Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 19. Januar 2020 

Hedemünden


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Hedemünden war bis 1930 eine selbständige Kleinstadt ist heute ein Ortsteil der Stadt Hann. Münden im südlichen Niedersachsen . Der Ort hat derzeit etwa 1.500

Inhaltsverzeichnis

Lage und Geographie

Hedemünden liegt am Unterlauf der Werra . Dieser in Thüringen entspringende Fluss verläuft weiter durch das Grenzland und erreicht nach der hessisch-niedersächsischen Landesgrenze als ersten Ort Südniedersachsens. Nachdem die Werra Gebiet erreicht hat erweitert sich ihr Flusstal einem Kessel mit einem Durchmesser von etwa Kilometern. Dieser Talkessel wird im Süden vom Wald umschlossen. Gegenüber erhebt sich im Norden Höhe des 'Hedemündener Waldes'. Die mittlere Höhe befindet sich 130 m über NN höchste ist die 'Hohe Schleife' mit 442 m NN.

Verkehrlich ist Hedemünden über eine Anschlussstelle die Autobahn 7 ( Hamburg Hannover Kassel Frankfurt am Main ) sowie die Bundesstraße 80 angebunden. Darüber hat Hedemünden einen Bahnhof in dem Nahverkehrs- Regionalzüge halten und den Ort mit den Mittelzentren Hann. Münden und Witzenhausen sowie den Oberzentren Kassel und Göttingen verbinden. Dort besteht Anschluss an das der Deutschen Bahn AG .

Außerdem liegt Hedemünden an verschiedenen touristischen der Deutschen Märchenstraße der Deutschen Fachwerkstraße der Ferienroute Alpen – Ostsee sowie dem Werra-Fernradweg.

Geschichte

Der Ort wurde erstmals am 6. 1017 urkundlich erwähnt erhielt später Stadtrechte die zum Jahr 1930 fortbestanden. Ursprünglich hatte das Hedemünden den Namen Hademinni (bzw. in abweichenden auch Hademinne Hedeminni Haydeminne oder Hedeminnen).

St. Michaeliskirche

Die Kirche wird durch ein Mansarddach Im Chor hat man in der 2. des 20. Jahrhunderts Reste mittelalterlicher Wandmalereien aufgedeckt. heutige Kirche befindet sich an der Stelle frühmittelalterlichen Saalkirche aus dem 9. bis 12. Im Jahr 1210 wurde an gleicher Stelle spätromanischer zweischiffiger Kirchenbau errichtet. Später erfolgen verschiedene und Umbauten.

Römerlager

Der Kreisarchäologe des Landkreises Göttingen Dr. Grote trat am 6.4.2004 mit einer archäologischen an das Licht der Öffentlichkeit. Klaus Grote die interessierte Fachwelt etwa 60 Personen zählend dem Burgberg bei Hedemünden um die Entdeckung Römerlagers zu verkünden und zugleich durch die zu führen. Der Burgberg liegt auf einer oberhalb des Steilhangs über dem Werratal rund m über der Talsohle. Unterhalb davon befindet die Werrafurt des Fernweges von Nordhessen ins Leinetal.

Genau auf der Trasse dieses Weges einer Stelle zwischen Hedemünden und Ellerode die Eichholze“ genannt wird wurde im Jahr 1855 einem roten Tongefäß ein Schatzfund römischer Münzen Bis auf zwei Stücke sind die Typen geblieben denn der restliche Münzfund wurde eingeschmolzen. Berger Die Fundmünzen der römischen Zeit in Band 2 Berlin 1988 S. 151 Nr. Erwähnt sind lediglich ein Stück der Gens und eines der Gens Mamilia. Bei letzterem es sich um den Denartyp Cra 362/1 von C. Mimilius Limetanus in Rom im 82 v. Chr. gehandelt haben. Dieser Typ ein Serratus der unter den römischen Fundmünzen aus Zeit des Augustus in Kalkriese zum Beispiel gängig ist. Durch diese Fundmünzen eine erste auf der Platz Hedemünden gelenkt worden.

Die Ausgrabungen und Prospektionen Klaus Grotes vier Geländekomplexe zutage. Das „Lager I“ ist länglich ovale Anlage von 320 x 150 bei einer flach-welligen Innenraumfläche von 3 215 Ihn umgibt eine Wall/Grabenanlage von 760 m in der vier Tore nachgewiesen wurden. Ein Nordtor ist denkbar. Wall und Graben wurden Profilschnitte überprüft. Der Wall hat heute eine von 5-6 m und eine Höhe von 8 – 1 2 m. Die Gesamthöhe Grabenbasis bis Wallkrone wird mit 3 5 geschätzt. Im Innenraum fanden sich drei eiserne (Dolabra) einheimische Keramik nichteinheimische Drehscheibenware römische Münzen Tüllenlanzenspitze mehrere Katapultgeschoßbolzen mehrere Lanzenschuhe Zeltheringe ein eine Sense Baubeschläge Pfrieme und Durchschläge Nägel Kettenteile.

Das „Lager II“ ist eine kleinere von fast rechteckiger Grundrißform direkt südlich an „Lager I“ anschließend und offenbar Zeitgleich mit Die Innenraumfläche beträgt 1 3 Hektar. Auch wurden Wall und Spitzgraben eindeutig nachgewiesen wobei Spitzgrabenverfüllung intensive Brandreste enthält. Gefunden wurden in Bereich eine (vierte) Dolabra zwei eiserne Hammerdechsel Nägel ein Zelthering und Baubeschläge. Das „Lager ist ein westliches Vorgelände von „Lager I“ einer auffälligen Fundkonzentration römischer Metallobjekte auf 150 150 m. Wall- und Grabenanlagen sind hier erkennbar. Zu den Funden gehören eine Silbermünze Römischen Republik eine Kupfermünze des Augustus (?) 40 cm lange Pilumstange eine Pilumzwinge zwei ein Glockenklöppel und diverse Baubeschläge. Das mutmaßliche IV“ liegt östlich unterhalb des Burgberges. Es 7-8 Hektar umfaßt haben. Auffällig sind hier und Strukturen im überackerten Gelände. Dies deutet Grote mit Fragezeichen als mögliches Marschlager.

Die insgesamt über 100 römischen Metallfunde einen Vergleich mit anderen Funden aus frühkaiserzeitlichen und Plätzen wie Haltern Xanten Nijmegen Kalkriese Rödgen Waldgirmes Hofheim und Dangstetten zu. ist die in Größe und Form bestehende mit Rödgen (3 3 Hektar) in der Die Datierung ist noch problematisch denn noch der Bestand römischer Münzen zu gering. Klaus spricht von einer unbekannten Zahl römischer Münzen Nemausus-Dupondien und republikanischer Denare die vor längerer auf dem Gelände des Burgberges aufgelesen wurden. dem jetzigen Kenntnisstand datiert Klaus Grote den von Hedemünden in den Zeitraum von den des Nero Claudius Drusus 12/9 v. Chr. bis in die des Germanicus 15/16 n. Chr. Hier können weitere eine Feinchronologie leisten. Davon abgesehen ist aber schon sicher: In Hedemünden hat man das Römerlager in Niedersachen entdeckt und auch das Römerlager westlich der Weser/Werra wenn auch nur Meter vom Flußlauf entfernt.

Weblinks



Bücher zum Thema Hedemünden

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Hedem%FCnden.html">Hedemünden </a>