Die Entstehung von Heidegebieten ist in Mehrzahl auf menschliche Bewirtschaftung zurückzuführen. Dies zeigt am Beispiel der Lüneburger Heide. Die Weide- Feldwirtschaft auf den Böden im norddeutschen Tiefland zwar bis zum 10. Jahrhundert bereits die Den wüchsigen Eichen- und Buchenwaldgesellschaften gelang es immer wieder die vom Menschen aufgegebenen Flächen besiedeln. Die intensive Nutzung der Waldbestände in folgenden Jahrhunderten insbesondere für den Salinenbetrieb und die Holzfeuerung erschöpften die Regenerationskraft der Bestände. den leichten Böden (pleistozäne Sander und Dünen) die Übernutzung zur Bildung von Flugsanden. Als verheerend erwies sich die zusätzliche landwirtschaftliche Nutzung Plaggenhiebe.
Beim Plaggenhieb wird mit Spaten oder der Oberboden mit der Vegetation und der entfernt. Zurück bleibt der ungeschützte Mineralboden. Die werden als Einstreu in Stallungen verwendet und dem Kot der Tiere vermengt als Dünger die Felder ausgebracht. Nährstoffe werden aus den genutzten Böden exportiert. Niederschläge waschen die letzten Nährstoffe aus die im durchlässigen Bodenausgangsmaterial (Sande) in tiefere Schichten verlagert werden. Auf diesen Böden siedeln nun Spezialisten wie Heide (Ericaceen) Wachholder (Juniperus communis) die durch starke organische die letzten Nährstoffe aus den Böden erschließen. kommt zu einer Versauerung des Bodens in immer weniger Mikroben existieren können. In der kann Streu und organische Bestandteile immer weniger werden. Unterhalb des Auswaschungshorizontes dieser Böden bildet eine Zone in der organischen Komplexbildnern (Polyphenole Fulvosäuren) mit Eisen Mangan und Aluminium ausfallen sich verfestigen. Auf feuchteren Standorten unter Erikaheiden sich in dieser Schicht der für Pflanzenwurzeln undurchdringliche Ortstein auf trockeneren Böden unter Callunaheiden
Die kargen Heiden Nordwestdeutschlands mit ihrer und Heidevegetation sind aus einer über Jahrhunderte ungeregelten Nutzung durch den Menschen entstanden. Die behandelten Böden haben ihre vollständige Leistungsfähigkeit bis noch nicht erreicht was sich z.B. aus jährlichen Zuwächsen der Wälder auf diesen Standorten läßt.