Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 25. Oktober 2014 

Heinrich Institoris


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Heinrich Institoris eigentlich Heinrich Kramer oder Krämer (* um 1430 in Schlettstadt Elsass ; † um 1505 in Brünn oder Olmütz ) war als Inquisitor Auslöser der Hexenverfolgung .

Inhaltsverzeichnis

Leben

Heinrich Kramer der später seinen Namen latinisierte trat in seinem Geburtsort bei den Dominikanern ein. 1475 wurde er auf sein eigenes Betreiben die Köpfe seiner Vorgesetzten hinweg zum Inquisitor Ordens provinz Alemannia bestellt. Dieser Titel hatte allerdings dieser Zeit kaum mehr praktische Bedeutung. Nach Prozess gegen Juden in Trient dem er beiwohnte begann er seine als Verfolger der neu aufkommenden Hexensekten . Bei einem ersten Hexenprozess in Ravensburg zu dem er von dem dortigen angefordert wurde gelang es ihm zwei Frauen den Scheiterhaufen zu bringen. Er entwarf den Text Bulle Summis desiderantes affectibus die Papst Innozenz VIII. auf sein Betreiben herausgab. Mit diesem veranlaßte er einen Prozess in Innsbruck wo er aber kläglich scheiterte und dortigen Bischof Georg Golser aufgefordert wurde das Land zu verlassen. gekränkt und gedemütigt verfasste er den berüchtigten Hexenhammer der durch den aufkommenden Buchdruck zu der frühen Bestseller wurde und bald weite fand. Das Werk diente bald an vielen dazu vermeintliche Hexen aufzuspüren zu überführen und

Der Hexenhammer

In weiten Teilen bezieht sich der Hexenhammer auf die im Formicarius des Johannes Nider geschilderten Ereignisse im schweizerischen Simmental. Heinrich Institoris war auch innerhalb Ordens eine umstrittene Person daher benannte er angesehenen Mitbruder Jakob Sprenger als Mitautor. Bis heute wird dieser Mitverfasser ja teilweise sogar als alleiniger Autor Noch zu Lebzeiten von Institoris gab es deutschsprachigen Raum ca. 400 Hinrichtungen .

Wirkungsgeschichte

Bald wurde die Angst vor und Verfolgen von Hexen ein allgemeiner Wahn der unabhängig von den in der Reformation entstandenen Konfessionen ausbreitete. Erst dem Jesuiten Friedrich Spee von Langenfeld der viele Beichten von zum Tode verurteilten Hexen gehört hatte gelang es unter Lebensgefahr seiner anonym erschienenen Cautio criminalis 1631 gegenzusteuern.

Entgegen landläufiger Meinung ist der Hexenwahn Ereignis des Mittelalters sondern der Neuzeit .

Literatur

  • Behringer Jerouschek (Hrsg.): Der Hexenhammer . DTV 2000
  • Andreas Schmauder: Frühe Hexenverfolgung in Ravensburg und am Bodensee . UVK

Weblinks

  • Hexenhammer - Historischer Roman über die Entstehung Hexenhammers



Bücher zum Thema Heinrich Institoris

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Heinrich_Institoris.html">Heinrich Institoris </a>