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Die Kirche vom Philosophenweg aus gesehen. Der Fluss am unteren Bildrand ist der Neckar .
Die Heiliggeistkirche ist die bekannteste Kirche von Heidelberg . Sie steht am Marktplatz mitten im Zentrum von Heidelberg nur unweit vom Heidelberger Schloss entfernt und beherrscht mit ihrer weit die Dächer ragenden Silhouette das ganze Stadtbild.
Die Heiliggeistkirche wurde 1239 zum ersten Mal erwähnt. 1398 wurde der Grundstein für ihre heutige spätgotische Form gelegt welche die damalige spätromanische Basilika gleichen Namens ersetzte die selbst auch der ursprüngliche Bau war. Somit ist die Kirche insgesamt die dritte Variante der Heiliggeistkirche.
Urkunden nennen Arnold Rype als Baumeister zeitweilig sogar Bürgermeister von Heidelberg war. Im damaligen Sprachgebrauch meinte man jedoch nicht den Architekten sondern den Finanzkoordinator. den Architekten der Heiliggeistkirche kennt man heute noch Hans Marx welcher bis 1426 an der Kirche arbeitete sowie Jorg bis 1439 zuständig war. Beide beaufsichtigten wahrscheinlich die am Langbau. Unter Kurfürst Friedrich I. kam der berühmte Turmbauspezialist Niclaus Eseler Mainz nach Heidelberg der wahrscheinlich den Großteil Arbeiten für den Turm der Heiliggeistkirche durchführte. Turm wurde jedoch erst in der letzten von Lorenz Lechler vollendet.
Der Bau erstreckte sich insgesamt über eineinhalb Jahrhunderte und umfasste mehrere Phasen: Der wurde schon 1411 geweiht das Langhaus 1441 fertiggestellt. Wahrscheinlich im selben Jahr wurde der Bau des Westturms begonnen. Die Arbeiten jedoch bis 1508 unterbrochen werden so dass der Turm 1544 vollendet werden konnte. 1709 nachdem die Kirche während des Pfälzischen Erbfolgekrieges durch die Franzosen in Brand gesteckt wurde ihm schließlich während des Wiederaufbaus seine barocke Haube aufgesetzt und die Kirche endgültig ihrer heutigen Form fertiggestellt.
Am Fuß der Kirche. Das Gebäude rechts unten im Hintergrund ist das berühmte Hotel zum Ritter .
Die berühmte Bibliotheca Palatina wurde einst der Heiliggeistkirche aufbewahrt. Während des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 wurde die Sammlung von Handschriften und Drucken allerdings von Kurfürsten Maximilian I. von Bayern geraubt und Papst geschenkt. Von den rund 5000 Büchern 3524 Handschriften gelangten 1816 nur 885 zurück. Der Rest wird heute noch im Vatikan aufbewahrt.
Im Laufe der Geschichte wurde die sowohl von Katholiken als auch von Protestanten teilweise sogar gleichzeitig. Ab 1706 bediente man sich einer Trennwand damit Konfessionen voneinander ungestört ihren Gottesdienst abhalten konnten. wurde 1936 wieder entfernt. Inzwischen ist die Kirche evangelisch.
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