Pfitzner war der Sohn eines Orchestergeigers erhielt schon früh von seinem Vater Musikunterricht. Familie zog 1872 nach Frankfurt am Main um. Bereits mit elf Jahren komponierte kleine Hans seine ersten Werke 1884 entstanden die ersten überlieferten Lieder. 1886 - 90 studierte Pfitzner am Hochschen Konservatorium in Frankfurt Komposition bei Iwan Knorr Klavier bei James Kwast. Er unterrichtete 1892 -93 am Koblenzer Konservatorium und wurde 1894 Kapellmeister-Volontär am in Mainz .
1895 kamen dort die ersten größeren Werke zur Uraufführung die Oper Der arme Heinrich und die Schauspielmusik zu Das Fest auf Solhaug von Henrik Ibsen . 1897 siedelte er nach Berlin über und Lehrer am Sternschen Konservatorium. Er heiratete 1899 Mimi Kwast die Tochter seines ehemaligen 1903 wurde Pfitzner erster Kapellmeister am Berliner Theater des Westens sein Sohn Paul wurde geboren.
An der Wiener Hofoper unter Gustav Mahler wurde 1905 Pfitzners zweite Oper Die Rose von Liebesgarten aufgeführt. Sein zweiter Sohn Peter wurde geboren seine Tochter Agnes 1908. Im gleichen zog die Familie nach Straßburg Pfitzner leitete dort das Städtische Konservatorium die Sinfoniekonzerte 1910 übernahm er auch die musikalische Leitung Straßburger Oper 1913 wurde er Professor.
1917 wurde an der Hofoper München unter Bruno Walter die „Musikalische Legende“ Palestrina uraufgeführt sicher Pfitzners bedeutendstes Werk. Im steht die Auseinandersetzung des Renaissancekomponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina mit der Kirche um die Berechtigung Musik. Thomas Mann begrüßte die Oper enthusiastisch und gründete anderen 1918 den „Hans Pfitzner Verein für deutsche Doch 1917 veröffentlichte Pfitzner auch seine Schrift Futuristengefahr einen polemischen Angriff gegen die neue und insbesondere gegen Ferruccio Busonis zehn Jahre älteren Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst .
Die Feiern und Ehrungen zu seinem Geburtstag 1929 brachten Pfitzner noch einmal große Anerkennung. Er verlegte 1930 seinen Wohnsitz nach und schrieb im folgenden Jahr seine letzte Das Herz . 1934 wurde er an der Akademie Tonkunst in München pensioniert wobei es zu mit dem preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring kam. 1936 starb sein Sohn Paul folgenden Jahr überwarf sich Pfitzner mit seinen Peter und Agnes.
1939 ging Pfitzner eine zweite Ehe mit Stoll ein. Die Feiern und Ehrungen zu 70. Geburtstag waren weit weniger spektakulär als zehn Jahren. 1943 wurde sein Wohnhaus in München durch zerstört und er siedelte nach Wien-Rodaun über. seine Tochter Agnes sich bereits 1939 das genommen hatte fiel sein zweiter Sohn Peter in Russland. Pfitzner floh 1945 nach Garmisch-Partenkirchen . 1946 zog er in ein Altersheim in 1948 wurde er entnazifiziert starb jedoch im darauffolgenden Jahr auf Reise in Salzburg an seinem zweiten Schlaganfall .
Hans Pfitzner ist ohne Zweifel auch fünfzig Jahre nach seinem Tod noch immer der umstrittensten Komponisten. Seine Gegner sehen in einen Nationalisten und verbohrten Anti-Modernisten und verübeln ihm Anbiederungsversuche an die nationalsozialistischen Machthaber. Doch zeigen die Werke des inspirationsgläubigen Spätromantikers große kompositorische Qualitäten und stehen mit grüblerischen Sperrigkeiten einer modernen Tonsprache vielleicht sogar näher als von ihrem beabsichtigt.