Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Hans-Georg Gadamer (* 11. Februar 1900 in Marburg ; † 13. März 2002 in Heidelberg ) war ein deutscher Philosoph der durch sein 1960 die philosophische Hermeneutik begründendes Werk ( Wahrheit und Methode Tübingen 1960) bekannt wurde. Gadamer war beeinflusst durch Martin Heidegger bei dem er studiert hatte.
Hans-Georg Gadamer ist einer der prominentesten Philosophen der Gegenwart. Er gilt als Begründer universalen Hermeneutik die sich sowohl gegen den Methodologismus der traditionellen Hermeneutik von Friedrich Schleiermacher und Wilhelm Dilthey als auch gegen den Idealismus Georg Wilhelm Friedrich Hegels wendet.
Für Gadamer ist jegliches Verstehen handele sich um Texte Kunst- und Bauwerke oder Gegenüber in einem Gespräch an die Sprachlichkeit Seins vor dem Horizont der Zeit gebunden. Dies setzt beim Interpreten von Offenheit das Bewusstmachen der eigenen Vorurteilsstruktur sowie Bereitschaft zum Gespräch voraus. Die philosophische Hermeneutik von Gadamer so allgemein fundiert dass sie prinzipiell alle ethisch-ästhetischen Aspekte und Fragen des Anwendung finden kann.
1934: Veröffentlichung von Plato und die Dichter das einen Durchbruch im Hinblick auf Platons Politeia darstellt erste aber sehr deutliche Ansätze Gadamerschen Hermeneutik zeigt und (z.B. im Motto) höchst kritsche Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus belegt
1953: Begründung der "Philosophischen Rundschau" mit Kuhn und Rückkehr von Karl Löwith aus den USA
1960: Veröffentlichung von "Wahrheit und Methode"
1962: Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für in Deutschland (oder 1964) Begründung der Internationalen zur Förderung der Hegel-Studien und deren Präsident
1966: Organisierung eines Kongresses über Sprache Heidelberg als Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für
1967: bis 1971 Debatte mit Jürgen Habermas ; bis 1977 Kleine Schriften 4 Bde
1968: Emeritierung. Gadamer lehrt in Heidelberg weiter
1969: bis 1972 Präsident der Heidelberger der Wissenschaften; April Reise nach den USA
Jean Grondin Hans-Georg Gadamer: Eine Biographie Tübingen 1999 437S. ISBN: 3-15-146855-4. (NB: Die Grondinsche ist erfolgreich und populär wurde von Gadamer aber abgelehnt und ist besonders wegen des Erfassens der Kontexts von der Interpretation her begrenzt hilfreich.)