffe zugrunde legend mag es um gut 5000 Menschen gehandelt haben. Es denn die hohe Zahl schließt jene Siedler ein die der ersten Vorhut nach und folgten. "Als wir aber auf die hohe gelangt waren " heißt es in dem Karl Bayer 1993 übersetzten Periplus Hannonis " passierten wir die Säulen segelten draußen zwei und gründeten eine erste Stadt die wir nannten sie beherrschte eine Ebene. " Die Siedlung wird mit dem heutigen nordöstlich von Rabat an der Mündung des Sebou gleichgesetzt. Es folgen weitere mehr oder präzise lokalisierbare Niederlassungen. " Nachdem wir von dort aufgebrochen waren gelangten an den großen Fluß Lixos ". An ihm lebte ein Hirtenvolk mit sich die Ankömmlinge anfreundeten. "Wir ließen uns ihnen Dolmetscher geben und segelten dann an menschenleeren Küsten entlang nach Süden. Auf einer innerhalb einer Bucht gründeten sie schließlich ihre Kolonie Kerne genannt. Damit wäre die erklärte des Unternehmens eigentlich erfüllt gewesen. Hanno führte Manschaft jedoch noch viele Tage weiter die unbekannte Küste entlang. Weit im Süden befuhren eine großen Fluß gelangten an einen See drei Inseln die größer als Kerne waren. Land von in Tierfelle gehüllte Menschen verjagt sie zur Küste zurück und sahen im einen weiteren breiten Fluß. Dieses Flüsse werden als Mündungsarme des Senegal angesehen.

Eine andere von Kerne ausgehende Fahrt die Karthager noch weiter in südliche Richtung sogar "um die Berge herum" in eine weites Meer mit dichtbewaldeten Küsten. Einzelheiten der deuten auf ihren Aufenhalt im Mündungsgebiet des Niger hin. Vielfach sahen sie " bei Tag nichts außer Wald nachts aber Feuersbrände und hörten den Klang von Flöten Gedröhne von Zimbeln und Trommeln und tausendfaches " Verängstigt segelten sie weiter und die Schilderung läßt darauf schließen dass sie in Gegend einen aktiven Vulkan sahen. Ein steil den Sternen aufsteigendes Feuer zeigte sich ihnen das sich am Tage "als ein sehr Berg" erwies. Dieser Teil des Bericht gilt eines der stärksten Argumente für Hannos Vordringen Golf von Guinea denn als weithin sichtbarer Vulkan Westafrikas nur der Mont Kamerun in frage.

FAHRTENBERICHT DES HANNO

Von Karthago ausgehenden Koloniegründungen an der Nordafrikas zeugt der so genannte Periplus Hannonis. griechischer Text basiert auf einer phönikische Weiheinschrift sich in einem Tempel des punischen Baal Hammon) befand. Er zeugt von Karthagos Bestrebungen in Westafrika zu erweitern oder neu zu sowie von Expeditionsfahrten entlang der Atlantikküste die bis in den Golf von Guinea führten. stand an der Spitze dieser Unternehmungen die letzten Drittel des 6. Jahrhunderts spätesten wohl 500 v. Chr. einzuordnen sind. Sufet Hanno.

Im Periplus wird Hanno als Sufet als hochrangigen Richter des Staatswesens. Über seine liefert die antike Literatur keine weiteren Hinweise.

Quellentexte.

Kenntnisse über die Fahrten des Karthagers entlang der Atlantikküste Afrikas verdanken wir dem einer griechischen Handschrift des 9. Jh. Die trägt die Bezeichnung Codex Palatinus Graecus (Pal. 398 fol. 55r - 55v) und wird der Universitätsbibliothek Heidelberg aufbewahrt. Auf zwei Seiten 55r-55v) steht der als Periplus Hannonis bekannt Fahrtenbericht. Ob es sich dabei um eine Übersetzung der punischen Inschrift handelt ist umstritten. 2. Jahrhundert gab es offenbar vollständigere Fassungen Berichts über Hanno lassen sich aus römischer des 2. Jahrhunderts ableiten.

Einzelheiten zum Kodex siehe: A. v. Die Heidelberger Handschrift der Paradoxographen. In: Neue Heidelberger Jahrbücher 1 (1891)

Vom Kodex existiert eine Abschrift aus 14. Jahrhunderts. Teile davon verwahrt die Bibliothèque in Paris. Weitere 21 Blätter befinden sich British Museum London darunter Blatt 12 beidseitig mit dem Periplus. Wesentliche Unterschiede zum Heidelberger bestehen nicht. Textausgaben.

Der griechische Text wurde seit dem Jh. mehrfach in Druck gegeben und übersetzt von Sigismund Gelenius (1497 - 1554). Seine princeps mit dem Periplus Hannonis (S. 38-40) 1533 in Basel. Eine wissenschaftliche Edition erfolgte 19. Jahrhundert durch Carolus Müller Geographi Graeci Minores 1 S. XVIII-XXXIII und 1-14 Paris 1855 Hildesheim 1965). Übersetzungen ins Deutsche erschienen 1944 1957. Einen Gegenüberstellung des griechischen und neu deutschen Textes fand Eingang in die Gesamtausgabe C. Plinius Secundus d. Ä. Naturkunde lateinisch deutsch Buch V. München Artemis 1993. Die daraus entnommene von Karl Bayer lautet:

" Hanno des karthagischen Sufeten Bericht von der der jenseits der Säulen des Herakles liegenden Teile der Erde den er auch im des Kronos als Weihegabe aufgestellt hat; er darin folgendes kund: 1. Die Karthager beschlossen daß Hanno über Säulen des Herakles hinausfahren und Städte der gründen solle. Und so stach er in an der Spitze von 60 Fünfzigruderern und eine Menge von Männern und Frauen 30 an der Zahl sowie Verpflegung und sonstigen mit sich.

2 . Als wir aber auf die hohe gelangt waren passierten wir die Säulen segelten zwei Tage weiter und gründeten eine erste die wir Thymiaterion nannten; sie beherrschte eine Ebene.

3. Sodann segelten wir nach Westen und auf das mit Bäumen bestandene libysche Vorgebirge

4. Wir errichteten dort ein Heiligtum des gingen wieder an Bord und nahmen Kurs Süden einen halben Tag lang bis wir einen See gelangten der nicht weit vom lag; er war voll mit dichtem hochgewachsenem in ihm hielten sich auch Elefanten auf andere dort weidende Tiere in großer Zahl.

5. Wir verließen diesen See fuhren eine Tagereise weiter und besiedelten dann Städte am welche Karikon teichos Gytte Akra Melitta und hießen.

6. Nachdem wir von da aufgebrochen gelangten wir an den großen Fluß Lixos von Libyen herströmt. An ihm weidete ein die Lixiten seine Herden; bei ihnen blieben einige Zeit da wir uns angefreundet hatten.

7. Hinter diesen siedelten ungastliche Aithiopen die wildes Land beweideten das durch hohe Bergzüge wird. Aus diesen Bergen fließe – so man – der Lixos; rings um diese aber wohnten sonderbar aussehende Menschen die Troglodyten denen die Lixiten behaupteten sie könnten schneller als Pferde.

8. Wir ließen uns von ihnen Dolmetscher und segelten dann an einer menschenleeren Wüste nach Süden zwei Tage lang; von da wieder gegen Osten hin eine Tagefahrt weit. fanden wir im Winkel einer Bucht eine Insel; sie hatte einen Umfang von fünf Auf ihr gründeten wir eine Siedlung die Kerne nannten. Aus unserer Fahrtroute erschlossen wir es genau gegenüber von Karthago liegen müsse; die Fahrtstrecke von Karthago bis zu den entsprach der von dort bis Kerne.

9. Von da gelangen wir an einen nachdem wir einen großen Fluß mit Namen durchfahren hatten. In diesem See aber lagen Inseln die größer waren als die von Von ihnen aus legten wir eine Tagefahrt und kamen in den Winkel des Sees den sehr hohe Berge hereinragten die voll Menschen waren die sich in Tierfelle gehüllt sie warfen mit Felsbrocken verjagten uns und uns nicht an Land gehen.

10. Wir segelten von dort weiter und an einen anderen Fluß der groß und war und von Krokodilen und Flußpferden nur wimmelte. Dort drehten wir um und gelangten nach Kerne zurück.

11. Von dort segelten wir zwölf Tage Süden immer unter der Küste die in ganzen Länge Aithiopen bewohnten; diese nahmen vor Reißaus und blieben nicht da. Sie sprachen Sprache die auch die Lixiten die mit fuhren nicht verstehen konnten.

12. Am letzten Tage nun ankerten wir hohen dicht bewaldeten Bergen. Das Holz der war wohlriechend und von verschiedenen Farben.

13. Wir segelten um diese Berge herum Tage lang und gelangten an eine unermeßlich Meeresfläche. Auf der einen Seite davon war Land hin eine Ebene von der wir überall Feuer aufsteigen sahen bald in größeren in engeren Abständen.

14. Wir nahmen Wasser an Bord und von da fünf Tage weiter an der entlang bis wir in eine große Bucht von der die Dolmetscher sagten sie heiße des Westens' (Hespérū Kéras). In dieser Bucht eine große Insel und auf der Insel See mit Salzwasser; in ihm aber lag weitere Insel bei der wir an Land wir sahen jedoch bei Tag nichts außer nachts aber zahlreiche Feuerbrände und hörten den von Flöten das Gedröhne von Zimbeln und sowie tausendfältiges Geschrei. Da ergriff uns Furcht die Seher hießen uns die Insel zu

15. Rasch fuhren wir ab und kamen einem Land vorbei das von Feuer durchglüht voll von Rauch war. Riesige Feuerbäche stürzten ihm ins Meer. Den Boden aber konnte vor Hitze nicht betreten.

16. Voller Furcht segelten wir auch von schnell wieder ab. Vier Tage lang dahinfahrend wir nachts das Land von Flammen erfüllt. der Mitte aber war ein steil aufsteigendes größer als alle anderen das – wie schien – die Sterne in Brand setzte. Tage aber zeigte es sich als ein hoher Berg 'Götterwagen' (Theōn Óchēma) genannt.

17. Drei Tage lang segelten wir von an feurigen Sturzbächen entlang und gelangten dann eine Bucht die 'Horn des Südwinds' (Nótū hieß.

18. Im Winkel lag eine Insel die ersten glich und ebenfalls einen See aufwies. in diesem See lag eine weitere Insel von wilden Menschen. Es waren überwiegend Weiber am ganzen Körper dicht behaart waren; die nannten sie goríllai. Wir verfolgten sie konnten keine Männer fangen; sie entwischten alle weil ausgezeichnete Kletterer waren und sich mit Felsbrocken Wehr setzten; Weiber aber fingen wir drei sie bissen und kratzten und wollten denen sie führten nicht folgen. Daher töteten wir zogen ihnen die Haut ab und brachten Bälge nach Karthago mit. Dann segelten wir von da aus mehr weiter voran da unsere Lebensmittelvorräte zur gingen."

Seiner hier zitierten Übersetzung fügt Karl ausführliche Erläuterungen an (S.346-353). Im anschließenden Beitrag Werner Huß einschränkend darauf ein (S.354-359). Unterschiedliche bestehen über die Datierung des uns überlieferten des Periplus Hannonis.


Löschvorschlag Anfang -

Hanno schildert darin unter anderem die Begegnung einer Mittelmeerkultur mit Menschenaffen : "Ein wildes Volk; ihre Leiber sind und über mit Haaren bedeckt. Unsere Dolmetscher sie als " Gorillas ". Die Männer verteidigten sich mit Steinwürfen; war unmöglich sie zu fangen. Drei Frauen sich so heftig durch Kratzen und Beißen wir sie töten mussten. Wir zogen ihnen Haut ab und brachten sie nach Karthago." berichtet auch von afrikanischen Steppenfeuern.

- Löschvorschlag Ende ---- --Rolf Schulte 23. Mai 2004 (CEST)

Die Schilderung seiner Reise wurde in Karthago im Tempel des Melkart angeschlagen.

Literatur: Werner Huß Die Karthager. München

- die Reise

- Auszug des Fahrtenberichts




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