Studium, Ausbildung und Beruf

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Hebamme


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Die Hebammenkunst ist bis in die frühe Geschichte Menschheit zurückzuführen und entwickelte sich aus der Hilfe die sich Frauen untereinander bei der Geburt leisteten. Die traditionell ureigene Aufgabe der ist die autonom verantwortliche Betreuung der Frauen eines normal verlaufenden Schwangerschafts - Geburts- und Wochenbettverlaufs bei pathologischen Verläufen Zusammenarbeit mit den Gynäkologen und Gynäkologinnen wobei die Geburt und Wochenbett zu den vorbehaltenen Tätigkeiten einer Hebamme Die Kompetenzen einer Hebamme sind über das in einem geringen Umfang und ansonsten ausführlich die Länder (nach Art. 74 GG ) umfassend geregelt.

Inhaltsverzeichnis

Hebammengesetz

Gesetz über den Beruf der Hebamme des Entbindungspflegers vom 04. Juni 1985 (BGBI. S.902) zuletzt geändert durch das Gesetz vom April 1993 (BGBI.I S.512).

Wie bei den übrigen bundesgesetzlichen Regelungen nichtärztliche Heilberufe so hat die Regelung über die der Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung sowie Ausbildungsregelung ein entscheidendes Gewicht auch für Hebammen Entbindungspfleger. Neben der Führung der Berufsbezeichnung wird Hebammen auch bestimmte Tätigkeiten vorbehalten:

§ 4 Vorbehaltene Tätigkeiten Hinzuziehungspflicht des

(1) Zur Leistung von Geburtshilfe sind abgesehen Notfällen außer Ärztinnen und Ärzten nur Personen einer Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Hebamme Entbindungspfleger sowie Dienstleistungserbringer im Sinne des § Abs. 2 berechtigt. Die Ärztin und der sind verpflichtet dafür Sorge zu tragen dass einer Entbindung eine Hebamme oder ein Entbindungspfleger wird.

(2) Geburtshilfe im Sinne des Abs. 1 Überwachung des Geburtsvorgangs von Beginn der Wehen Hilfe bei der Geburt und Überwachung des

Definition der Hebamme

Die offiziell anerkannte Definition der Hebamme von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Internationalen Hebammenvereinigung der Internationalen Förderation für Gynäkologie und Geburtshilfe und des Bundes Deutscher Hebammen (BDH) angenommen lautet:

Eine Hebamme ist eine Person die dem jeweiligen Land zu einer anerkannten Hebammenausbildung zugelassen wurde den vorgeschriebenen Ausbildungsgang zur Hebamme abgeschlossen und die notwendigen Qualifikationen erworben hat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften als Hebamme praktizieren.

Die Hebamme muss in der Lage Frauen während Schwangerschaft Geburt und Wochenbett zu zu betreuen und zu beraten. Dies alles Vorsorgemaßnahmen das Erkennen von Regelwidrigkeiten bei Mutter Kind bei Bedarf die Hinzuziehung medizinischer Unterstützung die Durchführung von Notfallmaßnahmen wenn medizinische Hilfe Die Hebamme hat eine wichtige Aufgabe bei Gesundheitsberatung und -erziehung nicht nur der Frauen auch in der Familie und in der Die Arbeit beinhaltet neben der Vorbereitung auf und Elternschaft außerdem bestimmte Gebiete der Gynäkologie Familienplanung und der Säuglingspflege. Die Hebamme kann Krankenhäusern in Geburtshäusern bei Beratungsstellen bei der zu Hause oder in jeder anderen Einrichtung

Ethik einer Hebamme

Es gibt ethische Grundsätze nach denen handeln und arbeiten. Die Rechte und die der Frau stehen dabei immer im Mittelpunkt. verweigern keiner Frau die notwendige Hilfe -- von Rasse Kultur Weltanschauung und gesellschaftlicher Stellung. Wohlergehen von Frauen und Familien ist das unseres gesellschaftlichen Engagements. Wir beobachten mit kritischer die Entwicklung auf den Gebieten Geburtshilfe Pränataldiagnostik und Genforschung. Wir erforschen wissenschaftlich unsere Arbeit gestalten unsere Aus- Fort- und Weiterbildungen selbstständig. kämpfen für unsere gesellschaftliche Anerkennung und gerechte

Nur wenige Schwangerschaften sind Risikofälle die fachärztliche Betreuung erfordern. Schwangerschaft und Geburt sind Krankheit sondern ein normaler wenn auch tiefgreifender im Leben einer Frau. Wir fördern die und das Wohlergehen von Frau und Kind in Sachen pränataler Diagnostik nehmen Vorsorgeuntersuchungen vor bei Schwangerschaftsbeschwerden und bereiten die Frau auf Geburt vor nicht nur in körperlicher Hinsicht. handeln nach dem Prinzip: Möglichst wenig Technik viel Wissen und Menschlichkeit.

Wir beraten die Frau bei der von Ort und Art der Geburt und sie in allen Phasen. Auch danach stehen ihr und dem Kind zur Verfügung egal sie sich für das Wochenbett im Krankenhaus zu Hause entscheidet. Wir beobachten die Entwicklung Kindes versorgen die Mutter leiten beim Stillen der Säuglingspflege an und haben ein offenes für die Ängste und Sorgen der Frau. Leben einer Familie hat sich jetzt viel Wir die Hebammen helfen der Familie diese zu bewältigen oft auch über die Wochenbettzeit

Dass der präventive Charakter dieser Gesundheitsdienstleistung Schwangere Gebärende und Mütter mit Säuglingen möglichst Frauen zu gute kommt ist ein zentrales des Bundes Deutscher Hebammen.

Ausbildung

Die Hebammenausbildung in Deutschland dauert momentan Jahre und findet an Hebammenschulen die an angegliedert sind statt. Sie umfasst 1600 Stunden und 3000 Stunden praktische Ausbildung. Die Grundlagen Ausbildung sind die Ausbildungs-und Prüfungsverordnung für Hebammen Entbindungspfleger (HebPrV) und die Europäische Richtlinie 80/155/EWG.

Das Ausbildungsziel ist in § 5 festgelegt: Die Ausbildung soll insbesondere dazu befähigen Frauen der Schwangerschaft der Geburt und dem Wochenbett zu erteilen und die notwendige Fürsorge zu normale Geburten zu leiten Komplikationen des Geburtsverlaufs zu erkennen Neugeborene zu versorgen den Wochenbettverlauf überwachen und eine Dokumentation über den Geburtsverlauf (Ausbildungsziel).

Die Hebammenausbildung endet mit der staatlichen die aus einem schriftlichen mündlichen und praktischen besteht. Nach bestandener Prüfung wird die Erlaubnis Führung der Berufsbezeichnung urkundlich ausgewiesen.

Die Zugangsvoraussetzungen für die Hebammenausbildung sind: vollendetes 17. Lebensjahr - gesundheitliche Eignung - oder gleichwertige Schulbildung oder - Hauptschulabschluss und mindestens 2-jährige abgeschlossene Berufsausbildung

Studium und Weiterbildung

Nach einigen Jahren Berufserfahrung streben viele eine Weiterbildung und damit Höherqualifizierung im Berufsfeld Dafür bestehen folgende Möglichkeiten:

Weiterbildung im Bereich Pädagogik

Zur Zeit gibt es in Deutschland Fachweiterbildung zur Lehrerin für Hebammenwesen (Lehrhebamme). Es aber die Möglichkeit an einer ein- bis Fachweiterbildung für Lehrerinnen für Pflegeberufe teilzunehmen. Diese werden in allen Bundesländern anerkannt. Eine gesetzliche auf Bundesebene gibt es nicht.

Studium im Bereich Pädagogik

Im Mai 1995 haben die Kultusminister Länder in einer Richtlinie festgelegt dass die der Medizinalfachberufe künftig an Hochschulen ausgebildet werden Damit wird die längst überfällige Gleichstellung mit Lehrern anderer Ausbildungsberufe angestrebt. Bei der Umsetzung Richtlinie beschreiten die Länder unterschiedliche Wege (Fachhochschulstudium Diplom-Abschluss Universitätsstudium mit Diplom-Abschluss Lehramtsstudium mit anschließendem Daher rät der Bund Deutscher Hebammen den die sich im pädagogischen Bereich weiterbilden möchten Studium in den bestehenden Studiengängen aufzunehmen.

Weiterbildung im Bereich Abteilungsleitung Management

Fachweiterbildung als Stationsleitung oder Kreißsaalleitung
Fachweiterbildung als Abteilungsleitung Bereichsleitung oder Pflegedienstleitung
Anbieter der Fachweiterbildungen sind die Weiterbildungseinrichtungen Gewerkschaften und Krankenpflegeverbände sowie freie Anbieter.

Studium im Bereich Management

Studium Pflegemanagement an einer Fachhochschule
Studium Betriebswirtschaft an einer Fachhochschule oder Universität

Auch im Bereich Management werden in qualifizierte Hebammen benötigt. Sie können als Fachbereichsleitung sein oder Kolleginnen auf dem Weg in Selbständigkeit beraten.

Studium im Bereich Hebammenwissenschaft und -forschung

Bisher gibt es in Deutschland keinen Studiengang in dieser Fachrichtung. Aber es gibt Diplomstudiengänge Gesundheitswissenschaften oder Public Health und andere die dem Hebammenberuf nahestehen: Psychologie Soziologie Ethnologie Ökotrophologie . Auch in den Fachrichtungen Geschichte und Jura gibt es interessante Berührungspunkte und Arbeitsfelder Wissenschaftlerinnen.

Tätigkeitsfelder

Eine Hebamme kann sowohl in der wie auch im Angestelltenverhältnis z.B. in einer arbeiten.

Tätigkeitsfeld in der Freiberuflichkeit

In der Freiberuflichkeit kann die Hebamme nach eigenen Fähigkeiten Vielfältigkeit des Berufes ausüben und einteilen. Der umfasst die Familienplanung Schwangerenvorsorge Beratung und Betreuung Schwangerschaft Begleitung der Geburt zu Hause in einer hebammengeleiteten oder ärztlich geleiteten oder als Beleghebamme in einem Krankenhaus sowie Betreuung von Mutter und Kind im Wochenbett zum Ende der Stillzeit. Kursangebote erstrecken sich Geburtsvorbereitung Säuglingspflege und Rückbildungsgymnastik. Weitere Zusatzqualifikationen ermöglichen andere Kursangebote wie z.B. Schwangerenschwimmen Babymassage Akupunktur. Hebamme kann allein oder mit Kolleginnen zusammenarbeiten auch interdisziplinär mit einem freiberuflich tätigen Gynäkologen/Gynäkologin.

In der Freiberuflichkeit kommt das Berufsbild Hebamme als selbständiger nichtärztlicher Heilberuf am besten Tragen. Im Mittelpunkt der Begleitung durch eine steht die Gesundheit und das Wohlergehen von Kind und Familie. Frauen erfahren hierbei eine auf sie zugeschnittene kontinuierliche Betreuung in der der Schwangerschaft Geburt und Wochenbett durch eine oder einem Hebammenteam die der besonderen Situation Leben einer Frau und ihres Kindes in Gesellschaft Rechnung trägt.

Die gesetzliche Krankenversicherung gewährt jeder Versicherten Anspruch auf Hebammenhilfe der in den §§ RVO seine Grundlagen findet. Die Vergütung einer tätigen Hebamme richtet sich nach der Hebammen-Gebührenverordnung nach § 134 SGB V über das für Gesundheit geregelt wird.

Tätigkeitsfeld im Angestelltenbereich

Im Angestelltenverhältnis im Bereich des öffentlichen Bund Länder oder des Deutschen Caritasverbandes oder Werkes erfolgt die Bezahlung nach den Bundesangestelltentarif bzw. Arbeitsvertragsrichtlinien AVR (nach Kr-System). In der arbeiten die meisten Hebammen im Kreißsaal darüber aber auch auf den Bereichen: Schwangerenambulanz Schwangeren- und Neugeborenenstation. In einigen Kliniken gibt es rotierendes System das heißt angestellte Hebammen wechseln einem bestimmten Zeitzyklus auf all den o.g.

Angestellte Hebammen in Deutschland arbeiten zu Arbeitsbedingungen und stoßen hier mit ihrem ganzheitlichen oft an Grenzen. Ihr Tätigkeitsfeld wird durch Krankenhausträger und der ärztlichen Leitung der Abteilung Die von Frauen und Hebammen erwünschte 1:1 bleibt im Hinblick der Sparzwänge im Krankenhaus Utopie. Die originäre Hebammentätigkeit wieder möglich zu und zu etablieren wird eine vornehmliche berufspolitische des Berufsverbandes der Hebammen Bund Deutscher Hebammen für die nächsten Jahre sein.

Die Rahmenbedingungen in denen die Betreuung um die Geburt stattfindet werden durch ökonomische soziale Faktoren bestimmt. Jedoch auch im 21. sind die grundlegenden Bedürfnisse dieselben wie in Vergangenheit. Frauen brauchen in diesem wichtigen Lebensabschnitt Ruhe und das Bewusstsein dass die Geburt nur ein körperlicher Vorgang ist. Die Geburt eine tiefgreifende kulturelle Verankerung. Die Erfahrung zeigt für die meisten Frauen Schwangerschaft und Geburt physiologisches Ereignis ist das durch die medizinische aber völlig in den Hintergrund gedrängt wird. so wenig wie möglich in diesen normalen eingegriffen wird anstatt alle Geburten als potentielle darzustellen und zu behandeln erfahren die Frau Kind und der Partner eine unterstützende Begleitung für ihre Beziehung prägend und wegweisend ist. bedeutet dabei Prävention von Anfang an.




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