Hans Baldung wurde in der Freien Reichsstadt Schwäbisch Gmünd geboren. Er entstammte einer Familie von aus dem städtischen Patriziat . Baldung begann als Fünfzehnjähriger seine Lehrzeit in der Werkstatt eines Straßburger Meisters wo er wohl wegen seiner Begabung den Beinamen Grien (der "Grüne") erhielt. 1503 wanderte er nach Nürnberg um bei Albrecht Dürer seine Ausbildung zu vollenden. Er wurde begabtester Schüler und blieb dem 15 Jahre als er 1506 Nürnberg verließ in lebenslanger Freundschaft verbunden. schätzte ihn sehr und schenkte beispielsweise 1521 auf seiner niederländischen Reise dem Maler Patinier des "Grünhansens Ding" worunter von Baldung Dürers Werkstatt gefertigte Holzschnitte zu verstehen sind.
Im Frühjahr 1509 kehrte Baldung aus Halle in die Freie Reichsstadt Straßburg zurück er das Bürgerrecht erwarb und 1510 von der Zunft als Meister aufgenommen Er heiratete die Tochter eines wohlhabenden Bürgers erfreute sich wachsender Beliebtheit und zunehmender Nachfrage Maler. Von 1512 bis etwa 1516 schuf in Freiburg im Breisgau den Hochaltar des Münsters die Krönung frühen Schaffens. Im Frühjahr 1517 ging Baldung Straßburg zurück und erwarb aufs neue das Er brachte es in Straßburg zu hohem Ansehen und Wohlstand. 1533-1534 nahm er in Zunft das Schöffenamt wahr und gehörte zeitweilig Rat der Stadt.
Die kirchlichen Aufträge für seine Werkstatt zunehmend zurück und Baldung arbeitete mehr und für vermögende private Kunstliebhaber als Auftraggeber was stark auf die Thematik seiner Bilder auswirkte. wurde ein überaus gefragter Porträtist malte Episoden der antiken Geschichte und Mythologie und wandte verstärkt bis zu seinem Lebensende einem schon erkennbaren Lieblingssujet zu: der Schönheit des nackten insbesondere der Frau. In zahlreichen Variationen schuf einen von kraftvoller Sinnlichkeit erfüllten Schönheitskult für es in Deutschland kaum Vorgänger gegeben hatte: Frau als Eva als antike Göttin als Hexe als Verführerin - alle Verkörperungen des Lebens aber im Kontrast als Memento mori häufig bedroht durch die unausweichliche Gegenwart Todes in Gestalt schauerlicher Skelette die dem das Ende setzen.